Projekt: GID - Bürgerservice Gesundheit Baden-Württemberg
Die Souveränität des Verbrauchers setzt vollkommene Markttransparenz, gesicherte Daten und verlässliche Informationen sowie möglichst geringe Informationskosten voraus. Der GID-Bürgerservice Baden-Württemberg will den Verbraucher als mündigen Nachfrager von Gesundheitsdienstleistungen informieren und ihm eine Orientierung in der Vielfalt von Angeboten geben. Der Gesundheitsmarkt ist so verzweigt, dass er vom Rat suchenden Bürger, der gesundheitliche Informationens- und Beratungsbedarf hat, allein nicht überblickt werden kann. Die GID versteht sich als ein kundenorientiertes Dienstleistungsangebot, das den Bürger durch ein auf seine spezifische Belange zugeschnittenes Informationsangebot bei der Wahl der für ihn angezeigten Mittel unterstützt.
Das Konzept GID-Bürgerservice Baden-Württemberg ist dezentral aufgebaut. In den 44 Stadt- und Landkreisen Baden-Württembergs erheben GID-Master auf der Grundlage eines umfassenden biopsychosozialen Gesundheitsbegriffs das gesundheitliche Angebot (medizinische und nichtmedizinische Leistungsanbieter, Beratungseinrichtungen, Selbsthilfegruppen und sonstige gesundheitliche Informationsstellen). Die Angebotsbeschreibungen orientieren sich dabei an einheitlichen Qualitätskriterien, die Transparenz und Vergleichbarkeit sicherstellen. Die GID-Master sind in der Regel die am Gesundheitsamt verankerten regionalen Arbeitsgemeinschaften für Gesundheit (RAGs), die die Qualität der Daten durch das Qualitätssicherungssystem GID Quality Code sichern.
Seit 1997 wird der GID-Forschungsverbund (Universitäten Ulm und Freiburg, Landesgesundheitsamt Baden-Württemberg und MDK Baden-Württemberg) unter Mitwirkung der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) wissenschaftlich begleitet.
Die erhobenen Daten werden vor Ort den Bürgern, den Multiplikatoren und der Fachebene im Gesundheits- und Sozialwesen mittels einer standardisierten Datenbank via Internet, Datenträger oder als Gesundheitswegweiser zur Verfügung gestellt.
Auf Ladesebene werden die Daten von der SAMA als Koordinierungsstelle zusammengeführt, durch überregionale Daten ergänzt und überregional zugänglich gemacht.
Das Zielgruppenkonzept der GID umfasst neben der Ebene der Verbraucher die Multiplikatorenebene und die Ebene der Leistungserbringer. Mit Hilfe der GID können sie die Bürger und Patienten auf geeignete Angebote aufmerksam machen und den Vermittlungsprozess fachlich qualifizieren.
Die Informationsweitergabe geschieht auf regionaler Ebene personell über Beratungsstellen und Leistungsanbieter und medial über die Homepages der Landkreise sowie über Druckmedien. Auf Landesebene ist das zusammengeführte Angebot über eine Website (www.internet-gid.de) abrufbar.
Ansprechpartner:
Dr. Edwin, Toepler, Tel.: 0711-84888413, E-Mail: edwin.toepler@t-online.de, URL: www.sama.de
Hans-Peter Ruff, Tel.: 0711-84888415, E-Mail: hans-peter.ruff@t-online.de, URL: www.internet-gid.de
Anschrift:
Sozial- und Arbeitsmedizinische Akademie Baden-Württemberg e.V.
Adalbert-Stifter-Straße 105
70437 Stuttgart
Fax: 0711-84888420