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VIERTELFINALE :: VORSCHAU |
Portugal - England
Briten beschwören "Geist von Wembley"
Erstellt am 24. Juni, 16:15 Uhr
Im „Estadio da Luz“ von Lissabon treffen im
ersten Viertelfinalspiel Gastgeber Portugal und England aufeinander.
38 Jahre ist es her, als sich die Briten bei der Heim-WM im
Halbfinale gegen die Südeuropäer durchsetzten und
ein Spiel darauf zum ersten und einzigen Mal Weltmeister wurden.
Der „Geist von Wembley“ schwirrt plötzlich
allen Engländern durch den Kopf. Sind die „Löwen“
diesmal zu stoppen?
Sven Göran Eriksson glaubt fest an den Team-Spirit in
seiner Truppe: „Ich spüre eine ähnliche Einstellung
und Moral wie in dem Team, das 1966 Weltmeister wurde. Wir
sind zu allem fähig, auch zum Titelgewinn", so der
Schwede. Er warnt allerdings im gleichen Zug vor der ebenfalls
starken Elf der Hausherren: „Die Portugiesen sind technisch
alle hervorragend und verfügen über sehr schnelle
Spieler. Es sollte ein grandioses Spiel werden."
:: Beckham: „Ich fürchte,
dass sie verlieren“
Obwohl beide Teams ihre Auftaktspiele verloren, qualifizierten
sie sich mit jeweils zwei darauf folgenden Siegen dennoch
fürs Viertelfinale. Die Engländer bewiesen dabei
mit bisher acht erzielten Treffern eindrucksvoller ihren Torhunger
als der vier mal erfolgreiche Gastgeber. „Portugal ist
ein Klasseteam, aber ich fürchte, dass sie verlieren“,
verkündet Englands Kapitän David Beckham. „Wir
kommen immer besser in Fahrt“, so der 29-Jährige.
Beim letzten Aufeinandertreffen der beiden Teams im Februar
hieß es am Ende 1:1. Zu diesem Ergebnis wird es diesmal
nicht kommen – Alles oder Nichts lautet diesmal die
Devise. Schlechte Erinnerungen haben die Engländer noch
an das letzte Duell mit Portugal in einem Pflichtspiel. Trotz
2:0-Führung vermasselten die Briten ihr EM-Auftaktspiel
2000 noch und unterlagen den Südeuropäern mit 2:3
Toren.
:: Zweikämpfe versprechen
Spannung
Spannende Duelle auf dem Feld warten auf die Zuschauer: David
Beckham und sein Teamkollege bei Real Madrid, Luis Figo, werden
sich im Mittelfeld nichts schenken. Schlägt der englische
Überflieger Wayne Rooney erneut zu oder wird Portugals
Nachwuchsstürmer Christiano Ronaldo sein Team ins Halbfinale
schießen? „Wenn wir mindestens so gut sind wie
gegen Spanien, haben wir unsere Chance. Wir denken nur an
den Sieg", tönt Ronaldo vor der Partie.
Luiz Felipe Scolari muss im Sturm auf den gelb-gesperrten
Pauleta verzichten. Für ihn wird Nuno Gomes, Torschütze
des goldenen Tors gegen Spanien, an der Seite von Ronaldo
stürmen. In der Elf von Sven Göran Eriksson sind
keine Änderungen zum letzten Gruppenspiel gegen Kroatien
zu erwarten.
:: Eriksson lässt
schon mal Elfmeter trainieren
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Ronaldo ist heiß auf das Duell
mit den Briten: „Wir denken nur an den Sieg!“
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Falls es zum Elfmeterkrimi kommen sollte, sind die Engländer
diesmal gerüstet. Im Trainingslager und während
der EM ließ Eriksson regelmäßig Strafstöße
trainieren, um keine böse Überraschung zu erleben.
Bei der WM 1990, der EM 1996 und der WM 1998 zogen die Briten
in der Finalrunde beim „Shoot-Out“ jedes Mal
den Kürzeren.
Im „Stadion des Lichts“, Schauplatz der Begegnung,
hat Portugal seit 17 Jahren kein Länderspiel mehr verloren.
Dass jede Serie reißt, haben die Gastgeber jedoch beim
Sieg gegen Spanien - dem ersten nach 23 Jahren - selbst bewiesen.
:: So könnten
sie spielen:
Portugal (Trainer: Luiz Felipe Scolari): Ricardo
- Miguel, Andrade, Carvalho, Nuno Valente - Maniche, Costinha,
Figo, Deco - Ronaldo, Nuno Gomes
England (Trainer: Sven Göran Eriksson): James
- G.Neville, Terry, Campell, Cole -Gerrard, Lampard, Beckham,
Scholes - Owen, Rooney
Schiedsrichter: Urs Meier (Schweiz)
Stadion: Estadio da Luz, Lissabon (Kapazität:
65 275)
Robert Nössler
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