Dr. phil. Frank Kannetzky
Institut für Philosophie
Universität Leipzig
Akademische Vita
- 1987-1995 Studium in Leipzig (Hauptfächer Philosophie, Logik & Wissenschaftstheorie, Nebenfach Psychologie)
- 1995-1996 wiss. Hilfskraft am Zentrum für höhere Studien der Universität Leipzig; Lehraufträge am Inst. f. Philosophie
- 1996-1998 Stipendium des Landes Sachsen, Lehraufträge
- 1998 Promotion zum Dr. phil. mit einer Arbeit über Paradoxien bei Prof. P. Stekeler-Weithofer (s.c.l.)
- 1998-2001 wiss. Mitarbeiter der DFG-Forschergruppe Kommunikatives Verstehen im Projekt Sprechhandlung und Interpretation
- 2001/02 Lehraufträge in Leipzig und Chemnitz
- seit 2002 Mitglied der Redaktion des Philokles und des Vorstandes des ETHOS e.V. - Verein für populäre Philosophie, Leipzig
- Wintersemester 2002/03 Assistenzvertretung am Lehrstuhl für Theoretische Philosophie in Leipzig
- 2002-2005 wiss. Mitarbeiter im DFG-Projekt "Kommunikation als Kooperation"
- 2006-2007 Lehraufträge in Leipzig und Chemnitz
- 2007/2008 Vertretung des Lehrbeauftragten für besondere Aufgaben (Praktische Philosophie) am Inst. für Philosophie der Universität Leipzig
- WS 2008/2009 wiss. MA im Fachbereich Philosophie der TU Chemnitz
- z.Z. wiss. MA am Lehrstuhl Praktische Philosophie des Inst. f. Philos. an der Univ. Leipzig
Arbeitsgebiete
Theoretische Philosophie:
- Sprachphilosophie und Philosophie des Geistes, insbes. Theorie der Intentionalität
- Logik und Philosophie der Logik, insbes. Paradoxien, Antinomien, Dilemmata
- Handlungstheorie, Theorie der Rationalität, Philosophische Anthropologie (insbes. mit Blick die Wissenschaftsphilosophie der Sozialwissenschaften)
Praktische Philosophie:
- soziale Dilemmata; Kooperation als Zentralproblem der Moralphilosophie
- praktische Rationalität und das Problem moralischer Motivation
Philosophiegeschichtliche Orientierungen:
Kant, Wittgenstein, Aristoteles, Marx, Hume, Ryle, Plessner, Gehlen, Bloch, Anscombe
Das sind nur grobe Orientierungen -- ich glaube nicht, daß man die verschiedenen Bereiche der Philosophie fein säuberlich voneinander trennen und als Einzeldisziplinen aufbauen kann. Insbesondere erscheint die Trennung zwischen Theoretischer und Praktischer Philosophie obsolet. Denn jedes Urteil und jedes Verstehen, jeder normative oder epistemische Anspruch, jedes Rationalitätskriterium muß in einer gemeinsamen, letztlich kooperativ verfaßten Urteilspraxis anerkannt und in gemeinsamen Praxen und deren Institutionen verankert sein, um Geltung zu erlangen und Wirksamkeit zu entfalten. Eine der wichtigsten Aufgaben der gegenwärtigen Philosophie sehe ich deshalb darin, den Zusammenhang ihrer verschiedenen Teilgebiete und methodischen Orientierungen wiederherzustellen, insbesondere aber Fragestellungen und Methoden der "kontinentalen" und der analytischen Philosophie füreinander fruchtbar zu machen. Schlüsselbegriffe sind dabei Rationalität, Handlung, Praxis, Kooperation, Person.
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