Masterstudiengang Logik
(akkreditiert durch die ZEVA)


Institut für Philosophie

Abteilung Logik und Wissenschaftstheorie

an der Universität Leipzig

Adresse:
Institut für Philosophie
Abteilung Logik und Wissenschaftstheorie,
Universität Leipzig, Beethovenstraße 15,
04107 Leipzig,

Bewerbungsfrist jeweils bis zum 10. Juli des Jahres beim Institut für die Eignungsfeststellung!
Informationen für die elektronische Einschreibung finden Sie hier.


Die Rahmenbedingungen


Eignungsfeststellungsprüfung: Es muss eine Eignungsfeststellungsprüfung erfolgen. Die besteht zunächst aus einem 1-2seitigen Schreiben, in dem der Bewerber seine Motivation für den Studiengang und vor allem seine Vorkenntnisse genau schildert. Das Schreiben muss bis zum 10. Juli des jeweiligen Jahres im Institut eingehen. Die Eignungsfeststellungskommission entscheidet dann zeitnah über die Eignung des Bewerbers und gibt ihm ihre Entscheidung bekannt. Gleichzeitig müssen sich Interessenten im Studentensekretariat bewerben. Unterlagen wie der Nachweis über die bestandene Eignungsprüfung oder das Zeugnis über den Bachelor können dann nachgereicht werden.


Zum Inhalt des Studiengangs

Der nicht-konsekutive Masterstudiengang Logik ist forschungsorientiert konzipiert. Die Logik bildet einen zentralen Bestandteil der Wissenschaft und findet Anwendung in vielen Bereichen. Sie stellt eine wesentliche Grundlage für die Informationsverarbeitung, Wissensrepräsentation, Sprachverarbeitung sowie die Begründung und Auswahl von Theorien in Wissenschaft, Alltag und Politik dar.

Die Logik stellt als Theorie des korrekten Schließens formale Sprachen, Bedeutungstheorien und Kalküle bereit, die es erlauben, die Gültigkeit von Schlussfolgerungen in überschaubarer und genau kontrollierbarer Weise zu überprüfen. Sie ist wesentlich an der Entwicklung von Modellen beteiligt, die der Automatisierung solcher Prozesse wie z.B. dem Beweisen von Theoremen, der Informationsextraktion aus Texten sowie der computergestützten Sprachverarbeitung und Übersetzung zu Grunde liegen. Die Methoden und Ergebnisse der Logik haben daher eine wichtige Aufgabe in der Philosophie, der Informatik, der allgemeinen Sprachwissenschaft, den Kognitionswissenschaften, der Mathematik und deren interdisziplinärem Umfeld. Insbesondere in den letzten Jahrzehnten hat sich die Logik hier sehr rasch entwickelt und dabei auch neue Einsatzmöglichkeiten erschlossen.

Die Studierenden sollen befähigt werden, moderne Techniken der Logik aufzunehmen, weiterzuentwickeln und in unterschiedlichen Gebieten anzuwenden. Sie erwerben die Fähigkeit, komplexe Problemstellungen zu analysieren, Lösungen zu erarbeiten, zu bewerten und auf dieser Grundlage begründete Entscheidungen zu treffen. Wichtige Schwerpunkte bilden die Entwicklung und Anwendung logischer Verfahren im Bereich der (wissenschaftlichen) Informationsverarbeitung und der Wissensrepräsentation.

Aufbau des Studiums

Das Masterstudium Logik umfasst im Vollstudium einen Arbeitsaufwand von 120 Leistungspunkten (LP, pro Studienjahr 60) und besteht aus einem Kernbereich (65 LP), einem Wahlbereich (30 LP) und der Masterarbeit (25 LP). Maximal 30 LP können im Ausland erworben werden. Ein Leistungspunkt entspricht einem Arbeitsaufwand von ca. 30 Zeitstunden (Präsenz-, Selbststudium, Prüfungsvorbereitung und -durchführung). Jeder Bereich besteht aus Modulen, die einen Verbund zeitlich begrenzter und in sich geschlossener methodisch oder inhaltlich ausgerichteter Lehrveranstaltungen bezeichnen und mit einer Modulprüfung abgeschlossen werden, auf deren Grundlage die Leistungspunkte vergeben werden. Der Kernbereich (65 LP) gliedert sich in 7 Pflichtmodule.

 

Semester

Kernbereich

Wahlbereich

1. (WiSe)

Klassische Logik (Pf)
Induktion und Wahrscheinlichkeit (Pf)

ein externes Modul oder Probleme der philosophischen Logik 1

2. (SoSe)

Darstellungs- und Anwendungsformen der Logik (Pf)
Nichtklassische Logiken (Pf)

ein externes Modul oder Probleme der philosophischen Logik 2

3. (WiSe)

Spezielle Logiken (Pf)
Intelligente Systeme (Pf)

ein externes Modul oder Probleme der philosophischen Logik 3

4. (SoSe)

Wissenschaftliches Arbeiten (Pf)
MA-Arbeit (Pf)

optional:
Probleme der philosophischen Logik 4

 Pflichtmodule

Die Masterarbeit (25 LP) wird im vierten Semester verfasst und begleitet von dem Modul „Wissenschaftliches Arbeiten“ (5 LP)

Wahlbereiche

Hier können drei Module aus dem Angebot der Universität gewählt werden oder optional drei der Module: Probleme der philosophischen Logik 1-4. Insbesondere wird im Bereich Sozialwissenschaften und Philosophie sowie über feste Kooperationsverträge mit den Bereichen Informatik und Linguistik die Verwendbarkeit von geeigneten weiteren Modulen garantiert. Dies erlaubt den Studierenden auf der Basis einer flexiblen Schwerpunktwahl die effektive Vertiefung ihrer Kenntnisse auf den genannten Gebieten.

Zur Vorgeschichte

Nach der Wiedereröffnung der Universität Leipzig (1945) fanden schon bald Vorlesungen zur Logik und Methodologie der Wissenschaften von namhaften Philosophen wie A. Menzel, K.-H. Volckmann-Schluck und E. Bloch statt. Es war schließlich Lothar Kreiser, der 1964 gegen zahlreiche Widerstände damit begann, einen eigenständigen Bereich Logik aufzubauen. Unterstützt wurde er unter anderem von Siegfried Gottwald, der 1979 aus der Sektion Mathematik in die Sektion Philosophie wechselte. 1990 wurde der Bereich der Logik dann aus der Sektion Philosophie herausgenommen und in das Institut für Logik und Wissenschaftstheorie umgewandelt, das den Magisterstudiengang „Logik und Wissenschaftstheorie“ von 1992-2005 angeboten hat. 2008 wurde das Institut wieder in die Philosophie integriert und stellt nun die Abteilung Logik und Wissenschaftstheorie dar.

Die Dozenten des neuen MA-Studiengangs


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