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  :: Das Online-Magazin der Leipziger Journalistik zur Fußball-Europameisterschaft 2004 in Portugal
 
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Frankreich - Griechenland

„Malaise statt Marseillaise“

Erstellt am 26. Juni, 18:10 Uhr, ergänzt um 22:45 Uhr

Athlitiki (Griechenland): „Unsterblich! Unglaublich! Unbegreiflicher Triumph der Nationalmannschaft!"

Goal (Griechenland): "Die Götter sind wieder auf dem Olymp. Und der neue Zeus heißt Otto. Danke, dass wir diesen Traum erleben dürfen! Griechen feiern überall in der Welt den größten Triumph des griechischen Fußballs. Jetzt Vollgas fürs Endspiel."

Kathimerini (Griechenland): „Nacht der Träume. Historischer Sieg gegen Frankreich. Athen brannte in der Nacht – unglaubliche frenetische Feierlichkeiten in ganz Griechenland."

L'Équipe (Frankreich): „Auf nach Hause! Der Europameister verlässt das Turnier durch den Nebenausgang. Gegen Griechenland haben sie sich einmal mehr ihres Titels unwürdig erwiesen."

France Soir (Frankreich): „Erniedrigt! Man hatte sich darauf gefasst machen müssen. Die Blauen mit Zidane und Henry haben sich logischerweise den Griechen gebeugt. Sie geben den Titel und ihre Illusionen ab."

Le Parisien (Frankreich): „Am Ende! Es hat kein Wunder von Lissabon gegeben. Sie haben katastrophal gespielt. Das Desaster ist vergleichbar mit dem bei der Weltmeisterschaft 2002. Spieler und Trainer sind schuld."

La République du Centre (Frankreich): „Frankreich war nicht besser als vor zwei Jahren beim WM-Desaster. Wir haben nur zunächst mehr Glück gehabt."

Bild (Deutschland): "Wir sahen am TV französische Trikots, aber drinnen hätten Deutsche stecken können. Es rumpelte gewaltig bei den müden Franzosen. Auch der große Zidane stürzte ab. Ohne Ideen, ohne Tempo, das war unterirdisch."

Nürnberger Nachrichten (Deutschland): „In einem der denkwürdigsten Spiele der EM- Geschichte haben Griechenlands Fußball-“Götter“ Titelverteidiger Frankreich vom Thron gestoßen und selbst den Olymp erklommen.“

Spiegel Online (Deutschland): „Rehhagel-Team blamiert Frankreich. In Griechenland dürften sie Rehhagel nun endgültig ein Denkmal errichten. Zidane bemühte sich um Ordnung im Mittelfeld, sah sich angesichts der vielen Ausfälle im Team der Franzosen jedoch zu oft allein auf weiter Flur.“

Sueddeutsche.de (Deutschland): „Rehhagels größter Sieg. Ein Deutscher hält aus bei dieser Europameisterschaft, ein Kind der Bundesliga, wie er sich selbst nennt. Aber jetzt, als Halbfinalist mit der griechischen Mannschaft, heißt er wohl endgültig Rehhakles und ist ein griechischer Fußballgott – ein erfolgreicher Fußball-Bundesligatrainer war er in seinem früheren Leben.“

A Bola (Portugal): „Von nun an heißt es Z wie Zagorakis, nicht Z wie Zidane."

Diário de Notícias (Portugal): „Rehhagels Helden erteilten aller Welt eine Lektion in der Kunst guter Verteidigung."

Jornal de Notícias (Portugal): „Die Griechen erklimmen den Olymp. Die Götter des Fußballs sind durchgedreht. Nach Spanien, Italien, Deutschland und England fliegt auch Frankreich aus der EM."

The Independent (England): „Griechische Götter bringen Ende für Frankreichs goldene Ära. Eine Generation großer französischer Spieler nähert sich der Fußball-Pensionierung, nachdem sie von Griechenland aus dem Turnier geworfen wurden."

The Guardian (England): „Griechischer Held Charisteas stürzt Frankreich ins Schwert. Malaise statt Marseillaise."

The Times (England): „Franzosen erhalten harsche Lektion von Griechen. Frankreich vergisst den Text in griechischer Tragödie."

El Pais (Spanien): „Griechenland hat den Champion beerdigt. Die geordnete und kämpferische Mannschaft Rehhagels hat ein kopfloses Frankreich bloß gestellt, das ein Opfer seiner Improvisation wurde."

Marca (Spanien): „Die Griechen gewinnen mit ihrem Stil: großartige Defensive und Effizienz."

Corriere della Sera (Italien): „Der Fall der Götter. Alle Großen sind ausgeschieden. Eine Europameisterschaft voller Überraschungen."

La Repubblica (Italien): „Charisteas lässt Frankreich weinen. Wundervoller Kopfball. Griechenland schaltet den Europameister aus. Griechenland schafft es verdientermaßen unter die letzten Vier."

Gregor le Claire

 
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