Label Kürzungen

10.05.: Demo gegen Kürzungen!

Liebe Studierende,

der Senat hat beschlossen, dass alle Mitglieder und Angehörigen der Universität Leipzig ohne Nachteile an der Demonstration am 10.05.2012 in Dresden gegen Kürzungen im Bildungsbereich teilnehmen können und sollen! An diesem Tag sollen daher keine Prüfungsleistungen oder Prüfungsvorleistungen abgenommen oder prüfungsrelevante Inhalte vermittelt werden!

Getreu dem Motto “Lehre statt Leere” solltet ihr in Dresden solidarisch und geschlossen euren Unmut kundtun!

                             Infos zum Sonderzug

Hinfahrt – 12.38 Uhr, Leipzig HBF

Rückfahrt – 18.34 Uhr, Dresden HBF

 

Aktion gegen die “Kürzungspolitik” – Spende auch DU ans SMWK!

Wie bitte? Ich soll dem SMWK spenden? Dem Ministerium, das die Mittel für mein Studium kürzt? Was soll das nützen?

Demos können ignoriert werden, Papier bleibt geduldig, der Tunnelblick des Ministeriums ruht jedoch auf ihren Finanzen! Dort setzen WIR an: WIR spenden! Gegen den Stellenabbau an sächsischen Universitäten. Jede_r genau 1 Cent.  Jetzt zahlst Du es denen mit gleicher Münze zurück! Überweise auch du dem SMWK 1 Cent – so oft du willst und kannst!

Die Kontodaten findest du hier: Kontodaten SMWK

 

Lehrer_in:Ein Vollzeitberuf mit Zukunft! – Doch die Verbeamtung in Sachsen bleibt aus!

Liebe Studierende, liebe zukünftige Lehrer_innen,

anbei ein interessanter Artikel aus der Freien Presse zum Thema “Referendariat und Verbeamtung in Sachsen”: http://www.freiepresse.de/NACHRICHTEN/SACHSEN/Woeller-will-Lehrern-aus-anderen-Laendern-den-Beamtenstatus-erhalten-artikel7874335.php

Sehr aufschlussreich scheint folgender Ausschnitt:

Freie Presse: Sachsens Lehrer gelten in Deutschland als schlecht bezahlt. Entscheiden nicht auch Berufsimage und Bezahlung über Einwanderung oder Studienneigung?

Roland Wöller: Lehrer in Sachsen ist wieder ein Vollzeitberuf mit Zukunft. Wir brauchen junge Lehrer. Deshalb ist das Bildungspaket die richtige Antwort: mehr Studenten, mehr Referendare, mehr Lehrer. Neben einem sicheren Arbeitsplatz ist auch die Bezahlung wichtig. Dies verhandeln die Tarifpartner.

Freie Presse: Ist zur besseren Bindung der Lehrer wie in den meisten anderen Bundesländern eine Verbeamtung denkbar?

Roland Wöller: Eine generelle Verbeamtung wird es auch weiterhin in Sachsen nicht geben. Aber ich will wenigstens erreichen, dass verbeamtete Lehrer aus anderen Ländern diesen Status behalten können, wenn sie zu uns wechseln. Das ist eine Option, die wir intensiv prüfen werden.

 

Was will uns Herr Wöller damit sagen? Macht eurer Referendariat in einem Bundesland, welches Lehrer_innen verbeamtet und kommt dann zurück nach Sachsen, wobei ihr den Beamtenstatus behalten könnt! Na dann, auf auf in die Ferne! Bildungspolitische Visionen, die begeistern!

 

 

Das Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst hat eine Vision

… und die paßt auf 209 Seiten, welche den prosaischen Titel “Der sächsische Hochschulentwicklungsplan bis 2020” tragen. Und da man, wie schon Pseudo-Churchill sagte, keiner Statistik glaube soll, die man nicht selbst gefälscht hat, sei euch als Ergänzung noch diese Präsentation unseres Prorektors Prof. Lenk ans Herz gelegt, die das Argument, aufgrund der angeblich sinkenden Studierendenzahlen könne man munter Stellen streichen, doch deutlich relativieren.

 

Lehre statt Leere!

Liebe Studierende, sehr geehrte Dozierende,

 

am vergangenen Dienstag hat das Rektorat unter Frau Prof. Schücking den ‘Stellenstrukturierungsplan’ vorgestellt. Für alle, die diesem sehr interessanten Gespräch nicht beiwohnen konnten, folgen hier die wichtigsten Punkte:

 

Den Forderungen des Staatsministeriums für Wissenschaft und Kunst (SMWK) nachkommend, hat das Rektorat – obgleich der StuRa und Teile der Studierendenschaft dazu aufgerufen haben, die Erarbeitung eines Stellenkürzungsplans zu boykottieren – nun einen Entwurf erarbeitet und die vom SMWK geforderten 48 Stellen benannt, die bis 2014 an der Universität Leipzig gestrichen werden sollen bzw. können. Nachdem die jeweiligen Fakultäten umfassende Strukturpapiere erarbeiten durften, um den IST- und SOLL-Zustand zu beschreiben, hat das Rektorat transparente Qualitäts- und Gütekriterien aufgestellt, auf Grundlage derer man die 48 Stellen für die Kürzung vorgeschlagen hat. Man analysierte die Forschungsaktivitäten (z.B. Drittmitteleinholung, Preise und Ehrungen, Veröffentlichungen etc.) der einzelnen Fakultäten, Doppeldenominationen (=doppelte Besetzung von gleichen Fachgebieten) oder das regionale/überregionale Angebot bzw. stellte man sich die Frage, ob eine Stellenkürzung an dieser und jener Fakultät Auswirkungen auf die Studierendenzahl haben wird. Man verglich quasi die eigenen Leistungen (Quantität vor Qualität!?) mit denen der anderen Universitäten, Fachhochschulen etc. und stellte sich dabei stets die Frage „Wer ist der Bessere im Freistaat?“ – Nun, die Pharmazie scheint es wohl nicht zu sein! Und die Komparatistik in Leipzig wohl auch nicht! Irgendwie komisch: Bedenkt man, dass die Studierenden der Pharmazie mit die besten Staatsexamina ablegen, eine sehr geringe Abbrecherquote haben und zudem zahlreiche Preise ihr Eigen nennen können. An der Universität Halle sei jedoch ein besseres Studieren möglich, so das Rektorat. Das haben wohl die in kürzester Zeit und unter Druck des SMWK erarbeiteten Kriterien ergeben?!?

Es geht aber noch weiter: Wir sagen einigen Mitarbeiter_innen aus der Zentralverwaltung, der Universitätsbibliothek und aus den Fakultäten für  Geschichte-, Kunst- und Orientwissenschaften, für Sozialwissenschaften und Philosophie, der Philologischen und Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät und der Fakultät für Mathematik und Informatik Adieu!

Das ist erst der Anfang (!!!), falls sich jetzt die Mehrheit immer noch nicht betroffen fühlt. Bis 2020 folgen die nächsten Kürzungen bis letztlich 172 angedachte Stellen verschwunden sind.

Das Rektorat findet das natürlich auch „nicht so toll“, „freut sich, wenn die Studierendenschaft protestiert“ und „konstruktive Vorschläge angebracht werden, um die Kürzungspolitik zu stoppen!“ Was diverse Ausschüsse nicht bewerkstelligen können, darf nun die Studierendenschaft versuchen. Oder war das nur eine nett gemeinte Floskel? Oder gar Strategie? Wahrscheinlich nichts von alledem: Demnach seien hier die wahren Worte Magdalenas (StuRa, HoPo) zitiert:

 

„Wir möchten an dieser Stelle alle Mitglieder_innen der Universität eindringlich aufrufen, gerade jetzt zusammen zu halten und sich gemeinsam und solidarisch gegen die Kürzungen zu stellen!“

 

 

Für weitere Informationen stehen wir (klaphiro@uni-leipzig.de) gerne zur Verfügung! (Anonymität wird jederzeit zugesichert.) Fragen, Anmerkungen oder konstruktive Vorschläge können gerne auch an die Referent_innen für Hochschulpolitik, Magdalena und Florian, gerichtet werden (hopo@stura.uni-leipzig.de)

 

 

Schückings “Hochschulentwicklungsplan”

Für den kommenden Dienstag, 13.12., 19 Uhr hat das Rektorat aufgrund der engagierten Arbeit der Gruppe Leipzig 72 ein Gespräch mit uns Studierenden über den aktuellen Stand der “Stellenplanstrukturierung”, zu Deutsch Kürzungen, angeboten. Frau Schücking und Prorektor Lenk werden da sein, ihre Überlegungen vorstellen und euch dann für Fragen und Kommentare zur Verfügung stehen. Bitte seid also pünktlich kurz vor 19.00 Uhr da (Seminarraum 1 (I 119), Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät am Campus)!

 

Die Uni wird totgespart und keiner tut was?! – Großdemo im November geplant

Anläßlich der drohenden Stellenkürzungen an unserer Alma Mater ist für November eine Protestdemo geplant. Der genaue Termin und die konkrete Ausgestaltung  werden derzeit geplant – und eure Mithilfe sowie eure Ideen sind gefragt! Kommt zum Orga-Treff am 14.10. um 10 Uhr in den StuRa-Raum (der sog. Ziegenledersaal gleich neben dem StuRa-Aquarium) auf dem Campus Augustusplatz. Wenn ihr zu dieser Zeit nicht kommen könnt, bringt eure Ideen auf elektronischem Wege ein, sei es per Mail an die Sprecher_innen (sp@stura.uni-leipzig.de) oder an uns, oder auch per Telefon (0341-9737850).

 
2 Seiten12