Die folgenden Hinweise gelten für die Teilnehmer meiner Seminare
(alle Arten) im Bereich Translatologie und Terminologie. Sie beziehen sich
auf Seminararbeiten, deren mündlichen Vortrag und die schriftlich
einzureichende Fassung, im folgenden kurz als Referat bezeichnet.
Die Hinweise stützen sich auf übliche und bewährte Praxis,
doch sind sie nicht ohne weiteres auf die Seminare anderer Hochschullehrer
übertragbar.
Referate sind keine Schikanen im Studium, sondern sie geben den Studierenden
Gelegenheit, ihre Textproduktionskompetenz zu üben, prüfen zu
lassen und zu verbessern. Mündliche Referate dienen zur Übung
der Fähigkeit, vor Publikum einen eigenen Text situationsgerecht zu
präsentieren. Die schriftlichen Fassungen dieser Referate dienen auch
als Vor-Übung zur späteren Diplomarbeit. Etwaige Kompetenzlücken
und Formulierungsprobleme lassen sich damit noch rechtzeitig erkennen und
meist abstellen. Insofern empfiehlt sich eine möglichst positive Grundeinstellung
gegenüber der Pflicht, ein Referat zu verfassen und vorzutragen.
Eine Liste mit Referatsthemen ist normalerweise im Internet abrufbar.
Wählen Sie hierzu auf meiner Homepage www.paschmitt.de
die Option Aktuelle Lehrveranstaltungen. Es erscheint ein aktueller
Ausschnitt aus dem kommentierten Vorlesungsverzeichnis mit meinem Lehrangebot
im laufenden oder kommenden Semester. Suchen Sie dort das gewünschte
Seminar. Sofern es dazu bereits eine Themenvorschlagsliste gibt, wird eine
entsprechende Option zum Anklicken angeboten. Suchen Sie sich hier ein
Thema sowie ein Ausweichthema aus, das Ihnen besonders zusagt. Normalerweise
findet die Themenvergabe in einer Seminarvorbesprechung mit allen Seminarteilnehmern
an einem Termin vor dem Semester- und Seminarbeginn statt. Der Termin wird
ebenfalls im Internet unter Aktuelle Lehrveranstaltungen angegeben.
Im Zweifel oder wenn Sie bei der Themenwahl persönliche Beratung wünschen,
kommen Sie in die Sprechstunde (um exzessive Wartezeiten zu vermeiden:
Voranmeldung im Sekretariat erforderlich).
Soweit in der Seminarvorbesprechung nicht anders vereinbart, deckt jeder
Seminarteilnehmer eine Seminarsitzung ab. Der Vortrag sollte daher ca.
45-60 Minuten dauern und 30-45 Minuten Zeit für Diskussion lassen.
Eine signifikante Zeitunter- oder -überschreitung ist nicht textsortengerecht
und unerwünscht.
Das Thema sollte möglichst frei präsentiert werden, aber es können auch ein vorbereitetes Manuskript, Stichwortkarten, Notebook, PowerPoint-Präsentation etc. benutzt werden. Es ist nicht erforderlich, zum Zeitpunkt des mündlichen Vortrags das schriftliche Referat fertig zu haben. Im Gegenteil ergeben sich aus der Diskussion in der Regel Hinweise und Anregungen, die in die schriftliche Fassung einfließen sollten.
Es gelten die üblichen Regeln für Vorträge: Sie
wollen etwas mitteilen, sich verständlich machen, d.h., Sie
haben die "Bringschuld". Achten Sie daher insbesondere auch auf eine klare
Aussprache und eine der Raumgröße angepasste Lautstärke.
Es ist unhöflich, so leise zu sprechen, dass man den Ausführungen
des Redners regelrecht lauschen muss. Sprechen Sie ein der Situation angemessenes
Hochdeutsch. Eine leichte regionale Klangfärbung und einige, der Auflockerung
dienende, umgangssprachliche Diskurselemente sind allgemein akzeptabel,
aber Bühnensprache und gestelzter Pseudo-Wissenschaftsstil sind ebenso
unangemessen wie Dialekt.
Setzen Sie die zu Ihrem Thema passenden Hilfsmittel und Medien ein. Je nach Seminartyp und Seminarraum stehen standardmäßig oder auf Wunsch Tafel, Flipchart, Overheadprojektor, PCs mit ClassNet oder Datenprojektion zur Verfügung. Sprechen Sie frühzeitig vorher mit mir ab, welche Technik Sie benötigen.
Die Kopien für Tischvorlagen (Handouts) für die Seminarteilnehmer sowie etwaige Overheadfolien können Sie auf Institutskosten erstellen. Die Kopiervorlagen müssen dazu spätestens einen Arbeitstag vor dem Referatstermin fertig sein (kalkulieren Sie Widrigkeiten ein, z.B. könnten die Kopierer defekt sein). Melden Sie sich dazu rechtzeitig im Sekretariat (Öffnungszeiten berücksichtigen!).
Die Handouts müssen ein klares Layout haben, sollten aber auch nicht zu platzverschwendend formatiert sein. Sinnvoll ist es, die Handouts mit klaren Gliederungsmerkmalen zu versehen, damit Sie die Aufmerksamkeit der Teilnehmer leicht und rasch auf bestimmte Textstellen lenken können.
Achten Sie auf saubere Kopien und ggf. gute Lesbarkeit und Erkennbarkeit von Abbildungen. Falls Sie ein mehrere Blätter umfassendes Handout haben, sorgen Sie dafür, dass die Blätter in der richtigen (zu Ihrem Vortrag passenden) Reihenfolge angeordnet, paginiert und geheftet sind.
Beschriften Sie Ihre Handouts so, dass daraus die nötigen Angaben
hervorgehen (Ihr Name, Seminartitel, Referatsthema, Ort und Datum des Vortrags;
ordentliche Quellenangaben, ggf. auch von Abbildungen).
Grundsätzlich gelten auch für Seminararbeiten die üblichen
Richtlinien zur Abfassung wissenschaftlicher
Arbeiten (siehe dazu unter www.paschmitt.de
die Option Merkblätter). Dies bezieht sich also auch auf Methodik,
Zitierweise, Bibliographie, Inhalt, sprachliche
und äußere Form. Im folgenden daher nur einige ergänzende
bzw. davon abweichende Informationen.
Bei üblicher Formatierung sollte die schriftliche Fassung eines
45-Minuten-Referats rund 15-20 Seiten umfassen, bei besonders umfangreicher
Bibliographie evtl. etwas mehr. Das sind typische Erfahrungswerte; extreme
Abweichungen nach unten (z.B. 10 S.) oder oben (z.B. 50 S.) sind selten
und unerwünscht.
Auf dem Deckblatt müssen folgende Angaben stehen:
| Semester: z.B. | WS 2000/2001 |
| Seminartitel: z.B. | Das Übersetzen von Comics |
| Seminarleiter: | Univ.-Prof. Dr. Peter A. Schmitt |
| Referatsthema: z.B. | Untersuchung zur Übersetzbarkeit des soziokulturellen Hintergrunds in den Family Comics |
| Vortrag am: z.B. | 20.01.2001 |
| von: z.B. | Lisa Simpson |
| Matrikel-Nr.: z.B. | 1234567 |
| E-Mail-Adresse: z.B. | lisa@springfieldmail.com |
Die Seiten des Referats sind ordentlich zu binden. Als Minimallösung
reicht eine Heftklammerbindung, praktischer und ansprechender sind Sichthefter
und Klemm-Mappen.
Insbesondere dann, wenn es zum Charakter des Seminars gehört (z.B.
bei Terminologie-Seminaren), dass Sie Ihre Seminararbeit als Datei abgeben
(auf Diskette), beachten Sie bitte: Machen Sie eine Sicherungskopie Ihrer
Arbeit und bewahren Sie diese gut auf - zumindest so lange, bis Sie Ihre
Seminararbeit von mir begutachtet/benotet zurückerhalten haben. Falls
Sie Ihre Arbeit auch auf Diskette einreichen müssen (z.B. bei Glossaren),
dann beschriften Sie die Diskette klar und dauerhaft lesbar mit den gleichen
Daten, die oben für das Deckblatt genannt sind. Seminar- und Referatstitel
können Sie ggf. abkürzen. Die Diskette erhalten Sie selbstverständlich
zurück.
Sofern mit mir nicht anders vereinbart, muss das schriftliche Referat noch nicht zum Vortragstermin vorliegen, sondern erst zum Beginn des folgenden Semesters. Sie haben also während der vorlesungsfreien Zeit (z.B. am Baggersee, Seychellen-Strand, auf der Skihütte) genügend Zeit, das Referat wunderbar auszufeilen. Das kommentierte Referat erhalten Sie in der Regel binnen sechs Wochen nach Abgabe bei mir zurück.