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Merk pfeift nicht aus Finale
EM-Endspiel doch mit deutscher Beteiligung
Erstellt am 28. Juni, 21:01 Uhr
Dr. Markus Merk ist ein Arzt, dem nicht nur die Fußballfans
sondern auch die UEFA-Oberen vertrauen. Als Belohnung für
seine guten Leistungen darf er nun das EM-Endspiel am kommenden
Sonntag in Lissabon pfeifen.
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Spielt immer nach den Regeln: Markus
Merk
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Gleich drei Deutsche werden nicht auf das Finale in Lissabon
pfeifen. Um den pfälzischen Zahnarzt Dr. Markus Merk
wird ein deutsches Schiri-Team das Endspiel leiten. Merks
Auftritt im Estadio de la Luz am kommenden Sonntag (20.45/
live im ZDF) bildet den Höhepunkt in seiner Schiedsrichterkarriere.
"Das ist ein großer Augenblick in meiner Laufbahn",
zeigte sich Merk nach seiner Nominierung am heutigen Montag
durch die Schiedsrichter-Kommission der UEFA sichtlich bewegt.
"Es ist eine große Freude und eine Ehre, unter
so viel Qualität ausgewählt worden zu sein. Ich
bin sicher, dass mir am Sonntag alle Schiedsrichter in Deutschland
die Daumen drücken werden. Ich bin außerdem stolz,
dass zumindest eine deutsche Mannschaft im Endspiel steht."
Merk sprach hierbei von seinen beiden Assistenten auf der
Linie: Jan-Hendrik Salver und Christian Schräer.
:: Collina wurde ausgestochen
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Fliegt nun nach Hause: Pierluigi
Collina
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Dass der deutsche Top-Referee den "Weltschiedsrichter"
Pierluigi Collina im Rennen um das Finale ausstach, war
für viele Experten bereits klar. Collina hatte das
Eröffnungsspiel gepfiffen. So war es für die
UEFA-Oberen offenbar Ehrensache, dem Deutschen das Endspiel
zu geben. Doch auch Merks Leistungen bei der EM gaben
den Ausschlag. Der EM-Experte der ARD, Günther Netzer,
lobte Merk als einen "der unbestritten besten Schiedsrichter
der Welt". "Er hat eine ungeheure Erfahrung,
besonders aus seinen zahlreichen Europapokalspielen",
so Netzer.
:: Merk hat Lampenfieber
Für Merk geht ein weiterer Traum in Erfüllung.
Er pfiff bereits das Champions-League-Finale 2003. Ausgerechnet
im Fußballtempel der Träume: Old Trafford in
Manchester. "Doch es war immer mein Ziel, ein Endspiel
bei einem großen Turnier zu leiten." Vor seinen
nächsten Galaauftritt im Estadio de la Luz am kommenden
Sonntag zeigte er jedoch Lampenfieber. "Doch ich
bin nicht mehr so verkrampft, die Erlebnisse werden immer
intensiver. Inzwischen genieße ich die Stimmung
vor den Spielen."
Eine Frage stellte sich jedoch den Beobachtern: Was ist,
wenn Tschechien und die Niederlande ins Finale kommen?
Beide sorgten für das frühe Ausscheiden der
Deutschen bei dieser EM. Könnte es nicht unterschwellige
Vorwürfe geben, wenn ausgerechnet ein Deutscher das
Endspiel pfeift? Merk betrachtet das Spiel jedoch distanziert
und vergleicht es kühl mit einem "Schachspiel,
bei dem man den richtigen Zug im richtigen Moment setzt".
Markus Mähler
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