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Niederlage mit Folgen

Rudi Nationale tritt zurück

Erstellt am 24. Juni, 21:20 Uhr

Rudolf Völler hat aufgegeben. Der Wundermann des neuen Jahrtausends schmeißtdie Brocken hin. Und das zu einem überraschenden Zeitpunkt. Genießt derursprüngliche Feuerwehrmann als Teamchef in Fußballdeutschland doch nach wievor gutes Ansehen, trotz des wieder einmal unrühmlichenVorrunden-Ausscheidens unserer Elf.

Rudi Völler kann jetzt nur noch zurückschauen

Auf Nachfrage erläuterte Völler, was zur Entscheidung geführt habe. Mit dem Rucksack des EM-Aus in der Vorrunde sei es nicht mehr möglich, den Trainerjob unbelastet auszuüben. "Der neue Mann muss machen können, was er will", sagte er.

:: Völler: "Ich hätte gerne weitergearbeitet"

Völler stellt sich mit seiner Entscheidung in den Dienst der Mannschaft. "Ich hätte gerne weitergearbeitet", erklärte er - mit Blick auf die WM 2006 im eigenen Land. DFB-Präsident Gerhard Meier-Vorfelder betonte, er habe versucht, Völler zu halten. "Wir bedauern die Entscheidung sehr. Wir haben sie aber auch zu akzeptieren", sagte er weiter.

Zur Zukunft von Michael Skibbe wollte sich der DFB-Chef nicht endgültig äußern. Sein Vertrag hänge aber mit dem von Völler zusammen. Auch bei der Nominierung von möglichen Nachfolgern hielt sich Meier-Vorfelder zurück. "Dass der Name Ottmar Hitzfeld in allen Diskussionen eine Rolle spielen wird, ist ja klar", sagte er jedoch.

:: Größter Erfolg: WM 2002 in Japan und Südkorea

Direkt nach der 1:2-Niederlage gegen Tschechien hatte Völler noch gesagt: "Wenn man ausscheidet, gerät man in die Kritik, das ist normal. Ich habe einen Vertrag bis 2006. Ich gehe davon aus, dass ich weiter mache. Aber ich habe immer schon gesagt, dass ich nicht an meinem Stuhl klebe."

Der 44-Jährige hatte die Nationalmannschaft vor vier Jahren nach dem EM-Debakel des von Erich Ribbeck gecoachten Teams übernommen. Die Bilanz seiner Amtszeit: 29 Siege, elf Unentschieden und 13 Niederlagen. Seinen größten Erfolg feierte Völler mit der deutschen Elf bei der Weltmeisterschaft vor zwei Jahren mit dem zweiten Platz.

Till Schröder

 
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