Die Vorderseiten (links) und
Rückseiten der beiden
Lindenau-Kreuze, auf denen steht:
-Christiane
Henriette Gräfin Lindenau, geborene von Arnim aus dem Hause Gröbe,
im Königreiche
Sachsen.
Gestorben d. 17. Mai 1833
-Dem Andenken des Herrn Carl Heinrich
August Grafen von Lindenau,
Königl.
Preuß.General
Lieutenants und Oberstallmeisters, Johanniter - und vieler hoher Orden
Ritters
gewidmet
-Geboren
zu
Machern bei Leipzig den 21. Februar 1755.
Vollendet zu
Bahrensdorf bei Beeskow den 11. August 1842
Margitt von
Reclam-Schlee, geboren am 6. 5. 1931,
trägt den Namen ihrer Eltern, deren Ehe 1934 geschieden wurde. Sie
lebte in
Berlin. Ihr Ururururgroßvater ist der in Machern geborene Wolff
Gottlob von Lindenau
(1721-1799). Dieser ist der 2 Jahre ältere
Bruder von Heinrich Gottlieb Graf von Lindenau, dessen
Sohn Carl
Heinrich August Graf von Lindenau ist. Der Großvater von Margitt
von
Reclam-Schlee ist der Major a. D. und spätere Druckereibesitzer Fritz
von
Lindenau (geboren 1883), der viel Geld und Zeit in die umfangreiche
Ahnenforschung der Lindenaus gesteckt hat. Seine
diesbezüglich zusammengetragenen Schätze
lagern seit 1946 in den Magazinen des heutigen Thüringischen
Staatsarchivs in
Altenburg. Ein Teil davon war in den Händen seiner Enkelin Margitt von
Reclam-Schlee verblieben. Damit konnte sie 1997 als treues und aktives
Mitglied
des Fördervereins Schloss und Landschaftsgarten Machern die erste
Ausstellung
zur Geschichte der berühmten Adels- und Grafenfamilie derer von
Lindenau im
Schloss zu Machern bereichern, mit Ahnentafeln, Wappennachbildungen,
diversen
Bilder und Schriften. Diese Ausstellung wurde durch sie
eröffnet
(LVZ/Wurzener Tgbl. 17.3.
1997). Teile davon werden auch heute noch gezeigt oder ab und an erneut
ausgestellt.
Margitt
von Reclam-Schlee weilte als gern gesehenes und verehrtes
Mitglied des genannten Fördervereins oft in Machern und nahm
repräsentative
Aufgaben wahr. So sprach sie zu den Parkfesten Worte der Begrüßung:
1998 bei
der Einweihung des Macherner Hirschgartens als Patin von Hirsch
Heinrich und
1999 bei der Einweihung des Käuzchenbades mit neu geschaffener
Käuzchenstatue
in der "Hölle" des Macherner Landschaftsgartens. Sie nahm als
Ehrengast an den beiden
Kolloquien "Carl
Graf von Lindenau
- Leben, Werk und Wirkung"
(2005) und "Zum
Erziehungs- und Bildungsgang
des Carl Grafen von Lindenau" (2006) im Schloss zu Machern teil und begrüßte die Teilnehmer dieser Tagungen,
die vom Lionsclub Wurzen "Graf Lindenau" veranstaltet wurden. Danach
richtete sie ihre ganze Kraft auf die Bewältigung
der umfangreichen Sanierungsaufgaben des immer mehr zerfallenden und
stark
verwitterten Denkmals ihrer Vorfahren auf dem Friedhof von Lieberose mit
selbst hochgestellter Zielstellung aus. Sie
erlebte
deren Erfüllung zwar glücklich und stolz, war
aber durch Krankheit schon so schwer gezeichnet, dass ihr danach
nur
noch zwei knappe Lebenswochen verblieben.