Was ist Sinologie?

Die Sinologie widmet sich der Erforschung der Sprache, Kultur, Gesellschaft und Geschichte Chinas. Angesichts der ständig wachsenden Bedeutung Chinas als Wirtschafts- und Kulturraum besteht das Anliegen des Sinologen darin, als Kulturmittler zu fungieren. Ausgestattet mit kultureller und sprachlicher Kompetenz verfügt er über die notwendigen Qualifikationen, um Phänomene des alten und modernen China mit wissenschaftlichen Methoden erforschen und bewerten zu können.

Was mache ich mit einem Abschluss in Sinologie?

Ein Sinologie-Studium ist keine Berufsausbildung im engeren Sinne. Wie in anderen geisteswissenschaftlichen Studiengängen steht auch in der Sinologie die Befähigung zum kritischen Denken und wissenschaftlichen Arbeiten im Vordergrund. Darüber hinaus erwerben die Studierenden wichtige “hard skills” in Form von chinesischer Sprach- und Kulturkompetenz, welche auf dem Arbeitsmarkt mit Hinblick auf die rapide wachsende globale Bedeutung Chinas immer mehr nachgefragt werden. Berufliche Chancen für Absolventen der BA- und MA-Studiengänge ergeben sich besonders in den Bereichen Wirtschaft, Kultur, Medien, Übersetzung & Dolmetschen, diplomatischer Dienst und internationale Organisationen. Der berufliche Einstieg wird erleichtert durch zielgerichtete Wahlbereichsentscheidungen, studienbegleitende Praktika sowie anschließende Traineeprogramme u.ä. Weiterhin besteht im Falle der Promotion die Möglichkeit einer wissenschaftlichen Laufbahn im universitären Bereich.

Sinologie in Leipzig

Die Sinologie hat in Leipzig eine lange, bis ins 19. Jahrhundert zurückreichende Tradition. Das Institut deckt heute in seinem Lehrangebot breite Bereiche der Erforschung des modernen und vormodernen Chinas ab. Besondere Schwerpunkte ergeben sich aus den Forschungsfeldern der Institutsmitglieder in den folgenden Bereichen:
- Religion, Philosophie, Literatur
- Kommunikations- und Medienwissenschaften
- Militärgeschichte, Kampfkunst, Geschichte des spätkaiserlichen China
- Interkulturelles Training
- Chinesische Sprachausbildung