Gültiges Wappen
Bild-Wappen:
Blumen-Wappen:
Brunnen-Wappen:
Auf
Gemeindesiegel,
Amtsschreiben
Vor der Freundschaftslinde
Auf
historischem Brunnen vor dem Rathaus und Gemeindeblatt. an der
Kirche (seit 2003).
(seit 2002).Wappenbeschreibung
und Wappenaussage:
Ein Jahr nach der Eingliederung der vormaligen Gemeinden
Püchau mit Lübschütz, Dögnitz und Plagwitz und Gerichshain mit
Posthausen in
die Gemeinde Machern erarbeitete ein vom Gemeinderat gebildeter
Ausschuss einen
Vorschlag für ein neues Gemeindewappen,
das am 3. 1. 1996 seine Rechtsgültigkeit erlangte.
Es handelt sich dabei um ein gespaltener und
halbgeteilter Schild, in dem sich rechts (im Heraldikverständnis vom
Bild
heraus gesehen) ein ausgerissener grüner Lindenbaum in silbernem Feld
befindet.
Links oben stehen drei gold-schwarze Ähren auf blauem Feld, deren
mittlere
etwas nach oben versetzt ist. Im unteren silbernem Feld steht eine rote
Mauer,
in schwarz gefugt (s. Mielke u.
Eilenberg in LVZ/Wurz.Tageblatt 8. 3.
2001).
Das
Wappen hat folgende heraldische
Aussagen: Die Linde ist als verbindendes
Element anzusehen, die in den Gemeindeorten überall vorkommt. Die Ähre
deutet
auf bürgerliches Wappen und auf
fruchtbares Land, gute Ernten und Wohlstand durch Landwirtschaft hin.
Die rote
Mauer steht für Schutz und Sicherheit und für Vorhandensein von
Schlössern und
Kirchen.
Vormalige
Wappen oder Dienstsiegel
Machern
hatte vormals kein offizielles Wappen. Seit der Einladung zu den Dorffestspielen 1959 prägte ein Schild mit
einer über grünen Wald herausragenden Burgruine und daneben eine Goldähre in weißem Feld auch
das Dienstsiegel von der Gemeinde
Machern bis 1995. Die Briefköpfe und das Gemeindeblatt der neuen
Großgemeinde
nahm mit den 3 Bilder (u.) bis zu
dieser Zeit auf die 3 vereinten Ortschaften Bezug: Machern mit
Burgruine, Püchau mit Schloßtürmen
und Gerichshain mit Mädchen im Dirndel.

Das letztere war schon seit 1924 ihr gültiges Wappen, bei dessen Entstehung die vorher im Dienstsiegel benutzte strenge Justitia mit Schwert und Waage in ein Landmädchen mit Ähre und Posthorn "gewandelt" wurde. Die "fröhliche" Nutzung des Posthorns als ehrenden Bezug auf den Ortsteil Posthausen war dann wohl doch etwas fehlerhaft. Denn Posthausen hat nichts mit der Post zu tun. Sein Name leitet sich von Basthusen ab, wie der Ort 1378 wegen der dortigen Gewinnung von Baumrinden, von Bast, genannt wurde.
Kurze
Geschichte der Kreise:
1. Seit 1838 gehörten alle
sächsischen Ämter an der vereinigten
Mulde, darunter auch Machern, zur Amtshauptmannschaft
Grimma.
2. 1939 wurde die Amtshauptmannschaft Grimma in den Kreis Grimma umbenannt.
3. 1952 enstand der Kreis
Wurzen, darunter Machern, durch Abspaltung vom Kreis Grimma.
4. 1994/96 fand die 1. sächsische
Kreisreform statt: Es entstand der Muldentalkreis aus den
Kreisen Grimma und Wurzen. Der Kreis
Leipzig Land wurde dabei zusammengeschlossen
mit den Kreisen Borna und Geithain.
5. 2008 fand die 2. sächsische Kreisreform statt: Es entstand der
Landkreis Leipzig aus
Zusammenschluss der Kreise Leipzig Land und
Muldentalkreis.


Aussage:
Das Wappen
verbindet drei heraldische Motive, die für die drei den neuen Kreis
kulturell und wirtschaftlich prägenden Regionen stehen. Im
Schildhaupt symbolisieren
drei blaue Wellenlinien das Leipziger Neuseenland, die im Zuge
der
Rekultivierung und Renaturierung der ehemaligen Tagebaurestlöcher neu
entstehende Landschaft südlich von Leipzig. Die Burg in der rechten
Schildhälfte verweist auf die Burg Gnandstein des zu Stadt
Kohren-Sahlis
gehörenden gleichnamigen Ortsteils. Die Burg gilt als Sachsens
besterhaltene
romanische Wehranlage und ist das Aushängeschild der Tourismus-Region
Kohrener Land. Für den östlichen Kreisteil
steht die linke Schildhälfte, in der der Zusammenfluss von Zwickauer
und
Freiberger Mulde durch einen silbernen Göpel auf grünem Grund
dargestellt wird.
Es ist das in geringfügig variierter Form
übernommene Wappenbild des vormaligen
Muldentalkreises, begleitet von
goldenen Blüten, die wiederum als Anspielung
auf dessen Vorgängerkreise standen (Amtsblatt Landkreis Leipzig vom 14.
11.
2009).
Machern, 15. 03. 2011/Prof.
Dr. Heinz Mielke