Dr. phil. Dorothea Trebesius

Universität Leipzig

Institut für Kulturwissenschaften


Bereich: Vergleichende Kultur- und
Gesellschaftsgeschichte

Zimmer: 5101
Telefon: 0341-97 35 618
Email:trebesius(at)uni-leipzig.de

Sprechzeit: siehe "Mitarbeiter"

1999-2005 Studium der Kulturwissenschaften, Kommunikations- und Medienwissenschaft sowie der Musikwissenschaft an den Universitäten Leipzig und Lyon II; April 2006 Aufnahme in den Studiengang "Transnationalisierung und Regionalisierung vom 18. Jahrhundert bis zur Gegenwart" am Zentrum für Höhere Studien der Universität Leipzig, Beginn der Promotion, Landesstipendiatin des Freistaates Sachsen; seit Oktober 2008 wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Kulturwissenschaften

Promotionsprojekt

Sozial- und Kulturgeschichte der Komponisten im 20. Jahrhundert (DDR und Frankreich im Vergleich)
Das Forschungsvorhaben fragt nach der Institutionalisierung und Professionalisierung von Künstlerrollen in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts am Beispiel der Komponisten. Im Zentrum des Vorhabens stehen die Komponisten und die Aushandlung ihrer beruflichen, sozialen und kulturellen Rolle auf kulturpolitischer, künstlerischer, institutioneller, sozialer und kultureller Ebene - sowie durch unterschiedliche Akteure wie den Staat, den Markt, Künstlerverbände und -organisationen, die Musikwissenschaft und die Komponisten selber. An zentraler Stelle steht die Rolle der Ausbildungsinstitutionen für die Vermittlung eines berufsspezifischen Habitus. Anhand des Vergleichs von zentralistischen, staatssozialistischen und demokratischen Gesellschaften (Frankreich und die DDR) werden die Professionalisierungsbestrebungen der Akteure (Komponisten) und die Bedeutung des Staates und staatlicher Kulturpolitik sowie des Marktes analysiert. Hier sollen Gemeinsamkeiten und Unterschiede von Rollenvorstellungen und -entwürfen in den Blick genommen und erklärt werden. Dabei wird nach Kontinuitäten und Brüchen im 20. Jahrhundert und somit an Anknüpfungspunkte der jeweiligen Diskurse gefragt, die außerhalb des behandelten Zeitraumes liegen.

Arbeitsschwerpunkte

Vergleichende Geschichte, Europäische Geschichte, Künstlergeschichte

Publikationen

Aufsätze
  • "Une civilisation qui ne crée pas décline et meurt". Musikpolitik als Künstlerpolitik in Frankreich von 1960 bis 1980, in: Frankreich Jahrbuch 2011 (=Kulturnation Frankreich? Die kulturelle Dimension des gesellschaftlichen Wandels), Wiesbaden 2012, S. 117-130.
  • Der Beruf des Komponisten und die Künstlerpolitik der DDR, in: http://www.europa.clio-online.de/2011/Article=524.
  • Informelle Soziabilität um 1800. Handlungsmöglichkeiten und Spielräume der Geschlechter im Leipziger Bürgertum, in: Leipziger Kalender 2007/2008, Leipzig 2007, S.147-177.
  • Kunst, Markt und Politik. Zu einer vergleichenden Sozial- und Kulturgeschichte des Komponisten, in: Middell, Matthias (Hg.), Dimensionen der Kultur- und Gesellschaftsgeschichte. Festschrift für Hannes Siegrist zum 60. Geburtstag, Leipzig 2007, S. 206-222.
  • Geschäftsfeld Europa. Kaufmännisches Reisen am Ende des 18. Jahrhunderts, in: http://www.europa.clio-online.de/2007/Article=224
Rezensionen
  • Höpel, Thomas, Von der Kunst- zur Kulturpolitik. Städtische Kulturpolitik in Deutschland und Frankreich 1918-1939, Stuttgart 2007, in: H-Soz-u-Kult, 03.07.2009
  • Elizabeth Janik: Recomposing German music. Politics and musical tradition in Cold War Berlin (Studies in Central European histories, vol. 40), Leiden 2005, in: Comparativ 19 (2009), H. 2/3.
  • Pieper, Antje: Music and the Making of Middle-Class Culture. A Comparative History of Nineteenth-Century Leipzig and Birmingham. Houndmills 2008, in: H-Soz-u-Kult, 18.06.2010. http://hsozkult.geschichte.hu-berlin.de/rezensionen/id=13498
Tagungsberichte