Über das Graduiertenkolleg "InterNeuro"
Am 1. April 2005 hat an der Universität Leipzig das von der DFG geförderte Graduiertenkolleg "InterNeuro" (GRK 1097) seine Arbeit aufgenommen. In diesem Kolleg haben sich Mediziner, Biologen, Physiker und Mathematiker zusammengeschlossen, um aktuelle Fragen der zellulären Neurowissenschaften mit neuartigen Methoden- und Ideenkombinationen zu verfolgen.

Insgesamt elf Arbeitsgruppen aus Instituten und Kliniken der Medizinischen Fakultät sowie Instituten der Fakultät für Biowissenschaften, Pharmazie und Psychologie und der Fakultät für Physik und Geowissenschaften der Universität Leipzig sowie aus dem Leipziger Max-Planck-Institut für Mathematik in den Naturwissenschaften halten eine Reihe von hochspezialisierten Forschungstechnologien bereit, um 14 interdisziplinäre Fragestellungen zu beantworten.
Moderne Lasertechnologien wie 'Optical Stretcher'und konfokale sowie Multiphoton-Lasermikroskopie, biophysikalische Methoden wie Fluoreszenzlebenszeit (FLIM) und Fluoreszenzerholungszeitmessungen (FRAP), Nanosonde, Bioreaktoren und Atomic Force Microscopy (AFM), biochemische Methoden wie Microarray-Analyse und AlphaScreen-Technologie, aber auch hochtechnologisierte medizinische Verfahren wie die Netzhaut-Mikrochirurgie und die optische Kohärenztomographie (OCT) sowie mathematische Methoden zur Beschreibung komplexer biologischer Phänomene kommen dabei zum Einsatz.
Für die Doktoranden und den Postdoktoranden wird damit eine Ausbildung in der zukunftsorientierten neurowissenschaftlichen Forschung sowie in der zunehmend wichtiger werdenden interdisziplinären Kommunikation und Kooperation angeboten. Dieses Angebot ist Chance und Herausforderung zugleich - immerhin ist die Arbeit in Grenzbereichen zwischen den etablierten Wissenschaftsdisziplinen für die meisten Absolventen ungewohnt. Um den Einstieg zu erleichtern, wird jeder Stipendiat von zwei (bzw. drei Hochschullehrern gemeinsam angeleitet. Diese Tandem-Betreuung (in der Regel durch einen Lebens- und einen Naturwissenschaftler) garantiert die Anwendung der zur Beantwortung der jeweiligen Frage erforderlichen spezialisierten Methodik und schafft zugleich ein Umfeld, in dem die Stipendiaten sich schnell zurechtfinden und etablieren können. Ein interdisziplinäres Vorlesungs- und Kursprogramm unterstützt zusätzlich den Integrationsprozeß.
Nach erfolgreicher Evaluation durch die DFG wird das im April 2005 gestartete Graduiertenkolleg um weitere 4,5 Jahre bis 2014 weiter gefördert.




