
Das Kavalierhaus neben
dem
Macherner Schloß wurde nach völlig neuem Wiederaufbau 1998
durch die
Familie Birkhofer als Hotel und Restaurant eröffnet und
gehört seit 2004
zur Schloß Machern Betriebsgesellschaft mbH (s. o.):

Der Vater: Heinrich Gottlieb Graf
von
Lindenau (1723 -1789):
Kurfürstlich-sächsischer Oberstallmeister(1763-1786),
Begründer der Kurfürstlichen Thierarzneischule in
Dresden/Leipzig
1780
und Mitschöpfer des Macherner Parks:

Der Sohn: Carl Heinrich August Graf
von
Lindenau (1755-1842):
Königlich-preußischer Oberstallmeister (1788-1808),
Begründer der Königlichen Thierarzneischule in Berlin 1790
und Hauptschöpfer des Macherner Parks:


Hinter dem Kavalierhaus steht die "600
Jahre alte Eibe" auf einer Grundfläche von 10x20 m. Sie
ist weiblich, trägt also zur Reifezeit die Fruchtstände mit
dem
fleischigen leuchtend roten Samenmantel, dem Arillus, dem einzigen
nicht
giftigen Teil der Eibe, und ist der älteste Baum im Macherner
Schloßpark:

Von der "Eibe " kommt man geradewegs zur "Birkenallee".
Sie wurde erst um 1950 angelegt und führte mit 35 Bäumen
entlang der "Großen Schloßwiese"
Wegen Krankheitsanfälligkeit und aus Altersgründen der
Bäume wurden die Restbäume 2008 gefällt und 40 neue
junge Birken gepflanzt.
"Max", eines der drei
Schloßponys, begrüßt uns von der "Großen
Schloßwiese" aus:

Vor uns die "Weiße Brücke",
früher "Gothische Brücke"genannt, zwischen "Schwemmteich"
(rechts) und "Kanal vom "Lehmgrubenteich" (links). Sie wurde
2002 zur "Schwarzen
Brücke"restauriert.
Hinter ihr führt eine "Rotbuchenallee" mit 30 Bäumen
zum
Nordwesteingang des Schloßparks:

Links von der "Weißen Brücke": Im Eise eingefroren,
steht die "Venus von Machern",
eine
Bronzeskulptur, die nach 1945 hier aufgestellt wurde. Leider wurde sie
am 24. 2. 2002 gestohlen. Nur ihren Niedrigsockel ließen die
Räuber
zurück:

Rechts von der "Weißen Brücke": Wildenten
und Schwäne auf dem "Schwemmteich", der immer weiter
zufriert.
An seinem Nordufer im "Amorgründchen" sieht man die alten hohen
Eichen:

Das vorjährige Schwanenpaar "Paul"
und Paula" ist auf den "Schwemmteich" zurückgekehrt.
Der
Ring an "Paulas" linkem Fuß diente der Wiedererkennung:

Nach dem Abbiegen von der "Rotbuchenallee" nach rechts ins
"Amorgründchen"
fasziniert am Wegesrand die möglicherweise
450 Jahre alte Eiche mit
ihren bizarren Astverzweigungen:

Die "Schlinge" ist das
einzige
erhalten gebliebene Element des "Amorgründchen". Sie soll
symbolisch
auf die Verwicklungen in der Liebe hindeuten:

Nicht weit von hier standen einst die Skulpturen von "Amor", dem Liebesgott, und "Kaunas und Biblis", dem sich liebenden Geschwisterpaar.Und graderüber auf der Halbinsel an der "Großen Schloßwiese" war "Apollo" postiert, der 1998 restauriert und dort wieder aufgestellt wurde.
Die "Grabgedenktafel an den 1429
gefallenen
edlen Ritter Hans von Knorringen" steht vor dem Stamm einer
alten Eiche in der Nähe der "Schlinge":

Auf der Anhöhe am Nordostufer des "Schwemmteiches" steht
der "Agnes Tempel", der
möglicherweise
um 1840 von der Familie Schnetger errichtet und so benannt wurde. Sie
war
von 1806 bis 1945 Besitzer des Rittergutes Machern mit Schloss
und
Park:

Wir gehen zur "Kastanienallee". Sie führt zum
Nordosteingang
des Schloßparks. Nach kurzer Wegstrecke stoßen wir rechter
Hand auf den "Eibenhain" mit 6 männlichen und 7 weiblichen
Bäumen
und gleich linker Hand auf eine schön gestaltete Anlage mit dem
1930
hierher umgesetzten kleinen "Denkmal
kindlicher
Achtung und Liebe" (Momument
mit Zierurne auf einem lateinisch beschrifteten Postament), das der
Graf Carl 1784 dem Andenken seiner 1764 verewigten Mutter gewidmet hat:

Nun geht es noch einmal zurück in Richtung "Agnes Tempel"
mit Blick auf den "Schwemmteich" und das
Schloß
und dann rechts zum "Hohlweg":

Am "Hohlweg" befindet sich der
1998
eingeweihte "Hirschgarten":

Der "Hirschgarten" wurde
1998
mit 4 Stück Damwild aus dem Wildpark Leipzig-Connewitz besetzt: Damhirsch
"John" und 3 Damtiere:

Am Nordosteingang des Macherner
Schloßparks
hat der "Hirschgarten" einen Wiesenteil mit einem Dreiseiteneinblick:

Hier endet der erste Teil des Winterspazierganges durch den
verschneiten
Macherner Schloßpark.
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_____________________
Zum
zweiten Teil:
Fotografiert, aufgeschrieben und gestaltet von Prof.
Dr. Heinz Mielke, Machern,
im Februar 1999
Last updated: 12. 01. 2012