Der 1. Juni 1948 gilt als Stichtag für
den Beginn
einer ununterbrochenen staatlich geförderten Kindergartenbetreuung in
Machern.
Die „Chronik des Kindergartens Machern“,
die von seiner ehemaligen langjährigen Leiterin Maxi-Lorelies
Beyer,
geb. Kolditz, angelegt wurde, gibt darüber in Wort und Bild umfassende
Auskunft.
Man erfährt,
dass in den letzten Kriegsjahren, also vor 1945, auch schon ein
Kindergarten in
Machern geöffnet hatte, betrieben von
der NSV (Nationalsozialistische Volkswohlfahrt), und zwar in der
Baubaracke an
der Bahn, etwa vor
der heutigen Bahnbrücke. Nach dem Ende
des 2. Weltkrieges wurde er geschlossen. In die Baracke zogen
Flüchtlinge und
ein Antifabüro ein. Ab 20. Juli 1945
konnten durch Bereitstellung eines Zimmers in dem nun der Gemeinde
Machern
gehörenden Schloss Kinder im Alter von
3 bis 12 Jahren betreut werden, deren Mütter in der schweren
Nachkriegszeit zum
Familienunterhalt durch Arbeit beitragen mussten. Wegen mangelnder
Wasch- und
Kochgelegenheiten wurde der Kindergarten aber von Verantwortlichen des
Kreises
Grimma am 30. November 1947 wieder
geschlossen. In der Folgezeit setzte sich besonders Erika Kolditz
engagiert für
die Wiedereröffnung des Kindergartens
in Machern ein. Vorerst betreute und leitete sie eine
Kinderlandgruppe,
die aus Schulkindern bestand, zwangsläufig
jedoch auch Untersechsjährige aufnahm.
Kindertagesstätte
Machern: links 1. Anbau und daneben
rechts der Neubau, am Eingang mit Wandbild "Knirpsenhaus" von Haike
Espenhain (2006)
(rechtes Foto: Mielke)

Mit weiteren Bildern aus der „Chronik des Kindergartens Machern“ soll ein Einblick in die allseits erfolgreich verlaufende 60-jährige Kindergartentätigkeit in Machern vermittelt werden, die schon seit einiger Zeit vom „Förderverein der Kindertageseinrichtungen Machern e.V.“ dankenswerte Unterstützung erfährt.







Nun noch ein Bild von den Jüngsten der Macherner Kindertagesstätte „Knirpsenhaus“ bei einer Ausfahrt in den Frühling 2008:

