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Architektur Retina: Phylogenese, Fovea centralis
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Semidünnschnitt der zentralen Affenretina
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Abstract:
Das Netzhautgewebe setzt sich aus repetitiven morphologischen
und funktionellen Einheiten zusammen: Jeweils eine Müllersche
Radialgliazelle bildet "Stützgerüst" und
"metabolische Amme" für eine säulenförmig
angeordnete Gruppe von Nervenzellen (Fig.
1). Das räumliche Verteilungsmuster dieser Müllerzellen
(und damit der neuronalen Einheiten) ist sehr regelmäßig
(Fig. 2), variiert aber mit funktionellen
örtlichen Spezialisierungen der Netzhaut verschiedener
Säugetierarten (Fig. 3). Die Fovea
centralis der Primaten entsteht erst relativ spät in
der Embryonalentwicklung; die Zapfen-Lichtsinneszellen wandern
auf das Netzhautzentrum zu, die inneren Netzhautschichten
mit den Sekundär- und Tertiärneuronen wandern vom
Zentrum weg (Fig.4). Dadurch erlangen
die (peri-) fovealen Säulen (und ihre Müllerzellen)
einen Z-förmigen Verlauf (Fig. 5).
Im eigentlichen Zentrum (der Foveola) enden daher am Glaskörper
keine der Müllerzellen, die mit neuronalen Säulen
verbunden sind. An dieser Stelle wird die innere Netzhautoberfläche
durch einen besonderen Typ von Müllerzellen gebildet,
die nicht mit Nervenzellen interagieren, sondern direkt zur
inneren Netzhautoberfläche ziehen (Fig.
6). Inwieweit die mechanischen Eigenschaften fovealer
und perifovealer Müllerzellen die ontogenetische Bildung
der Fovea und krankhafte Veränderungen dieser Region
(Makulalöcher) beeinflussen, ist Gegenstand der weiteren
Untersuchungen.
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