Einrichtungen
Bibliothek
Das Institut für Ethnologie verfügte über eine eigene Bibliothek, die in der neu gestalteten Schillerstraße 6 in die regionalwissenschaftliche Zweigstelle der UB integriert wurde.
Öffnungszeiten: Montag bis Freitag von 9.00 bis 20.00 Uhr
Der ethnologische Bestand umfasst folgende Bereiche:
Amerika
Nord-, Mittel-, Südamerika, Afroamerika
Afrika
Nord-, West-, Ost-, Südafrika, Madagaskar
Asien
Zentral-, Nord-, West-, Ost-, Südasien, Indonesien
Ozeanien
Australien, Neuseeland, Neuguinea, Melanesien, Mikronesien, Polynesien
Europa
Hinzu kommt ein Bestand an Zeitschriften, der sich auf mehr als 2000 Bände beläuft.
Institutsarchiv (IA)
Im Archiv befinden sich mehrere Meter Akten mit Dokumenten (Briefwechsel, Verträge, Manuskripte, Gutachten etc.) sowie zahlreiche geographische und thematische Wandtafeln aus der gesamten Zeit des Institutsbestehens. Die Akten sind bislang unterschiedlich detailliert verzeichnet. Allgemein liegen zu fast allen Institutsphasen universitätsinterne Schriftwechsel, Korrespondenz mit dem Sächsischen Bildungsministerium, mit in- und ausländischen Kollegen, zur Organisation des Instituts, zu den jeweiligen Vorlesungen sowie Dokumente zur Studien- und Promotionsordnung u.ä. vor. Die Signifikanz der Dokumente ergibt sich zunächst einmal aus der Geschichte der jeweiligen Unterbestände: weitere Informationen
Archiv Tsiganologie (AT)
Die ältesten Materialien gehören zur Rumänien-Expedition von Block und Plischke im I.Weltkrieg. Die Fotosammlung (722 Glasplatten) ist geordnet und katalogisiert, wartet aber noch auf ihre Digitalisierung. Dazu gibt es noch drei Ordner mit Korrespondenz zwischen Forschern und der Institutsleitung.
Die zweitältesten Materialien entstammen aus der Arbeit des Projekts Tsiganologie am Institut für Soziologie der Justus Liebig-Universität Giessen in den 70er Jahren des letzten Jahrhunderts. Dazu gehört eine umfangreiche Sammlung von Zeitungsausschnitten (regionale wie überregionale Blätter) aus jener Zeit, mehrere Ordner grauer Literatur aus ganz Europa sowie unveröffentlichte Manuskripte der damaligen Mitarbeiter.
Die neueren Materialien entstammen dem Teilprojekt T5 des SFB 586, I. Phase 2001-2004, das Zigeunergruppen um das Scharze Meer herum untersuchte. Es handelt sich um mehrere Alben von Fotografien, Video-Filme (vor allem aus Russland, Ukraine und Moldawien) und Feldnotizen der Mitarbeiter.
Das Archiv wird im Rahmen des Forums Tsiganologische Forschung weitergeführt und sammelt zur Zeit vor allem Material aus Rumänien und Serbien sowie aus Mittelasien (Ferghana-Tal)
Lips-Archiv (LA)
Der Bestand des Lips-Archivs gibt Aufschluss über die Institutsgeschichte 1949-1948. Es umfasst Dokumente des "Instituts für Ethnologie" , bzw. des "Ethnologischen Instituts und Instituts für vergleichende Rechtssoziologie", geleitet von Julius Lips, sowie des "Julius Lips Instituts für Ethnologie und vergleichende Rechtssoziologie" (1952-1968), geleitet von dessen Ehefrau Eva Lips.
Es handelt sich um Briefe mit verschiedenen Behörden, dem Rektorat und der Universitätsverwaltung sowie Korrespondenzen bezüglich Lehrveranstaltungen. Des Weiteren beinhaltet das Archiv Vorträge und Übersetzungen, Muster für wissenschaftliche Arbeiten, Unterlagen zu Seminaren und zur Buchhaltung, Handouts und Teilnehmerlisten, sowie weitere Belege von Veranstaltungen zu Nordamerika unter der Leitung von Eva Lips und Akten über gehaltene Veranstaltungen von Mitarbeitern des Instituts, wie beispielweise Ansa Asamoa über die Ewe. Regionaler Schwerpunkt ist Nordamerika, daneben finden sich Dokumente über Forschungen in Syrien und Ghana.
Zurzeit wird im Rahmen einer Dissertation zu Eva Lips der Bestand der Lips-Archivs weiter aufgearbeitet.
