 |
|
Unrühmliche Folgen einer enttäuschenden
Niederlage
|
:: Kühle Nordlichter
laufen heiß
Blumenkästen umwerfen, Schaufenster einschmeißen,
Mülleimer anzünden und Kreuzungen blockieren
– mit solche unsportlichen Aktivitäten provozierten
die Randalierer die Hamburger Polizei. Die griff ein und
wurde daraufhin mit Stühlen und Flaschen beworfen.
Dabei wurde ein Kameramann von einer Fahnenstange am Kopf
getroffen. Die Platzwunde konnte aber schnell behandelt
werden. Die Bilanz der Nacht: 23 Personen wurde vorläufig
in Gewahrsam genommen, vier weitere richtig eingebuchtet.
Die Vier befinden sich mittlerweile wieder auf freien
Fuß – sie müssen sich aber wegen Landesfriedensbruch
und Sachbeschädigung verantworten.
Auch im Westen gab es Ärger: Besoffene Fußballfans
zogen in Gronau im Münsterland aus der Innenstadt
Richtung deutsch-niederländischer Grenze. Am Grenzübergang
Glanerbrück trafen die 20 Jugendlichen auf feiernde
Holländer, die sich auch an der Grenze eingefunden
hatten. Zu einer Schlägerei kam es durch das beherzte
Eingreifen der Polizei nicht. 20 Platzverweise und eine
Festnahme konnten Schlimmeres verhindern. Ein paar Beulen
holten sich allerdings ein paar holländische Autos.
Ein paar Oranje-Fans waren mit wehenden Fahnen durch Gronau
gefahren und wurden mit nicht näher definierten Gegenständen
beworfen.
:: Familiendrama
in Wuppertal
Weil ihr Mann nach dem Tschechien-Spiel darauf beharrte
die Netzer-Delling-Analyse zu gucken, drehte eine Frau
in Wuppertal durch. Sie holte ein Messer aus der Küche
und stach ihren Mann nieder. Der Mann musste ins Krankenhaus
eingeliefert und behandelt werden. Die Verletzung war
allerdings nicht lebensgefährlich.
Ruhig blieb es im Süden und in Osten von Deutschland.
Die Polizei führt das auf die miese Witterung beim
Fußballspiel zurück Tausende Fußballfans,
die auf Großleinwänden in den Innenstädten
das Spiel sahen, waren froh nach dem Spiel irgendwo im
Trocknen zu sitzen.
Daniel Frick
:: Nach
oben