Institut

 Australische Familie am Lagerfeuer, Bruno Bürger & Ottilie, Lith. Anst. Leipzig,
 Quelle: Grassi Museum für Völkerkunde zu Leipzig

 

Buch und Ausstellung bildeten den Abschluss einer Reihe bemerkenswerter Aktivitäten zur Würdigung des 600jährigen Gründungsjubiläums der Universität Leipzig. Das Institut für Ethnologie der Universität, das GRASSI Museum für Völkerkunde und das Leibniz-Institut für Länderkunde möchten damit der Alma Mater Lipsiensis Respekt zollen. Sie tun das mit einem Rückblick auf die unterschiedlichen Aktivitäten, die Forscher aus unserer Stadt draußen in der Welt unternahmen, um deren Vielfalt hier bekannt zu machen.

Die Leistungen Leipziger Ethnographen und Geographen, die seit drei Jahrhunderten in ferne Regionen reisten, um von dort Ansichten und Anregungen, Gegenstände und Materialien nach Hause mitzubringen, stehen im Mittelpunkt der Ausstellung. Ihr Reisen, Sammeln, Bearbeiten und Publizieren hat wesentlich zum Weitblick der Universität und ihrer Stadt beigetragen. Dies wird nun erstmals umfassend dargestellt und dokumentiert. 

Das Buch entspricht der Gliederung der Ausstellung: Der erste Teil thematisiert die Expeditionen und Forschungsreisen, der zweite stellt die leitenden Theorien und beteiligten Fächer vor, der dritte führt bedeutende Sammler und Sammlungen in Museen und Archiven der Stadt auf, und der vierte widmet sich schließlich der Rezeption und Reflexion dieser Anstrengungen in und außerhalb der Stadt Leipzig.

Es werden sämtliche Weltteile in ihren Leipzig-Bezügen behandelt und die Prozesse der Horizonterweiterung wie auch der Klischeebildung verfolgt. Beide Wissensgebiete sind in Leipzig durch Bürgerinitiativen und Museumsgründungen etabliert worden, ehe die entsprechenden Lehrstühle an der Universität als Lehrstühle (1870 Geographie, 1920 Ethnologie) eingerichtet worden sind.

Zur Ausstellung erschien ein umfangreiches Begleitbuch:
540 Seiten, 61 Farb- und zahlreiche S/W-Abbildungen
Erhältlich im Institut für Ethnologie