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  :: Das Online-Magazin der Leipziger Journalistik zur Fußball-Europameisterschaft 2004 in Portugal
 
  VIERTELFINALE :: PRESSE

Portugal - England

„Wayne’s World wieder zurück auf dem Boden“

Erstellt am 25. Juni, 14:30 Uhr

The Sun (England): „Dummer Grasnarben-Beckham: schieß nie wieder einen Elfmeter! Sein Schuss in den Himmel leitete das Debakel ein. Er selbst bereicherte sich damit um einen weiteren persönlichen Elfmeter-Albtraum. Zuvor raubte allerdings Schiedsrichter Urs Meier den „Three Lions“ den Sieg. Da der Bankier den Treffer von Campbell in der 90. Minute verwehrte, trägt er ebenfalls große Verantwortung für diese Niederlage.“

The Times (England): „Das Instrument der Elfmeter-Qual mutiert langsam zum effektivsten Mittel, England aus dem Turnier zu werfen. Bereits zum vierten Mal scheitern die ‚Löwen’ bei einem internationalen Turnier vom Punkt. Fast 40 Jahre ohne Titelerfolg – wann ist die Durststrecke endlich zuende?“

World Soccer (England): „Portugal bezwingt das Englische Team erst im Elfmeterschießen und steht nun im Halbfinale. England wird auf der harten Tour aus dem Turnier geworfen. Nach dieser Leistung scheint es, als könnte der Gastgeber jedes Team schlagen.

Daily Mirror (England): “Zur Hölle mit dem Schiedsrichter! Der Schweizer Urs Meier verwehrt England ein Last-Minute-Tor durch Sol Campbell, weil Terry angeblich Torwart Ricardo behindert haben soll. Schon in der Vergangenheit machte sich dieser Unparteiische bei Fans aus aller Welt keinen guten Namen.“

The Independent (England): „Englands europäischer Traum stirbt erneut im Strafstoß-Schießen. ‚Wayne’s World’ England wurde durch diese Misere wieder zurück auf den Boden der Tatsachen geholt. David Beckham dabei einmal mehr eine ganze Nation durch einen verschossenen Elfmeter.“

Record (Portugal): „Nur der Himmel setzt uns jetzt noch Grenzen. Das Fest kann weiter gehen und der Traum auch. Also lasst uns weiter träumen!“

A Bola (Portugal): „Phantastische Emotionen, mitreißend und dramatisch. Dieses Portugal - England schreibt EM-Geschichte, egal, wie das Turnier ausgeht... Dieses Spiel war eines Finales würdig. Dieser Sieg über England ist ein Sieg über Jahrhunderte von Schicksalsergebenheit.“

24 Horas (Portugal): „Ricardo mit den goldenen Händen. Dieser Typ ist ein Held! Es war ein Kampf der Titanen, der in einer Tragödie hätte enden können.“

Diario de Noticias (Portugal): „Yes! Ricardo ‚Löwenherz' hat die Engländer überrascht. Er zog die Handschuhe aus, hielt den letzten Elfmeter und schoss das Siegtor.“

Correio da Manha (Portugal): „Ach, unser Herz! Wir Portugiesen haben bis zum letzten Augenblick gelitten, aber das war es wert. Die Seleccao hat dem Land einen spektakulären Sieg geschenkt.“


Publico (Portugal): „Ein episches Treffen wie im Kino. Ein unvergessliches Spiel mit einem Ende wie in einem Western, wo die Guten gewinnen.“

A Capital (Portugal): „Wir werden den 24. Juni nie vergessen.“


Frankfurter Allgemeine Zeitung (Deutschland) : „Die hohen Erwartungen, nicht zuletzt wegen der Aufeinandertreffen der beiden bei Real Madrid aktiven Kapitäne David Beckham und Luis Figo sowie der Jungstars Wayne Rooney und Cristiano Ronaldo, erfüllte der Ländervergleich in einem schwungvollen und spannenden Duell allemal. [...] In der Verlängerung setzte sich der intensive Schlagabtausch zweier Gegner auf Augenhöhe fort. Erst traf Rui Costa, dann Lampard. Schließlich musste der Gegner im Elfmeterschießen gefunden werden, was irgendwie zur Dramaturgie dieses mitreißenden Fußball-Abends in Lissabon passte.

Kicker Online (Deutschland): „In einem hochdramatischen und stets spannenden Viertelfinale behielt Gastgeber Portugal im Elfmeterschießen gegen England die Oberhand. Der Sieg der Scolari-Schützlinge fußte auf unbändigem Einsatzwillen, und einer Portion Glück. England brachte Owens frühe Führung nicht über die Runden, hielt jedoch bis zum Schluss tapfer dagegen. Keeper Ricardo wurde im Elfmeterschießen zum Held des Abends.“

BILD.de (Deutschland): „David Depp-Ham! Einen Titel für England, das ist sein größter Wunsch. Aber wenn das jemals gelingen soll, darf Depp-Ham nie, nie, nie wieder einen Elfmeter schießen.“

RP-Online (Deutschland): „Elfmeter-Versagen nährt das alte Trauma. England, so scheint es, ist verflucht. Das Land war mehr als zuversichtlich, nach 1966 und dem WM-Triumph im eigenen Land endlich den zweiten großen Titel gewinnen zu können. Doch wieder einmal scheiterten die ‚Three Lions’ im entscheidenden Spiel im Elfmeterschießen.“


Robert Nößler

 
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