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Portugal - Griechenland
„Heute müssen alle Griechen feiern – überall“
Erstellt am 04. Juli, 00:20 Uhr
Die griechische Nationalmannschaft hat mit dem EM-Titel
den größten Erfolg in der Fußball-Geschichte
ihres Landes geschafft. Das sagten die Beteiligten des Finales
zum Spiel:
Otto Rehhagel (Nationaltrainer Griechenland):
„Es ist ein ganz außergewöhnliches Ereignis
für den griechischen Fußball. Griechenland hat
heute Fußball-Geschichte geschrieben. Ich hoffe, dass
das einen Widerhall finden wird. Wir haben auch heute unsere
Möglichkeiten wieder ausgespielt. Der Gegner war zwar
technisch besser, aber die Tore müssen sie schon selber
schießen. Hoffentlich kommen wir überhaupt morgen
nach Athen hinein. Es werden sich unglaubliche Szenen abspielen.
Wenn mir das vor zwölf Jahren nach dem Europacupsieg
mit Werder Bremen einer erzählt hätte, den hätte
ich für verrückt erklärt.“
Trainer Luiz Felipe Scolari (Portugal): „Wir
bitten ganz Portugal um Verzeihung. Ohne ein Tor zu verlieren,
ist sehr hart. Griechenland hat verdient gewonnen, weil seine
Mannschaft sehr geschickt verteidigt hat. Beim Gegentor war
unsere Abwehr nicht ganz aufmerksam, so dass die Führung
etwas glücklich war. Wir müssen uns jetzt auf die
WM 2006 vorbereiten.“
Angelos Charisteas (Torschütze des Siegtores):
„Das ist unglaublich für den griechischen Fußball.
Heute müssen alle Griechen feiern - überall, ob
in Deutschland, Australien oder sonst wo. Das ist der beste
Augenblick meines Lebens. Ich habe zwar das entscheidende
Tor gemacht, aber den Titel hat unsere ganze Mannschaft gewonnen.
Viele werden sich wundern, wie wir das geschafft haben. Ich
bin stolz, dass ich ein Grieche bin.“
Kostas Karamanlis (Griechischer Ministerpräsident):
Wir gratulieren den Spielern und Otto Rehhagel, weil sie allen
Griechen in der ganzen Welt die Gelegenheit gegeben haben,
sich endlos zu freuen. Dieser Sommer mit den Olympischen Spielen
und diesem EM-Erfolg ist ein griechischer Sommer“
Franz Beckenbauer (Präsident des WM-Organisationskomitees
2006): „Griechenland hat verdient gewonnen.
Sie haben zwei Mal den Gastgeber geschlagen und Titelverteidiger
Frankreich sowie Tschechien rausgeworfen. Natürlich ist
der Titelgewinn überraschend. Das ist fast ein ähnliches
Märchen wie 1992 mit Dänemark. Man hat bei dieser
Europameisterschaft wieder einmal gesehen, dass die Außenseiter
alle Chancen haben. Das war schon im Champions-League-Finale
mit dem FC Porto und AS Monaco so.“
Adrian Bauer
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