Der Berliner Hofuhrmacher Christian Ernst Kleemeyer, Sohn eines Tischlermeisters, erlangte einen ausgezeichneten Ruf durch die Fertigung selbstspielender Musikwerke. Man berichtete, daß Kleemeyers "Flötenuhren sich in Richtigkeit der Mensur und schönen Ton vorteilhaft auszeichnen". Laut einem Werbeanzeiger von 1786 baute er verschiedene Modelle mit unterschiedlich langer Spieldauer. Seine "Flöten- und Concert-Uhren" bot er je nach Geldbeutel des nteressenten mit und ohne Bildhauerarbeiten, lackiert oder vergoldet zum Verkauf. Die teuersten versah er mit "Postementen, Aufsätzen mit Spiegel von Mahagony-Holz und vergoldeten Ziehrrathen." Dieses Exemplar erhielt ebenfalls eine teure Ausstattung und soll ein Geschenk Friedrich Wilhelms II. an seinen Hofbaumeister gewesen sein. Die Walze spielt Stücke aus der Oper "Axur re d'Oremus" von Antonio Salieri aus dem Jahre 1788, die Umsetzung auf die Stiftwalze erfolgte also kurz nach der Entstehung des Werkes.