Themenangebote für Bachelor und Master - Arbeiten


Die angebotenen Themen umfassen jeweils Computersimulationen und analytische theoretische Berechnungen. Bei den Simulationen handelt es sich um
Monte Carlo - Simulationen (MC), bei denen aus Zufallsfolgen zulässiger Mikrozustände Mittelwerte für interessierende makroskopische Gleichgewichtsvariable (Struktur und Thermodynamik) berechnet werden können und um
Molekulardynamische Simulationen (MD), bei denen die klassischen Bahnen einiger hundert Teilchen berechnet werden. Aus diesen können Gleichgewichtsvariable (Struktur) und Nichtgleichgewichtsvariable (Transportkoeffizienten) ermittelt werden.

  • MD - Simulationen und Transition - State - Theorie zur Diffusion von Wasser in Chabazit
  • Molekulare Modellierung und Simulation der Struktur und des Phasenverhalten komplexer (wässeriger) Fluide im Bulk und in dünnen Filmen

    MD - Simulationen und Transition - State - Theorie zur Diffusion von Wasser in Chabazit

    Projektleiter: PD Dr. rer. nat. habil. Siegfried Fritzsche
    Zeolithe sind poröse Festkörper mit vielfältigen interessanten Eigenschaften. Sie sind mittlerweilen in fast jedem Gebiet des täglichen Lebens wie auch in der industriellen Technik unentbehrlich geworden. Von phosphatfreien Waschmitteln über das Trockenhalten des Raumes zwischen den Scheiben von Doppelglasfenstern, vom Bierkühlen mittels Sonnenwärme bis zum wichtigsten Einsatz, dem in der Katalyse (Benzinproduktion), gibt es eine Vielzahl von Anwendungen dieser modernen Materialien. Wasser im Zeolithen Chabazit wurde im Rahmen einer Dissertation von S. Jost (Verteidigung 2004) behandelt. Selbstdiffusionskoeffizienten konnten nur für hohe Temperaturen (600 K) aus Simulationen bestimmt werden. Mit Hilfe der Transition-State-Theorie (TST) sollen nun Selbstdiffusionskoeffizienten auch bei niedrigeren (und praktisch interessanteren) Temperaturen berechnet werden, wo Simulationen noch vor zwei Jahren zu zeitaufwändig waren. Gleichzeitig sind dank besserer Rechentechnik jetzt auch Simulationen für mittlere Temperaturen möglich. Es gibt also ein Gebiet, wo Transition-State-Theorie und MD - Simulationen gleichermaßen möglich und neu sind. Das ermöglicht auch einen Vergleich beider Methoden und Tests verbesserter Simulationstechniken. Auch die TST ist zur Zeit Gegenstand vieler Ansätze und Neuentwicklungen. Das vorhandene Computerprogramm kann für die Simulationen genutzt werden.

    Molekulare Modellierung und Simulation der Struktur und des Phasenverhalten komplexer (wässeriger) Fluide im Bulk und in dünnen Filmen

    Projektleiter: Dr. rer. nat. habil. Horst Ludger Vörtler
    Wässerige Phasen sind Grundkomponenten vieler physiko-chemischer, biologischer und verfahrenstechnischer Prozesse. Ein molekulares Verständniss der Struktur und Thermodynamik assoziierender (wässeriger) Fluide ist deshalb von großer Bedeutung sowohl für die Grundlagenforschung als auch für vielfältige Anwendungen. Auf der Basis molekularer Wassermodelle werden die strukturellen Eigenschaften und das Phasenverhalten komplexer wässeriger Systeme (Phasengleichgewichte, Phasendiagramme) mittels Monte-Carlo Simulation und störungstheoretischer Methoden untersucht. Zu dem genannten Themenkreis sind zwei Diplomthemen zur theoretischen Untersuchung dünner Flüssigkeitsfilme zu vergeben. Eine Arbeit sollte sich vorwiegend mit Simulation beschäftigen, vorliegende Rechenprogramme weiterentwickeln und auf die Untersuchung dünner Wasserschichten anwenden. Die zweite Arbeit sollte mehr theoretisch orientiert sein mit der Zielstellung der Anwendung und Weiterentwicklung statistisch-mechanischen Theorien auf monomolekulare Schichten.