Ethnografische Datenbank
zu Nomaden im Film

„Nomaden im Film“ ist der Name einer Datenbank mit Filmen über Nomaden und über nomadische Lebensweise. Sie entstand im Rahmen des interdisziplinären, seit 2001 arbeitenden Sonderforschungsbereiches (SFB 586), der sich der Begegnung von Nomaden und Sesshaften widmet. Die seit mehr als fünftausend Jahren zu belegende Kontakte führten zu unterschiedlichen Formen von „Differenz und Integration“ des jeweils Anderen. Mehr Informationen zu dem Forschungsprojekt unter www.nomadsed.de.

Entsprechend der untersuchten Regionen des SFB 586 konzentrierte sich die Auswahl von Filmen auf die Steppen- und Wüstenregionen Nordafrikas sowie Nord-, Mittel- und Zentralasiens. Klassiker des ethnographischen Film, die sich mit Pastoralisten des subsaharischen Afrikas befassen, sind ebenfalls verzeichnet. In die Datenbank sind in erster Linie Dokumentarfilme aufgenommen, aber auch Spielfilme, Kinderfilme, Comics sowie Spielfilme mit dokumentarischem Charakter und Experimentalfilme.

Die Abhängigkeit von ausreichend Licht, Strom und das Arbeiten mit unhandlichen, schweren Kameras auf Stativ komplizierte lange das Filmen im Freien. Daher gibt es bis in die 1960er nur wenige Filmdokumente von nomadischen Wanderungen, die oft monatelang durch entlegene Gebiete führten.

Die Arbeiten an der Datenbank werden fortgesetzt. Hinweise zu bisher nicht genannten Filmen, Literaturhinweise, Ergänzungen und Kommentare sind bei annegret.nippa(at)uni-leipzig.de mit der Referenz „Nomaden im Film“ willkommen. Filme werden nicht ausgeliehen, können aber nach Voranmeldung im Institut eingesehen werden.