Portugal - England
„Wayne’s World wieder zurück auf dem Boden“
Erstellt am 25. Juni, 14:30 Uhr
The Sun (England): „Dummer Grasnarben-Beckham:
schieß nie wieder einen Elfmeter! Sein Schuss in den
Himmel leitete das Debakel ein. Er selbst bereicherte sich
damit um einen weiteren persönlichen Elfmeter-Albtraum.
Zuvor raubte allerdings Schiedsrichter Urs Meier den „Three
Lions“ den Sieg. Da der Bankier den Treffer von Campbell
in der 90. Minute verwehrte, trägt er ebenfalls große
Verantwortung für diese Niederlage.“
The Times (England): „Das Instrument
der Elfmeter-Qual mutiert langsam zum effektivsten Mittel,
England aus dem Turnier zu werfen. Bereits zum vierten Mal
scheitern die ‚Löwen’ bei einem internationalen
Turnier vom Punkt. Fast 40 Jahre ohne Titelerfolg –
wann ist die Durststrecke endlich zuende?“
World Soccer (England): „Portugal
bezwingt das Englische Team erst im Elfmeterschießen
und steht nun im Halbfinale. England wird auf der harten Tour
aus dem Turnier geworfen. Nach dieser Leistung scheint es,
als könnte der Gastgeber jedes Team schlagen.
Daily Mirror (England): “Zur Hölle
mit dem Schiedsrichter! Der Schweizer Urs Meier verwehrt England
ein Last-Minute-Tor durch Sol Campbell, weil Terry angeblich
Torwart Ricardo behindert haben soll. Schon in der Vergangenheit
machte sich dieser Unparteiische bei Fans aus aller Welt keinen
guten Namen.“
The Independent (England): „Englands
europäischer Traum stirbt erneut im Strafstoß-Schießen.
‚Wayne’s World’ England wurde durch diese
Misere wieder zurück auf den Boden der Tatsachen geholt.
David Beckham dabei einmal mehr eine ganze Nation durch einen
verschossenen Elfmeter.“
Record (Portugal): „Nur der Himmel
setzt uns jetzt noch Grenzen. Das Fest kann weiter gehen und
der Traum auch. Also lasst uns weiter träumen!“
A Bola (Portugal): „Phantastische
Emotionen, mitreißend und dramatisch. Dieses Portugal
- England schreibt EM-Geschichte, egal, wie das Turnier ausgeht...
Dieses Spiel war eines Finales würdig. Dieser Sieg über
England ist ein Sieg über Jahrhunderte von Schicksalsergebenheit.“
24 Horas (Portugal): „Ricardo mit
den goldenen Händen. Dieser Typ ist ein Held! Es war
ein Kampf der Titanen, der in einer Tragödie hätte
enden können.“
Diario de Noticias (Portugal): „Yes!
Ricardo ‚Löwenherz' hat die Engländer überrascht.
Er zog die Handschuhe aus, hielt den letzten Elfmeter und
schoss das Siegtor.“
Correio da Manha (Portugal): „Ach,
unser Herz! Wir Portugiesen haben bis zum letzten Augenblick
gelitten, aber das war es wert. Die Seleccao hat dem Land
einen spektakulären Sieg geschenkt.“
Publico (Portugal): „Ein episches Treffen
wie im Kino. Ein unvergessliches Spiel mit einem Ende wie
in einem Western, wo die Guten gewinnen.“
A Capital (Portugal): „Wir werden
den 24. Juni nie vergessen.“
Frankfurter Allgemeine Zeitung (Deutschland) :
„Die hohen Erwartungen, nicht zuletzt wegen der Aufeinandertreffen
der beiden bei Real Madrid aktiven Kapitäne David Beckham
und Luis Figo sowie der Jungstars Wayne Rooney und Cristiano
Ronaldo, erfüllte der Ländervergleich in einem schwungvollen
und spannenden Duell allemal. [...] In der Verlängerung
setzte sich der intensive Schlagabtausch zweier Gegner auf
Augenhöhe fort. Erst traf Rui Costa, dann Lampard. Schließlich
musste der Gegner im Elfmeterschießen gefunden werden,
was irgendwie zur Dramaturgie dieses mitreißenden Fußball-Abends
in Lissabon passte.
Kicker Online (Deutschland): „In einem
hochdramatischen und stets spannenden Viertelfinale behielt
Gastgeber Portugal im Elfmeterschießen gegen England
die Oberhand. Der Sieg der Scolari-Schützlinge fußte
auf unbändigem Einsatzwillen, und einer Portion Glück.
England brachte Owens frühe Führung nicht über
die Runden, hielt jedoch bis zum Schluss tapfer dagegen. Keeper
Ricardo wurde im Elfmeterschießen zum Held des Abends.“
BILD.de (Deutschland): „David Depp-Ham!
Einen Titel für England, das ist sein größter
Wunsch. Aber wenn das jemals gelingen soll, darf Depp-Ham
nie, nie, nie wieder einen Elfmeter schießen.“
RP-Online (Deutschland): „Elfmeter-Versagen
nährt das alte Trauma. England, so scheint es, ist verflucht.
Das Land war mehr als zuversichtlich, nach 1966 und dem WM-Triumph
im eigenen Land endlich den zweiten großen Titel gewinnen
zu können. Doch wieder einmal scheiterten die ‚Three
Lions’ im entscheidenden Spiel im Elfmeterschießen.“
Robert Nößler
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