Nationale Symbolik und Staatsneugründung in der Ukraine, Kroatien und der Slowakei 1918, 1939/41-1944
Zum Gedenken an die ukrainischen Kosaken, den Befreiern Wiens 1683
Kurzbeschreibung
Thema ist der Zusammenhang zwischen Geschichtskultur und nationaler Identitätsbildung bei der Legitimierung neuer Staatlichkeit im 20. Jahrhundert. Am Beispiel der nationalen und staatlichen Symbolik wie Wappen, Flagge und anderer Identitätszeichen sollen die nationalstaatlichen Selbstbilder der Ukraine, der Slowakei und Kroatiens sowie die daraus folgenden politischen Orientierungs- und Handlungsmuster analysiert werden. Damit verbunden ist die Frage, wogegen sich die staatstragenden Nationen abgrenzen und welchen Platz sie in Europa einnehmen wollen. In Zusammenarbeit mit dem Projekt „Transnationalität in den Erinnerungskulturen Ostmitteleuropas seit 1989" werden am Beispiel transnational bzw. mehrfach (d. h. panslawisch, sozialistisch oder religiös) konnotierter Erinnerungsorte (z. B. das Gedenken an Kyrill und Method in Bulgarien und der Ukraine) die Kontinuitäten von spätsozialistischer und postsozialistischer Geschichtspolitik analysiert und somit die leitenden Fragestellungen erweitert.