Prof. Dr. Stefan Kramer

Funktion: Professur für Gesellschaft Chinas
Raum: S 310
Telefon: 0341-9737152
Fax: 0341-9737167
Email: stkramer@uni-leipzig.de
Sprechzeiten: im Sommersemester 2012: jeweils 17 Uhr am Dienstag, dem 24.4., 8.5., 22.5., 12.6., 19.6., 3.7., und nach Vereinbarung (zu besprechende Texte mögen bitte bis spätestens eine Woche vor dem Termin als Ausdruck! im Sekretariat abgegeben werden)
Forschungsinteressen:

Forschungsschwerpunkte

Sozialgeschichten und Sozialtheorien Chinas;
Sozial-Technikgeschichte und Diskurstheorie;
Erkenntnistheorie und ästhetische Philosophie;
Mediengeschichte, Medientheorie und Medienphilosophie,
Geschichte und Theorie der Einzelmedien,
Anthropologie von Kultur und Kommunikation

Forschungsprojekte 1.       Informatische Modellierungen kultureller Prozesse. Konzepte und Praktiken von Repräsentation und Simulation in den gesellschaftlichen Kontexten Westeuropas und Ostasiens (gemeinsam mit Gerhard Heyer, Informatik, und einer interdisziplinären Forschergruppe) Die Forschergruppe führt unter der gemeinsamen Fragestellung der Analyse und Gestaltung kultureller Prozesse, wie sie in den medialen Angeboten des Web 2.0 in Form von Texten und Bildern als semantisch wirksame kulturelle Repräsentationen/Simulationen in großem Umfang generiert werden, die Informatik mit den Kultur-, Regional- und Medienwissenschaften zusammen. Gegenstand ihrer Modellierungen und Analysen sind Mediatisierungen von Schrift, Bildern und Bewegtbildern in ausgewählten ostasiatischen und westeuropäischen Nachrichtenseiten, Textarchiven, Foren und Blogs des WorldWideWeb sowie Bildschirmspielen. Während in der Informatik bisher vor allem industrielle und ökonomische Prozesse untersucht worden sind, bei deren Gestaltung man überwiegend von global standardisierten Anwendergruppen und einheitlich zu bedienenden „Rational Choice Actors“ ausgegangen ist, betrachtet diese Forschergruppe vor allem kulturelle, d.h. nicht ausschließlich oder überwiegend von ökonomischen Überlegungen geleitete Prozesse. Diese haben in den globalen Netzwerken der postindustriellen Informationsgesellschaft ihre ganz eigenen Dynamiken entwickelt. Sie sind unter den gegenwärtigen und für die nähere Zukunft absehbaren Bedingungen sich zusehends fragmentierender und neu erschaffender Bedeutungsräume, innerhalb derer sich eine Vielzahl sich ausdifferenzierender „Non-Rational-Choice-Actors“ herausgebildet hat, von wachsender Relevanz. Im Spannungsfeld zwischen der Repräsentation und der Simulation von „Wirklichkeit(en)“ weisen sie eine Reihe von Besonderheiten auf, durch welche ihre eigenständige Untersuchung und die Entwicklung eines spezifischen Analyserahmens angezeigt sind. Das Ziel dieser Forschergruppe besteht in diesem Sinne in der Erstellung eines konzeptuellen Rahmens für kulturelle Prozesse, welcher in konkreten Modellierungen, Analysen und Simulationen operationalisiert werden soll. 2.      Technische Netzwerke des Kulinarischen: Akteure, Agenten und Interessen des Handlungsraums Küche (siehe hierzu außerdem: www.kulinaristik.net) Das Projekt „Technische Netzwerke des Kulinarischen“ geht aus von einem weit zu fassenden Forschungsfeld einer vergleichenden Sozial-, Medien- und Technikanalyse von Kollektiven, welche den Ort „Küche“ als einen maßgeblichen Referenzraum kommunikativer Prozesse begreift. Ausgangspunkt der Überlegungen zu diesem Teilprojekt ist eine ontologische Neubetrachtung und Remontage der dem dualen und seit der Zeit der industriellen Moderne kolonial auftretenden Gefüge der Begrifflichkeiten einer Natur und Kultur (des Essens wie auch seiner Beschaffung und Zubereitung) zugrunde liegenden phänomenalen und noumenalen Beziehungen zwischen Natur, dem Transzendenten, Technik, Wissenschaft, Politik, Macht und den Medien von deren Repräsentation/Modellierung und Kommunikation. Im Mittelpunkt steht die Beschreibung und Analyse von sich in der globalisierten Netzwerkgesellschaft und unter den Bedingungen ihrer „technischen Kultur“ zusehends zwischen die dual-kolonialen Anordnungsbedingungen von Gesellschaften schiebenden „Quasi-Objekte“ (Michel Serres) und ihrer realen, kollektiven und narrativen Anteile an der Generierung von Wissen und Wahrheit (Bruno Latour) sowie deren Rückbeziehung auf heteronome/heterotope Diskurse in sich ausdifferenzierenden und zusehends multizentrisch und polysemisch anordnenden, von multiplen menschlichen und nicht menschlichen Akteuren und Interessen beherrschten Kollektiven. Von diesem Ausgangspunkt her vermag die Erforschung einer Natur/Kultur des Essens, welche den Handlungsraum Küche und seine (natürlichen und kultürlichen, menschlichen und technischen) Akteure in den Mittelpunkt rückt, auf zahlreiche Phänomene und Interaktionen abzuleiten, aus welchen heraus sich, in Abhängigkeit von den jeweiligen Umweltbedingungen in sich historisch und geopolitisch ausdifferenzierenden Kollektiven, eine „glo/kale“ Kulturtheorie zwischen anthropologischen Universalien und regional/lokalen Ausdifferenzierungen formulieren lässt. In diesem Sinne geht es mit Blick auf das zahlreiche Einzelfragen und disziplinäre Fokussierungen betreffende „Netzwerk Küche“ in diesem Projekt darum, die Küche und alle sich in ihr und in einer kommunikativen Beziehung zu ihr befindlichen technischen Einrichtungen (Küchengeräte und -möbel) sowie menschlichen „Darsteller“ (Köche und Speisende), unter Auflösung des differierenden Dualismus zwischen Natur und Kultur, Mensch und Technik wie nicht zuletzt auch zwischen Subjekt und Objekt als Akteure zu begreifen. Diese konstruieren und kommunizieren in ihrer Wechselwirkung und ihren Interaktionen jeweils ein Netzwerk kollektiver Bedeutungsbildung, das es hinsichtlich seiner Ontologien und kommunikativen Ausprägungen, zwischen Phänomen und Noumen, näher zu betrachten, zu desontologisieren und neu zu montieren gilt. Dabei gehen sie auf die eine oder andere Weise mit parallel stattfindenden (außerkulinarischen) Diskursen eine sich unaufhörlich aktualisierende kommunikative Verbindung ein. Es wird in dieser Hinsicht nach der Beziehung und dem historischen Wandel bzw. nach den geopolitischen Disparitäten der an diesen Prozessen beteiligten instabilen, sich unaufhörlich wandelnden und gegenseitig austauschenden Akteure und ihrer Interessen und Agenten gefragt. Hinsichtlich der unter den Bedingungen der industriellen und postindustriellen Moderne stattfindenden Prozesse dieser soziotechnischen Netzwerke, auf welche der Blick privilegiert gerichtet werden soll, ist davon auszugehen, dass sich mit der zunehmenden Verwissenschaftlichung und Technisierung der Gesellschaften sowie der wachsenden Vermenschlichung bzw. Sozialisierung der Maschinen auch in den Küchen immer mehr Quasiobjekte etablieren konnten. Diese lassen sich als eine Gruppe der Gemenge und Gemische in einem diskursiven „Dazwischen“ von Natur, Gesellschaft und Technik bezeichnen, in welchem sie einen „zusammenhängenden Körper“ darstellen. Um diesen zusammenhängenden Körper der Küche, beschreiben zu können, wird es in dem vorgeschlagenen Teilprojekt im Vergleich sich historisch und geopolitisch ausdifferenzierender Akteure, Interessen und Agenten darum gehen, neue Verfahren einer Rekartographie derselben zu entwickeln. Dabei stellt sich vor allem die Frage nach einer Remontage der Begriffe und Forschungsfelder des Realen, des Sozialen und des Narrativen (Latour), wie wir sie in sich vielfach verschiebender Disposition in den Prozessen und Wechselwirkungen der Akteure des technisch-menschlich-natürlichen Ensembles „Küche“ genauso wie in demjenigen einer „glo/kalen“ Anordnung von Kollektiven und ihren kommunikativen Dispositionen finden. Schließlich wird davon ausgegangen, dass die an diesem Ort, in diesem Raum stattfindenden und zugleich auf metasoziale Zusammenhänge verweisenden sozialen Beziehungen in unaufhörlicher „Aktualisierung“ in immer neue Artefakte wie Technologien transformiert werden, die ihrerseits immer neue Kollektive herausbilden bzw. alte Kollektive verändern – sowohl in deren Mikroakteuren „Küche“ wie auch in ihren Makrostrukturen gesellschaftlicher Institutionen und Normsysteme. 3.   Agencies of the Visible (Wirkungsmächte des Sichtbaren) Ziel dieses Projektes ist eine Neubetrachtung der Beziehungen zwischen (den Begrifflichkeiten von) Natur, dem Transzendenten, Technik, Wissenschaft, Politik, Macht und den Kultur-/Soziotechniken, welche allesamt konstituierend auf die Formierung = Formulierung von Gesellschaft als kommunikatives Phänomen eines in der Moderne vor allem visuell auftretenden Erscheinens gewirkt haben und wirken. Ausgehend von dem Agency-Begriff von Andrew Pickering und Bruno Latour sowie von Alain Badious materiellem Objekt-Verständnis, nach dem ein „Objekt immer die aktuale ontologische Zusammensetzung eines Erscheinenden [ist], worin erst die Virtualität seines Erscheinens in dieser oder jener Welt wurzelt“ (Badiou 2010: 271) und somit von einer Beschreibbarkeit des Objekts „Visualität“ mit den Mitteln einer formalen Logik, geht es in diesem Sinne darum, eine Kartographie der Objekte des Visuellen zwischen ihrem phänomenalen (nämlich der Schnittmenge aller realen Identitäten) und ihrem noumenalen (nämlich der reinen Urteilskraft unterworfenen) Sein zu erstellen. Die beiden Kategorien des phänomenalen und des noumenalen Seins hatten Kant in seiner „Urteilskraft“ (Kant 2003) noch scharf voneinander getrennt, Hegel (Hegel 2003) als „Sein zum Dasein“, also in einem unaufhörlichen Werden, bestimmt, Heidegger (Heidegger 2006) – den schließlich zur Dekonstruktion weiterentwickelten Zweifel Levinas (Levinas 2005) hervorrufend – , die Politik des Subjektes überwindend, auf das Seiende bezogen und Badiou schließlich als Verschmelzung von Phänomen und Denken in ihrem jeweiligen Erscheinen synthetisiert: „Jedes Objekt ist das Dasein des Seins eines Seienden“ (Badiou 2010: 261) und zugleich „immer die aktuale ontologische Zusammensetzung eines Erscheinenden, worin erst die Virtualität seines Erscheinens in dieser oder jener Welt wurzelt“ und somit an den Schnittmengen der Identitäten aller erscheinenden Welten zu berechnen sei. (Badiou 2010: 271) Dabei gilt es, die jeweiligen Konzepte des Erscheinens hinsichtlich ihrer Funktionsmechanismen der Erzeugung von Differenz (Abwesen? Unsichtbarkeit?) zu befragen, welche sich als die unabdingbare Voraussetzung ihrer Kommunikation und also der Modellierung von Kollektivität resp. Gesellschaft herausstellt, bevor die durch sie erst erzeugte Gesellschaft schließlich alle ihre Bemühungen darauf setzt, die sie konstituierende Differenz wieder zu überbrücken. Es geht in diesem Projekt darum, im Rahmen einer formalen Ontologie die Inhalte und Struktur der Kategorien des visuellen Erscheinens sowie ihre Beziehungen zu anderen Entitäten unter Maßgabe verschiedener ontologischer Ebenen (materiell, kognitiv und kollektiv) zu benennen und zu differenzieren. Die auf der Grundlage der formulierten Kategorien, Konzepte und Begriffe zu erstellende Kartographie des Sichtbaren als ein Objekt des Erscheinens, welches sein „Dasein“ als Synthese von Phänomen und Nomen generiert, gilt es schließlich an Michel Serres Kommunikationsmodell der „Quasi-Objekte“ (Serres 1984) anzubinden.  In Anlehnung an Serres konstatiert schließlich Latour (Latour 2001, 2008), dass mit zunehmendem Grade der Trennung dieser Bereiche und einer immer schärferen Verwissenschaftlichung und Technisierung der Gesellschaften sowie einer wachsenden Vermenschlichung bzw. Sozialisierung der Maschinen unter den Dispositionen einer „Technological Culture“ (Lash 2002: 13), welche mehr und mehr diejenige der – die Technik und Objekte marginalisierenden – Repräsentation (die ja, anders als eine Modellierung, immer eine solche von etwas/jemandem sein muss) ersetzt hat, immer mehr solcher Quasi-Objekte zwischen den getrennten Bereichen etablieren konnten. Diese seien als „Heterotopien“ (Foucault 1977, Jullien 1996) oder „Zwischenräume“ (Bhabha 2000) von der Moderne gänzlich aus ihren dualistisch angeordneten Diskursen ausgeblendet worden. Sie seien sowohl natürlich als auch gesellschaftlich determiniert, beinhalteten sowohl das (koloniale) Eigene wie auch das – diesem längst inhärente – (kolonisierte resp. antikoloniale) Andere. Sie lassen sich als eine Gruppe der Gemenge und Gemische in einem diskursiven „Dazwischen“ (Tholen 2002) von Natur, Gesellschaft und Technik bezeichnen, in welchem sie einen „zusammenhängenden Körper“ darstellen (Serres 1991: 8). Damit haben sie die Leerstellen des dualistischen Denkens besetzt und den sozial- und geisteswissenschaftlichen Diskurs sowie die Naturwissenschafts- und Technikforschung und schließlich das Verhältnis beider zueinander auf der Basis der technischen Kultur neu montiert.

Lebenslauf:

Studium der Medienwissenschaft, Sinologie mit Literatur- und Politikwissenschaft, Theaterwissenschaft in Bochum und Peking, 1996 Promotion (Dr. Phil.),

1996 – 1998 Sales Executive in der chinesischen Medienwirtschaft,

1998 – 2002 Wissenschaftlicher Mitarbeiter im SFB „Literatur und Anthropologie“ an der Universität Konstanz,

2002 – 2004 Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität Konstanz in einem DFG-Projekt zum Thema „Medien und kulturelle Identität“,

2003 Habilitation Medienwissenschaft an der Universität Konstanz,

2004 – 2009 Hochschuldozent für Medienwissenschaft und Medienkultur an der Universität Konstanz,

2007 Habilitation Sinologie an der Universität Tübingen,

2008 Lehrstuhlvertretung „Medienästhetik“ an der Universität Siegen,

seit 2009 Professor für „Gesellschaft Chinas“ an der Universität Leipzig und seit 2010 Honorarprofessor für Medienphilosophie an der Guangzhou University.

学习经历: 传媒学;东亚研究,汉学及政治学;戏剧学(波鸿和北京);波鸿鲁尔大学哲学博士学位;2003年获得康斯坦茨大学传媒专业高校教师资格; 2007年获得图宾根大学汉学专业高校教师资格。

职业经历: 1996–1998年传媒经济销售主管;波鸿鲁尔大学教学及科研工作;1998–2002年SFB 511研究员,《文学与人类学》,康斯坦茨大学;2003–2004年康斯坦茨大学研究员,DFG项目之《传媒与文化的同一性》;2000–2007年图宾根大学文化科学系研究员;2004–2009年康斯坦茨大学传媒科学与文化学院讲师;2007–2008年图宾根大学汉学系特聘讲师;2008年锡根大学传媒美学专业教授;2009年至今,莱比锡大学“中国社会”专业教授。

Lehrveranstaltungen:

Lehrveranstaltungen im SS 2012:
1. B.A. Gesellschaften Chinas, 2 SWS
2. M.A./Promotion Parallaxen des Wissens, 4 SWS
3. M.A.-/DoktorandInnenkolloquium, Sozial- und medienwissenschaftliche Chinaforschung, 2 SWS

Die Termine, Details und Arbeitsmaterialien zu allen Lehrveranstaltungen finden sich in für diese eingerichteten Moodle-Seiten

Einzelheiten zu allen meinen Veranstaltungen finden sich auf den entsprechenden Moodle-Seiten. Jede/r Teilnehmer/in muß sich dort eintragen, um an den Veranstaltungen teilnehmen zu können.

Moodle: Wichtiger Hinweis: Hausarbeiten, Entwürfe etc. werden ausschließlich in gedruckter Form (ins Fach) angenommen, nicht als eMail-Attachments.

所授课程: 详细信息请查阅学院课程设置。听课需登记。重要提示:课程结课需提交纸质版论文、提纲等,勿以电子邮件附件形式提交。。
Veröffentlichungen:

(in Auswahl) Bücher: Chen Kaige: Kinder des Drachen. Eine Jugend in der Kulturrevolution. (mit Hu-Chong Kramer, Hg.) G. Kiepenheuer Verlag, Leipzig 1994. Schattenbilder. Filmgeschichte Chinas und die Avantgarde der achtziger und neunziger Jahre. Projekt Verlag, Dortmund 1996. Geschichte des chinesischen Films. Verlag J.B. Metzler, Stuttgart, Weimar 1997. (koreanische Ausgabe: YeeSan Publishing Co., Seoul 2000) Bilder aus dem Reich des Drachen. Chinesische Filmregisseure im Gespräch. Horlemann Verlag, Bad Honnef, 2002. Vom Eigenen und Fremden. Fernsehen und kulturelles Selbstverständnis in der Volksrepublik China. transcript, Bielefeld 2004. Das chinesische Fernsehpublikum. Zur Rezeption und Reproduktion eines neuen Mediums. transcript. Bielefeld 2006. Globalization, Cultural Identities, and Media Representations. (with Natascha Gentz, ed.). SUNY Press, New York 2006. Networks of Culture. (with Peter Ludes, ed.). LIT Verlag, Münster, London, 2010. Buch- und Zeitschriftenbeiträge: ›Chinesische Filmkunst in den achtziger und neunziger Jahren‹. In Carsten Herrmann-Pillath und Michael Lackner (Hg.): Länderbericht China. Politik, Wirtschaft und Gesellschaft im chinesischen Kulturraum. Bundeszentrale für politische Bildung, Bonn 1998, S. 468-477. ›Nationales Gedächtnis, kollektive Amnesie. Nationalmythen im chinesischen Film‹. In Rainer Rother (Hg.): Die Mythen der Nationen. Völker im Film. Berlin 1998. ›Kulturtradition und Alltag im Sog massenmedialer Programmstrukturen‹. In: Joachim Paech, Andreas Schreitmüller und Albert Ziemer (Hg.): Strukturwandel medialer Programme. Vom Fernsehen zu Multimedia. Konstanz 1999, S. 31-46. ›Tradition, Ideologie und Markt‹. In: »Das Parlament«. 35-36/1999. ›Revolutionäres Pathos und nationale Erinnerungsarbeit. Chinas Propaganda und ihre Medien‹. In: »Das Parlament«. 35-36/1999. ›Qing-zeitliche Gesellschaftskritik im Spiegel des Gelehrten. Der chinesische Roman „Rulin waishi“ von Wu Jingzi‹. In: Reingard Nischik (Hg.): Uni Literarisch. Lebenswelt Universität in literarischer Repräsentation. Konstanz 2000, S. 67-87. ›Bambusschatten im Mondschein auf seidenen Fensterscheiben. Das ‚abendländische Schattenspiel‹ im ‚Reich der Mitte‹. In: Irmbert Schenk (Hg.): Erlebnisort Kino. Marburg 2000, S. 166-181. ›Die Erotik des Unbekannten‹. In: »Kultur/Austausch«. 1/2001, S. 104-105. ›Film, Kultur und die Konstruktion des modernen Chinas‹. In: Hu-Chong Kramer und Stefan Kramer: Bilder aus dem Reich des Drachen. Chinesische Filmregisseure im Gespräch. Bad Honnef 2002. ›Macht und Repräsentation. Die Autorität und Medialität interkultureller Diskurse‹. In: Furtwängler, Frank et. al. (Hg.): Zwischen-Bilanz. Eine Internet-Festschrift zum 60. Geburtstag von Joachim Paech. http://www.uni-konstanz.de/paech2002. ›Identität aus dem Pappkarton. Der postmoderne Wandel der Bilder und die kulturelle Entmythisierung Chinas‹. In: Ralf Adelmann, Hilde Hoffmann, Rolf F. Nohr (Hg.): Video als mediales Phänomen. Weimar 2002, S. 118 – 132. ›Die Rote Sonne ist versunken. 50 Jahre Kino im kommunistischen China‹ In: Lexikon des internationalen Films. Frankfurt a.M. 2002, Bd. 1, S. F2 – F4. Auch: »film-dienst«. 20/1999, S. 53-55. ›Boddhisattva ist auch eine Frau. Wu Tianming‹. In: Lexikon des internationalen Films. Frankfurt a.M. 2002, Bd. 1, S. F4 – F7. Auch: »film-dienst«. 9/1996, S.34-36. ›Kultur der Katastrophen und die Katastrophen der Kultur‹. In: Dieter Groh, Michael Kempe und Franz Mauelshagen (Hg.): Naturkatastrophen. Beiträge zu ihrer Deutung, Wahrnehmung und Darstellung in Text und Bild von der Antike bis ins 20. Jahrhundert. Tübingen 2003, S. 327-344. ›Der Wind und das Wasser. Filmschaffen und Filmzensur in der VR China.‹ In: Bernhard Führer (Hg.): Zensur. Text und Autorität in China in Geschichte und Gegenwart. Wiesbaden 2003, S. 194-207. ›Wahrnehmungsdispositiv Fernsehen. Textstrategien nationaler Bedeutungsproduktion in der VR China‹. In: Bernhard Führer (Hg.): Aspekte des Lesens in China in Vergangenheit und Gegenwart. Bochum 2005, S. 269-287. ›Bilder des Anderen und der kulturelle Ort des Fernsehens.‹ In: A. Assmann, U. Gaier, G. Trommsdorff (Hg.): Zwischen Literatur und Anthropologie. Diskurse, Medien, Performanzen. Tübingen 2005, S. 227-240. ›Transcultural Narrations of the Local: Taiwanese Cinema Between Utopia and Heterotopia‹. In: Stefan Kramer und Natascha Gentz (Hgg.): Globalization, Cultural Identities, and Media Representations. New York 2006, S. 45 − 57. ›Jenseits des Reichs der Zeichen. Figurationen des Anderen in Quantin Tarantinos Spielfilm Kill Bill‹ In: Jianhua Zhu, Hans-R. Fluck, Rudolf Hoberg (Hg.): Interkulturelle Kommunikation Chinesisch − Deutsch. Frankfurt a.M. 2006, S. 269 − 281. ›Wladza I tożsamość‹ (Körper und Differenz) In: Andrzej Gwozdz (Hg.): media ciato mamieć. o wspólczesnych tożsamościach kulturowych (Medien, Körper, Gedächtnis. Über zeitgenössische Kulturidentitäten). Warschau 2006, S. 86 − 96. ›Quanwei yu meitixing. Guanyu deguo de kuawenhua taolun‹. 权威与媒体性。关于德国的跨文化讨论 (Autorität und Medialität. Zur Interkulturalitätsdebatte in Deutschland). In: Zhu Jianhua 朱建华(Hg.): Zhongde kuawenhua jiaoji xinlun 中德跨文化交际新论 (Neue Arbeiten zur interkulturellen Kommunikation Chinesisch – Deutsch). Peking 2007, S. 37 – 49. ›Hypermediale Key Visuals‹. In: Joachim Paech, Jens Schröter (Hg.): Intermedialität analog/digital. Theorien, Modelle, Analysen. München 2008, S. 91-102. ›Äther: Und es gibt ihn doch… Desontologisierte Überlegungen zur Immanenz der Medien‹. In: Albert Kümmel-Schnur, Jens Schröter (Hg.): Äther. Ein Medium der Moderne. Bielefeld 2008, S. 33-53. ›Das Andere des kommunikativen Handelns. Zur Kultur von Wahrnehmung, Erkenntnis und Begrifflichkeit in der Ökonomie‹. In: Alihan Kabalat; Birger P. Priddat, Elena Smirnova (Hg.): Ökonomie, Sprache, Kultur. Marburg 2008, S. 207-232. ›Zwischen_Leere. Die Abwesenheit von Raum in der Malerei Zhu Ruojis‹. In: „Powision“ 1/2009, S. 51-54. ›Mediale und kulturelle Leitfunktionen. Zwischen Substanz, Form und Struktur der Kommunikation‹. In: Daniel Müller, Annemone Ligensa, Peter Gendolla (Hg.): Leitmedien. Konzepte, Relevanz, Geschichte . Bd. 2, Bielefeld 2009, S. 109-123. ›Chao meiti de guanjianxing shijue yingxiang 超媒体的关键性视觉影像 (Mediale Key Visuals)‹. In: Wang Li 王荔 (Hg.): Xin meiti, xin guannian, xin shenghuo 新媒体新观念新生活. (Neue Medien, neue Konzepte, neues Leben). Shanghai 2009, S. 155-163. ›The Cultures of Subject, Structure and Meaning: Quentin Tarantino’s Kill Bill‹. In: Stefan Kramer, Peter Ludes (Hg.): Networks of Culture. Münster, London 2010, S. 45-58. ›Substantiation of China’s Postnational Self-Construction: The Olympic Opening Ceremony in Beijing‹. In: Stefan Kramer, Peter Ludes (Hg.): Networks of Culture. Münster, London 2010, S. 227-238. ›Die dokumentarische Ästhetik der Wirksamkeit und Chen Weijuns Film „Haosi buru lai huozhe“‹. In: Karl Sierek, Guido Kirsten (Hg.): Das chinesische Kino nach der Kulturrevolution. Theorien und Analysen. Marburg 2011, S. 371-389. ›Innen- und Außenräume der Repräsentation. Zur Struktur des medialen Wahrnehmens in China‹. In: Günther Heeg, Markus A. Denzel (Hg.): Globalizing Areas, kulturelle Flexionen und die Herausforderung der Geisteswissenschaften. Stuttgart 2011, S. 157-173.

专著:

•《阴影图像。中国电影史和八十及九十年代先锋派》,项目出版社,多特蒙德,1996年;《中国电影史》,梅茨勒出版社,斯图加特,魏玛,1997年(韩文版:义生出版公司,首尔,2000年);

•《自有与舶来—中国电视与文化的自我理解》,比勒菲尔德,2004年;

•《中国的电视观众之新媒介的接受与再生产》,比勒菲尔德,2006年

出版物

• 《陈凯歌:龙的孩子。文化大革命中的一个青年人》(与胡崇•克拉谟合著),基彭豪尔出版社,莱比锡,1994年;

• 《来自龙的王国的图片。对话中的中国导演》,霍勒曼出版社,巴特霍涅夫,2002年;

•《全球化,文化特性与传媒表述》(与娜塔莎• 根茨等合著),阳光出版社,纽约,2006年;

•《网络文化》(与彼得• 路德斯等合著),列科出版社,明斯特,伦敦,2009年。

参编参写书目

•《80、90年代的中国电影艺术》,卡斯腾•赫尔曼,米夏埃尔•拉克纳:《中国报告—中国文化领域中的政治、经济与社会》,联邦政治教育中心,波恩,1998年,468-477页;

•《民族的记忆,集体的遗忘—中国电影中的民族神话》,赖讷•罗特尔:《民族神话—电影中的民族》,柏林;

•《大众媒体节目架构漩涡中的文化传统与日常生活》,约阿希姆•派西,安德列亚斯•施赖特米勒,阿尔贝特•齐默尔:《媒体节目的结构转型—从电视到多媒体》,康斯坦茨,1999年,31-46页;

• 《从学士视角看对大清社会的评判—中国小说之吴敬梓•<儒林外史>》,赖因尕德•尼施克:《文学大学之文学再现中的人间大学》,康斯坦茨,2000年,67-68页

• 《窗绸上的月色竹影—西方皮影戏在中国》,伊尔贝尔特•申克:《奇遇王国之电影》,马尔堡,2000年,166-181页

• 《电影、文化和当代中国体系》,胡崇•克拉谟,施特凡•克拉谟:《来自龙的王国的图像—对话中的中国电影导演》,巴特霍涅夫,2002年;

•《权利与体现—权威与跨文化讨论的媒介》,福特文勒,弗兰克等:《中期回顾—暨约阿希姆•派西诞辰60周年之网络纪念文》,http://www.uni-konstanz.de/paech2002

•《纸板画稿的同一性—中国后现代的图像变迁与文化非神话》,拉尔夫•阿德尔曼,希尔德•霍夫曼,罗尔夫•法轮海特•诺尔:《作为媒介的视频》,魏玛,2002年,118-132页;

•《红太阳落山了—社会主义中国之电影50周年》,《国际电影百科》第一册,法兰克福,2002年,F2 – F4页;《电影站》,1999年第20期,53-55页;

•《菩萨也是个女人》,吴天明,《国际电影百科》第一册,法兰克福,2002年,F4-F7页;《电影站》,1996年第9期,34-36页;

•《灾难的文化与文化的灾难》,迪特尔•格罗,米夏埃尔•肯佩,弗兰茨•茂埃尔斯哈根:《天灾—在古代至二十世纪以来文献及图像中的释义、感知与表达》,图宾根,2003年,327-344页;

•《风与水—中国的电影审查委员会》,伯恩哈德•菲勒尔:《审查委员会—中国历史与当代的相关条文与权威机构》,威斯巴登,2003年,194-207页;

•《感知失衡的电视—中国民族意义创作的文本策略》,伯恩哈德•菲勒尔:《中国过去与现在的生活》,波鸿,2005年,269-287页;
《电视文化图像与其他》,阿斯曼, 盖尔,特隆多夫:《文学与人类学之间—讨论、媒体与语言运用》,图宾根,2005年,227-240页;

•《地方的跨文化叙事:台湾电影的乌托邦与异托邦》,施特凡•克拉谟,娜塔莎•根茨:《全球化、文化特性和媒体表述》,纽约,2006年,45-57页;

•《符号彼岸—昆汀•塔伦蒂诺故事片<杀死比尔>中的另类造型》,朱建华、汉斯•弗鲁克、鲁道夫•霍贝尔克:《跨文化交际:汉语—德语》,法兰克福,2006年,269-281页;

•《躯体与差异》,安德烈•戈沃兹《媒体、躯干、记忆—当代文化同一性》,华沙,2006年,86-96页;

• 《权威与媒体性。关于德国的跨文化讨论》,朱建华:《中德跨文化交际新论》,北京,2007年37-49页;《德国研究》,2004年3月,32-38页;

•《超媒体的关键视觉》,约阿希姆•派西:《媒体间的相似性与数字化—理论、模式与分析》,慕尼黑,2008年,91-102页;

•《苍穹:他在这里…对媒体内在性的非本体思索》,阿尔贝特•屈梅尔•施努尔、延斯•施罗特:《苍穹—现代媒体》,比勒菲尔德,2008年,33-53页;

•《他类交际手段—经济学中感知、认识与定义的文化》,阿里罕•卡巴拉特、比尔格尔•普瑞达特、伊雷纳•斯米尔诺娃:《经济学、语言与文化》,马尔堡,2008年,207-232页。