Das Macherner Schwanenpaar Paula (mit
Fußring AA 003391) und Paul kehrte am 10. März 2000 auf den
Schwanenteich des Schlossparks zurück (Bild links), nachdem es hauptsächlich
auf dem 8 km entfernten
Albrechtshainer
See überwintert hatte.


Der erste gemeinsame Auftritt der nun 9köpfigen Schwanenfamilie
auf dem Schwemmteich.
Am 19. Mai war der Nachwuchs von Paula und Paul im Schilf des Schwemmteiches
geschlüpft. Alle 7 Dunenschwäne sind grau befiedert. Es war also
kein weißer Immutabilis-Schwan dabei. Ein solcher hätte erwartet
werden können, da Paula auch ein Immutabilis-Tier ist.
Die Schwanenfamilie verbrachte 5 Monate der folgenden schönen
Jahreszeit auf den drei Machernern Gewässern: vorangig auf dem Schwemmteich
des Schlossparks, aber auch auf dem Lehmgrubenteich und auf dem Mühlteich.

Gerade 8 Tage alt sind die Schwänchen, als sich die Familie in
der Nähe der Weißen Brücke auf dem Schwemmteich aufhält
(Bild links). Aber schon am nächsten Tag findet man sie nebenan auf
dem Lehmgrubenteich (Bild rechts). Die Art ihrer Wanderung dorthin hat
wahrscheinlich niemand gesehen.
Wegerfahrung
besaßen die Eltertiere Paula und Paul allerdings vom vorangegangenen
Jahr, als sie sich mit ihren damals etwas älteren Jungen dorthin
begaben.
Im Monat Juni lebte die Schwanenfamilie mit dem noch recht jungen Nachwuchs
auf dem ca. 300 m vom Schwemmteich entfernten Lehmgrubenteich, wo sie sich
nahrungsmäßig recht wohl fühlte und die Jungen schnell
wuchsen. Obwohl es sie in der Folgezeit noch einige Male zum Lehmgrubenteich
hinzog, verblieb sie aber ab Juli die meiste Zeit auf dem Schwemmteich.
Anfang August war die Schwanenfamilie per pedes, wie auch immer, zu
dem ca. 700 m vom Schwemmteich entfernten Mühlteich gelangt und verweilte
dort mehre Tage (Bild oben). Dann kam sie zum Schwemmteich zurück.
Ein Schwanenmärchen aus Machern
Anfang Oktober hatte die 9köpfige Schwanenfamilie auf der großen
Schlosswiese ein Stelldichein. Sie wollten wohl alle noch einmal die Pipes
& Drums der 1. Highland-Games hören und sehen, die zum Macherner
Schloss- und Parkfest am 16./17. September 2000 so schöne Dudelsackmusik
gemacht hatten.

Die Schwanenfamilie strandete auf der Halbinsel bei der Apollo-Statue
und schwärmte breit gefächert auf der Schlosswiese in Richtung
des Schlosses aus, Mutter Paula immer vorneweg.

Mit einigen Weißbrothappen konnte die Schwanefamilie beruhigt
und überzeugt werden, dass die Highland-Games schon lange vorbei sind
und Umkehr angezeigt ist. Paula gab daraufhin einen schnattrigen Schwanenbefehl
und sofort ging es "im Gänsemarsch" zurück in Richtung Schwemmteich,
vorbei an den Silberweiden.
Auf dem Schwemmteich angekommen, defilierten die 9 Schwäne in
"Familienformation" am "Machi", dem Teich-Monster, vorbei, das von Macherner
Schüler aus Anlass der Highland-Games im Teich installiert worden
war.
"Adieu Machern!" sagt mit dem Bild oben die Macherner Schwanenfamilie 2000
Denn am 16. Oktober hat sie sich in die Lüfte erhoben und ist in
unbekannte Richtung eines Übererwinterungsgewässers davongeflogen.
Nur ein noch flugunfähiger Jungschwan blieb zurück auf dem Schwemmteich.
Er tat zwei tierliebenden Frauen Leid, die ihm zur Aufmunterung einen
Gummischwan beigesellten (im Bild vorn). Doch wurde dieser bald vom Winde
verweht, und der Jungschwan flog dann am 10. November mit zwei anderen,
sich inzwischen beigesellten echten Jungschwänen wegen des Teichabfischens
fort: "Adieu Machern!"

Damit hat das Schwanenjahr 2001 in Machern begonnen.
"Paula" und "Paul" haben für 2001 in Erinnerung an ihre 5 (1999)
und 7 (2000) geschlüpften Dunenschwänchen einen visionären
Wunschtraum: Warum nicht 13, wie das die Computer-Bearbeitung eines 99iger
Bildes zeigt:






mit
Deutungsgedicht
"Wie ein höheres Wesen ehrte
man den Schwan in alter Zeit,
und warum? Man gab ihm immer
einen Schimmer Heiligkeit.
Denn es strahlt in herem Weiße
unschuldsvoll und rein sein Kleid,
so nahm man den Schwan als Zeichen,
als Symbol der Frömmigkeit.
Frömmigkeit und edles Wollen,
Redlichkeit und grader Sinn,
Offenheit und reines Denken,
alles, was uns edel schien,
faßte man im Schwan zusammen."












am Jugendstilhaus Döll zwischen Großer- und Kleiner-Ulrich-Straße
am Moritzburgring



