| Ziele:
1) Die Rekonstruktion
der Entwicklung der Tiefen- und Bodenwasserzirkulation im Bereich der Schnittstelle
zwischen Atlantischem und Indischem Ozean seit dem Pliozän. Geht
der Einfluss Nordatlantischen Tiefenwassers in den Indischen Ozean mit
dem Einsetzen und der Intensivierung der nordhemisphärischen Vereisung
einher und welchen Einfluss hat im Gegenspiel dazu der Eintrag südlicher
Tiefenwassermassen?
2) Wie änderte sich
der relative Eintrag von Wassermassen nördlicher (Nordatlantisches
Tiefenwasser, NADW) und südlicher Herkunft (unteres Zirkumpolares Tiefenwasser,
LCDW und Antarktisches Bodenwasser, AABW)
im Tiefenwasserbereich des Zirkumantarktischen Stroms (ACC) während
der glazial-interglazial Übergänge? Besonderes Augenmerk soll
hierbei den Randbedingungen der glazialen Stadien 4 und 2, den interglazialen
Stadien 5.5 und dem Holozän, sowie dem Zwischenstadium 3 gelegt werden.
Die neu gewonnenen
Daten des polaren Tiefenwassersignals sollen mit Daten subtropischer
Breiten des Indischen Ozeans des Arabischen Meeres verglichen werden um
die Bedeutung dieser Tiefenwasserströme für die Übertragung
von Klimasignalen aus den hohen in die niedrigen Breiten zu bestimmen.
3) Auf kurzfristigeren
Zeitskalen stellt sich die Frage, ob die Änderungen in der Tiefenwasserzirkulation
im Einklang mit atmosphärischen Veränderungen, wie sie in polaren
Eiskernen dokumentiert sind, stattfinden. Läßt sich eine Asynchronität
wie sie für Grönland und die Antarktis für den letzten
glazialen Zyklus dokumentiert wurde auch in dem Eintrag nördlicher
gegenüber südlicher Tiefenwassermassen in den Indischen Ozean
beobachten?
4) Dazu gilt es zunächst
zu untersuchen, ob das Tiefenwassersignal möglicherweise durch regionale
Umwelteinfüsse wie den äolischen Eintrag von Staub oder biologische
Produktivität im Oberflächenwasser überprägt ist?
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