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Die
Geschichte des Karl-Sudhoff-Instituts und damit auch der medizinhistorischen
Sammlung ist eng verknüpft mit der Annahme der „Vorschriften für
die Puschmann-Stiftung bei der Universität Leipzig" durch den akademischen
Senat am 21.12.1904. Mit den Mitteln der Stiftung erwarb Karl Sudhoff (1853-1938),
der mit Wirkung vom 1.7.1905 zum etatmäßigen außerordentlichen
Professor für Geschichte der Medizin berufen worden war, die ersten
Exponate der Sammlung, die vor allem als Hilfsmittel für die Lehrtätigkeit
angesehen wurden. Seine Nachfolger Henry Ernest Sigerist (1891-1957) und
Walter von Brunn (1876-1952) setzten - oft mit eigenen finanziellen Mitteln
- die Sammlungstätigkeit fort. Vorrangig Schenkungen und Überlassungen
ermöglichen bis heute einen weiteren Ausbau des Sammlungsbestandes. Die eigentliche Sammlung wird von den gegenständlichen Sachzeugen bestimmt. Dabei handelt es sich überwiegend um ärztliche Instrumente und Geräte, die größtenteils als Einzelstücke, aber auch als Instrumentensätze vorhanden sind. Sie stammen vor allem aus den letzten Jahrzehnten des 19. und der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts; teilweise sind sie aber bis in das 16. Jahrhundert zurückzudatieren. Was sie anbelangt, so sind es hauptsächlich Gegenstände aus dem Bereich der Chirurgie: chirurgische Bestecke, Amputations- und Trepanationsbestecke oder Gerätschaften zum Schröpfen und Aderlassen. Des weiteren befinden sich in der Sammlung Instrumente aus der Gynäkologie und Geburtshilfe, der Zahnmedizin, der Hals-Nasen-Ohrenheilkunde und der Augenheilkunde, wobei hier vor allem die Augenspiegel aus der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts zu nennen wären. Elektrische Geräte zur Selbstbehandlung und Gegenstände aus der Geschichte der Labordiagnostik sind ebenso Bestandteil der |
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Sammlung wie etwa Endoskope und Zystoskope. Sudhoff bemühte sich auch um antike
ärztliche Instrumente aus der römischen Kaiserzeit, die er in
Form von Nachbildungen aus Museen in Neapel und Mainz erwerben konnte.
Objekte aus der Volksheilkunde, der Homöopathie sowie eine Wachsvotivsammlung
aus dem 19. Jahrhundert gehören ebenfalls zur Sammlung. Weiterhin
zählen dazu Medaillen, Plaketten und Siegel - vor allem Medizinischer
Fakultäten - sowie Gipsnachbildungen insbesondere antiker Vorlagen
mit medizinhistorischem Inhalt.
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