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Die Studiensammlung der Universität
Leipzig
Die im Jahre 1409 gegründete Universität Leipzig
gehört zu den ältesten Hochschulen Deutschlands.
Ihre fast sechshundertjährige Geschichte wird insbesondere
in ihrer Kunstsammlung erfahrbar, die Gemälde, Skulpturen,
graphische Werke sowie kunsthandwerkliche Arbeiten vom 14.
Jahrhundert bis in die Gegenwart umfasst. Die Hauptwerke der
Sammlung werden im ehemaligen Königlichen Palais Leipzig,
dem heutigen Rektoratsgebäude der Universität, im
Erdgeschoß der Ritterstraße 26 in Form einer öffentlich
zugänglichen Studiensammlung präsentiert.
Kernbestand des historischen Kunstbesitzes der Universität
sind insbesondere die Kunstwerke aus der 1968 gesprengten
Paulinerkirche, die 1240 als Dominikanerkirche errichtet wurde
und 1543 zusammen mit dem Klosterkomplex durch Schenkung an
die Universität fiel. Der in seiner wechselvollen Geschichte
u. a. als Aula und als Universitätskirche genutzte Bau
beherbergte eine bedeutende Ausstattung, darunter die Grabfigur
des Markgrafen Dietrich von Wettin (um 1310), die Sitzfigur
eines lehrenden Dominikanermönches (um 1390/1400),
das doppelseitig bemalte, möglicherweise böhmische
Altarbild (um 1400) sowie das Cranach-Gemälde Lasset
die Kindlein zu mir kommen (1545). Der verlorene Kirchenbau
wird in Form eines Architekturmodells anschaulich, das auch
einen Eindruck vom Kircheninneren vermittelt. Exponate zur
Universitätsgeschichte umfassen u. a. die beiden Universitätszepter
des 15. Jahrhunderts sowie die sogenannten "Depositionsinstrumente",
die bis zum Beginn des 18. Jahrhunderts bei der rituellen
Aufnahme der neu zu immatrikulierenden Studenten in die universitäre
Gemeinschaft Verwendung fanden. Neben den Professorenportraits
des 16. und 17. Jahrhunderts ist insbesondere die von Anton
Graff (1736-1813) gemalte "Freundschaftsgalerie"
des Leipziger Verlegers Philipp Erasmus Reich (1717-1787)
erwähnenswert, die zu den bedeutendsten Leistungen der
deutschen Portraitmalerei dieser Zeit zählen darf. Im
Studienraum werden wechselnd Werke des 19. und des 20. Jahrhunderts
gehängt.
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Geschichte
der Universität
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