Einige Beispiele von Ergebnissen der Windmessungen 1990-95 nach Messungen in Collm und Juliusruh
Windklimatologie der Mesopausenregion mittlerer Breiten
Langzeitmessungen in der Mesopausenregion ermöglichen es, eine
repräsentative Klimatologie der Windfeldparameter (Grundwind,
Gezeitenwindkomponenten) im Höhenbereich von 85 - 105 km aufzustellen.
In Zusammenarbeit mit dem Institut für Atmosphärenphysik
Kühlungsborn (Messungen an der Außenstelle Juliusruh) können
seit 1990 diese Untersuchungen auf einen Höhenbereich bis unter 75 km
ausgedehnt werden. Die Ergebnisse werden in empirischen Windmodellen der
mittleren Atmosphäre verwendet und dienen als Grundlage für
experimentelle und numerische Studien.
Die Messungen am Collm ermöglichen es, Trends und Windfeldvariationen
auch auf relativ langen Zeitskalen zu untersuchen. Mit Hilfe der Messungen
kann man den Einfluß der Variabilität der unteren und mittleren
Atmosphäre auf die Dynamik der Mesopause abschätzen, die selbst
wieder als ein Indikator für die Variabilität der Atmosphäre
als Ganzes gesehen dienen kann. Die Abbildungen zeigen eine Klimatologie des
horizontalen Grundwindes in der Mesopausenregion über Mitteleuropa und
Zeitreihen der Windfeldparameter über mehr als zwei Jahrzehnte.
Klimatologie des horizontalen Grundwindes in der Mesopausenregion im
Jahresgang, bestimmt aus der gemeinsamen Analyse der Messungen in Collm
und Juliusruh. Die Oberfläche gibt die zonale Grundwindkomponente
(positive Werte bedeuten Westwind), die Isolinien geben die meridionale
Komponente wieder (positive Werte [rot] bedeuten Südwind).
Collmer Zeitreihen von Windfeldparametern im Winter (Dezember - Februar)
und Sommer (Juni - August). Bemerkenswert ist die starke Variabilität
auch auf sehr langen Zeitskalen. Der negative Trend der Amplitude des
halbtägigen Gezeitenwindes hängt möglicherweise mit
Ozonverlusten in der Stratosphäre zusammen.
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Anregungen und Kritik: schminde@rz.uni-leipzig.de
Letzte Änderung: Februar 1997