Frühere Ausstellungen

 

"Brille, Hörrohr, Beinprothese- Historisches und Neues" 

Schon in der Antike war bekannt, dass ein halbkugelig geschliffener Glaskörper oder Edelstein eine Vergrößerung des daruntergebrachten  Gegenstandes bewirkte und als Lesehilfe benutzt wurde. ...
Von jeher haben Menschen mit eingeschränktem Hörvermögen versucht, ihrem Ausgegrenztsein von Gesprächen und aller Art Umweltgeräuschen Abhilfe zu schaffen. ...
Einer der ältesten Hinweise auf eine Beinprothese ist der Fund des „Stelzfußes von Capua“ aus der Zeit um 300 v.u.Z. ...

Der Geschichte entsprechender Hilfen wurde
vom 09.07.2004 bis 32.12.2009 in der Sächsischen Landesärztekammer Dresden nachgegangen. 

 

"Wie man sieht.
Von Lesestein und Gleitsichtglas"

Jeder weiß - eine gute Sehkraft gehört zu den wichtigsten Sinnesleistungen. Deshalb sind Minderungen des Sehens - gleich aus welchen Gründen - immer hinderlich gewesen und die Versuche, sie zu beseitigen, vielfältig.
Was ist unternommen worden, um Sehbeeinträchtigungen auszugleichen? Heute geht man zum Augenarzt, lässt die Augen untersuchen und erhält in der Regel ein Rezept für eine Brille, die der Optiker anfertigt. Die Untersuchungsmethoden des Augenarztes sind modern, der Optiker verfügt über eine Vielzahl von Brillenfassungen, und auch die Bereitstellung komplizierter Brillengläser stellt kein Problem dar. Wie aber war es in zurückliegenden Zeiten mit derartigen Hilfen bestellt? Welche Möglichkeiten gab es, um Fehlsichtigkeit zu korrigieren? Welche Voraussetzungen waren erforderlich, um Verbesserungen des Sehvermögens jeweils individuell zu erreichen? Wer „machte“ Brillen, und wie geschah das? Sahen Brillen schon immer so aus, wie wir sie heute kennen, oder hat sich ihre Form in der Geschichte verändert?
Diesen und anderen Fragen ging die Ausstellung nach.
Zu sehen war die Sonderausstellung, die gemeinsam mit Optikermeister H.-J. Hädicke, Leipzig, gestaltet wurde, auf der Burg Mildenstein (Leisnig)
Burglehen 6
04703 Leisnig
vom 13. Juli bis 10.01.2008


"Medizin – Naturwissenschaft – Geschichte"

Ausstellung anlässlich des 100-jährigen Bestehens
des Karl-Sudhoff-Instituts für Geschichte der Medizin
und der Naturwissenschaften
an der Universität Leipzig
vom 24.10.2006 bis zum 27.01.2007
in der Universitätsbibliothek Leipzig, Ausstellungsraum
Öffnungszeiten: Mo-Frei 10.00-20.00 Uhr, Sa 12.00-16.00 Uhr
Die vom Karl-Sudhoff-Institut gestaltete Ausstellung hat gezeigt, auf welch lange Tradition das Institut verweisen kann und wer wann hier worüber geforscht hat und forscht. Dabei wurde ersichtlich, worüber und wie die Fächer Medizin- und Wissenschaftsgeschichte überhaupt arbeiten und wie sich diese Disziplinen inhaltlich und methodisch im Lauf der Zeit verändert haben. Auch sollte ein Eindruck von den aktuellen Aufgaben, die das Institut für die Medizinische Fakultät und die Universität wahrnimmt, vermittelt werden, wobei insbesondere die Außenwirksamkeit im Mittelpunkt stand.
Vor allem aber wurden die wertvollen Ressourcen vorgestellt, über die das Institut mit seiner bedeutenden Bibliothek und den Sammlungen verfügt. Einen Papyrus und mittelalterliche Handschriften stellten die Sondersammlungen der Universitätsbibliothek zur Verfügung, die Inkunabeln, Frühdrucke und historischen Originalarbeiten stammten aus dem Sudhoff-Institut. Historische Instrumente aus der Institutssammlung dienten einerseits der Illustration der Texte, sind aber auch eine eigene Quellengattung. Das Gleiche gilt für die Exponate aus der Schriftgutsammlung, die Archivalien, Dokumente und historische Fotos beisteuerte. Diese Bestände sowie Beispiele aus der umfangreichen Portraitsammlung wurden erstmals in größerem Rahmen präsentiert.
Ein Begleitprogramm zur Ausstellung verdeutlichte unser Anliegen tiefer. Ein Begleitbuch konnte erworben werden.
Begleitprogramm
D i, 24.10. , 18.00 Uhr – Eröffnung zum „Tag der Bibliothek“
Prof. Dr. Dr. Ortrun Riha:
Medizin – Naturwissenschaft– Geschichte: Konzept und Anliegen der Ausstellung
Sa, 4.11. , 11.00 Uhr
Prof. Dr. Ingrid Kästner: Paracelsus
Do, 16.11. , 18.00 Uhr
Dr. Sabine Fahrenbach: Schätze aus der Medizinhistorischen Sammlung
Do, 30.11. , 18.00 Uhr
Prof. Dr. Dr. Ortrun Riha: Medizin im Mittelalter. Forschungstradition und neue Perspektiven
Fr 1.12. (Dies academicus), 9.00 Uhr
Dr. Sabine Fahrenbach: Führung durch die Ausstellung (Treffpunkt: Ausstellungsraum)
Sa, 9.12. , 11.00 Uhr
Prof. Dr. Dr. Ortrun Riha: Medizin und Magie


"Die Frau der Zukunft"
Dr. Hope Bridges Adams Lehmann 1855-1916

Ausstellung im Operativen Zentrum des Universitätsklinikums AöR,
Liebigstr. 20, 04103 Leipzig,
vom 15.11.2005-17.02.2006
Konzept und Organisation:
Prof. Dr. Marita Krauss
Veranstalter:
Karl-Sudhoff-Institut für Geschichte der Medizin und der Naturwissenschaften, Medizinische Fakultät und
Gleichstellungsreferat der Universität Leipzig
Dr. Hope Bridges Adams Lehmann (1855 –1916) Ärztin und Reformerin Hope Bridges Adams Lehmann war die erste Frau, die nach einem vierjährigen Studium an der Universität 1880 in Leipzig ein medizinisches Staatsexamen ablegte, über zwanzig Jahre vor der ersten offiziellen Immatrikulation von Studentinnen an deutschen Hochschulen. 1904 wurde ihr Examen als einziger derartiger Fall in Deutschland nachträglich anerkannt.
Nach ihrer Promotion in Bern praktizierte sie seit 1881 als dritte Ärztin in Deutschland. Sie arbeitete mit ihrem ersten Mann, Dr. Otto Walther, in einer Doppelpraxis zunächst in Frankfurt am Main, dann gründete das Paar ein Lungensanatorium im Schwarzwald. 1896 schrieb sie einen vielfach aufgelegten Gesundheitsratgeber für Frauen: Weit über das Medizinische hinaus ging es darin um zukunftsweisende Lebenskonzepte für das Zusammenleben von Mann und Frau, um ein neues Verhältnis zur Sexualität, um Alltagsreform.
In München entwickelte Hope Adams Lehmann um 1900 ein aufsehenerregendes Krankenhauskonzept und einen bilingualen Versuchskindergarten. Ihr zweiter Mann, der Arzt Dr. Carl Lehmann, reiste zur medizinischen Berichterstattung in russische Hungergebiete, bemühte sich aber auch um die Erschließung der Alpen für die Wanderbewegung.
Zu den Freunden des Paares gehörten August Bebel, Clara Zetkin und andere führende Sozialdemokraten. 1901 fungierte ihre Wohnung als Postadresse für Lenin; die Mitarbeiter der Zeitschrift „Iskra“ kamen dort zusammen, ebenso Ärzte, Journalisten, Intellektuelle.
Im März 1914 wurde Hope Adams Lehmann beschuldigt, aus sozialen Gründen Schwangerschaften abgebrochen zu haben. Beim Ausbruch des Ersten Weltkrieges reiste sie, die mehrsprachige Pazifistin, illegal zu einer Friedensmission nach England. Sie starb 1916 an Tuberkulose.
Ein Begleitprogramm und ein wissenschaftliches Symposium am 2.12.2005 mit den Vorträgen
Dr. Hope Bridges Adams Lehmann – erstes medizinisches Staatsexamen einer Frau in Deutschland, Leipzig 1880 (Prof. Dr. Marita Krauss, München) und
Ärztinnen im deutschen Kaiserreich 1876–1918 (PD Dr. Eva Brinkschulte, Magdeburg)
rundeten die Ausstellung ab.


Barbierchirurg und Wehemutter.
Medizinische Instrumente vom Mittelalter bis in die Moderne

Wie hat man seit früheren Zeiten Zähne behandelt? Was geschah, wenn ein Kind geboren wurde?
Wer behandelte Verletzungen, und was versteht man unter dem Setzen eines Haarseiles?
Diesen und anderen Fragen ging die Ausstellung nach, die vom 29.05.-11.09.2005 auf der Burg Mildenstein in Leisnig zu sehen war.


"Wem Karies eine Grube gräbt ..." 
Aus der Geschichte der Zahnheilkunde

Zahnschmerzen kennt ein jeder, und die Behandlung ist nicht immer schmerzfrei. Heute kann der Zahnarzt mit Betäubungsmitteln den Schmerz lindern, mit Medikamenten Entzündungen bekämpfen oder - wenn nötig - mit Hilfe des Zahntechnikers einen wirkungsvollen Ersatz herstellen.
Wie aber war es in früheren Zeiten? Wussten Sie, dass bereits die Phönizier vor rund 2500 Jahren Zahnersatz kannten? Kennen Sie einen Pelikan oder einen Geißfuß, die nichts mit den angesprochenen Tieren zu tun haben, sondern zum Ziehen von Zähnen benutzt wurden? Haben Sie schon einmal etwas von einem „Zahnreißer“ gehört? Seit wann, glauben Sie, werden Zahnzangen in der uns heute bekannten Form hergestellt und verwendet? Und wie alt - oder jung - sind eigentlich künstliche Zähne?
Diesen und anderen Fragen ging die Ausstellung „Wem Karies eine Grube gräbt ...“ nach, die vom 26.08.-30.10.2004 im Ärztehaus Engelsdorf zu besichtigen war.

Medizin und Geschichte - Karl Sudhoff (1853-1938)

Eine Ausstellung der Kustodie und des Karl-Sudhoff-Instituts für Geschichte der Medizin und der Naturwissenschaften der Universität Leipzig in der GALERIE IM HÖRSAALBAU 
26.09. bis 15.11.2003 

Wie man sieht ... Aus der Geschichte der Brille

Lassen Sie uns der Frage nachgehen, was in der Geschichte unternommen worden ist, um Sehbeeinträchtigungen auszugleichen. Wie war es in zurückliegenden Zeiten mit uns gegenwärtig bekannten Hilfen bestellt? Welche Möglichkeiten gab es, um Fehlsichtigkeit zu korrigieren? Welche Voraussetzungen waren erforderlich, um Verbesserungen des Sehvermögens jeweils individuell zu erreichen? Wer „machte“ Brillen, und wie geschah das? Sahen Brillen schon immer so aus, wie wir sie heute kennen, oder hat sich ihre Form in der Geschichte verändert? 
Die Ausstellung war  vom 10.07. bis 02.11.2003 im Heimatmuseum Waldenburg zu besichtigen.

Augen-, Ohren-, Zahnheilkunde - Historisches & Neues

Wenn wir heute Probleme mit den Augen, Ohren oder Zähnen haben, nehmen wir wie selbstverständlich den entsprechenden Spezialisten mit all seiner technischen Ausrüstung in Anspruch. Vor nur 200 Jahren waren die Untersuchungsmöglichkeiten dagegen sehr begrenzt. In der Augenheilkunde fand man die passende Gläserstärke durch Probieren heraus. Schwerhörigen konnte bestenfalls durch ein Hörrohr geholfen werden. Zahnprothesen waren bis ins 19. Jahrhundert äußerst einfach.
Was hat sich seitdem getan? Wie sehen Hilfsmittel für Augen, Ohren und Zähne heute aus? Diesen Fragen geht eine Ausstellung in den Räumlichkeiten des Karl-Sudhoff-Instituts nach und präsentiert entsprechende Objekte aus ihrem Fundus.
Die  Ausstellung ist für jedermann zugänglich und Mo- Fr. 08.00 - 16.00 Uhr zu besichtigen.
Bei Nachfragen wenden Sie sich bitte an Frau Dr. S. Fahrenbach (97 25 606) oder Frau U. Rau (97 25 623), die für die Präsentation verantwortlich zeichnet.
So konnte man bisher lesen. Am 3.1.2003 haben wir aber entdeckt, dass während der Weihnachtsfeiertage wichtige Ausstellungsobjekte gestohlen wurden. Da die Sicherheit im Hauptgebäude also nicht gewährleistet ist, mussten wir sehr schweren Herzens die Ausstellung wieder abbauen. So lange sich hinsichtlich der Schutzmaßnahmen nichts ändert, werden wir auch im Institut keine weiteren Präsentationen zeigen können, weil das Risiko eines erneuten Diebstahles  zu groß ist. 


"Zwischen Amulett und Herzschrittmacher -
Streifzüge durch die Geschichte der Medizin"

Unter diesem Titel war bis zum Oktober 2003 in den Räumlichkeiten des Karl-Sudhoff-Instituts (Augustusplatz 10/11, 04109 Leipzig, 2. Etage) eine Ausstellung zu besichtigen, die einen Einblick in den Bestand der Medizinhistorischen Sammlung ermöglichte. Instrumente aus verschiedenen Zeiten und unterschiedlichen Gebieten, aber auch Gegenstände, die den Aspekt "Glaube und Aberglaube" verdeutlichen, waren geeignet, den Wandel von der Heilkunst zur Medizin nachzuvollziehen.


Vom 28.06. bis 26.09.2002 war im  Museum "Alte Pfarrhäuser" in Mittweida die Ausstellung 

"Triploid und Beckenzirkel - Medizinische Instrumente aus zwei Jahrtausenden
zu sehen. Gegenstände, die seit 2000 Jahren von Spezialisten verwendet werden, zeigten, wie wachsende Erkenntnisse der Medizin, technischer Fortschritt und Einfallsreichtum der Akteure Hand in Hand gingen, um Leidende immer besser versorgen zu können. 

"Triploid und Beckenzirkel - Medizinische Instrumente aus zwei Jahrtausenden"

Zur "Nachtschicht 2002", der Leipziger Museumsnacht, am 13.04.2002 wurde in der Zweigstelle Geistes- und Sozialwissenschaften der Universitätsbibliothek am Augustusplatz obige Ausstellung erstmals in Leipzig gezeigt. Dank des Entgegenkommens der Universitätsbibliothek konnte die Ausstellung dann vom 15.04. bis 22.06. weiter vorgezeigt werden. Es handelt sich dabei um eine den begrenzten Räumlichkeiten angepasste und daher etwas verkleinerte Präsentation, die in vollem Umfang im Jahr 2001 in Waldenburg gezeigt wurde. Als Begleitprogramm konnten sich Interessierte im Rahmen dreier Vorträge über Zusammenhänge in einzelnen Phasen der Medizingeschichte informieren und sich einen Überblick über Geschichte und Bestand der Medizinhistorischen Sammlung des Karl-Sudhoff-Instituts verschaffen.

"Triploid und Beckenzirkel - Medizinische Instrumente aus zwei Jahrtausenden"

Vom 23.08. bis 10.11.2001 wurde im Heimatmuseum und Naturalienkabinett Waldenburg eine Ausstellung unter nebenstehendem Thema gezeigt. Etwa 4.500 Besucher informierten sich anhand von Objekten aus vier Bereichen der Medizin - Zahnziehen, Geburtshilfe, Chirurgie und Endoskopie - darüber, wie sich die Entwicklung in verschiedenen Fächern vollzogen hat. Dabei wurde ein Zeitraum von etwa zwei Jahrtausenden ausschnittweise betrachtet. Eine CD lässt diese Ausstellung nacherlebbar werden.


Aderlass und Schröpfen

- unter dieses Thema war eine kleine Ausstellung im Foyer des Max-Bürger-Forschungszentrums
der Universität Leipzig in der Johannisallee 30 gestellt. Anhand historischer Instrumente wurde gezeigt , wie sich die Technik dieser seit der Antike bekannten Behandlungsmethoden gewandelt hat. Wachsende anatomische Kenntnisse waren dafür ebenso maßgebend wie sich wandelnde Konzepte in der Auffassung von Krankheit und Gesundheit.


Nachtschicht 2001

Die "Nachtschicht 2001", die zweite Leipziger Museumsnacht, zeigte Bestände aus der Medizinhistorischen Sammlung, die die "Alte Medizin" wieder zum Leben erweckten.
Nachbildungen antiken Zahnersatzes aus dem 8.-4. Jh. v.u.Z., ein Blick in das "Haus des Chirurgen" in Pompeji im Jahre 79 u.Z. und auf weitere ärztliche Instrumente aus der Römischen Kaiserzeit, dem Zeitraum zwischen 27 v.u.Z. und 476 u.Z.,  fanden bei den Besuchern reges Interesse
.


Bach und Mozart - Opfer der Medizin des 18. Jahrhunderts?

Das Bachjahr fand mit einer thematischen Sonderausstellung. die sich der Frage
                „Bach und Mozart – Opfer der Medizin des 18. Jahrhunderts?“
zuwandte, im Sächsischen Apothekenmuseum einen weiteren Anziehungspunkt. Diese Präsentation entstand in Zusammenarbeit zwischen dem Apothekenmuseum, der Medizinhistorischen Sammlung des Karl-Sudhoff-Instituts und unter sachkundiger Beratung durch Herrn Prof. em. R. Ludewig, Leipzig.
Vom 27.07. bis Ende Oktober 2000 wurde mit Postern und Objekten demonstriert, welche medizinischen Eingriffe und Arzneien zum tragischen Ende der beiden Klassiker beigetragen haben. Im Gegensatz zu beliebten Spekulationen belegen überlieferte Aussagen der nächsten Angehörigen, dass
... Bach bis zu den zwei misslungenen Staroperationen einen „überaus gesunden Cörper“ hatte, der „durch schädliche Medicamente und Nebendinge gänzlich über den Haufen geworfen wurde“.
... Mozart in seinen letzten Lebensmonaten „unaufhörlich medizinierte“, so dass ein Aderlass nicht vertragen wurde und seinem Leben ein allzu frühes Ende setzte.
Die Ausstellung wurde am 27.07. um 19.30 Uhr im Apothekenmuseum eröffnet und war an diesem Abend bis 22.00 Uhr zu besichtigen .


Aus der Medizinhistorischen Sammlung des Karl-Sudhoff-Instituts Leipzig

Seit der "Nachtschicht", der ersten Leipziger Museumsnacht am 20.05.2000, konnten sich Besucher im Apothekenmuseum auch mit medizinischen Instrumenten aus der Vergangenheit vertraut machen. Das Spektrum reichte von einem Aderlassbesteck aus dem 16. Jahrhundert über erste Stethoskope bis zu Klistierspritzen oder frühen Instrumenten zur Zahnextraktion. Eine Dia-Schau machte  mit einem besonderen Teil der Sammlung bekannt: Gegenstände, die von Badern und  Barbieren zwischen dem 16. und 18. Jahrhundert genutzt wurden, oder  Geburtszangen und gynäkologische Untersuchungsinstrumente aus der Frühzeit dieser Fachgebiete sind Teil der sogenannten "Töply- Sammlung". Die Ausstellung war über die Museumsnacht hinaus bis zum 27.07. 2000 zu sehen.


Die "Guerini-Sammlung" - Nachbildungen antiken Zahnersatzes

Die Nachbildung einer phönizischen Golddrahtarbeit aus dem 4. Jahrhundert v.u.Z. wurde in der Ausstellung "Messer-Spiegel-Zangen - Streiflichter aus der Medizinhistorischen Sammlung des Karl- Sudhoff- Institutes" schon vorgestellt. Das große Interesse war Ideengeber für diese Ausstellung, die vom 10.01.bis 03.07.2000 in der zweiten Etage des Hauptgebäudes der Universität Leipzig, Augustusplatz 10/11, 04109 Leipzig, zu sehen war.
Der italienische Zahnarzt Vincenzo Guerini hat im Jahre 1911 dem Leipziger Institut Nachbildungen von Zahnersatzarbeiten aus der Antike sowie aus dem 18. und 19. Jahrhundert überlassen.


Campus 2000

Am "Campus 2000" (01.07.2000) beteiligte sich das Karl-Sudhoff-Institut für Geschichte der Medizin und der Naturwissenschaften mit einer Präsentation, die die Entwicklung einiger Untersuchungs- und Therapieverfahren aufzeigte. Unter den Überschriften "Horchen und Klopfen" und "Vom Klistier zur Injektionsspritze"  wurden alte und neue Instrumente aus diesen Bereichen gezeigt.


"Blut ist ein ganz besond´rer Saft"

Anlässlich der 43. Jahrestagung der Arbeitsgemeinschaft der Ärzte staatlicher und kommunaler Bluttransfusionsdienste e.V., die vom 11.-13.05.2000 in Mainz stattfand, wurde eine kleine Ausstellung zum Thema präsentiert , die sich vor allem Eingriffen wie dem Aderlass oder dem Schröpfen, aber auch den moderneren Methoden der Diagnostik widmete und in der - zum Thema passend - eine komplette Becksche Pumpe zu sehen war. Begleitende Poster rundeten das Thema ab.


"Zangen, Spiegel und Skalpelle"

Vom 31.01. bis 06.04.2000 stellte das Karl-Sudhoff-Institut in Lörrach-Stetten aus. Unter dem Titel "Zangen, Spiegel und Skalpelle" waren im Seminarraum (Pestalozzi- Apotheke) Instrumente aus den Fachgebieten Augenheilkunde, Zahnheilkunde und Hals-Nasen-Ohrenheilkunde zu sehen.


Vom 02.09.-24.09.1999 wurde im Hörsaalgebäude der Universität Leipzig am Augustusplatz unter dem Motto

"Messer - Spiegel - Zangen

eine Präsentation aus der medizinhistorischen Sammlung vorgestellt, die einen Einblick in den Bestand dieser nicht nur für Experten interessanten Instrumente aus der Geschichte der Medizin gewähren sollte.
Naturgemäß konnten nicht alle Sammlungsgebiete dargeboten werden; die Konzentration auf einige der Sammlungsschwerpunkte sollte jedoch auch den Entwicklungsweg dieses oder jenes Instruments durch die Geschichte aufzeigen.
 

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