Weblog von hannes.eichblatt

Slackened Saturday: Linguistische Debatten

Es gab in letzter Zeit zwei mehr oder weniger stichhaltige Debatten.

Ultraconserved Words

Das Paper "Ultraconserved words point to deep language ancestry across Eurasia" erschien am 15. April 2013, aus dem Abstract:

(..) we use a statistical model, which takes into account the frequency with which words are used in common everyday speech, to predict the existence of a set of such highly conserved words among seven language families of Eurasia postulated to form a linguistic superfamily that evolved from a common ancestor around 15,000 y ago.

Diese Sensation schaffte es am 6. Mai sogar in die Washington Post:

You, hear me! Give this fire to that old man. Pull the black worm off the bark and give it to the mother. And no spitting in the ashes!
It’s an odd little speech. But if you went back 15,000 years and spoke these words to hunter-gatherers in Asia in any one of hundreds of modern languages, there is a chance they would understand at least some of what you were saying.

Sally Thomason vom (empfehlenswerten!) Language Log hingegen bleibt skeptisch:

The authors intend their statistical method to provide evidence for relatedness of languages that are beyond the reach of the Comparative Method. Like other long-rangers with dreams of discovering bigger and bigger family groupings — maybe even the ur-human language, what the late Joseph Greenberg called Proto-Sapiens — Pagel et al. believe that abandoning the one method that is known (not just "thought") to be reliable can achieve the goal. But you still can't make a silk purse out of a sow's ear.

Allein gegen Fakten und Wissenschaft

Auf ZEIT Online bekommt Reiner Luyken, wohnhaft in Schottland, die Möglichkeit, sein Unverständnis der Materie einem breiten Publikum darzulegen. Es geht um die Thesen eines Gastprofessors an der Uni Oslo:

Ein pfiffiger Professor der Universität Prag erklärte mir einmal ein Betriebsgeheimnis historischer Linguistik. Eigentlich sei alles längst erforscht. Man könne nur Karriere machen, indem man seit Generationen festgefügte Vorstellungen umstürze. (..) Das Idiom der Insel sei keine deutschstämmige, von Angeln und Sachsen zwischen dem 4. und 6. Jahrhundert von Jütland her importierte Sprache, wie die Fach- und Laienwelt bislang annahm. Vielmehr hätten die Wikinger sie aus dem hohen Norden eingeführt. (..) Das Altenglische sei ausgestorben wie Gotendeutsch. Nur die Wikingersprache habe überlebt, wenngleich durchsetzt mit angelsächsischen Vokabeln.

Wem also eher nach leichter Comedy ist, dem sei der Artikel empfohlen.

Slackened Saturday: Dialect Map

North American English Dialects, Based on Pronunciation Patterns

This is just a hobby of mine, that I thought might be interesting to a lot of people. Some people collect stamps. Others collect coins. I collect dialects.

Anglophiler Stammtisch am 13. Mai

 

Auch am 13. Mai wird es wieder ab 20 Uhr einen anglophilen Stammtisch im Volkshaus geben, Prof. Dr. Buchstaller (Anglistik) und Frau Hofmann (Amerikanistik) sind dabei. Du auch?

Inauguration Brunch

Verehrtes Fußvolk, an dieser Stelle noch eine nicht unwichtige Mitteilung, diesmal für alle:

Am Donnerstag den 25.4. findet der erste FSR-Brunch im SoSe 2013 statt. Wie immer kann im altbekannten Raum 4.316 von 10h - 14h ausgiebig und gratis (!!) gefrühstückt werden. Kommt zahlreich, denn es gibt nicht nur Brötchen und Entertainment, nein, euer frisch gewählter FSR wird sich auch vorstellen und bei Bedarf gerne Autogramme geben. Seid auf jeden Fall dabei, wir freuen uns schon tierisch!

Wichtig: Neue Sprechzeittermine

Wir haben unsere Sprechzeittermine verlegt: sowohl Amerikanisten als auch Anglisten können sich unkompliziert jeden Montag im Semester von 15 bis 16 Uhr von uns beraten lassen. Ihr findet uns in Raum 4.316 (Haus 4, 3. Obergeschoss, Raum 16).

Service Learning: Plätze frei

 

Aufgepasst liebe Amerikanisten: Ein Vögelchen aus eurem Institut hat uns gezwitschert, dass im Service Learning Modul noch einige Plätze frei sind! Wer jetzt akut Lust verspürt, zu lernen wie man ein cooles Event organisiert und durchführt, sollte sich schnellstens im Sekretariat der Amerikanistik melden. Das Modul kann man sich bei erfolgreicher Teilnahme als SQ anrechnen lassen!

1st Linguistics MOOC in Germany

Uns erreichte eine Mitteilung aus Marburg zum Thema online Lernen:

Dear students of English and general linguistics,

On 15 April, the first MOOC "Phonetics, Phonology and Transcription" is going to start on the Virtual Linguistics Campus. (MOOC =Massive Open Online Course)

Currently, applications and registrations are coming in, the actual number of participants is approaching 200 from more than 30 nations.

But for this MOOC and further linguistic MOOCs to be successful later this year, we need far more participants. May be you can help here: Advertise for the MOOC, motivate your friends and/or fellow students to register – and of course register yourselves. The MOOC is free, and irrespective of your involvement, you will all be sent a standard participation certificate. And if you are interested you can even get a qualified certificate - also for free.

Registration is open until 12 April, so let us all work on this MOOC and for future MOOCs on the VLC. Make it our common success.

Relevant Links:
www.linguistics-online.com (The Virtual Linguistis Campus, VLC)
"MOOCs on the VLC": http://youtu.be/oMposfVEhqU
"MOOC: Phonetics, Phonology and Transcription": http://youtu.be/r2frVKeVTKU

Greetings from Marburg

Anglophiler Stammtisch am 15. April

Am 15. April um 20 Uhr ist es wieder soweit: wir halten unseren monatlichen anglophilen Stammtisch im Volkshaus ab. Zu Gast werden Katja Voigt und James McCallum sein, also am besten gleich vormerken.

Wahlstammtisch am Montag 14. Januar 2013

Und damit ihr die guten Absichten unserer Kandidierenden nicht nur zu lesen kriegt, veranstalten wir am kommenden Montag, dem 14.01.2013 den alljährlichen Wahlstammtisch. (Das ist wie ein normaler Stammtisch...nur ist ein Großteil der Kandidaten anwesend, um sich eventuellen Fragen eurerseits zu stellen, sich von euch auf seine Trinkfestigkeit testen zu lassen oder was auch immer...) Außerdem haben unsere PR-Berater gemeint, wir sollten zum letzten Stammtisch im Semester noch mal einen wahren Publikumsmagneten einladen. Umso mehr freuen wir uns, bestätigen zu können, dass Leipzigs one and only Dr. Jürgen Ronthaler zugesagt hat, uns an diesem Abend in unserer illustren Runde Gesellschaft zu leisten. Und wir setzen noch einen drauf: Den Gast aus der Amerikanistik behalten wir vorerst noch für uns –Überraschung!

Wer herausfinden will, welch weiterer, hochkarätiger Charakter unseren Reihen da noch seinen Glanz leiht, wird wohl vorbeikommen müssen zum Stammtisch am 14.01.2013 ab 20 Uhr im Volkshaus.

 

See you there!