Neben dem normalen Lehr- und Forschungsbetrieb gibt es eine Reihe weiterer wissenschaftlicher Aktivitäten an unserem Institut. Seit 2009 findet unsere Vortragsreihe „Freunde aus der Ferne…“ statt, bei der namhafte Sinologen aus dem In- und Ausland Einblicke in ihre Arbeit geben. Dadurch gewähren unsere Gäste wichtige Perspektiven auf die thematische Vielfältigkeit der internationalen sinologischen Forschung. Im Sommersemester 2012 fand diese Vortragsreihe im Rahmen des Forschungskolloquiums für Master-, Magister- und Promotionsstudierenden statt, für die es eine gute Gelegenheit war, mit etablierten Wissenschaftlern ins Gespräch zu kommen. Im Rahmen der Masterclass “Parallaxen des Wissens” fand im Sommersemester 2012 eine öffentliche Vortragsreihe statt, die sich mit Strukturen, Objekten und Bedingungen des Wissens befasste.

Ende 2009 fragte ein Symposium nach den „Perspektiven der Sinologie als Regionalwissenschaft“ , wozu Teilnehmer aus Deutschland, Österreich und der Schweiz angereist waren. In noch größerem Rahmen fand 2010 die internationale Konferenz „New Trends in the Study of Chinese Popular Religion(s) – 中国民间信仰、民间宗教研究的新趋势“ statt. Diese wurde durch eine gemeinsame Initiative der Shanghai Normal University und der Leipziger Sinologie ins Leben gerufen und brachte chinesische und europäische Forscher zum Thema der chinesischen Volksreligionen an einen Tisch. Zudem bot sie Leipziger Nachwuchswissenschaftlern die Chance, ihre Forschungen und Ergebnisse erstmals einem größeren Fachpublikum zu präsentieren. Die Beiträge der Konferenz wurden in einem Manuskript zusammengestellt, das demnächst beim Boyang Verlag (Taipei, Taiwan) erscheint. Im August 2011 kamen Experten für die chinesische Militärgeschichte zur internationalen Konferenz „Civil-Military Relations in Chinese History 中国军队和社会的关系“ zusammen und repräsentierten mit ihren thematisch vielfältigen Beiträgen den damaligen Forschungsstand auf diesem Gebiet. Im Oktober 2011 fand die Internationale Tagung „Ästhetikdiskurse und Medienwandel in China –  中國的美學談論與媒介變化“ statt, die sich mit vielen Aspekten des Ästhetischen im modernen China auseinandersetzte.

In Kooperation mit dem Konfuzius-Institut Leipzig gewährte die von Mai bis September 2010 abgehaltene Ausstellung „Qingdao-Tsingtau“ anhand alter Fotos einen Einblick in das chinesische Alltagsleben vor etwa 100 Jahren. Die Bilder wurden von Paul Ernst Praßer gemacht, welcher in dieser Zeit seinen Militärdienst im damaligen deutschen „Pachtgebiet“ Kiautschou (Jiaozhou) leistete. Einige Monate zuvor – November 2009 bis Januar 2010 – widmete sich eine in Kooperation mit der Peking Universität und dem Konfuzius-Institut zusammengestellte Ausstellung dem Thema „Cai Yuanpei – der chinesische Humboldt“. Cai Yuanpei, der wichtigste Bildungsreformer der 1911 gegründeten Republik China und Rektor der berühmten Peking Universität, studierte auch an der Universität Leipzig. Im Herbst 2011 fand die Fotoausstellung “100 Jahre Republik China” statt, deren Anlass der hundertste Geburtstag der Republik China (Taiwan) war. Die Schwarzweiß- und Farbfotografien spiegelten die historischen Entwicklungen der vergangenen hundert Jahre der Inselrepublik wider.

Darüber hinaus gab es bisher auch einige Autorenlesungen, welche an unserem Institut stattfanden. Die Übersicht auf dieser Seite bietet einen Überblick über alle bisherigen Aktivitäten. Sie ist in verschiedene Kategorien eingeteilt und wird ständig aktualisiert.