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| Erste Ergebnisse Das auffallendste Merkmal der heutigen Tonmineralverteilung sind die hohen Konzentrationen an Kaolinit, der vor allem durch den Thwaites-Gletscher angeliefert wird. Dies legt eine bisher unbekannte kaolinitführende sedimentäre Quelle im Hinterland nahe, die wahrscheinlich im Byrd Subglacial Basin zu suchen ist. Da sich Kaolinit unter polaren Klimabedingungen nicht bilden kann, müssen die Sediments mindestens ein eozänes Alter haben. Der Eintrag von Illit geschieht vor allem über den Pine-Island-Gletscher. Smektit kommt von der Erosion vulkanischer Gesteine in Ellsworth Land und im westlichen Marie Byrd Land. Die Tonmineralvergesellschaftungen in Diamikten, die während der letzten glazialen Periode abgelagert wurden, unterscheiden sich an allen Kernpositionen deutlich von denen in den Oberflächensedimenten. Dies bedeutet, dass sich die glazialen Liefergebiete von den heutigen unterschieden. Wir erklären dies damit, dass sich die Lage der Eisscheiden und damit die Einzugsgebiete der einzelnen Eismassen geändert hat. Dies belegt, dass in diesem Teil des Westantarktischen Eisschildes bereits damals ein sehr dynamisches Abflusssystem herrschte, ähnlich wie heute.
Ehrmann, W., Hillenbrand, C.-D., Smith, J.A., Graham, A.G.C., Kuhn, G. & Larter, R.D. (2011): Provenance changes between recent and glacial-time sediments in the Amundsen Sea Embayment, West Antarctica: clay mineral assemblage evidence. - Antarctic Science, 23(5): 471-486. Smith, J.A., Hillenbrand, C.-D., Kuhn, G., Larter, R.D., Graham, A.G.C., Ehrmann, W., Moreton, S.G. & Forwick, G. (2011): Deglacial history of the West Antarctic Ice Sheet in the western Amundsen Sea Embayment. - Quaternary Science Reviews, 30: 488-505. |