Warm, ja sogar heiß war es am Donnerstag auf Dresdens Straßen. Das lag aber nicht nur an der knallenden Sonne, sondern vor allem auch an den erhitzten Gemütern der Demonstrierenden. Eltern, Lehrkräfte, Schüler, Schülerinnen und Studis aus ganz Sachsen und auch euer Fachschaftsrat zogen gemeinsam durch die Dresdner Innenstadt bis vor den Landtag, um gegen den Kürzungswahn der Sächsischen Landesregierung im Bildungsbereich zu demonstrieren. Die Regierung behauptet immer wieder, dass die Zahl der Studierenden auf Grund des demografischen Wandels drastisch zurückgeht, das Gegenteil ist jedoch der Fall: die Anzahl ist gestiegen und steigt stetig.
Die Forderungen sind klar. Die Stellenkürzungen an den sächsischen Hochschulen sollen bis mindestens 2020 ausgesetzt werden. Den Hochschulen soll langfristig finanzielle Sicherheit gegeben werden, um damit die Grundlage für mehr unbefristete Anstellungsverhältnisse zu schaffen.
Auch soll es eine zeitgemäße pädagogische Ausbildung im Lehramtsstudium sowie die notwendige Aufstockung der Lehr- und Studienkapazitäten geben.
Doch nicht nur wir Studis, sondern auch Sachsens Schüler und Schülerinnen sind erheblich betroffen. Sie fordern, die bedarfsgerechte Neueinstellung von Lehrkräften sicherzustellen und ausreichend Referendariatsstellen anzubieten. Den Unterrichtsausfall so zu dokumentieren, wie er an den Schulen vorzufinden ist und den Sanierungsstau an Sachsens Schulen zu beheben.
Solange diese Forderungen nicht erfüllt werden, wird es mit Sicherheit weitere Aktionen geben, die zeigen, dass wir uns diese Willkür nicht gefallen lassen.




