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Einzelveröffentlichungen

Hier finden Sie Informationen zu aktuelleren Einzelveröffentlichungen der MitarbeiterInnen des GWZO. Einen Überblick zu älteren Publikationen finden Sie auf den folgenden Seiten:

 

2014

Lange Weg nach Hause Der lange Weg nach Hause. Konstruktionen von Heimat im europäischen Spielfilm

HerausgeberInnen: Dietmar Müller, Lars Karl, Katharina Seibert
Ort, Verlag: Berlin, Metropol Verlag
Jahr: 2014
ISBN: 978-3-86331-212-1
Preis: 19.00 EUR


Heimat wird besonders dann öffentlich thematisiert, wenn persönliche Nah- und Identifikationsräume durch Kriege oder beschleunigten sozialen Wandel bedroht oder bereits verloren sind. Im Hinblick darauf analysieren die Beiträge des Bandes verschiedene Konstruktionen von Heimat im europäischen Spielfilm – in Deutschland und Osteuropa nach dem Zweiten Weltkrieg sowie im Kaukasus und auf dem Balkan nach 1989/91. Heimatdiskurse können in diesem Zusammenhang als Suchbewegungen nach „der verlorenen Zeit“, nach der häufig idyllisch vorgestellten Normalität gelesen werden. Auch wenn das Dorf, die Region oder die Provinz in der Imagination von Heimat eine wichtige Rolle spielen, erschöpft sie sich jedoch nicht darin. Das Territorium wird hier vornehmlich als Ermöglichungsraum für vermeintliche soziale und kulturelle Nähe, für Vertrautheit und Verhaltenssicherheit verstanden.


Leibesvisitationen Leibesvisitationen. Der Körper als mediales Politikum in den (post)sozialistischen Kulturen und Literaturen

Herausgeber: Torsten Erdbrügger, Stephan Krause
Ort, Verlag: Heidelberg, Universitätsverlag Winter
Jahr: 2014
ISBN: 978-3-8253-6405-2
Preis: 55.00 EUR


Das Erkenntnisinteresse dieses Buches gilt dem Spannungsfeld von funktionalisiertem und widerständigem, funktionierendem und dysfunktionalem Körper, sowohl den Inszenierungsweisen des Körpers in Literatur, Film und Performancekunst als auch der interdiskursiven Verarbeitung von Körpervorstellungen im (Post)Sozialismus. Leibesvisitationen thematisiert den im Begriff ‚Politikum‘ verdichteten Widerstreit zwischen einzelnem Körper und sozialer Körpervorstellung. Solche ‚augenscheinliche Durchsuchung‘ bildet eine entblößende Besichtigung des Körpers. Sein Funktionieren und seine Widerstandsfähigkeit in Kunst und Literatur stehen dabei im Zentrum. Dieses Interesse am Körper betrifft seine Medialität und die Techniken, mit denen der Körper gebildet und abgebildet, beschrieben und vertextet wird. Mit dem Konnex von Medium und Politikum wird die strategische Verwendung des Körpers in den (post)sozialistischen Literaturen und Kulturen in den Blick genommen.


Remembering communism Remembering Communism. Private and Public Recollections of Lived Experience in Southeast Europe

HerausgeberInnen: Maria Todorova, Augusta Dimou, Stefan Troebst
Ort, Verlag: Budapest, New York, CEU Press
Jahr: 2014
ISBN: 978-96 3-386-034-2
Preis: 60.00 EUR


Remembering Communism examines the formation and transformation of the memory of communism in the post-communist period. The majority of the articles focus on memory practices in the post-Stalinist era in Bulgaria and Romania, with occasional references to the cases of Poland and the GDR. Based on an interdisciplinary approach, including history, anthropology, cultural studies and sociology, the volume examines the mechanisms and processes that influence, determine and mint the private and public memory of communism in the post-1989 era. The common denominator to all essays is the emphasis on the process of remembering in the present, and the modalities by means of which the present perspective shapes processes of remembering, including practices of commemoration and representation of the past. The volume deals with eight major thematic blocks revisiting specific practices in communism such as popular culture and everyday life, childhood, labor, the secret police, and the perception of “the system”.


Politikai Krizisek Politikai krízisek Európa Peremén: A Kaukázustól a Brit szigetekig [Politische Krisen am Rande Europas: vom Kaukasus bis zu den Britischen Inseln]

Herausgeber: Bálint Kovács, Hakob Matevosyan
Ort, Verlag: Budapest, Magyar Napló Kiadó
Jahr: 2014
ISBN: 978-615-5465-06-2
Preis: 2990 HUF


In dem vorliegenden Sammelband analysieren Autoren wie Lars Karl, Stefan Troebst und Jan Zofka bedeutende Konflikte und politische Krisen des Kaukasus, des Balkans, Transnistriens, der Ukraine, der Iberischen Halbinsel und Irlands. In mehreren theoretischen Ansätzen wird versucht, deren Entstehungshintergrund zu beleuchten. Es wird gefragt, wie sich ethnopolitische Krisen konstituieren; welche Bedeutung sprachlicher Autonomie zukommt oder welche Phänomene sich bei der Entwicklung politischen Protests beobachten lassen.


Jb Wirtschgesch 1 14 Wirtschaftliche Verflechtungen Ostmittel- und Südosteuropas im 19. Und 20. Jahrhundert / Economic Entanglements of East Central and Southeast Europe in the 19th and 20th Centuries (= Jahrbuch für Wirtschaftsgeschichte 1-2014)

Herausgeber des Heftes: Uwe Müller, Toni Pierenkemper
Ort, Verlag: Bochum, De Gruyter
Jahr: 1-2014
ISSN: 0075-2800
Preis: 79.80 EUR


Inhalt I. Abhandlungen und Studien: Uwe Müller: „Nachzügler“ im Industrialisierungsprozess und „Semiperipherie“ in einer sich globalisierenden Ökonomie? Transnationale Verflechtungen in der ostmitteleuropäischen Wirtschaft des 19. Jahrhunderts. Ulf Brunnbauer: Globalizing Southeastern Europe: The Economic Causes and Consequences of Overseas Emigration up until 1914. Michael Kopsidis: Bäuerliche Landwirtschaft und Agrarwachstum: Südosteuropa 1870-1940 im Licht moderner Entwicklungstheorie. Franz Baltzarek: Österreichs Rolle bei der Integration und Desintegration von Währungsräumen in Mitteleuropa von der Mitte des 18. bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts. Jacek Kochanowicz: The Curse of Discontinuity: Poland’s Economy in a Global Context, 1850-2000. Ivan Jakubec: Zäsuren in der Verkehrsinfrastrukturentwicklung nach 1918 und 1945: Eisenbahnverbindungen und Elbeschifffahrt zwischen der Tschechoslowakei und Deutschland. Dagmara Jajeśniak-Quast: „Hidden Integration” – RGW-Wirtschaftsexperten in europäischen Netzwerken. Christoph Boyer: Asymmetrische Verflechtung: Ein Beitrag zur Erklärung des Systemzusammenbruchs in Ostmitteleuropa. II. Diskussion: Yaman Kouli: Auf der Suche nach der wissensbasierten Wirtschaft als immaterielle Infrastruktur.


Geschichte Performance Geschichte als Performance. Politische Bewegungen in Galizien um 1900

Autorin: Dietlind Hüchtker
Ort, Verlag: Frankfurt/New York, Campus
Jahr: 2014
ISBN: 9783593500706
Preis: 45.00 EUR


Am Beispiel dreier Frauen – einer Aktivistin der polnischen Bauernbewegung, einer ruthenischen Feministin und einer Zionistin – analysiert die Studie politische Bewegungen in Galizien um 1900 als Performance, als Zusammenspiel von Mitwirkenden, Stücken, Bühnen und Auftritten. Die Aktivistinnen konstruierten die Geschichte ihrer Benachteiligung, sie organisierten Räume, in denen eine bessere Zukunft vorgeführt wurde, sie inszenierten ihre Deutungen als historisch begründete Unumgänglichkeit des Wandels. So gelang es ihnen, diese »identity politics« bis in die Narrative der heutigen Geschichtswissenschaft hinein zu etablieren.


Vergessene Vielfalt Vergessene Vielfalt. Territorialität und Internationalisierung in Ostmitteleuropa seit der Mitte des 19. Jahrhunderts (=Transnationale Geschichte - Band 2)

Herausgeberinnen: Steffi Marung, Katja Naumann
Ort, Verlag: Göttingen, Vandenhoeck & Ruprecht
Jahr: 2014
ISBN: 978-3-525-30166-1
Preis: 59.99 EUR


Forschungen zur transnationalen Geschichte konzentrieren sich zumeist auf die transatlantische Welt und verlieren dabei Ost- und Ostmitteleuropa aus dem Blick. Die Geschichte der auf besondere Weise verflochtenen Territorialisierungs- und Globalisierungsprozesse in Ostmitteleuropa bietet jedoch zusätzlichen Aufschluss. Bis weit in das 20. Jahrhundert hinein war der Wandel von imperialen zu nationalen Ordnungen keineswegs linear. Vielgestaltige Handlungs- und Wahrnehmungsräume existierten parallel und schlossen an eine lange Tradition grenzüberschreitender Verflechtungen an. Anstatt Ostmitteleuropa als unvollständig nationalisierte und damit nur bedingt „europäisierte“ Region zu sehen, zeigen die Aufsätze des Bandes zum einen, wie ostmitteleuropäische Akteure von der Mitte des 19. Jahrhunderts bis in die 1930er Jahre hinein mehrschichtige politische Räume schufen und erneuerten, anstatt sich nur einem territorialen Ordnungsprinzip zu verschreiben und wie sie andererseits zur Gestaltung einer neuen internationalen Ordnung beitrugen. Diese Varianz politischer Raumordnungen, die für Ostmitteleuropa maßgebend wurden, macht die Region zu einer bislang zu wenig beachteten Arena von Globalisierungsprozessen. Forschungen zur transnationalen Geschichte konzentrieren sich zumeist auf die transatlantische Welt und verlieren dabei Ostmitteleuropa aus dem Blick. Dabei treten gerade dort konfliktreiche Überlagerungen von Raumordnungen und Internationalisierungsprojekten zu Tage. Der Band zeigt, wie ostmitteleuropäische Akteure von der Mitte des 19. Jahrhunderts mehrschichtige politische Räume schufen, anstatt sich nur einem Ordnungsprinzip zu verschreiben. Diese Varianz politischer Raumordnungen macht Ostmitteleuropa zu einer bislang zu wenig beachteten Arena von Globalisierungsprozessen.


Go Ost Go Ost! Klang – Zeit – Raum: Reisen in die Subkulturzonen Osteuropas

Herausgeber: Alexander Pehlemann
Ort, Verlag: Mainz, Ventil Verlag
Jahr: 2014
ISBN: 978-3-95575-019-0
Preis: 24.90 EUR


Nieder mit dem Eisernen Vorhang der Ignoranz! Ein Ex-DDR-Provinz-Punk auf dem Weg durch die ehemaligen Provinzen des sowjetischen Empires und von Ex-Jugoslawien: Gast bei der Polski Punky Reggae Party, auf dem tschechischen Prog-Punk-Sonderweg, bei jüdischen Konzeptkunstpunks in Ungarn, beim Zusammentreffen von Eastbam und Westbam, bei neo-orthodoxen Post-Punks mit Bischofswürden in Mazedonien und am industriellen Ursprungsort der Neuen Slowenischen Kunst, auf Raves in Leningrad und in einer Goa-Komunalka in Sankt Petersburg, bei katholischen Alt-Punks in Polen und sibirischen Freaks … Alexander Pehlemanns Entdeckungsreise durch die Subkulturzonen Osteuropas ist eine radikal subjektive Annäherung an jene untergegangenen oder transformierten, teils auch museal oder staatstragend gewordenen Szenen. »Go Ost!« ist kein Sachbuch, kein Lexikon zum Underground oder zum Widerstand vor der Zäsur von 1989, sondern vielmehr ein Reise(ver)¬führer in Territorien, die dem Pop-Hipster mit westlicher Sozialisation verborgen bleiben. Es ist einer alternativen Geschichtsschreibung verpflichtet, die nach Spuren potenzieller Gemeinsamkeiten im subkulturellen Sektor des postkommunistischen Blocks sucht, wie bereits Pehlemanns »Spannung. Leistung. Widerstand. Magnetbanduntergrund DDR 1979–1990« und das von ihm herausgegebene Magazin »Zonic«. Dem Buch ist in Zusammenarbeit mit dem ZickZack-Label und mit Eastblok Music eine CD beigelegt, die verloren geglaubte oder nie entdeckte Tondokumente zum Teil erstmalig öffentlich zugänglich macht: Mit A.E.Bizottság, ¬Borghesia, Brygada Kryzys, J.M.K.E., Röövel Ööbik, Už jsme doma, F.P.B., Kampec Dolores, Korai Öröm, Vágtázó Halottkemék, Nu & Apa Negra, Disciplina Kicme! u.a.


Orientalismen Orientalismen in Ostmitteleuropa. Diskurse, Akteure und Disziplinen vom 19. Jahrhundert bis zum Zweiten Weltkrieg (= Postcolonial Studies, 19)

HerausgeberInnen: Robert Born, Sarah Lemmen
Ort, Verlag: Bielefeld, transcript
Jahr: 2014
ISBN: 978-3-8376-2697-1
Preis: 36.99 EUR


Im Rahmen der Debatten über die Tragfähigkeit des Said'schen Orientalismus-Konzepts wurde Ostmitteleuropa bislang bestenfalls als Objekt hegemonialer Diskurse in den Blick genommen. Im Kontrast dazu wird in diesem Band nach ostmitteleuropäischen Orientalismen von 1800 bis in die Zwischenkriegszeit gefragt. Die interdisziplinären Beiträge thematisieren die Wahrnehmungen und Deutungen des Orients in jener europäischen Großregion – vom Baltikum bis zur Krim, von Polen bis nach Bosnien –, die über Jahrhunderte durch die Nachbarschaft zum Osmanischen Reich geprägt wurde. Im Fokus stehen dabei sowohl die Akteure, Institutionen und Diskurse als auch die unterschiedlichen Orient-Topoi sowie deren Darstellung in der Literatur und in den bildenden Künsten.


osteuropa2013 Auf einen Zug. Anpassung und Ausbruch: Jugend in Osteuropa (= Osteuropa, 11–12/2013)

HerausgeberInnen: Matthias Schwartz, Heike Winkel, Manfred Sapper, Volker Weichsel
Ort, Verlag: Berlin, BWV
Jahr: 2013
ISBN: 978-3-8305-3178-4
Preis: 20.00 EUR


OSTEUROPA ist mehr als eine Zeitschrift. Sie analysiert Politik und Kultur, Wirtschaft und Gesellschaft im Osten Europas als Teil der globalisierten Welt. Themenhefte rücken Probleme in eine vergleichende Perspektive; Länderhefte bieten Orientierung zur Osterweiterung des europäischen Denkens; handbuchartige Doppelhefte stellen als Referenzwerke die Grundlagen des Wissens zur Verfügung: von Beutekunst bis Zentralasien. Aufwendige Farbkarten gestatten ungewohnte Blicke. Das alles in einem Periodikum, frei von Jargon, thematisch breit, offen für Debatte. OSTEUROPA wird herausgegeben von der Deutschen Gesellschaft für Osteuropakunde (DGO) e.V.


Spielplaetze Verweig Spielplätze der Verweigerung. Gegenkulturen im östlichen Europa nach 1956

Herausgeberinnen: Christine Gölz, Alfrun Kliems
Ort, Verlag: Wien, Köln, Weimar, Böhlau
Jahr: 2014
ISBN: 978-3-412-22268-0
Preis: 74.90 EUR


„Spielplätze der Verweigerung“ verweisen auf Alternativen zum Offiziellen, zum kulturell Akzeptierten und staatlich Sanktionierten. Nicht der laute Protest, sondern die leise Störung verbindlicher Ordnungen zeichnen diese Formen spielerischer Widerständigkeit aus: Alltägliches in der Kunst, ein anderer Kamerablick auf die sozialistische Realität, Töne aus dem falschen Lager und das Lachen des öffentlichen Happenings. Der Band widmet sich solchen Phänomenen im östlichen Europa zwischen 1956 und der „Wende“ sowie ihrem Schicksal nach 1989. Die Autoren und Autorinnen verhandeln an Beispielen aus Literatur, Kunst, Film, Musik und Architektur Ästhetiken der Verweigerung und Strategien des Subversiven, Politischen und der Intervention im (post-)sozialistischen Raum.


Kunst Armenier Die Kunst der Armenier im östlichen Europa

HerausgeberInnen: Marina Dmitrieva, Bálint Kovács
Ort, Verlag: Wien, Köln, Weimar, Böhlau
Jahr: 2014
ISBN: 978-3-412-21107-3
Preis: 39.90 EUR


Der vorliegende Band versammelt Beiträge von Kunsthistorikern, Bauforschern, Ethnologen und Historikern zur Rolle der Armenier in der frühneuzeitlichen Kunstgeschichte Zentral- und Osteuropas. Behandelt werden sakrale Malerei und illuminierte Handschriften, Architektur und Städtebau, Kunsthandwerk und -sammlungen. Den geografischen Rahmen bilden dabei die heutigen Staaten Polen, Ukraine, Belarus, Rumänien, Moldova und die Russländische Föderation. Die von armenischen Künstlern geschaffenen Werke spiegeln ihre multiethnische und plurikonfessionelle Umgebung wider, ohne dabei ihre ursprünglichen Traditionen aus Mittlerem Osten und Kleinasien zu verleugnen.


Post-Panslavismus Post-Panslavismus. Slavizität, Slavische Idee und Antislavismus im 20. und 21. Jahrhundert

HerausgeberInnen: Agnieszka Gąsior, Lars Karl, Stefan Troebst
Ort, Verlag: Göttingen, Wallstein-Verlag
Jahr: 2014
ISBN: 978-3-8353-1410-8
Preis: 48.00 EUR


Zwischen Identität und Anfeindung: Das Slaventum als politische Idee. Die Vorstellung einer Zusammengehörigkeit aller Slavischsprachigen war nicht nur im 19. Jahrhundert wirkungsmächtig, sondern hält bis heute an. Sie blieb ein produktiver Mythos in Kunst, Musik und Literatur. Als transnationales Identifikationsmuster hatte dieses Phänomen auch im kurzen 20. Jahrhundert Konjunktur. Das Interesse der Autorinnen und Autoren des vorliegenden Bandes richtet sich auf unterschiedliche Formen der Identitätsbildung, die sich auf eine Slavische Idee bezogen. In den Blick genommen werden dabei nationale und internationale Diskurse, aber auch kritische Reaktionen, die sich gegen die Idee des Panslavismus bewusst abgrenzten, so etwa in Griechenland oder Italien.

Rezensionen:


Professionen Professionen, Eigentum und Staat. Europäische Entwicklungen im Vergleich – 19. und 20. Jahrhundert

Herausgeber: Dietmar Müller, Hannes Siegrist
Ort, Verlag: Göttingen, Wallstein-Verlag
Jahr: 2014
ISBN: 978-3-8353-1462-7
Preis: 34.90 EUR


Über den Einfluss der Experten auf die Sicherung des Eigentums im östlichen Europa. Im vorliegenden Band werden die Geschichte juristischer, administrativer, technischer und künstlerischer Professionen in Deutschland, Ostmitteleuropa und Russland, Westeuropa und den USA vom 19. Jahrhundert bis heute verglichen. Der Titel »Professionen, Eigentum und Staat« zeigt an, was die hier versammelten Untersuchungen über Professionen in verschiedenen Ländern und Großregionen zusammenhält: Es geht um das Zusammenspiel dreier zentraler Dimensionen der Modernisierung, nämlich 1) der beruflichen und fachlichen Spezialisierung in der Welt des Wissens und der Ausdrucksformen (Professionalisierung), 2) der Durchsetzung der Eigentumsordnung in der Landwirtschaft, Industrie und Kultur (Propertisierung) und 3) der Etablierung des territorialen Nationalstaats als politisch, sozial, kulturell, wirtschaftlich und rechtlich begründete souveräne Organisation (Nationalisierung). Es soll gezeigt werden, wie diese in der Forschung oft isoliert behandelten Prozesse in verschiedenen Kontexten und Konstellationen ineinandergreifen; wo und wann sie sich wechselseitig verstärken oder behindern; und welche Formen von Beruflichkeit und Profession daraus resultieren.


Suedosteuropa JB 39 Institutionen und Kultur in Südosteuropa (= Südosteuropa-Jahrbuch 39)

Herausgeber: Wim van Meurs, Dietmar Müller
Ort, Verlag: Berlin, München, Verlag Otto Sagner
Jahr: 2014
ISBN: 978-3-86688-421-2
Preis: 32.00 EUR


Ein Jahrhundert nachdem in Sarajewo der Erste Weltkrieg ausgelöst wurde und ein Vierteljahrhundert nach Miloševićs Machtübernahme steht die Integration des Balkans in die Europäische Union hoch auf der politischen Agenda. In diesem Band anlässlich der 49. Hochschulwoche der Südosteuropa-Gesellschaft wird ausgelotet, wie diese Integration herbeigeführt werden kann, ohne in eine Defizitgeschichte im Vergleich zum westlichen Vorbild zu enden. Auch für Historiker, Kultur- und Politikwissenschaftler stellen Unterschiede, Gemeinsamkeiten und Verflechtungen innerhalb Südosteuropas un dim europäischen Kontext ein vordringlihces Thema dar. Mittels Vergleich und Fragen nach Verflechtung werden Institutionen, deren Transfer und Wandel analysiert. So entsteht ein viel reicheres Bild der Region: nicht (nur) passive oder mangelhafte Nachahmung westlicher Vorbilder, sondern auch kreative Adaption und aktive Gestaltung politischer und gesellschaftlicher Modernisierung.


Verbrechen Verbrechen - Fiktion - Vermarktung : Gewalt in den zeitgenössischen slavischen Literaturen.

Herausgeber: Laura Burlon, Nina Frieß, Katarzyna Różańska, Peter Salden
Ort, Verlag: Potsdam, Potsdamer Universitätsverlag
Jahr: 2014
ISBN: 978-3-86956-271-1
Preis: -.- EUR


In den zeitgenössischen slavischen Literaturen ist Gewalt allgegenwärtig – als Echo der Revolutionen, Kriege, Diktaturen und Systemumbrüche des 20. Jahrhunderts, als Reaktion auf andauernde und neu ausbrechende Konflikte, als Faszination, Sensation und Kaufanreiz. Gewalt erscheint als narrativ-ästhetischer, tradierter Bestandteil der literarischen Darstellung und als aussagekräftiges, tabubrechendes Motiv. Dieser Band trägt die Ergebnisse einer internationalen Konferenz an der Universität Hamburg zusammen, die sich im Herbst 2012 diesem Thema unter der Trias "Verbrechen – Fiktion - Vermarktung" gewidmet hat. Das breite Spektrum der untersuchten Literaturen (von ost- und west- über südslavische Literaturen, von Prosa über Lyrik und Dramatik) aber auch der Blick über die Literatur hinaus (unter anderem auf Film und Musik), die Vielfalt der Themen, Darstellungsweisen und analytischen Zugänge ergeben ein vielfältiges Bild, das eine Annäherung an die Frage nach den Spezifika literarischer Gewaltdarstellungen ermöglicht.


Unter-der-Stadt Unter der Stadt. Subversive Ästhetiken in Ostmitteleuropa

Herausgeberinnen: Monika Dozsai, Alfrun Kliems und Darina Poláková
Ort, Verlag: Wien, Köln, Weimar, Böhlau
Jahr: 2014
ISBN: 978-3-412-22193-3
Preis: 39.90 EUR


Subversion und Urbanität sind zentrale Topoi der Moderne, die einander bedingen. Dies gilt nicht auch, sondern gerade in Ostmitteleuropa. Von der Romantik aufgebracht, im autoritären Staatssozialismus zur Blüte getrieben und mit der Postmoderne der Nachwendezeit keineswegs verschwunden, erweist sich der "Underground" als ein ebenso vielgestaltiges wie zählebiges ästhetisches Phänomen. "Unter der Stadt" liegt eine poetologische Zentralchiffre für jede Kunst-, Kultur- und Gesellschaftsanalyse zwischen Budapest und Berlin, Bratislava und Prag. Der Band schlägt einen Bogen von E.T.A. Hoffmann und Božena Němcová über die Bestsellerautoren Jáchym Topol, Serhij Žadan und Andrzej Stasiuk zur ungarischen Neoavantgarde. Er berücksichtigt auf den ersten Blick undergroundunverdächtige Autoren wie Péter Nádas und Wolfgang Hilbig. So spürt er auf mannigfache Weise von der romantischen Kondition über die Theorie der heterotopischen Orte bis in das Zeitalter einer nur vermeintlichen Beliebigkeit dem Skandal nach, der die Moderne grundiert: "Oben" steht gegen "Unten".

2013

Gebrauch Missbrauch Historie Vom Gebrauch und Missbrauch der Historie. Geschichtspolitik und Erinnerungskulturen in Ostmittel- und Südosteuropa (1791-1989) (=WORKING PAPER SERIES Global and European Studies Institute of Leipzig University, 7)

Autoren: Patrice M. Dabrowski und Stefan Troebst
Ort, Verlag: Leipzig, Leipziger Universitätsverlag
Jahr: 2013
ISBN: 978-3-86583-845-2
Preis: 15.00 EUR


Von Herrschern und Beherrschten gleichermaßen wurde und wird „Geschichte“ als politisches Argument benutzt und missbraucht. Beides geschieht vor allem, um Legitimität zu produzieren und kollektive Identität herzustellen, um Macht abzusichern oder umgekehrt dagegen mobil zu machen. Diese Publikation gibt einen Überblick über Gebrauch und Missbrauch von Geschichte in Ostmittel- und Südosteuropa von den Teilungen Polens im ausgehenden 18. Jahrhundert bis zum Epochenjahr 1989. Der Betrachtungszeitraum ist in drei zeitliche Einheiten aufgeteilt. In der ersten geht es um historische Gedenk- und Repräsentationsfeiern bis zum Ersten Weltkrieg, wie sie unter deutscher, habsburgischer (österreichischer und ungarischer) und russischer Herrschaft stattfanden, des Weiteren im Osmanischen Reich und seinen europäischen Nachfolgestaaten. Die zweite Periode beginnt mit der Zeitenwende von 1918, als die ostmitteleuropäischen Länder ihre Unabhängigkeit erlangten. Der dritte Teil wendet sich der Zeit der kommunistischen Herrschaft zu. Die abschließende Schlussbetrachtung setzt die Überlegungen bis in die Gegenwart fort.


Kuenstler Jagiellonenaera Künstler der Jagiellonen-Ära in Mitteleuropa (= Kompass Ostmitteleuropa 2, Kritische Beiträge zur Kulturgeschichte)

Herausgeber: Jiří Fajt, Markus Hörsch
Ort, Verlag: Ostfildern, Thorbecke-Verlag
Jahr: 2013
ISBN: 978-3-7995-0518-5
Preis: 49.00 EUR


Kunstwerke sind ein bevorzugtes Mittel politischer, gesellschaftlicher und kultureller Verständigung: Im Leben und Wirken der Künstler spiegelt sich der bedeutende Anteil, den sie an übernationalen Transferprozessen haben, deutlich zeichnen sich soziale Stellung, Marktverhältnisse, Interessen von Auftraggebern, und darin insgesamt wieder die Kommunikationsstrukturen einer Epoche ab. Diese wissenschaftlich fundierte Sammlung vereint erstmals etwa 100 bedeutende Persönlichkeiten, die in einer Zeit vielfältiger gesellschaftlicher Veränderungen in den von der Dynastie der Jagiellonen beherrschten Ländern lebten – in Polen-Litauen, Böhmen mit Mähren, Schlesien und den Lausitzen sowie Ungarn mit Kroatien und Dalmatien. Aufgenommen wurden auch einige Künstler benachbarter Länder, deren Arbeit nachhaltigen Einfluss in ganz Mitteleuropa hatte. Sie will ein kleines Vademecum sein, das Forschern und interessierten Laien die wichtigsten Fakten, insbesondere Hinweise auf historische Quellen und wichtige Literatur bereitstellt.


Slavia Asiatica Geschichte der Slavia Asiatica. Quellenkundliche Probleme

Herausgeber: Christian Lübke, Ilmira Miftakhova, Wolfram von Scheliha
Ort, Verlag: Leipzig, Leipziger Universitätsverlag
Jahr: 2013
ISBN: 978-3-86583-752-3
Preis: EUR 29.00


Der Begriff Slavia Asiatica bezeichnet jene Regionen, deren Geschichte im Mittelalter über einen längeren Zeitraum durch vielfältige Formen des Kontaktes zwischen Angehörigen der slavischen Sprachgemeinschaft und den zumeist turksprachigen Völkern Asiens geprägt wurde. Aus gesamteuropäischer Perspektive handelt es sich um eine Zone des fließenden Übergangs, um eine „Passage“ zwischen Europa und Asien. Die wechselseitigen Beziehungen und der transkulturelle Austausch unter den dort in Berührung gekommenen Völkern haben der Slavia Asiatica eine spezifische Struktur verliehen. Der Band enthält neun Aufsätze von Forschern aus Deutschland, der Russischen Föderation und den USA. Aus der Perspektive unterschiedlicher Disziplinen (Geschichtswissenschaft, Archäologie, Slavistik, Byzantinistik, Turkologie, Ethnolinguistik und Kunstgeschichte) wird eine Vielzahl von grundlegenden quellenkundlichen Problemen bei der Erforschung der Geschichte der Slavia Asiatica beleuchtet.


Italien Mitteldeutschland P Italien – Mitteldeutschland – Polen Geschichte und Kultur im europäischen Kontext vom 10. bis zum 18. Jahrhundert (= Schriften zur sächsischen Geschichte und Volkskunde 42)

Herausgeber:Wolfgang Huschner, Enno Bünz, Christian Lübke
Ort, Verlag: Leipzig, Leipziger Universitätsverlag
Jahr: 2013
ISBN: 978-3-86583-639-7
Preis: EUR 98.00


Im Verlauf des Mittelalters und der Frühen Neuzeit entstand aus vielfältigen Beziehungen, Kontakten und Wechselwirkungen zwischen Teilregionen ein europäischer Raum, der sich als veränderliches Kommunikationsgefüge unterschiedlicher Reichweite konstituierte. Die Untersuchung dieser Verflechtungen zwischen den Regionen, ihrer spezifischen Konfigurationen und Wandlungen vermag einen wichtigen Beitrag zum europäischen Geschichtsbewusstsein zu leisten. Unter diesen Prämissen stellte eine 2008 in Leipzig veranstaltete internationale Konferenz Beziehungen, Kontakte und Austauschformen zwischen Italien, Mitteldeutschland und Polen vom früheren Mittelalter bis zum ausgehenden Ancien Régime in den Mittelpunkt. Deren Ergebnisse werden in diesem Sammelband vorgelegt, der 30 Beiträge verschiedener Disziplinen vereint: Archäologie, Architekturgeschichte, Byzantinistik, Geschichte des Mittelalters, Geschichte der Frühen Neuzeit sowie Kirchen-, Kultur-, Kunst-, Landes-, Musik-, Rechts- und Wirtschaftsgeschichte.


Jenseits Planwirtschaft  Jenseits der Planwirtschaft. Der »Schwarzmarkt« in Polen 1944-1989 (= Moderne europäische Geschichte Bd. 7)

Autor: Jerzy Kochanowski
Ort, Verlag: Göttingen, Wallstein Verlag
Jahr: 2013
ISBN: 978-3-8353-1307-1
Preis: EUR 42,00


Über das heikle Zusammenspiel von sozialistischer Mangelwirtschaft und Schwarzmarkt in der Volksrepublik Polen. Bereits 1945 kursierte im neuen Volkspolen der Witz: »Was passiert in der Sahara, wenn die Kommunisten kommen? Der Sand wird knapp!« Jerzy Kochanowskis Buch beleuchtet die Versuche von Partei und Staat im Nachkriegspolen, die »sozialistische Wüste« sowohl zu »bewässern« als auch möglichst hohe Erträge aus ihr herauszupressen. Da die meisten Betriebe verstaatlicht worden waren, mussten sich die gesellschaftlichen Akteure auf ein kompliziertes Spiel mit staatlichen Instanzen einlassen, wobei habituell gegen geltendes Recht verstoßen wurde. Diese heikle Interaktion von Planwirtschaft und Schwarzmarkt hielt fast ein halbes Jahrhundert an. Kochanowski untersucht umfassend das friktionsträchtige Zusammenspiel von dirigistischer Wirtschaftspolitik und informellem Wirtschaftssektor in einem Land des sowjetischen Hegemonialbereichs. Mittels interdisziplinärem Zugriff beschreibt er Verhaltensweisen, Mechanismen, Prozesse und Strategien der am Schwarzmarkt beteiligten nichtstaatlichen wie staatlichen Akteure - vom Handel unter der Hand bzw. dem Ladentisch mit Fleisch, Alkohol und Gold bis zu massenhaften und touristisch getarnten privaten Handelsreisen ins Ausland.


SlavicUnity  Approaches to Slavic Unity. Austro-Slavism, Pan-Slavism, Neo-Slavism, and Solidarity Among the Slavs Today.

Herausgeber: Krzysztof A. Makowski, Frank Hadler
Ort, Verlag: Poznań, Zakład Graficzny UAM
Jahr: 2013
ISBN: 978-83-63047-26-9
Preis: -/-


At the XXI International Congress of Historical Sciences of the CISH in Amsterdam in 2010 Commission Internationale des Études Historiques Slaves (CIEHS) held three sessions focused on Slavic unity and solidarity in the 19th and 20th centuries. The present volume comprises eleven contributions. The articles are predominantly brief and organized more or less chronologically. The volume opens with Horst J. Haselsteiner’s sketch on the Austro-Slav context of the first Slavic Congress held in Prague in 1848. Related to Pan-Slavism are five contribution: Andrea Franko presents the views of a young historian, Nikolaĭ (Mykola) Ivanovich Kostomarov, the first representative of the Ruthenian intelligentsia. Krzysztof Makowski and Lech Trzeciakowski present the different views on Pan-Slavism of two prominent Polish political and social activists of the mid-19th century in the Grand Duchy of Poznań (Karol Libelt and Jan Koźmian). Ostap Sereda writes on the reception and development of Slavic ideas by Ukrainian (Ruthenian) public activists in Austrian Galicia in the 1860s. Giulia Lami and Aldo Ferrari present the views of Konstantin Nikolaevich Leont'ev, an original representative of Russian conservative thought of the late 19th century. Zdenko Zlatar presents the preliminary results of his archival research on the political and social composition of the Pan-Slavic lobby in Russia on the eve of and at the beginning of World War I. Marta Font starts with a brief outline of Hungarian scholarship on the Slavs since the second half of the 19th century and analyses Hungarian historiographical interpretations of the Middle Ages. With the Prague Slav Congress of 1908 as the key event of Neo-Slavism deals Frank Hadler. The last three articles, relatively short and essayist in form, deal with more contemporary problems of the Slavic world: Joe Pirjevec illustrates the complicated relations between the Balkan Slavs from 1945 to the disintegration of Yugoslavia. Konstantin Nikiforov, from the Russian point of view, presents a handful of reflections on the causes of the crisis of Slavic solidarity after World War II, focusing on the post-1990 period. Finally, Stefan Troebst’s sketch considers what Slavdom means today. The publication was printed as a joint venture of the Department of History at Adam Mickiewicz University in Poznań and the Center for the History and Culture of East Central Europe at Leipzig University (GWZO).


Subjektivitaet  Konturen der Subjektivität in den Literaturen Ostmitteleuropas im 20. und 21. Jahrhundert (= Westostpassagen - Slawische Forschungen und Texte Bd. 18)

Herausgeberin: Valéria Lengyel
Ort, Verlag:Hildesheim, Georg Olms Verlag
Jahr: 2013
ISBN: 978-3-487-15034-5
Preis: EUR 38.00


Subjektivität besitzt konstitutive Bedeutung für den lyrischen Text. Vor dem ostmitteleuropäischen Fragehorizont des Sammelbandes - in Interpretationen von deutsch-, polnisch-, russisch-, tschechisch- und ungarischsprachigen Texten - zeichnen sich verschiedene Konturen der Subjektivität ab. Die Differenziertheit der Aspekte zeigt sich dabei nicht nur an den analysierten Primärtexten, sondern gerade auch an methodologischen Prämissen. Unterschiedliche Manifestationen von Subjektivität werden dabei vor einem literaturgeschichtlichen Horizont diskutiert und in Relationen zu Epochenkonzeptionen befragt. Zudem sind literaturwissenschaftliche Zugänge und das Zusammenspiel von Methode und angewandtem Subjektkonzept thematisiert. Durch Vorstellung bisher vernachlässigter Primärtexte und die eingehenden theoretisch-methodischen Reflexionen wird nachvollziehbar, welche Konturierungen von Subjektivität heute in den Literaturen und Literaturwissenschaften Ostmitteleuropas wahrnehmbar sind.


Armenier  Far away from Mount Ararat. Armenian Culture in the Carpathian Basin.

HerausgeberInnen: Bálint Kovács, Emese Pál
Ort, Verlag:Leipzig, Leipziger Universitätsverlag
Jahr: 2013
ISBN: 978-963-20-0611-6
Preis: -/-


Catalogue of the joint exhibition of the Budapest History Museum and the Hungarian National Széchényi Library, 5 April to 15 September, 2013. Mount Ararat as a permanent point of reference and a refuge for all times is a dual emblem of the exemplary respect the Armenians have for their tradition. What the Armenian diasporas reveal all over the world is how community culture and identity can be retained even far from the homeland and despite the loss of the mother tongue. Besides the Caucasian region, where Armenian culture is endemic, its presence in the Carpathian Basin can also be traced back many centuries. The exhibition and the accompanying catalogue, coming with additional explanatory papers written by expert researchers, serve to foster the appreciation of the historical, cultural, and artistic values of the Armenians in the Carpathian Basin. A valuable segment of the treasures here presented has so far been inaccessible not only to lay art-lovers but even to the scientific world. The main objective is to bear witness to the preserving power of culture and the fruits of Armenian and Hungarian coexistence.


Geschichtspolitik  Geschichtspolitik in Europa seit 1989. Deutschland, Frankreich und Polen im internationalen Vergleich (= Moderne Europäische Geschichte, 3)

HerausgeberInnen: Etienne François, Kornelia Konczal, Robert Traba und Stefan Troebst
Ort, Verlag:Göttingen, Wallstein
Jahr: 2013
ISBN: 978-3-8353-1068-1
Preis: EUR 42.00


Geschichtspolitik hat sich in Europa zu einem erstrangigen Politikfeld und damit zu einem spannenden Gegenstand kulturwissenschaftlicher Forschung entwickelt.
Im Zuge des Epochenjahrs 1989 und der EU-Osterweiterung haben Fragen der Vergangenheitsdeutung für die Europäer immer mehr an Bedeutung gewonnen. Dies gilt nicht nur für Nationalgesellschaften und ihre Gedächtnisdiskurse, sondern auch für Erinnerungskonflikte zwischen europäischen Nationalstaaten und für europäische Institutionen. Geschichtspolitik, betrieben von staatlichen Instanzen, politischen Parteien, Kirchen und anderen religiösen Einrichtungen, Gewerkschaften, Unternehmen, Kommunen, Medien, Kulturinstitutionen, Wissenschaftlern sowie zivilgesellschaftlich organisierten Opfer- und Interessengruppen, ist mittlerweile ein zentrales Politikfeld sowie ein erkenntnisträchtiges Objekt sozial- und geisteswissenschaftlicher Forschung. In dem vorliegenden interdisziplinären Sammelband werden Akteure der Geschichtspolitik porträtiert, die Konkurrenz der Opfer nachgezeichnet, historische Meistererzählungen analysiert und geschichtspolitische Inszenierungen in Museen und Ausstellungen beleuchtet. Im Zentrum stehen dabei Deutschland, Frankreich und Polen. Behandelt werden überdies die Europäische Union sowie Einzelbeispiele aus Europa.


Macht-Gold  Macht des Goldes, Gold der Macht. Herrschafts- und Jenseitsrepräsentation zwischen Antike und Frühmittelalter im mittleren Donauraum. Akten des 23. Internationalen Symposiums der Grundprobleme der frühgeschichtlichen Entwicklung im mittleren Donauraum, Tengelic, 16.–19.11.2011. (=Forschungen zu Spätantike und Mittelalter 2)

HerausgeberInnen: Matthias Hardt, Orsolya Heinrich-Tamáska
Ort, Verlag:Weinstadt, Verlag Dr. Bernhard Albert Greiner
Jahr: 2013
ISBN: 978-3-86705-071-5
Preis: EUR 65.00


Zu den eindrucksvollsten Quellen spätantiker und frühmittelalterlicher Archäologie gehören jene Edelmetallobjekte, die als Teile von Hort-, bzw. Schatzfunden oder ungewöhnlich reicher Grabausstattungen zum Vorschein gekommen sind. In der mittleren Donauregion, wo bereits während der Kaiserzeit germanische Führungsschichten als Bündnispartner oder Gegner des Römischen Reiches sich einander ebenso fortlaufend ablösten wie die späteren völkerwanderungszeitlichen Machtgebilde dies- und jenseits der Donau, lässt sich eine besondere Konzentration an solchen Prestigeobjekten verzeichnen. Sie spiegeln die Verbindung zwischen Herrschaft und Gold, die Abhängigkeit neuer Eliten vom andauenden Zufluss an Reichtum wieder, die in Konfliktzonen besonders stark ausgeprägt zu sein scheint. Die Erforschung der Fundumstände, die Analyse der Zusammensetzung der Fundkomplexe und der Herstellung der Fundobjekte können wichtige Details zum Verhältnis zwischen Rom und den neuen Herrschaftsbildungen geben und auch Einblicke in die innere sozialen Strukturen des Letzteren gewähren.
Der zweite Band der Reihe Studien zur Spätantike und Mittelalter stellt die Beiträge eines internationalen Symposiums des Netzwerks „Grundprobleme der frühgeschichtlichen Entwicklung im mittleren Donauraum“ dar, das als Jahrestagung unter dem Titel des vorliegenden Bandes veranstaltet wurde. Im Rahmen der Tagung wurden am Beispiel ausgewählter Fundkomplexe, -gruppen oder einzelner Regionen des mittleren Donauraums die vielseitigen Aspekte der Beziehung Gold und Macht beleuchtet und zur Diskussion gestellt.


Agrarismus  Agrarismus und Agrareliten in Ostmitteleuropa

Herausgeber: Eduard Kubů, Torsten Lorenz, Uwe Müller, Jiří Šouša
Ort, Verlag:Praha, Dokořán/Berlin, Berliner Wissenschafts-Verlag
Jahr: 2013
ISBN: 978-3-8305-1939-3
Preis: EUR 45.00


Diese Buch untersucht die soziale, wirtschaftliche und kulturelle Entwicklung der ländlichen Gesellschaft Ostmitteleuropas - mit einem regionalen Schwerpunkt in den böhmischen Ländern und der Tschechoslowakei - im 19. und 20. Jahrhundert vor dem Hintergrund ihrer Konfrontation mit Industrialisierung, Urbanisierung und der Entwicklung der bürgerlichen Gesellschaft. Die Aufmerksamkeit richtet sich daher auf die Bauern und die aufstrebenden mittleren Landwirte sowie die Formierung der modernen Agrareliten als politische und berufsständische Vertreter der ländlichen Regionen und ihre Ideologie - den Agrarismus.


Siedlungsforschung  Homogenisierung und Diversifizierung von Kulturlandschaften (Siedlungsforschung. Archäologie - Geschichte - Geographie 29)

HerausgeberInnen: Vera Denzer, Anne Dietrich, Matthias Hardt, Haik Thomas Porada, Winfried Schenk
Ort, Verlag: Bonn, Selbstverlag Arkum e.V.
Jahr: 2011 [2013]
ISSN: 0175-0046
Preis: EUR 40.00


Die Zeitschrift "Siedlungsforschung: Archäologie - Geschichte - Geographie" enthält Aufsätze, Miszellen, Rezensionsartikel, Berichte und Bibliographien. Die Zeitschrift erscheint in einem Band von ca. 300 Seiten im Verlag "Siedlungsforschung" in Bonn. Bei den persönlichen Mitgliedern des "Arbeitskreises für historische Kulturlandschaftsforschung in Mitteleuropa e.V." ist der Bezugspreis im Jahresbeitrag enthalten.


Grenze Die wandernde Grenze. Die EU, Polen und der Wandel politischer Räume, 1990-2010.

Autorin: Steffi Marung
Ort, Verlag: Göttingen, Vandenhoeck & Ruprecht
Jahr: 2013
ISBN: 978-3-525-30165-4
Preis: EUR 69.99


Welche Folgen hatte die Verschiebung der EU-Außengrenze nach Osten und Südosten für die Deutung des EU-Raumes, insbesondere seiner Grenzen? Welch ein politischer Raum entstand in Folge der Erweiterung? Um dies zu beantworteten, setzt die Studie bei der »wandernden« Unionsgrenze an. Sie gibt einen Einblick in die jüngste Geschichte des politischen Raumes in Europa als Teil des globalen Wandels der politisch-räumlichen Ordnung. Zum Gegenstand ihrer Untersuchung wählt sie dabei nicht nur die Grenz-, Migrations- und Europäische Nachbarschaftspolitik der EU, sondern auch die polnische Ost- und Europapolitik sowie die transnationale Zusammenarbeit in der polnisch-ukrainischen Grenzregion. Dabei zeigt sich, dass die EU den Entwurf ihrer Grenze mitder Schaffung eines Ergänzungsraums verband. Diesen konnte die Union nicht allein gestalten, vielmehr beanspruchten Akteure innerhalb und außerhalb der Union, auf der nationalen wie der regionalen Ebene, Mitsprache. Insbesondere Polen – zunächst Außenseiter – konnte sich als Trendsetter einer neuen EU-Ostpolitik präsentieren.


Czerwien Červen' - eine Burg zwischen Ost und West. Ausstellungskatalog [4-sprachig]

HerausgeberInnen: Jolanta Bagińska, Marcin Piotrowski, Marcin Wołoszyn,
Ort, Verlag: Tomaszów Lubelski-Leipzig-Lublin-Rzeszów,
Jahr: 2013
ISBN: 978-83-936100-0-6
Preis: PLN 80.00


Czermno is a small village (with about 300 inhabitants) found right next to the border of Poland and of the European Union. To this day in the fields washed by the Huczwa (tributary of the Western Bug) one can see the ruins of a mighty medieval stronghold. Most probably this is Cherven’, recorded for the first time in the chronicles when in 981 it was seized by Volodymyr, prince of Kievan Rus. During the Middle Ages the lands on the Bug River were coveted both the Piast princes of Poland and the Riurikid princes of Rus.
In 2010-2011 sensational discoveries were made at Czermno. A series of more than 2000 finds recovered by excavation included weapons, cross-reliquaries devotionals and lead seals. But even more spectacular were two hoards of silver elite jewellery (13th/14th c.).
The Catalogue Cherven´- the stronghold between East and West, published in Polish, German, Italian and Ukrainian, presents the archaeology of the stronghold complex at Czermno studied in cooperation with the Leipzig Center for the History and Culture of East Central Europe (GWZO), Polish Academy of Sciences Institute of Archaeology and Ethnology, University of Rzeszów Institute of Archaeology, University of Lublin Institute of Archaeology and museums in eastern Poland including the museum in Tomaszów Lubelski.

The Catalogue may be purchased from the University of Rzeszów Institute of Archaeology (80 PLN not incl. the cost of postage); please apply to Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! see also http://books.archeologia.rzeszow.pl/pl


Rome-Constantinopel  Rome, Constantinople and Newly-Converted Europe. Archaeological and Historical Evidence (U źródel Europy środkowo-wschodniej/Frühzeit Ostmitteleuropas Bd. 2)

HerausgeberInnen: Maciej Salamon, Matthias Hardt, Mirosław Kruk, Perica Špehar, Aleksandra Sulikowska-Gąska, Marcin Wołoszyn
Ort, Verlag: Kraków-Leipzig-Rzeszów-Warszawa, Leipziger Universitätsverlag/Instytut Archeologii i Etnologii PAN/Instytut Archeologii Uniwersytetu Rzeszowskiego
Jahr: 2013
ISBN: 978-3-86583-659-5
Preis: PLN 200.00 (für zwei Bände)


In Rome, Constantinople and Newly Converted Europe. Archaeological and Historical Evidence (ca. 1500 pages organized in two volumes) we publish the proceedings from a conference of the same name held in Krakow on 21-25 September 2010, an encounter of 120 researchers from 20 countries. Its purpose was to explore the process of Christianization (5th-15th cc.) in countries of ‘Younger Europe’, which is understood as covering East Central and Eastern Europe, Scandinavia and the Balkans. The main focus of inquiry was the transformation of the burial rite and finds of objects associated with Christian devotion. For the first time in European medieval studies a more extensive contribution was made by specialists in Byzantine archaeology.
The richly illustrated, painstakingly prepared study presents a panorama, unique in Europe, of the history of the central and eastern parts of our continent – from Greece and Serbia to Kievan Rus and Scandinavia.

The book may be purchased (vols. I-II 200 PLN not incl. the cost of postage) from the Polish Academy of Sciences Institute of Archaeology and Ethnology; see http://www.iaepan.edu.pl or the University of Rzeszów, Institute of Archaeology; please apply to Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
Plans are under way to have the book available for purchase also in Germany.


Ottoman World  Europe and The 'Ottoman World' - Exchanges and Conflicts (Sixteenth to Seventeenth Centuries)

Herausgeber: Radu G. Păun; Gábor Kárman
Ort, Verlag: Istanbul, The Isis Press
Jahr: 2013
ISBN: 9789754284874
Preis: USD 30.00


Inhalt: Preface Foreword 1. Life in Wartime Ovidiu CRISTEA: A Second Front: Wallachia and the ‘Long War’ against the Turks. Marco PENZI : Professional Warfare as Career Option: François de Bassompierre Joins the Long Turkish War. Domagoj MADUNIĆ: Frontier Elites of the Ottoman Empire during the War for Crete (1645–1669): The Case of Ali-Pasha Čengić. 2. Networks in War and Peace Johann PETITJEAN: On his Holiness’ Secret Service: How Ragusa became an Intelligence Agency after Lepanto. Natalia KRÓLIKOWSKA: Polish-Tatar Alliances in the Seventeenth Century. Intelligence Gathering, Espionage and Exchange of Information. Gábor KÁRMÁN: The Network of a Wallachian Pretender in Constantinople: The Contacts of the Future Voivode Mihail Radu (1654–1657). Balázs SUDÁR: Iskender and Gábor Bethlen: The Pasha and the Prince. 3. The Power of Representations Liviu PILAT: Between Ottoman Empire and Latin Christendom: Moldavia as Frontier Society in the Late Middle Ages. Radu G. PĂUN: The Ottoman Empire and its Tributaries as Seen through Foreign Eyes: Venetian Sixteenth-Century Relazioni. Christine VOGEL: A Sublime Illusion? French Accounts of Ottoman Ceremonies in the Late Seventeenth Century. About the Authors.


Europa jagellonica en  Europa Jagellonica 1386-1572. Art and Culture in Central Europe under the Jagiellonian Dynasty. Exhibition Guide.

Herausgeber: Jiří Fajt
Ort, Verlag: Kutná Hora, Eigenverlag der Gallery of Central Bohemian Region
Jahr: 2013
ISBN: 9788070561744
Preis: USD 35.00


Die Ausstellung präsentiert die Kunst- und Kultur Mitteleuropas in transnationaler Perspektive in ihren historischen politischen und wirtschaftlichen Kontexten. Der Fokus liegt auf der Zeit um 1500, als die großen gesellschaftlichen und religiösen Umbrüche der beginnenden Neuzeit, Humanismus und Reformation, bereits begonnen hatten oder kurz bevor standen. Damals entwickelte sich im kulturell wie wirtschaftlich vernetzten Mitteleuropa eine einzigartige künstlerische Blüte – gefördert durch Adel und hohe kirchliche Würdenträger, Städte und Klöster. Die Grundlagen hierfür legte das damals mächtigste Herrscherhaus Mitteleuropas - die Jagiellonen. Ca. 200 Schlüsselwerke der europäischen Kunstgeschichte aus allen Gattungen und allen Herrschaftsgebieten der Jagiellonen werden im Spannungsfeld von Funktion, Künstlern und Auftraggebern präsentiert.

Ausstellungsort
19. Mai 2012–30. September 2012
GASK – Galerie Středočeského kraje | Mittelböhmische Galerie Kuttenberg
Bericht über die Ausstellungseröffnung in Kutná Hora/Kuttenberg gwzo-pfeil


Omnia vincit labor Omnia vincit labor? Narrative der Arbeit – Arbeitskulturen in medialer Reflexion.

HerausgeberInnen: Torsten Erdbrügger, Ilse Nagelschmidt, Inga Probst
Ort, Verlag: Berlin, Frank & Timme
Jahr: 2013
ISBN: 978-3-515-10384-8
Preis: EUR 48.00


Welchen Stellenwert nimmt „Arbeit“ gegenwärtig in Kunst und Literatur ein? Wie inszenieren literarische und filmische Werke den Transformationsprozess der Arbeit? Fokussieren sie den konkreten Arbeitsprozess oder reflektieren sie meta-diskursiv unser Verhältnis zur Arbeit. Antworten sie unmittelbar auf die aktuelle Situation ungesicherter Arbeitsverhältnisse oder konterkarieren sie diese mit vergangenen Arbeitstopoi? Verhandeln sie Arbeit kontrapunktisch über deren Abwesenheit oder fokussieren sie auto-poietisch die eigene Textarbeit? Wie lassen sich schließlich Narrative der Arbeit formulieren, und woraus bestehen sie? Die Beiträge liefern Antworten aus Perspektive der vergleichenden, germanistischen und slawistischen sowie romanistischen und anglistischen Literatur-, Kultur- und Medien- sowie Theaterwissenschaft, den Gender-Studies und der Human-Geographie.


Rome-Constantinopel  Rome, Constantinople and Newly-Converted Europe. Archaeological and Historical Evidence (U źródel Europy środkowo-wschodniej/Frühzeit Ostmitteleuropas Bd. 1, Tl. 1)

HerausgeberInnen: Maciej Salamon, Matthias Hardt, Mirosław Kruk, Perica Špehar, Aleksandra Sulikowska-Gąska, Marcin Wołoszyn
Ort, Verlag: Kraków-Leipzig-Rzeszów-Warszawa, Leipziger Universitätsverlag/Instytut Archeologii i Etnologii PAN/Instytut Archeologii Uniwersytetu Rzeszowskiego
Jahr: 2013
ISBN: 978-3-86583-659-5
Preis: PLN 200.00 (für zwei Bände)


In Rome, Constantinople and Newly Converted Europe. Archaeological and Historical Evidence (ca. 1500 pages organized in two volumes) we publish the proceedings from a conference of the same name held in Krakow on 21-25 September 2010, an encounter of 120 researchers from 20 countries. Its purpose was to explore the process of Christianization (5th-15th cc.) in countries of ‘Younger Europe’, which is understood as covering East Central and Eastern Europe, Scandinavia and the Balkans. The main focus of inquiry was the transformation of the burial rite and finds of objects associated with Christian devotion. For the first time in European medieval studies a more extensive contribution was made by specialists in Byzantine archaeology.
The richly illustrated, painstakingly prepared study presents a panorama, unique in Europe, of the history of the central and eastern parts of our continent – from Greece and Serbia to Kievan Rus and Scandinavia.

The book may be purchased (vols. I-II 200 PLN not incl. the cost of postage) from the Polish Academy of Sciences Institute of Archaeology and Ethnology; see http://www.iaepan.edu.pl or the University of Rzeszów, Institute of Archaeology; please apply to Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
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Europa Jagellonica de  Europa Jagellonica 1386-1572. Kunst und Kultur Mitteleuropas unter der Herrschaft der Jagiellonen 1386-1572. Ausstellungskatalog.

Herausgeber: Jiří Fajt
Ort, Verlag: Potsdam, Eigenverlag des Hauses der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte
Jahr: 2013
ISBN: -/-
Preis: -/-


Die Ausstellung präsentiert die Kunst- und Kultur Mitteleuropas in transnationaler Perspektive in ihren historischen politischen und wirtschaftlichen Kontexten. Der Fokus liegt auf der Zeit um 1500, als die großen gesellschaftlichen und religiösen Umbrüche der beginnenden Neuzeit, Humanismus und Reformation, bereits begonnen hatten oder kurz bevor standen. Damals entwickelte sich im kulturell wie wirtschaftlich vernetzten Mitteleuropa eine einzigartige künstlerische Blüte – gefördert durch Adel und hohe kirchliche Würdenträger, Städte und Klöster. Die Grundlagen hierfür legte das damals mächtigste Herrscherhaus Mitteleuropas - die Jagiellonen. Ca. 200 Schlüsselwerke der europäischen Kunstgeschichte aus allen Gattungen und allen Herrschaftsgebieten der Jagiellonen werden im Spannungsfeld von Funktion, Künstlern und Auftraggebern präsentiert.

Ausstellungsort
1. März 2013–16. Juni 2013
Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte, Potsdam 


Europa Jagiellonica pl  Europa Jagellonica 1386-1572. Sztuka i kultura w Europie Środkowej za panowania Jagiellonów. Przewodnik po wystawie.

Herausgeber: Jiří Fajt
Ort, Verlag: Warschau, Arx Regia
Jahr: 2013
ISBN: 978-83-7022-195-9
Preis: -/-


Die Ausstellung präsentiert die Kunst- und Kultur Mitteleuropas in transnationaler Perspektive in ihren historischen politischen und wirtschaftlichen Kontexten. Der Fokus liegt auf der Zeit um 1500, als die großen gesellschaftlichen und religiösen Umbrüche der beginnenden Neuzeit, Humanismus und Reformation, bereits begonnen hatten oder kurz bevor standen. Damals entwickelte sich im kulturell wie wirtschaftlich vernetzten Mitteleuropa eine einzigartige künstlerische Blüte – gefördert durch Adel und hohe kirchliche Würdenträger, Städte und Klöster. Die Grundlagen hierfür legte das damals mächtigste Herrscherhaus Mitteleuropas - die Jagiellonen. Ca. 200 Schlüsselwerke der europäischen Kunstgeschichte aus allen Gattungen und allen Herrschaftsgebieten der Jagiellonen werden im Spannungsfeld von Funktion, Künstlern und Auftraggebern präsentiert.

Ausstellungsort
10. November 2012–27. Januar 2013
Zamek Królewski w Warszawie | Königliches Schloss Warschau
Museum Narodowe w Warzawie | Nationalmuseum Warschau


ZfO  Institutionenwandel und Rechtstransfer im 20. Jahrhundert. (= Themenheft der Zeitschrift für Ostmitteleuropaforschung 61 [2012], H. 3, S. 321-472)

Herausgeber: Stefan Troebst, Hannes Siegrist
Ort, Verlag: Marburg/L., Herder-Institut
Jahr: 2013
ISSN: 0948-8294
Preis: EUR 23.00


Die international angesehene Zeitschrift für Ostmitteleuropa-Forschung (ZfO), von 1952 bis 1994 unter dem Titel "Zeitschrift für Ostforschung" erschienen, dient als Forum für die Veröffentlichung und die Diskussion neuester Ergebnisse zur Geschichte und zur Kultur der schwerpunktmäßig in den Grenzen der heutigen Staaten Polen, Tschechien, Slowakei, Belarus, Ukraine, Litauen, Lettland und Estland gelegenen historischen Länder und Regionen. Sie bietet in vierteljährlicher Folge Aufsätze, kleinere Abhandlungen (Miszellen), Forschungs- und Literaturberichte sowie Buchbesprechungen in deutscher und englischer Sprache.

Inhaltsverzeichnis


Silver  Late Roman Silver. The Traprain Treasure in Context.

u.a. mit einem Beitrag von Dr. Matthias Hardt (GWZO)
Herausgeber: Fraser Hunter, Kenneth Painter
Ort, Verlag: Edinburgh, The Society of Antiquaries of Scotland
Jahr: 2013
ISBN: 978-1-908332-02-8
Preis: £50.00


The Traprain Law treasure from east Lothian in south-east Scotland is the most dramatic hoard of late Roman Hacksilber yet found. The interpretation of these bent, broken and crushed silver fragments has long been debated. Were they loot broken up by uncultured barbarians, or some form of diplomatic gift?
This volume places the phenomenon in the wider context of late Roman silver use, considers Britain either side of the frontier in the late fourth and fifth century, and then expands across the Roman world, analysing topics such as the role of late Roman silver vessels and the nature of donatives and diplomatic gifts to people inside and outside the empire. A series of authors debate the enigmatic and peculiarly British habit of clipping late Roman silver coins, and present new data.
A synthesis of Roman Hacksilber provides fresh insights into its roles, while important yet relatively unknown hoards and groups of material from Britain and the continent are presented. Comparative perspectives on Hacksilber in other periods provide a wider context, and the ultimate role of such silver in Britain and Ireland, re-melted into local prestige goods, is considered. The authors provide fresh insights into the Traprain hoard and bring together a challenging series of perspectives on the nature of late Roman society and economy, and its relationship to the barbarian world.


Differenz Reden und Schweigen über religiöse Differenz. Tolerieren in epochenübergreifender Perspektive

Herausgeberinnen: Dietlind Hüchtker, Yvonne Kleinmann und Martina Thomsen
Ort, Verlag: Göttingen, Wallstein Verlag
Jahr: 2013
ISBN: 978-3-8353-1128-2
Preis: 24,90


Über Konzepte und Praktiken religiöser Toleranz in Europa von der frühen Neuzeit bis ins 19. Jahrhundert. Die Koexistenz verschiedener christlicher und anderer Religionsgemeinschaften erforderte in Europa - und über seine Grenzen hinaus - schon seit dem späten Mittelalter rechtliche, institutionelle und individuelle Arrangements. Diese Regelungen und die ihnen zugrunde liegenden Aushandlungsprozesse beleuchten die Autorinnen und Autoren des vorliegenden Bandes.

Vergleichend unterziehen sie »klassische« Dokumente der europäischen Toleranzforschung einer empirischen Revision. Darüber hinaus befassen sie sich mit weniger prominenten, doch ebenso originellen regionalen Entwürfen und Praktiken. Reflektiert wird auch, inwieweit Toleranz ein europäisches Modell ist und welche Alternativen denkbar sind. Die Autorinnen und Autoren betrachten das Thema aus historischer, religions- und literaturwissenschaftlicher Perspektive und nutzen ein breites Spektrum an Quellen und Methoden.


KriegerischeGewalt Rauben, Plündern, Morden – Nachweis von Zerstörung und kriegerischer Gewalt im archäologischen Befund

Herausgeberin: Orsolya Heinrich-Tamáska
Ort, Verlag: Hamburg, Verlag Dr. Kovač
Jahr: 2013
ISBN: 978-3-8300-7019-1
Preis: 98,80


Wie häufig und in welcher Form waren Menschen und Gesellschaften der Spätantike und des frühen Mittelalters Gewalt ausgeliefert? Welche Formen von Gewalt lassen sich in der archäologischen Überlieferung überhaupt fassen, und welche Geschehnisse verbergen sich dahinter? In der Regel werden Brandspuren, Schutthorizonte und die Aufgabe von Siedlungen sowie Massengräber, gestörte oder beraubte Bestattungen und andere Zeichen äußerer Gewalt mit diesem Thema verbunden; Phänomene, die in spätantiken und frühmittelalterlichen Befundhorizonten häufig zu beobachten sind. Unsere Vorstellungen von kriegerischen Auseinander­setzungen, Seuchen, Zerstörungen oder sonstigen, für einzelne Gruppen einschneidenden Ereignissen werden im behandelten Zeitraum stark durch lückenhafte schriftliche Überlieferung bestimmt, die solche Prozesse in der Regel jedoch nur exemplarisch und nur aus einem bestimmten Blickwinkel beleuchten.

In der fünften Sitzung der „AG Spätantike und Frühmittelalter“ 2011 in Bremen wurde unter dem Titel „Rauben, Plündern und Morden – Nachweis von Zerstörung und kriegerischer Gewalt im archäologischen Befund“ nach Antworten gesucht, wie die archäologische und anthropologische Forschung ihre eigenen Quellen interpretieren und wie bzw. ob sie diese mit den historischen Zeugnissen verbinden kann. Die angemeldeten Beiträge für die Tagung zeigten anschaulich, dass es Epochen gibt, in denen mehr Zeugnisse der Gewalt fassbar werden.

Die in diesem Band veröffentlichten Beiträge diskutieren die Formen und die Deutungsebenen der Gewalt an verschiedenen spätantiken bis frühmittelalterlichen Einzelbeispielen, die von der Ostsee über Mitteleuropa bis nach Kleinasien reichen.

2012

Fenekpuszta A fenékpusztai római eröd évszázadai [Die Jahrhunderte der römischen Befestigung von Fenékpuszta]

HerausgeberInnen: Orsolya Heinrich-Tamáska, Robert Müller, Peter Straub
Ort, Verlag: Zalagerszeg
Jahr: 2012
ISBN: 978-963-7205-65-1
Preis: -/-


Der vorliegende Band erscheint zum 150-jährigen Jubiläum der archäologischen Erforschung der spätrömischen Befestigung von Keszthely-Fenékpuszta. Das reich bebilderte, durchgehend farbig gestaltete Buch richtet sich an die interessierte Öffentlichkeit in Ungarn, um ihr die Bedeutung dieses Fundplatzes während der Spätrömerzeit und des Frühmittelalters zu vergegenwärtigen. Das Ziel des Bandes ist, den Lesenden die lange und wechselvolle Forschungsgeschichte ebenso zu vermitteln, wie die Ergebnisse und Fragen der Archäologie. Das Buch erscheint auf Ungarisch.


StadtMordOrdnung

Stadt – Mord – Ordnung. Urbane Topographien des Verbrechens in der Kriminalliteratur aus Ost- und Mitteleuropa

Herausgeber: Matteo Colombi
Ort: Bielefeld, transcript Verlag
Jahr: 2012
ISBN: 978-3-8376-1918-8
Preis: EUR 34.80


Auch für den Krimi gilt: Der Westen Europas kennt den Osten selten gut – dennoch ist er von ihm fasziniert. Neben westlichen Krimis werden immer mehr Geschichten aus dem Osten gelesen, die ›dort‹ oder ›hier‹ geschrieben werden. Breslau, Budapest, Kiew, Moskau, Prag, Triest und Zagreb werden zu Krimi-Schauplätzen. Für jede dieser Städte wird eine spezifische Topographie des Verbrechens produziert, die zwischen historischer, mythischer und touristischer Darstellung schwankt. Die Beiträge in diesem Band untersuchen, wie sich Krimiautoren – kritisch oder klischeehaft – mit den Ordnungskomplexen Gewalt, Gerechtigkeit und Moral auseinandersetzen. Diese Themen sind einerseits genretypisch, weisen aber andererseits in Ost- und Mitteleuropa eine wendebedingte Brisanz auf.


Korall „Die osmanische Welt am Rande Mitteleuropas“ Themenheft der ungarischen Zeitschrift für Sozialgeschichte „Korall: Társadalomtörténeti Folyóirat“

Redaktion dieser Ausgabe: u.a. Gábor Kármán
Ort: Budapest
Jahr: 2012
ISSN: 1586-2410
Preis: -/-


Christianisierung_Born

Die Christianisierung der Städte der Provinz Scythia Minor

Autor: Robert Born
Ort, Verlag: Wiesbaden, Dr. Ludwig Reichert Verlag
Jahr: 2012
ISBN: 978-3-89500-782-8
Preis: EUR 58.00


Die zwischen der Donaumündung und der westlichen Schwarzmeerküste gelegene Provinz Scythia Minor stellte bis ins 7. Jahrhundert sowohl aus militärischer als auch kirchenpolitischer Perspektive einen wichtigen Vorposten Konstantinopels dar. Gleichzeitig war diese Region über Jahrhunderte hinweg eine bedeutende ethnische Konvergenzzone Europas. Dies illustrieren die drei Städte, die mit ihrem historisch gewachsenen Nebeneinander unterschiedlicher kultureller und damit auch urbanistischer Traditionen den Fokus der vorliegenden Studie bilden. Am Beispiel der ehemaligen griechischen Kolonien Histria und Tomis (Constanta) und der kaiserzeitlichen Stadtgründung Tropaeum Traiani (Adamclisi) wird eine Rekonstruktion der Veränderungen der urbanistischen Strukturen vor dem Hintergrund des Aufstiegs des Christentums zu einer zentralen Instanz von Staat und Gesellschaft in der Spätantike untersucht. Im Zentrum der Studie steht die Rekonstruktion der Veränderungen im urbanistischen Gefüge der Städte aufgrund der Analyse der vertikalen und horizontalen Bezüge der neu errichteten Kirchen und Sepulchralanlagen aber auch der bisher vernachlässigten Teilbereiche wie die Stadtmauern und die Wohn- und Handwerkskomplexe.


Christianisierung Christianisierung Europas. Entstehung, Entwicklung und Konsolidierung im archäologischen Befund.

HerausgeberInnen: Orsolya Heinrich-Tamáska, Niklot Krohn, Sebastian Ristow
Ort, Verlag: Regensburg, Verlag Schnell und Steiner
Jahr: 2012
ISBN: 978-3-7954-2652-1
Preis: EUR 59.00


Im großen Maßstab betrachtet verlief die Christianisierung von Süd nach Nord und von West nach Ost, zeigte aber neben Kontinuität auch immer wieder Brüche. Der Band versammelt wichtige Quellengrundlagen aus unterschiedlichen Ländern Europas, die eine Beurteilung dieses vielschichten Prozesses ermöglichen sollen. Ein Schwergewicht bilden dabei die oft weniger gut bekannten archäologischen Quellen. Dazu gehört auch eine Bewertung der möglichen Aussagen, die sich aus der Interpretation von Funden und Befunden, also von Kunst- und Alltagsgegenständen sowie Bauresten, ableiten lassen. In 28 Beiträgen gehen internationale Fachleute aus den einschlägigen Wissenschaftsdisziplinen der Archäologien und Historiker der Kernfrage nach, wie Christianisierungsprozesse erfasst und beurteilt werden können. Wo liegen die Ursprünge der Religion, die Europa bis heute prägt? Verlauf der Christianisierung von Süd nach Nord und von West nach Ost in nahezu allen Ländern Europas wird erstmals anhand wichtiger Quellengrundlagen aufgezeigt Veranschaulichung eines über 1000 Jahre währenden Christianisierungsprozesses Ergebnisse einer internationalen Tagung im Dezember 2010 zu Christianisierungsprozessen in zahlreichen Ländern Europas


Erinnerungskulturen Erinnerungskulturen in transnationaler Perspektive

Herausgeber: Ulf Engel, Matthias Middell, Stefan Troebst
Ort, Verlag: Leipzig, Leipziger Universitätsverlag
Jahr: 2012
ISBN: 978-3-86583-704-2
Preis: EUR 32.00


Die Themen Erinnerung und Transnationalität haben seit längerer Zeit Hochkonjunktur. Während die Untersuchung dieser Forschungsfelder jeweils getrennt voneinander weit vorangeschritten ist, bildet die Verbindung beider noch weitgehend ein Desiderat, welches dieser Band zu beseitigen sucht. Folgende Aspekte bilden dabei die Leitlinien: 1. Die Herausbildung transnationaler Erinnerungsgemeinschaften, wie sie neuere Datenerhebungen über die Angleichung der Erinnerungsschwerpunkte innerhalb Europas oder im globalen Maßstab nahe legen, bedarf eingehenderer Untersuchung als bisher: Gibt es ein europäisches oder gar globales Geschichtsbewusstsein und lässt es sich empirisch fassen sowie in seiner zeitlichen Gliederung und räumlichen Reichweite erklären? 2. Die Zirkulation von Modellen der Erinnerung und ihrer Institutionalisierung trägt zweifellos dazu bei, dass eine grenzüberschreitende Verständigung über historische Ereignisse und Strukturen möglich wird. Hier spielen die Überlegungen zu master narratives, zu Musealisierung, zum Vergleich des Umgangs mit Erfahrungen bei der Überwindung von Diktaturen und Kriegserlebnissen eine anregende Rolle. 3. Die Herausbildung neuer Weltordnungen bleibt nicht ohne Einfluss auf jene Kategorien des Gesellschafts- und Geschichtsverständnisses, die mehr als nur eine Nation und ihre historischen Überlieferungen betreffen. Inwieweit sich dabei eine Verschiebung der Schwerpunkte einer europäisierten und globalisierten Erinnerung ergibt, wollen die Beiträge dieses Bandes diskutieren. 4. Längerfristige Prozesse der Verschiebung in der Erinnerung kondensieren und werden politisch zugespitzt in Momenten der gesamtgesellschaftlichen Auseinandersetzung um die Deutung einzelner Vorgänge, wie sie oftmals aus Anlass von Jubiläen stattfinden. Wie man sich in Europa an die Ereignisse des Jahres 1989 erinnert, ist ein weiterer Schwerpunkt der Publikation. Diesen Fragen gehen die Autoren dieses Bandes auf vielfältigste Weise nach und präsentieren ihre Ergebnisse in drei großen Kapiteln: Teil 1 befasst sich mit der Erinnerung an den Nationalsozialismus in transnationalen Bezügen; in Teil 2 geht es um „1989“ und die Veränderungen der Erinnerungskulturen, Teil 3 schließlich behandelt Erinnerungskulturen europäischer Peripherien.


Kultur_Beruf Kultur und Beruf in Europa

HerausgeberInnen: Isabella Löhr, Matthias Middell, Hannes Siegrist
Ort, Verlag: Stuttgart, Franz Steiner Verlag
Jahr: 2012
ISBN: 978-3-515-10111-0
Preis: EUR 29.00


Was ist ein Künstler? Wie unterscheiden sich Kulturschaffende von kulturell gebildeten Laien und wie lässt sich feststellen, ob aus einem Quereinsteiger ein professioneller Künstler geworden ist? Was kennzeichnet einen Wissensberuf und wie entsteht eine spezifische Experten- und Wissenskultur? Tänzer, Komponisten, Filmkritiker, Verleger, Werbetreibende, Kulturfunktionäre, Kulturpolitiker, Intellektuelle und Wissenschaftler dienen den Autorinnen und Autoren dieses Bandes als Beispiele für die facettenreiche Geschichte der Professionalisierung von Kunst, Kultur und Wissenschaft in Europa im 19. und 20. Jahrhundert. Die Kombination von historischer Quelle und einem kurzen, einleitenden Essay führt den Lesern plastisch vor Augen, wie die historischen Akteure Europa über die soziale und symbolische Inszenierung ihres Spezialwissens, der dazugehörigen Praktiken, Institutionen, Selbst- und Fremdbilder herstellten. Der Band bietet eine kurzweilige Lektüre und zahlreiche Anregungen für Lehre und Studium.


Katalog_Armenier Catalogue of the Armenian Library in Elisabethopolis

Herausgeber: Armenuhi Drost-Abgarjan, Bálint Kovács, Tibor Martí
Ort, Verlag: Leipzig, Leipziger Universitätsverlag
Jahr: 2011 [2012]
ISBN: 978-3-86583-591-8
Preis: EUR 25.00


In Transylvania, in the erstwhile free royal city of Elisabethopolis, a library can be found in the local Armenian Church, containing some 2000 old prints. The library is, in effect, a legacy that incorporates the books formerly belonging to the city's Armenian ministers and local intelligentsia. Due to its corpus of books in Armenian language, the Armenian library of Elisabethopolis is not only a uniquely characteristic treasure of the Carpathian Basin but also a gem of Armenian culture worldwide. Namely, the significance of the library goes way beyond its valuable early print stock – it belongs among the few book collections that can provide a substantial basis for the partial reconstruction of the culture of the Armenians in 17th-to-19th-century Europe. Although a number of historic Armenian libraries are known outside Armenia, the catalogue of the Armenian library of Elisabethopolis is the first containing data about the Armenian settlements in Europe.


Makedonische_Frage Griechenlands Makedonische Frage. Bürgerkrieg und Geschichtspolitik im Südosten Europas, 1945–1992

Autor: Adamantios Skordos
Ort, Verlag: Göttingen, Wallstein Verlag
Jahr: 2012
ISBN: 978-3-8353-0936-4
Preis: EUR (D) 39.90; EUR (A) 41.10; sFr 53.90


Die Unabhängigkeitserklärung der Sozialistischen Republik Makedonien von Jugoslawien 1991 löste im benachbarten Griechenland eine Protestwelle aus. Die angrenzende griechische Region Makedonien beanspruchte den Namen für sich. Die Makedonische Frage dominierte seitdem die Innen- und Außenpolitik Griechenlands und beeinflusste dessen Haltung in der Jugoslawien-Krise stark. Bis heute verlangt Athen von der Republik Makedonien eine Änderung ihres offiziellen Namens. Angesichts der zunehmenden makedonischen Anstrengungen, Mitglied der NATO und der EU zu werden, gewinnt der Namensstreit erneut an Brisanz.
Adamantios Skordos beleuchtet die Rolle des Griechischen Bürgerkriegs in der zweiten Hälfte der 1940er Jahre sowie seiner späteren geschichtspolitischen Vereinnahmungen für die Haltung der Griechen 1991. Auf breiter Quellengrundlage analysiert er, wie die Makedonische Frage die unmittelbare Bürgerkriegswahrnehmung beeinflusste, welche Stellung sie in der antikommunistisch und antislawisch geprägten Erinnerungskultur der Sieger einnahm und wie im Zuge des politischen Umbruchs von 1974 eine folgenreiche De-Makedonisierung des kollektiven Bürgerkriegsgedächtnisses erfolgte.


Stadt_Steppe   Zwischen Stadt und Steppe. Künstlerische Texte der ukrainischen Moderne aus den 1910er bis 1930er Jahren

Herausgeber: Marina Dmitrieva
Ort, Verlag: Berlin, Lukas Verlag
Jahr: 2012
ISBN: 978-3-86732-119-8
Preis: EUR 36.00


Bisher stand die ukrainische Moderne im Schatten der russischen. Dabei waren von den 1910er bis zu den 1930er Jahren neben Moskau und St. Petersburg bzw. Leningrad auch Kiew, Charkiw und Odessa wichtige Knotenpunkte der Kunst und Kultur der Avantgarde. Dort fanden bedeutende Ausstellungen statt, die Impulse für neue Kunstrichtungen gaben. Unter den Absolventen der Kiewer Kunstschule schlugen nicht wenige später eine internationale Karriere ein. Dazu gehörten der Bildhauer Aleksandr Archipenko, die Malerin und Bühnenbildnerin Aleksandra Ekster sowie der Erneuerer jüdischer Kunst Issachar Ber Ryback. Auch Vassilij Kandinskij und Kazimir Malevič hatten enge Kontakte zur Ukraine. Mit den Internationalen Izdebskij-Salons in Odessa verband sich der Anfang von Kandinskijs Karriere als Wegbereiter der Moderne. Malevič, der aus der Ukraine stammte und die ukrainische Sprache beherrschte, unterrichtete in den letzten Jahren seines Lebens am Kiewer Kunstinstitut.
Dass verschiedene Strömungen – von Neobyzantinismus zu Konstruktivismus, von Symbolismus zu Kubofuturismus – nebeneinander existierten, war für die ukrainische Moderne bezeichnend. In der bildenden Kunst wie in der Literatur diskutierten Modernisten mit Traditionalisten. Künstler aller Lager empfanden ein Bedürfnis, ihr Kunstverständnis einem breiteren Publikum in der Ukraine und in Europa zu öffnen. Dazu standen ihnen eine Reihe neu gegründeter Zeitschriften zur Verfügung. Manche ukrainische Zeitschrift überdauerte um einige Jahre die Zeit, als die Avantgarde in Sowjetrussland schon verdrängt und verpönt war. Umso schwerer traf sie dann allerdings die Schärfe der stalinistischen Repressalien.
In dieser Publikation wird erstmals der Versuch unternommen, Texte ukrainischer Künstler, Kunsttheoretiker und Publizisten jener Zeit dem deutschsprachigen Leser in einer kommentierten Ausgabe näherzubringen.

2011

Armenopolis A Szamosújvári Örmény Katolikus Gyűjtőlevéltár [= The Armenian Catholic collectie Archive in Armenopolis] (Erdélyi Római Katolikus Levéltarak, 4)

Autoren: Rita Bernád und Bálint Kovács
Ort, Verlag:Budapest-Gyulafehérvár-Leipzig, Gyulafehérvári Római Katolikus Érsekség - ELTE Egyetemi Levéltár - Leipziger Universitätsverlag
Jahr: 2011
ISBN: 978-3-86583-588-8
Preis: EUR 25.00


Sowjetisches_Kino "О героях и людях… " Советское кино о войне: взгляд из ГДР
[= "Von Helden und Menschen..." Der Zweite Weltkrieg im sowjetischen Spielfilm und dessen Rezeption in der DDR, 1945—1965]

Autor: Lars Karl
Ort, Verlag: Moskau, Pamjatniki Istoricheskoj Mysli
Jahr: 2011
ISBN: 978-5-88451-299-3
Preis: EUR 19.90 (in Deutschland über den Autor erhältlich)
 


Die in der Sowjetunion produzierten Kriegsfilme lassen sich für die ersten beiden Nachkriegsjahrzehnte grob in zwei Kategorien einteilen: die heroisch-mythologisierenden Werke der Stalinzeit und die Filme des Tauwetters. In letzteren wurden - nach sowjetischer Terminologie – "menschliche" Schicksale vorgestellt. Das Sujet des Krieges diente in diesem Zusammenhang als Medium der Abrechnung mit dem Stalinismus, konnte aber auch zur allgemeinen Abrechnung mit dem Krieg genutzt werden.

Mit Blick auf die DDR widmet sich der Autor der Frage, wie der ostdeutschen Bevölkerung, deren Situation von der unmittelbaren Erfahrung einer militärischen Niederlage geprägt war, die Filme des sowjetischen Sieges im Zweiten Weltkrieg präsentiert und propagandistisch näher gebracht werden sollten. Die sowjetischen Kriegsfilme, allesamt in erster Linie für das sowjetische Publikum gedreht und auf zeitgenössische kulturpolitische Leitlinien sowie mentale Prädispositionen des sowjetischen Publikums abgestimmt, sollten in ein der sowjetischen Umgebung relativ fremdes kulturelles Umfeld eingeführt und den betroffenen Individuen als verbindlicher Ausdruck einer neuen Weltanschauung vorgestellt werden. Diesbezüglich sind die sowjetischen Tauwetterfilme von besonderem Interesse: entstanden in einem Klima der Entstalinisierung trafen sie in der DDR auf ein politisches und kulturelles Umfeld, welches den Stalinismus sowjetischer Prägung samt den aus ihm resultierenden Konsequenzen für die Gesellschaft allenfalls in stark abgeschwächter Form erfahren hatte.

Das Buch liefert einen wertvollen Beitrag zur Diskussion um den Stellenwert sowjetischer Präsenz im kulturellen Leben der DDR und zur Debatte um "Sowjetisierung" und "Veröstlichung" des ostdeutschen Teilstaats.


Altmark Die Altmark von 1300 bis 1600. Eine Kulturregion im Spannungsfeld von Magdeburg, Lübeck und Berlin

Herausgeber: Jiří Fajt, Wilfried Franzen und Peter Küvener
Ort, Verlag: Berlin, Lukas Verlag
Jahr: 2011
ISBN: 978-3-86732-106-8
Preis: EUR 78.00


Im 19. Jahrhundert zur Wiege Brandenburgs oder gar Preußens stilisiert, führt die im nördlichen Sachsen-Anhalt gelegene Altmark heute zu Unrecht ein Schattendasein und ist als bedeutende Kulturregion, die sie einst war, nur wenig im öffentlichen Bewusstsein verankert. Sie war lange Zeit Teil des Kurfürstentums Brandenburg, hatte aber als »Alte Mark« westlich der Elbe ein durchaus eigenes Gepräge. Dieses war durch die kirchenrechtliche Zugehörigkeit zu den »außermärkischen« Diözesen Verden und Halberstadt ebenso gegeben wie durch die Einbindung ihrer wichtigsten Städte in den Bund der Hanse. Engste Verbindungen bestanden zudem zum erzbischöflichen Machtzentrum Magdeburg. Doch auch für die Brandenburger Markgrafen selbst besaß dieses dicht bevölkerte Gebiet mit zahlreichen großen Städten wie Stendal oder Salzwedel erhebliche Bedeutung. So wurde die alte Kaiserresidenz Tangermünde von den Hohenzollernfürsten als bevorzugter Sitz neben Berlin genutzt.
Eine kulturelle Blüte erlebte die Altmark vom 14. bis zum 16. Jahrhundert. Deren Zeugnis ist der außerordentlich reich überlieferte Denkmalbestand an Werken der Architektur, Skulptur, Tafel- und Glasmalerei.
Die Publikation stellt die Ergebnisse einer wissenschaftlichen Tagung vor, die im September 2008 in Stendal Historikern, Kunsthistorikern sowie Restauratoren die Möglichkeit bot, das vielfältige kulturelle Schaffen in der Altmark, die Rolle der Kulturträger und das künstlerische und kulturelle Spannungsfeld, in dem sich die Altmark in der Zeit von 1300 bis 1600 befand, zu erörtern.
Der hochwertig ausgestattete und reich bebilderte Band möchte zahlreiche wenig bekannte Kunstwerke erstmals einem breiterem Publikum zugänglich machen.


Hitler-Stalin-Pakt Der Hitler-Stalin-Pakt 1939 in den Erinnerungskulturen der Europäer

Herausgeber: Anne Kaminsky, Dietmar Müller und Stefan Troebst
Ort, Verlag: Göttingen, Wallstein Verlag Göttingen
Reihe: Moderne europäische Geschichte, Bd. 1
Jahr: 2011
ISBN: 978-3-8353-0937-1
Preis: EUR 39.90 (D); EUR 41.10 (A); CHF 53.90


Europäische Geschichte: Eine historische Wegmarke aus verschiedenen nationalen Blickwinkeln.

Die Erinnerungen der Europäer an den Hitler-Stalin-Pakt weisen erhebliche Differenzen auf, die mit der Teilung des Kontinentes in West-, Ostmittel- und Osteuropa zusammenhängen. Der Pakt steht für den Beginn von Krieg, Besatzung, Deportation und Holocaust.
In Ostmitteleuropa steht der Hitler-Stalin-Pakt überdies für die Aufteilung in Interessensphären, deren langfristige Wirkung sich nach Kriegsende in der Ablösung der nationalsozialistischen durch die kommunistische Diktatur zeigte. Die westeuropäische Erinnerungskultur fokussiert stattdessen seit den 1980er Jahren den Holocaust, so dass der Hitler-Stalin-Pakt nur eine geringe Rolle spielt. In der russischen Geschichtspolitik wiederum ist nach wie vor der »Große Vaterländische Krieg« der zentrale Erinnerungsort, der auch mit Gesetzen und staatlichen Kommissionen verteidigt wird.

Mit dem Fokus auf die unterschiedlichen Erinnerungskulturen wird in dem vorliegenden Band die Langzeitwirkung des Hitler-Stalin-Pakts erforscht. Der Schwerpunkt liegt bei den Ländern Ostmitteleuropas, darüber hinaus werden die Unterzeichnerstaaten ebenso behandelt, wie England, Frankreich und Dänemark sowie die Juden und Deutschen Ostmitteleuropas.


Erinnern_II_WK

Erinnern an den Zweiten Weltkrieg. Mahnmale und Museen in Mittel- und Osteuropa

Herausgeber: Stefan Troebst und Johanna Wolf
 Ort, Verlag: Leipzig, Leipziger Universitätsverlag
Jahr: 2011
ISBN: 978-3-86585-548-2
 Preis: EUR 20.00


Die Erinnerungskulturen Europas sind vor allem durch das "kurze 20. Jahrhundert" geformt. Der Zweite Weltkrieg und die Vernichtung der europäischen Juden, andere Völkermorde und Massenverbrechen, Zwangsarbeit, GULag, Besatzung, Kollaboration, Kriegsgefangenschaft, Deportation und ethnische Säuberung prägen zu einem guten Teil das Bild des Jahrhunderts in den nationalen Öffentlichkeiten der Europäer. Dies spiegelt sich im gesellschaftlichen Gedächtnis ebenso wider wie in staatlicher Geschichtspolitik, hier vor allem in Form von Memorialkomplexen, Mahnmalen und Museen. Gleichzeitig reflektiert "Stein gewordene Erinnerung" frühere Schichten und Modi des Gedenkens. Diese demonstrieren, dass sich die "Sprache des Gedächtnisses" im Lauf der Zeit wandelt und Ausdruck des jeweiligen Zeitgeistes ist.

Die Erinnerung an den Zweiten Weltkrieg in Deutschland, Polen und Russland bildete den Schwerpunkt der Internationalen Konferenz "Erinnern an den Zweiten Weltkrieg – Mahnmale und Museen in Mittel- und Osteuropa", die vom 1. bis 3. Juli 2010 in Berlin stattfand. Die Konferenz war die zweite in einer Reihe trilateral deutsch-russisch-polnischer Veranstaltungen zur Erinnerungskultur. Eine erste zur Genese des Zweiten Weltkrieges hat 2009 in Warschau stattgefunden. Für 2011 ist eine Folgekonferenz in Moskau geplant.


ON_Niederlausitz

Die Ortsnamen der Niederlausitz östlich der Neiße

Autor: Ernst Eichler und Christian Zschieschang
 Ort, Verlag: Stuttgart-Leipzig, S. Hirzel Verlag
Jahr: 2011
ISBN: 978-3-7776-2155-5
ISSN: 0080-5297
Preis: EUR 63.00


Die Aufarbeitung des Ortsnamengutes der Niederlausitz werden hier fortgeführt. Dabei geht die Darstellung ausführlich auf die Beziehungen zwischen den sorbischen und deutschen Grundlagen und den 1945 von polnischer Seite festgelegten, bis heute gültigen Namenformen ein und macht diese für die Sprachkontaktforschung nutzbar.


Subtile-Differenzen

Subtile Differenzen: Fantastik, Krimi und Geschichte in Miloš Urbans Roman Sedmikostelí

Autor: Nora Schmidt
Herausgeber: Ute Raßloff
Ort, Verlag: Berlin, Frank & Timme
Jahr: 2011
ISBN: 978-3865963161
Preis: EUR 34.80


Sedmikostelí (dt. Die Rache der Baumeister) des tschechischen Autors Miloš Urban ist ein spannender, unterhaltsamer und vielschichtiger Roman – doch nicht allein in der Lektüre: Die Analyse, die von der vermeintlich einfachen Frage nach den Möglichkeiten und Grenzen einer Gattungszuordnung ausgeht, erweist sich bald als Auseinandersetzung mit Widersprüchen, Parallelen und Differenzen innerhalb einer komplexen, von Durchdringungen geprägten Situation. Hervor tritt das ironische, postmoderne Spiel mit Erwartungen und Vorannahmen. Der Analytiker wird stärker noch als der Leser in dieses Spiel hineingezogen.


JGLR2010

Transforming Rural Societies

Herausgeber: Dietmar Müller und Angela Harre
Ort, Verlag: Innsbruck, StudienVerlag
Zeitschrift: Jahrbuch für Geschichte des ländlichen Raumes 2010, Bd. 7
Jahr: 2011
ISBN: 978-3-7065-4950-9
Preis: EUR 29.90 / CHF 41.90


Private property to land as well as the institutions for administering it, like cadastres and land registers, have undergone a spectacular ideological rehabilitation in the post-Communist transformation societies of East Central Europe. We witness another phase of ideological and institutional reconfiguration of property and development schemes for agriculture. This volume concentrates on the interrelations between changing property regimes and so-called Agrarianist development strategies in the nineteenth and twentieth centuries. There had been property changes in an enormous dimension especially in the interwar period. The expropriation of the former feudal classes starting in 1918 was combined with a massive nationalist mobilization of the rural masses, thus threatening the property of ethnic minorities, too, and causing the rise of Fascism and national chauvinism. In connection with missing improvements in rural production and the break-up of traditional social bonds, the peasents’ standard of living deteriorated and they often turned against modernization as such. After World War II, these reforms considerably influenced the degree of collectivization in Communist times as well as the redistribution of formerly expropriated land during the social and intellectual transformation process in the 1990s. These processes are traces in the post-World War I land reforms, the professionalization of rural elites and the institutionalization of land accounting systems, in peasant parties and the agrarian press, and in the programs of peasant and Fascist economists and politicians.


Disputed_Territories

Disputed Territories and Shared Pasts. Overlapping National Histories in Modern Europe

Herausgeber: Tibor Frank und Frank Hadler
Ort, Verlag: Houndmills-Basingstoke, Macmillan Publishers Limited
Jahr: 2011
ISBN: 978-0-230-50008-2
Preis: £65.00


National historical writings in Europe traditionally deal with acts of aggression, hostile neighbours and international conflicts across borders, presenting history as a narrative of suffering and victories. For centuries, national histories have been constructed as sequences of battles and wars, with war heroes playing key roles. Yet, major victories for any one nation invariably cause tragedies for others. Historians in different national communities have written comparable histories about their shared pasts in contested territories: it is this phenomenon that we call 'overlapping national histories' in this book.

Disputed Territories, Shared Pasts focuses on the historiographical overlaps in Europe, presenting many of the contested areas alongside state borders, in historical regions between states, and among ethnic groups and nations within states. Sponsored by the European Science Foundation, the present volume is part of the Writing the Nation series, a major international project on the history of historiography in Europe.


World_Orders

World Orders in Historical Perspective. Opening Lectures of the Second European Congress of World and Global History Dresden 2008

Herausgeber: Frank Hadler und Matthias Middell
Ort, Verlag: Leipzig, Akademische Verlagsanstalt
Jahr: 2011
ISBN: 978-3-931982-69-0
Preis: 19.00 EUR


Dieser Band vereint die Eröffnungsvorträge des zweiten European Congress on World and Global History, der 2008 in Dresden stattfand und dem Thema "World Orders" gewidmet war, und eine Einleitung zum aktuellen Stand weltgeschichtlicher Forschung.

Aus dem Inhalt:
Introduction Frank Hadler / Matthias Middell: Global History: Current Perspectives on World Orders from Europe and Beyond. A Look Back to and from the Second European Congress on World and Global History, Dresden, 2008 – Antony G. Hopkins: From Postmodernism to Globalization – Bénédicte Savoy: Sublunarische Größe. Die Dresdner Kunstsammlungen zwischen lokal und global.


Theorietransfer Überbringen - Überformen - Überblenden. Theorietransfer im 20. Jahrhundert

Herausgeber: Dietlind Hüchtker und Alfrun Kliems
Ort, Verlag:Köln-Weimar-Wien, Böhlau Verlag
Jahr: 2011
ISBN: 978-3-412-20438-9
Preis: 29.90 EUR

Die Karrieren von Theorien sind kontingent. Der Aufstieg der postcolonial studies oder feministischer Konzepte folgte ebenso wenig einer diskursiven Unausweichlichkeit wie das zeitweise Verschwinden des Mikrobiologen Ludwik Fleck.
Vielmehr zeigen sich Theorietransfers historischen Verwerfungen ausgesetzt. Variable Machtgefälle, Deutungsanliegen und Kontexte modifizieren die reisenden Konzepte, ihre politischen Implikationen bedingen die Ausbildung von Kanones, aber auch die Gewinne und Verluste an kreativem oder kritischem Potenzial.
Der Band versammelt Skizzen solcher Wanderwege von Theorien, Konzepten und Begriffen, aber auch von einzelnen Denkern. Die Beiträge gehen verschlungenen Transferlinien nach, dem Export, der Aneignung, Reimport und Verblendung von Ideen, Abstiegen ins Obskure und Aufstiegen zu Standards politischer Korrektheit. Im Mittelpunkt stehen Ost- und Ostmitteleuropa im 20. Jahrhundert.

2010

Comparativ20 Verflochtene Geschichten: Ostmitteleuropa

Herausgeber: Frank Hadler und Matthias Middell
Ort, Verlag:Leipzig, Leipziger Universitätsverlag
Jahr: 2010
ISBN: 978-3-86583-487-4
Preis: 22.00 EUR

Aus dem Inhalt:
Frank Hadler / Matthias Middell: Auf dem Weg zu einer transnationalen Geschichte Ostmitteleuropas – Nikolaus Wolf: 1918 als Zäsur? Die wirtschaftliche Entwicklung und die Periodisierung der neueren Geschichte Ostmitteleuropas – Maria Hidvegi: Rückkehr auf den Weltmarkt – Zwei ungarische Unternehmen in der Weltelektroindustrie nach dem Ersten Weltkrieg – Bernhard Struck: Grenzziehungen nach dem Ersten Weltkrieg als Problem von Periodisierung und Territorialisierung in einer transnationalen Geschichte Ostmitteleuropas – Steffi Marung: Zivilisierungsmissionen à la polonaise: Polen, Europa und der Osten - Sarah Lemmen: Globale Selbst- und Fremdverortungen auf Reisen. Tschechische Positionierungsstrategien vor und nach 1918 - Mathias Mesenhöller: Migration als Transnationale Geschichte. Ostmitteleuropa um den Ersten Weltkrieg – Adam Walaszek: Von "Polen in Amerika" zu "Amerikanern polnischer Herkunft". Migration, Diaspora und ethnische Imaginationen 1870–1930 – Katja Naumann: Mitreden über Weltgeschichte – die Beteiligung polnischer, tschechoslowakischer und ungarischer Historiker an der UNESCO-Scientific and Cultural History of Mankind (1952–1969).


Diktaturerinnerung_Vergleich Diktaturerinnerung und Geschichtskultur im östlichen und südlichen Europa. Ein Vergleich der Vergleiche 

Autor: Stefan Troebst
Ort, Verlag:Leipzig, Leipziger Universitätsverlag
Jahr: 2010
ISBN: 978-3-86583-349-5
ISSN: 1869-4829 


Rome_Constantinopel Rome, Constantinopel and Newly-Converted Europe: Archeological and Historical Evidence
Cracow, Poland, 21-25 September 2010; Book of Abstracts and Addresses

Editoren: Maciej Salamon, Matthias Hardt, Mirosław P. Kruk, Aleksandr E. Musin, Perica Špehar, Aleksandra Sulikowska-Gąska, Marcin Wołoszyn
Ort, Verlag:Rzeszów
Jahr: 2010
ISBN: 978-83-7667-045-4  


Postdiktatorische_Geschicht Postdikatorische Geschichtskulturen im Süden und Osten Europas. Bestandsaufnahme und Forschungsperspektiven

Herausgeber: Stefan Troebst
Ort, Verlag:Göttingen, Wallstein Verlag
Jahr: 2010
ISBN: 978-3-8353-0637-0
Preis: 42.00 EUR


Wie verständigen sich post-autoritäre Gesellschaften über die diktatorischen Perioden ihrer Geschichte? Wie wird die Diktaturerfahrung in die eigene historische Selbstwahrnehmung integriert? Wo wird eine Trennung zwischen der "normalen" Nationalgeschichte und der Ausnahmesituation der Diktatur vollzogen? Neben den Nationalgesellschaften des östlichen Europa haben auch diejenigen Südeuropas in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts die Erfahrung der Diktatur gemacht. Der Sammelband behandelt die Diktaturerinnerungen und Bewältigungsmodi in Spanien, Portugal und Griechenland seit 1974/76 sowie in Lettland, Polen, der Ukraine, Rumänien und Bulgarien seit 1989/91. So unbestritten die postdiktatorischen Erinnerungskulturen der Europäer national geprägt sind, so vielfältig sind doch die grenzüberschreitenden Wechselwirkungen der Aufarbeitungsstrategien. Ziel des Bandes ist es, einem transnationalen "Diktaturerinnerungsvergleich" des Süden Europas mit seinem Osten den Weg zu bahnen.


Plurality The Plurality of Europe. Identities and Spaces

Herausgeber: Winfried Eberhard and Christian Lübke
Ort, Verlag:Leipzig, Leipziger Universitätsverlag
Jahr: 2010
ISBN: 978-3-86583-486-7
Preis: 80.00 EUR


The question of the fundamental values that hold the continent together – the "soul" of Europe, as it were – is a question that strives for integration and unity and which is quite rightly asked again and again. But it is a question concerned with just one of Europe's foundations and perspectives. The other is the question of Europe's diversity. The preservation of this diversity will have to be on the agenda of any attempt to integrate Europe, since uniformity can only be pursued at the risk of total failure. That is why this volume seeks to highlight various aspects of Europe's cultural diversity and heterogeneity, together with the changes they are undergoing. After all, identity formation for people in Europe does not rest primarily on general European foundations, but on smaller, overlapping areas of activity, social ties and affiliations. It is hoped that the contributions brought together here will show what great abundance of innovation and dynamism is contained in the plurality of Europe's cultural identities and the interlinking of small and large areas of cultural activity and orientation. At the same time, it is hoped that examining the topic through the lens of the cultural and social sciences will offer a multi-perspectival overview of the research on Europe currently being carried out in various academic disciplines.

The international conference "The Plurality of Europe: Identities and Spaces" was organised and carried out by the Centre for the History and Culture of East Central Europe at the University of Leipzig.


Halb-Vergangenheit Halb-Vergangenheit. Städtische Räume und urbane Lebenswelten vor und nach 1989

Herausgeber: Tímea Kovács
Ort, Verlag:Berlin, Lukas Verlag
Jahr: 2010
ISBN: 978-3-86732-082-5
Preis: 30.00 EUR


Die Beiträge des Aufsatzbandes konzentrieren sich auf die urbanen Raumideen des Sozialismus und deren Transformationen nach den politischen Veränderungen von 1989. In Fallbeispielen u.a. aus Ungarn, Polen, Ostdeutschland und der ehemaligen Tschechoslowakei werden die Zusammenhänge zwischen Stadtentwicklung, urbaner Lebensweise und sozialistischen Leitideen erörtert und deren Fortleben vorgestellt.
Wie wirkungsmächtig ist diese Halb-Vergangenheit in der Gegenwart? Inwieweit strukturiert die sozialistische Moderne als kulturelles System die bauliche Entwicklung, die Lebensweisen und Alltagspraktiken der Bewohner und die Imaginationen in der an städtische Räume gebundenen Kunstproduktion? Dies sind die Leitfragen, die zum einen im Hinblick auf die Verarbeitung, Modifizierung und Deutung der modernen sozialistischen Tradition in Architektur, Stadtplanung und Stadtentwicklungspolitik, zum anderen mit Bezug zu medialen Repräsentationen von Stadt erörtert werden.


Postsocialist-City The Post-Socialist City. Continuity and Change in Urban Space and Imagery

Herausgeber: Alfrun Kliems und Marina Dmitrieva
Ort, Verlag:Berlin, Jovis Verlag
Jahr: 2010
ISBN: 978-3-86859-018-0
Preis: 32.00 EUR


In den letzten 20 Jahren haben sich in den Städten der früheren sozialistischen Länder - von Mitteleuropa bis Zentralasien - drastische Umwälzungen vollzogen. Nach dem Zusammenbruch des „real existierenden Sozialismus" hat sich nicht nur ihr äußeres Erscheinungsbild gewandelt, sondern auch die Art und Zusammenstellung ihrer Funktionsgebäude und der Symbolgehalt ihrer repräsentativen Bauten, nachdem neue politische Kräfte und marktwirtschaftliche Verhältnisse neue Konstellationen geschaffen hatten. Allerdings sind weder das Erbe des sozialistischen Städtebaus noch frühere Vorstellungen und Konzepte ganz verschwunden und sie koexistieren auch nicht friedlich mit allem Neuen. Im Gegenteil, die städtebaulichen Entwicklungen der letzten zwei Jahrzehnte sprechen von Konflikten und Mischbildungen, vom Abriss alter zugunsten neuer Gebäude sowie von Umnutzungen und Umdeutungen. In diesem Band werden diese und andere Veränderungen aus unterschiedlichen Blickwinkeln untersucht. Die einzelnen Kapitel offenbaren die verwirrende, heterogene Vitalität verschiedener Städte und zeigen Ähnlichkeiten, aber auch lokalspezifische Entwicklungen in Städten von Berlin bis Astana auf. Zu den Autoren gehören Stadtplaner, Architekten, Kunst- und Architekturhistoriker sowie literarische Publizisten aus den vorgestellten Regionen, aber auch aus anderen Ländern. Die Beiträge enthalten zahlreiche Illustrationen und reichen von wissenschaftlichen Studien bis hin zu polemisch formulierten Essays.


Lexikon_Vertreibung Lexikon der Vertreibungen. Deportationen, Zwangsaussiedlung und ethnische Säuberung im Europa des 20. Jahrhunderts

Herausgeber:  Detlef Brandes, Holm Sundhausen, Stefan Troebst
Ort, Verlag: Wien, Böhlau Verlag
Jahr: 2010
ISBN: 978-3-205-78407-4
Preis: 99.00 EUR


Das "Lexikon der Vertreibungen" ist das erste Nachschlagewerk zu einem Thema, das in letzter Zeit sowohl in der Forschung wie in der breiten Öffentlichkeit heftig diskutiert worden ist. Es hat zum Ziel, den derzeitigen Stand der Forschung zur Geschichte der Deportationen, Zwangsaussiedlungen und ethnischen Säuberungen in Europa zwischen 1912 und 1999 zu bilanzieren.
Als Ergebnis einer internationalen wissenschaftlichen Kooperation umfasst das Lexikon mehr als 300 Artikel von über 100 Experten aus verschiedenen Ländern Europas. Die betroffenen ethnischen Gruppen und Akteure, die wichtigsten Vertreibungs- und Aufnahmegebiete werden im Lexikon ebenso systematisch erschlossen wie zentrale Begriffe aus Wissenschaft und Recht sowie historische Ereignisse, Erinnerungskulturen und Geschichtspolitiken. Zur Erleichterung weiterer Recherchen sind jedem Lexikontext Literaturhinweise beigegeben. Das Werk ist zudem mit einem Personen-, Orts- und Sachregister ausgestattet. 

Rezensionen:

  • H-Soz-u-Kult (Internetrezension)
  • "Gewalterfahrungen. Mit europäischem Ansatz: 'Lexikon der Vertreibungen'" (Frankfurter Allgemeine Zeitung, 29.11.2010, Nr. 278, S. 8)
  • "Die Welt"
  • Deutschlandradio
  • Deutschlandfunk
  • Westdeutscher Rundfunk
  • Polnischer Rundfunk Olsztyn
  • "Die Zeit"
  • "Süddeutsche Zeitung"
  • "Baltic Worlds"
  • "Frankfurter Allgemeine Zeitung"
  • ORF Radio Österreich 1
  • "Neue Zürcher Zeitung"
  • "Ein Koffer voller Wissen", in: taz. die tageszeitung vom 3.05.2010


Murteza-Pascha Murteza Pascha von Ofen zwischen Panegyrik und Historie. Eine literarisch-historische Analyse eines osmanischen Wesirspiegels von Nergisi (El-vaṣfü l-kāmil fī-aḥvāli l-vezīri l-'ādil)

Autor: Nedim Zahirović
Ort, Verlag:Peter Lang
Zeitschrift: Leipziger Beiträge zur Orientforschung. Bd. 25

Jahr: 2010
ISBN: 978-3-631-60190-7
ISSN: 0942-2323
Preis: 45.80 EUR


Mehmed Nergisi, der in der osmanisch-türkischen Literatur für seinen schwülstigen Stil bekannt war, beschrieb in einem seiner Werke, dem sogenannten «Wesirspiegel», die Person des türkischen Statthalters von Ofen, Murteza Pascha. Unter Führung von Murteza Pascha hatten die osmanischen Truppen den siebenbürgischen Fürsten Gabriel Bethlen während seines dritten Feldzuges gegen das Haus Habsburg im Jahre 1626 unterstützt. In diesem «Wesirspiegel» demonstrierte Nergisi ein weiteres Mal seine Belesenheit in arabischer und persischer Literatur, die jedoch weitgehend auf Kosten der Originalität seines Werkes ging. Allzu stark war seine Neigung zur Kompilation und insbesondere zur Übernahme von Versen anderer Autoren. Die historische Analyse des Werkes zeigt, wie gut Nergisi über die Vorgänge in Niederungarn, dem Schauplatz des Feldzuges, informiert war. Die gelegentlich auftretenden pompösen Übertreibungen sollen auf die Hauptintention seines Werkes, die Person und die Taten Murteza Paschas zu idealisieren, zurückgeführt werden.

2009

ZOME_Jg58Heft1_2 Bilder vieler Ausstellungen

Herausgeber: u. a. Christian Lübke
Ort, Verlag: Marburg, Verlag Herder Institut
Zeitschrift: Zeitschrift für Ostmitteleuropaforschung. 58. Jahrgang Heft 1-2.
Jahr: 2009
ISSN: 0948-8294
Preis: 23.00 EUR


  1. Hofmann, Andreas R.: Utopien der Nation: Landes- und Nationalausstellungen in Ostmitteleuropa vor und nach dem Ersten Weltkrieg. In: ZfO 58/1-2 (2009), 5–32.
  2. Stübner, Jos: Nationsbildung durch symbolische Interaktion. Der Besuch von Prager Ausstellungen um 1900 als Praxis nationaler Anerkennung. In: ZfO 58/1-2 (2009), 33–76.
  3. Grzeszczuk-Brendel, Hanna: Ausstellung, Stadt und Land: Die Architektur der Posener Ausstellungen 1911 und 1929. In: ZfO 58/1-2 (2009), 77–110.
  4. Wendland, Anna Veronika: Eindeutige Bilder, komplexe Identitäten. Imperiale, nationale, regionale Identitätskonzepte und ihre Visualisierung auf der galizischen Allgemeinen Landesausstellung in Lemberg 1894. In: ZfO 58/1-2 (2009), 111–161.
  5. Kozinska-Witt, Hanna: Städtische Selbstpräsentation auf der Allgemeinen Landesausstellung in Lemberg 1894 am Beispiel der Stadt Krakau. In: ZfO 58/1-2 (2009), 162–196.
  6. Siadkowski, Marcin: The Land Exhibition in Lemberg (Lwów, Lviv) in 1894, Galicia and Schlachzizen in the German political discourse in Vienna. In: ZfO 58/1-2 (2009), 197–222.

osteuropa2009 Gemeinsam Einsam. Die Slawische Idee nach dem Panslawismus
 
Herausgeber: Agnieszka Gasior, Stefan Troebst, Manfred Sapper, Volker Weichsel
Ort, Verlag: Berlin (BWV) 2009
Zeitschrift: Themenheft Osteuropa 12/2009
Jahr: 2009
ISBN: 978-3-8305-1707-8
Preis: 22.00 EUR


 Die Vorstellung eines sämtliche Slawen oder Slawischsprachige in Raum und Zeit verbindenden Elements hat viele Gesichter: "Slavizität" fungiert periodisch als politisch wirksames Mobilisierungsinstrument, sie leitet das Erkenntnisinteresse kulturwissenschaftlicher Forschung, und sie ist bis heute ein höchst produktiver Mythos in Kunst und Literatur. Im Zeichen der "Slawisierung" der Europäischen Union ist mit dem Aufkommen neuer Dimensionen von Slavizität zu rechnen.
Das Themenheft "Gemeinsam einsam. Die slawische Idee nach dem Panslawismus" bietet mit 22 Beiträgen aus Geschichte, Kulturgeschichte, Kulturpolitik, Kunstgeschichte, Sprach- und Literaturwissenschaft vielfältige Zugänge zu diesem kulturellen Mythos, das im 19. Jahrhundert aufkam, jedoch auch im 20. und 21. Jahrhundert als transnationales Identifikationsmuster in verschiedenen kultur-politischen Kontexten nutzbar gemacht wurde bzw. wird. Ein internationales Autorenteam näherte sich dem Phänomen aus ihrer jeweiligen disziplinspezifischen Perspektive in Überblicksbeiträgen und Einzelstudien. Mit Übersetzungen aus dem Französischen und dem Polnischen werden außerdem die im deutschsprachigen Raum zu unrecht wenig rezipierten Texte zugänglich gemacht.
Inhaltsverzeichnis: http://www.osteuropa.dgo-online.org/issues/issue.2010.1262787840000

Rezensionen:

  • Frankfurt Allgemeine Zeitung 18.01.2010, 27

Behemoth Die Steppe

Herausgeber: Matthias Hardt und Christian Lübke
Ort, Verlag: Akademie Verlag
Zeitschrift: BEHEMOTH – A Journal on Civilisation. Vol. II No. 2/2009
Jahr: 2009
ISSN: 18666-2447


Keszthely_Spiegel

Keszthely-Fenékpuszta im Spiegel der Jahrtausende // Keszthely-Fenékpuszta az évezredek tükrében (Ausstellungskatalog)

Herausgeber: Orsolya Heinrich-Tamáska und Péter Straub
Ort, Verlag: Leipzig / Zalaegerszeg
Jahr: 2009
ISBN: 978-963-87813-7-6


Die Ausstellung "Keszthely-Fenékpuszta im Spiegel der Jahrtausende" baut auf den Ergebnissen einer dreijährigen Projektarbeit auf die Wissenschaftler verschiedener Disziplinen aus Ungarn und Deutschland zusammenführte. Im Mittelpunkt der Analysen stand eine spätrömische Festung in Keszthely-Fenékpuszta, deren Geschichte vom 4. bis zum 9. Jahrhundert von mehreren Seiten beleuchtet werden sollte. Der Ort ist nicht nur für die archäologische Forschung, die an diesem Platz seit 125 Jahren betrieben wird, von herausragender, internationaler Bedeutung, sondern auch für weitere Fragestellungen: Die zahlreichen archäobotanischen Reste, die hier zum Vorschein kamen, bestimmen weitgehend unser Bild von den Strukturen und dem Spektrum der eisen- und römerzeitlichen Pflanzenproduktion in Pannonien, ebenso spielt der Fundort in der Rekonstruktion der Seespiegel-schwankungen des Balaton und der Auswirkungen dieser Schwankungen auf die Vegetation eine grundlegende Rolle. Über Ernährung und Wanderungen erfahren wir Neues durch anthropologische Untersuchungen, die an menschlichen Knochen aus den über 1.000 Gräber zählenden Nekropolen in der Umgebung von Fenékpuszta durchgeführt worden sind.


TransErinnerungsorte Transnationale Erinnerungsorte. Nord- und südeuropäische Perspektiven

Herausgeber: Bernd Henningsen, Henriette Kliemann-Geisinger, Stefan Troebst
Ort, Verlag: Berliner Wissenschaftsverlag
Reihe: Die Ostseeregion: Nördliche Dimensionen – Europäische Perspektiven 1
Jahr: 2009
ISBN: 978-3-8305-1570-8
Preis: 29.00 EUR


Dieser Band versammelt Beiträge zu transnationalen Erinnerungsorten, solchen Erinnerungsorten also, die über die Grenzen einer Nationalgesellschaft hinausreichen und auf diese Weise zur erinnerungskulturellen Verflechtung von Regionen oder Räumen beitragen. Einander gegenübergestellt werden nord- und südeuropäische Perspektiven, konkret die Ostseeregion und der Mittelmeerraum, wobei sich die Beiträge dieses Bandes auf solche transnationalen Erinnerungsorte konzentrieren, die nicht nur metaphorisch sind, sondern einen konkret-räumlichen Bezug haben. Es geht den Autorinnen und Autoren um ein verräumlicht-territoriales Konzept der Repräsentation und Symbolisierung, ermittelt über Gedächtnisorte und Denkmäler, und um die Funktion transnationaler Erinnerungsorte für die Bildung von Regionen.


Luxenburger Kunst als Herrschaftsinstrument. Böhmen und das Heilige Römische Reich unter den Luxemburgern im europäischen Kontext

Herausgeber: Jiří Fajt und Andrea Langer
Ort, Verlag: Deutscher Kunstverlag
Jahr: 2009
ISBN: 978-3-422-06837-7
Preis: 78.00 EUR


Die Publikation präsentiert die Ergebnisse der gleichnamigen Prager Tagung, die 2006 anlässlich der Ausstellung "Karl IV. Kaiser von Gottes Gnaden. Kunst und Repräsentation des Hauses Luxemburg 1310–1437" stattfand. In insgesamt acht Themenbereichen wird die Problematik der Ausstellung und deren Begleitpublikation um neue Aspekte bereichert und in einen erweiterten geographisch-politischen Kontext gestellt. Im Vordergrund stehen Transfer und Vermittlung unterschiedlicher Repräsentationsmodelle und Kommunikationsformen an den Höfen und in den Städten. Mehr als vierzig renommierte europäische und amerikanische WissenschaftlerInnen stellen ein breites Panorama höfischer Kultur und Kunst im Dienste der Politik vor. Chronologisch erstrecken sich die Beiträge 37 in deutscher und 11 in englischer Sprache von der Ära der letzten przemyslidischen Könige Böhmens (um 1300) bis zum Kaiser Sigismundbzw. seines habsburgischen Stiefsohnes (um 1440), geographisch von Paris bis nach Krakau, vom Deutschordensland nach Norditalien, Avignon und Kastilien.


VielfaltEuropas Die Vielfalt Europas. Identitäten und Räume

Herausgeber: Winfried Eberhard und Christian Lübke
Ort, Verlag: Leipzig, Leipziger Universitätsverlag
Jahr: 2009
ISBN: 978-3-86583-382-2
Preis: 80.00 EUR


Die Frage nach den verbindenden Wertegrundlagen oder der "Seele" Europas, die auf Integration und Einheit zielt, wird zu Recht immer wieder gestellt. Sie spricht jedoch nur die eine Perspektive und Grundlage Europas an, die andere ist die der Vielfalt. Die Integration Europas, die Uniformität nur mit dem Risiko des Scheiterns anstreben kann, wird die Bewahrung dieser Vielfalt zum Programm erheben müssen. Daher will dieser Band unter mehreren Aspekten die kulturelle Vielfalt und Differenzierung Europas sowie deren Wandel in den Vordergrund stellen. Die Identitätsbildung der Menschen in Europa beruht ja vorerst nicht in erster Linie auf dem allgemein Europäischen, sondern auf kleineren und sich überlappenden Handlungsräumen und gesellschaftlichen Zugehörigkeiten und Bindungen. Die Beiträge sollen zeigen, welcher Reichtum an Innovation und Dynamik in der Pluralität kultureller Identitäten und in der Vernetzung kleinerer und größerer kultureller Handlungs- und Orientierungsräume enthalten ist. Zugleich soll der kultur- und gesellschaftswissenschaftliche Zugriff auf das Thema die aktuellen Europaforschungen verschiedener Disziplinen multiperspektivisch zusammenfassen.


UrbanPlanning Urban Planning and the Pursuit of Happiness. European variations on a universal theme (18th–21th centuries)

Herausgeber: Arnold Bartetzky and Marc Schalenberg (with the assistence of Louise Bromby and Christian Dietz)
Ort, Verlag: Berlin, jovis Verlag GmbH
Jahr: 2009
ISBN: 978-3-86859-020-3
Preis: 28.00 EUR


Stadtplanung – das bedeutet nicht nur die Gestaltung von Grundstücksflächen oder Gebäudekomplexen. In den Visionen von Stadtplanern und ihren Auftraggebern – ob technischer, künstlerischer, politischer oder sozialer Art – zeigt sich mehr oder weniger deutlich die universelle Idee des Strebens nach Glück. Allerdings müssen sich die Vorstellungen der Planer und die der Nutzer vom "Glück" nicht unbedingt decken: Nicht selten läuft die Art, wie die Bewohner ihre Stadt nutzen, den ursprünglichen Ideen der Planer sogar zuwider. In zwölf Beispielen aus Europa von der Aufklärung bis heute wirft dieses Buch überraschende Schlaglichter auf beide Seiten des "Strebens nach Glück" – das der Gestalter und das der Nutzer von Stadtplanungsprojekten.

Rezension:

  • Architektur aktuell, März 2010, 146

Zaloba Przerwana zaloba. Polskie spory wokól pamieci nazistowskich obozów koncentracyjnych i zaglady 1944–1950

Autor: Zofia Wóycicka
Ort, Verlag: Warszawa, Wydawnictwo TRIO
Jahr: 2009
ISBN: 978-83-7436-186-6
Preis:

Autor: Zofia Wóycicka
Ort, Verlag: Warszawa, Wydawnictwo TRIO
Jahr: 2009
ISBN: 978-83-7436-186-6
Preis: 44 PLN;9.78 EUR


Autorka ujmuje polska pamiec nazistowskich obozów koncentracyjnych jako przedmiot stalych sporów miedzy róznymi aktorami spolecznymi: bylymi polskimi wiezniami politycznymi, przedstawicielami spolecznosci zydowskiej oraz zdominowanymi przez komunistów wladzami centralnymi i administracja lokalna. Pokazuje tez, jak zywe i bolesne dyskusje na temat dziedzictwa okupacyjnego pierwszych lat powojennych ulegly wyciszeniu wraz ze stalinizacja kraju. Wóycicka wskazuje równiez na analogie i róznice miedzy procesami zachodzacymi w tym samym czasie w innych krajach europejskich po obu stronach zelaznej kurtyny.
Praca stanowi jednoczesnie przyczynek do wspólczesnych debat na temat swiadomosci historycznej Polaków. Podwaza bowiem prosty podzial na pamiec oficjalna, propagowana przez komunistyczne wladze, oraz pamiec potoczna, przekazywana wewnatrz rodziny oraz innymi nieoficjalnymi kanalami. Czasy PRL – twierdzi autorka – mialy przemozny wplyw na swiadomosc historyczna polskiego spoleczenstwa i to nie tylko poprzez oddzialywanie propagandy, ale przede wszystkim poprzez blokowanie debat publicznych i tabuizacje wielu tematów. Zdaniem Wóycickiej, w Polsce okres spolecznej zaloby po zakonczeniu drugiej wojny swiatowej nigdy nie zostal zamkniety.


Erinnerungsraeume Städte als Erinnerungsräume. Deutungen gesellschaftlicher Umbrüche in der serbischen und bulgarischen Prosa im Sozialismus

Autor: Anne Cornelia Kenneweg
Ort, Verlag: Berlin, Frank & Timme GmbH – Verlag für wissenschaftliche Literatur
Jahr: 2009
ISBN: 978-3-86596-199-0
Preis: 34.80 EUR


In Südosteuropa ist die Wahrnehmung von Stadt und Urbanität häufig mit Deutungskonflikten um kulturelle (Selbst-)Verortungen zwischen "Osten" und "Westen", um gesellschaftliche Modernisierungsprozesse und das Festhalten an der Tradition verbunden. Anhand von Beispielen aus der serbischen und bulgarischen Literatur zeigt die Studie, wie über die literarische Inszenierung von Städten als Erinnerungsräumen solche Wahrnehmungen und Aushandlungsprozesse in der Literatur aufgegriffen, dargestellt und reflektiert werden. Die literarische Auseinandersetzung mit der Stadt und mit gesellschaftlichem Wandel erweist sich dabei als vielschichtiger Beitrag zu den urbanen Erinnerungskulturen der Region und zu sonst oft polarisierend geführten gesellschaftlichen Debatten.


ImagUrbanen Imaginationen des Urbanen. Konzeption, Reflexion und Fiktion von Stadt in Mittel- und Osteuropa

Herausgeber: Arnold Bartetzky, Marina Dmitrieva u. Alfrun Kliems, unter Mitarbeit von Christian Dietz und Thomas Fichtner
Ort, Verlag: Berlin, Lukas Verlag für Kunst- und Geistesgeschichte
Jahr: 2009
ISBN: 978-3-86732-022-1
Preis: 36.00 EUR


Der Aufsatzband beschäftigt sich mit Konzeptionen der Stadtplanung, aber auch mit Stadtbildern in Literatur, Film, Fotografie und bildender Kunst, in denen sich Reales und Visionäres, Physisches und Symbolisches verbinden. Wie wurde im östlichen Europa vor, im und nach dem Sozialismus Urbanität imaginiert und ästhetisch konstruiert? Was gab es für Vorstellungen von der Idealstadt, was wurde dabei unter Modernität verstanden, welche Erwartungen weckte die Stadt als Begegnungsort, inwieweit fungierten planerische Visionen als propagandistische Glücksverheißungen, wie wurde die realsozialistische Tristesse der urbanen Räume wahrgenommen? Diesen und ähnlichen Fragen widmen sich hier Historiker, Kunsthistoriker, Literatur- und Filmwissenschaftler, Kulturanthropologen und Philosophen. Aus ihren unterschiedlichen Fachperspektiven wird ein breites Spektrum von Stadtbildern im weitesten Sinne beleuchtet, das einen Bogen von Deutschland bis Russland, vom frühen 20. Jahrhundert bis zur Gegenwart schlägt.

Rezensionen

2008

Mikroarchitektur Mikroarchitektur im Mittelalter. Ein gattungsübergreifendes Phänomen zwischen Realität und Imagination

Herausgeber:
Christine Kratzke und Uwe Albrecht
Ort, Verlag: Leipzig, Kratzke-Verlag für Kunst- und Kulturgeschichte
Jahr: 2008
ISBN: 978-3981155501
Preis: 39.80 EUR; 64.00 sFR


Dreißig Autorinnen und Autoren aus den Disziplinen Kunstgeschichte, Geschichte und Literaturwissenschaft gehen in vorliegendem Band dem Phänomen Mikroarchitektur im Mittelalter und seinen vielen Facetten im Spannungsfeld von Realität und Imagination nach. Die kulturgeschichtlichen Wurzeln des in der Kunstgeschichte seit einiger Zeit verwendeten Begriffs sind bislang unbeachtet blieben. So erweist sich der Bereich der Bau- und Bildwerke, soweit sie in der Kunstgeschichtsschreibung dem Terminus "Mikroarchitektur" zugeordnet werden können, als ein bislang recht vernachlässigtes Forschungsfeld. Damit zusammenhängend blieben sowohl eine klare Definition des Begriffes unter historischen Vorzeichen als auch eine Beschreibung und Untersuchung seiner vielfältigen Erscheinungsformen aus. Der Band hilft, die bestehende signifikante Forschungslücke zu schließen.


ZOME_Marienkult Marienkult, Cyrillo-Methodiana und Antemurale: Religiöse Erinnerungsorte in Ostmitteleuropa vor und nach 1989

Herausgeber: u.a. Christian Lübke
Ort, Verlag: Marburg, Verlag Herder-Institut
Zeitschrift: Zeitschrift für Ostmitteleuropaforschung. 58. Jahrgang Heft 1-2.
Jahr: 2008
ISSN: 0948-8294
 


  1. Kenneweg, Anne Cornelia / Troebst, Stefan: Marienkult, Cyrillo-Methodiana und Antemurale. Religiöse Erinnerungsorte in Ostmitteleuropa vor und nach 1989
  2. Gasior, Agnieszka: Nationale Selbstvergewisserung im Polen der Nachwendezeit: das Marienheiligtum Lichen. In: ZfO 57/3 (2008), S. 292 - 328 [Summary]
  3. Halemba, Agnieszka: From Dzhublyk to Medjugorje: The Virgin Mary as a transnational figure. Transnationalism and the nation state. In: ZfO 57/3 (2008), S. 329 - 345 [Summary]
  4. Kenneweg, Anne Cornelia: Modi der Verwendung des antemurale christianitatis-Topos in Kroatien seit 1990. In: ZfO 57/3 (2008), S. 346 - 361 [Summary]
  5. Mitewa-Michalkowa, Rumjana: Zwischen Religion und Ideologie. Kyrill und Method als Erinnerungsort in Bulgarien vor und nach 1989. In: ZfO 57/3 (2008), S. 362 - 385 [Summary]