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KOMMENTIERTES VORLESUNGSVERZEICHNIS
Sommersemester 2005
(01.04.2005 - 30.09.2005)
PHILOSOPHIE (MAGISTER) / ETHIK/PHILOSOPHIE (LEHRAMT)
Stand: 21.07.2005
Inhalt
Änderungen / Ergänzungen (dort
weiterlesen)
Begrüßung und Termine (dort weiterlesen)
Vorlesungen (dort weiterlesen)
Seminare im Grundstudium (ProS) (dort weiterlesen)
Seminare im Hauptstudium (HS) (dort weiterlesen)
Tutorien (dort weiterlesen)
Hinweis zu weiteren studienrelevanten Veranstaltungen
(dort weiterlesen)
Informationen des Prüfungsamtes (Prüfungszeitraum und
-anmeldung) (dort weiterlesen)
Der Fachschaftsrat Philosophie/Ethik/Logik informiert
(dort weiterlesen)
Änderungen / Ergänzungen
Vorlesungen: 1 / 2
/ 3 / 4 /
Seminare im Grundstudium: 1 / 2
/ 3 / 4 / 5 / 6 /
7 / 8 / 9
/ 10 / 11 / 12
/ 13
Seminare im Hauptstudium: 1 / 2
/ 3 / 4
/ 5 / 6
/ 7 / 8 /
9 /
Tutorium - Neu: 1 /
Termine und Begrüßung
Vorlesungsbeginn: 04.04.2005 (Montag)
Himmelfahrt 05.05.2005 (Donnerstag)
Pfingstpause** 14.05.2005 - 22.05.2005
Vorlesungsende: 23.07.2005 (Samstag)
Prüfungen*: 25.07.2005 - 05.08.2005 (Vorzugszeitraum)
Rückmeldung zum Wintersemester 2005/06: 01.06.2005 - 15.08.2005
* Prüfungen sollen in der
Regel in den angegebenen Zeiträumen angesetzt werden. Gem.§23
[5]
SächsHG sollen Hochschulprüfungen so anberaumt werden, dass
keine Lehrveranstaltungen ausfallen.
** Nach Beschlüssen des Rektoratskollegiums vom 10.12.1993, 11.02.1994
und 30.11.1995 soll in der Regel die Woche nach Pfingsten vorlesungsfrei
sein
Liebe Studentinnen, liebe Studenten,
dieses kommentierte Vorlesungsverzeichnis ist eine Ergänzung zum
Vorlesungsverzeichnis der Universität. Es gibt Ihnen nähere
Erläuterungen zu den Lehrveranstaltungen und Informationen über
das Institut.
Bitte Informieren Sie sich kurz vor Semesterbeginn über eventuelle
Änderungen des Lehrangebots und Neuankündigungen anhand der
aktuellen Aushänge im Institut oder hier im Netz
Lehrveranstaltungen sollte man nach eigenen Interessen auswählen,
sich aber auch an der Studienordnung orientieren. Studienordnungen für
das Magisterstudium Philosophie, Bakkalaureatstudiengang Schwerpunkt-fach
Philosophie und für das Lehramtsstudium erhalten Sie bei Frau Lohse
(Zi. 2102). Mit Fragen wenden Sie sich bitte an einen der Studienfachberater.
Vorlesungen sind offen für alle, das heißt für Studentinnen
und Studenten im Grund- und Hauptstudium. Proseminare sollten von Studentinnen
und Studenten im Grundstudium besucht werden. Hauptseminare dagegen sind
denjenigen vorbehalten, die bereits die Zwischenprüfung abgelegt
haben.
Leistungs- und Teilnahmescheine/Testate können nur in Seminaren
erworben werden. Bitte sprechen Sie Themen und nähere Einzelheiten
mit der jeweiligen Lehrkraft ab. Scheinformulare erhalten Sie bei Frau
Lohse (Zi. 2102).
Bitte geben Sie Ihre Prüfungsanmeldung fristgerecht im Prüfungsamt
ab. Fragen zur Prüfungsorganisation, Prüfungsanmeldung und Prüfungsverlauf
können während der Sprechzeiten im Prüfungsamt geklärt
werden.
Informationen des Prüfungsamtes für Lehramtsstudiengänge
(Termine der Staatsprüfungen etc.) finden Sie unter der Homepage
des Regionalschulamtes http://www.regionalschulamt-leipzig.de
Wir wünschen Ihnen einen guten Start und ein erfolgreiches Sommersemester
2005! Und allen Neuen: Herzlich Willkommen!
Prof. Dr. Georg Meggle
Geschäftsführender Direktor
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ABKÜRZUNGEN
HS = Hauptseminar
ProS = Proseminar
V = Vorlesung
Ko = Kolloquium
OS = Oberseminar
Ü = Übung
T = Tutorium
SG = Seminargebäude (Universitätsstr.) 2-71/72 = 2. Etage
Zi. 71/72
HSG HS = Hörsaalgebäude Hörsaal (Universitätsstr.)
GWZ = Geisteswissenschaftliches Zentrum (Beethovenstr. 15) 2116 = Haus
2, 1. Etage, Zi. 16
Die Bereiche des Magisterstudiengangs
Philosophie und des Bakkalaureatstudiengangs Schwerpunktfach Philosophie
werden mit Zahlen gekennzeichnet, die des Lehramtsstudiengangs Ethik
dagegen mit Buchstaben.
Für den Studiengang Ethik/Philosophie gibt es eine entsprechende
Zuordnung der Zahlen und Buchstaben zu den Bereichen:
MAGISTERSTUDIENGANG PHILOSOPHIE/ Bakkalaureatstudiengang Schwerpunktfach
Philosophie
1 = Theoretische Philosophie
2 = Praktische Philosophie
3 = Geschichte der Philosophie
4 = Philosophische Grundlagen von Einzeldisziplinen
LEHRAMT ETHIK AN MITTELSCHULEN/FÖRDERSCHULEN/GYMNASIEN
a = Philosophische Grundlagen der Ethik
b1 = Geschichte der Ethik
b2 = Normatives Argumentieren
b3 = Praktische Ethik
c = Sozialphilosophie, Rechtsphilosophie, Politische Theorie
d = Philosophische Anthropologie
e = Religionsphilosophie
f = Fachdidaktik
LEHRAMT ETHIK/PHILOSOPHIE (Neue Studienordnung)
Theoretische Philosophie: = 1, d
Praktische Philosophie: = 2, a, b2, c
Geschichte der Philosophie: = 3, b1
Angewandte Ethik: = b3
Fachdidaktik: = f
Interdiszipl. Aspekte der Philosophie: = 4
Zur Dokumentation eines ordnungsgemäßen Studiums (s. MAPRO
§ 6) werden im Grundstudium für das Hauptfach (Magisterstudiengang)
je ein Teilnahmeschein für die Bereiche Theoretische und Praktische
Philosophie, für Geschichte der Philosophie und für Logische
Grundlagen der Wissenschaften, für das Nebenfach zwei Teilnahmescheine
verlangt, und zwar zusätzlich zu den Leistungsscheinen. Auch im
Hauptstudium sind zusätzlich zu den Leistungsnachweisen Teilnahmescheine
aus zwei Bereichen für das Nebenfach, im Hauptfach aus drei Bereichen
bei der Anmeldung zur Prüfung vorzulegen.
Vorlesungen
Beginnt am 14.04.2005
06030011
Einführung in die praktische Philosophie
Lübbe, Weyma
V Do 07.30-09.00
HSG HS 19
(2) (a, b2, c)
Allgemeinverständliche, systematische (nicht historische) Einführung
in methodische und inhaltliche Grundprobleme der Praktischen Philosophie.
Da es sich bei der Praktischen Philosophie um Fragen handelt, zu denen
man auch ohne Philosophie schon eine Meinung hat, werden die Ansatzpunkte
für die Darstellung der wichtigsten Positionen anhand von Rückfragen
ins Publikum entwickelt. Besonderer Wert wird auf die Klärung des
systematischen Verhältnisses der Teilgebiete der Praktischen Philosophie
zueinander („Moralphilosophie“/ „Ethik“, „Rechtsphilosophie“,
„Politische Philosophie“) gelegt.
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06030021
Einführung in die Didaktik der Philosophie und Ethik
Lueken, Geert-Lueke
V Do 17.00-18.30
GWZ 2010
(1, 2. 4) (a, f)
Begriffliche Untersuchungen, wie sie in der Philosophie betrieben werden,
sind nicht bloß „graue Theorie", sie haben oft auch praktische
Folgen. In dieser Vorlesung wird der Versuch unternommen, ausgehend von
begrifflichen Überlegungen zu Erziehung, Lehren und Lernen, Kommunikation
und Erfahrung, an konkrete Fragen einer Didaktik der Philosophie und Ethik
heranzugehen: Fragen der Unterrichtsgestaltung und Arbeitsweisen, der
Motivierung, der Leistungsbeurteilung etc.
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06040011
Einführung in die klassische Logik
Max, Ingolf
V Mi 17.15-18.45
HSG HS 13
Für Studierende aller Fakultäten
Die Lehrveranstaltung bietet eine elementare Einführung in die klassische
Logik. Zentrales Problem ist die Analyse der logischen Folgebeziehung,
d.h. die Klärung der Frage, wann man gerechtfertigt sagen kann, dass
eine Aussage aus anderen (logisch) folgt. Um dieses Problem angemessen
darstellen und in einer ersten Näherung lösen zu können,
wird eine formale Sprache eingeführt. Die Teilnehmer lernen mittels
grundlegender logischer Verfahren (Wahrheitstafeln, Regeln des Natürlichen
Schließens etc.) Schlussstrukturen auf ihre Folgerichtigkeit (Gültigkeit)
zu prüfen. Ausführlich werden im Rahmen des Kurses die Beziehungen
von natürlicher und formaler Sprache, von Schlussbeispiel und Schlussstruktur
erörtert. Anwendungen und Übungen ergänzen die Darstellung.
Unterlagen und weitere Angaben zur Vorlesung und den Übungen werden
unter http://www.uni-leipzig.de/~logik/max/ekl2 zur Verfügung gestellt.
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06030031
Öffentliche Universitäts-Ringvorlesung
DEUTSCHLAND - ISRAEL - PALÄSTINA
Wiss. Leitung: Georg Meggle
V Mo 19.00-20.30
HSG HS 13
(2) (c), Für Studierende aller Fakultäten
Beginn: Ostermontag, 28. März 2005,
11:00 – 12:30
Im Rahmen des SONNTAGGESPRÄCHS (http//:www.uni-leipzig.de/sonntag)
Noam Chomsky:
EUROPA / ISRAEL / PALÄSTINA, im Gewandhaus Leipzig
Aktuelles Programm jeweils unter: http://www.uni-leipzig.de/~dip
Siehe auch einzelne Veranstaltungen im Programm der http://www.schaubuehne.com
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03080101
Einführung in die chinesische Geistesgeschichte II
Moritz, Ralf
V Mi 07.30-9.00
HSG HS 16
(1, 2, 3) (a, b1, b3, c)
Die Vorlesung knüpft an die Veranstaltung des Wintersemesters an,
wobei ein Neueinstieg möglich ist. Kenntnisse der chinesischen Sprache
werden nicht vorausgesetzt. Nachdem im Wintersemester die Entstehung philosophischen
Denkens in China, das Weltbild des alten China, die geistigen Strömungen
der chinesischen Antike (früher Konfuzianismus, früher Daoismus,
Mohismus und Legismus) sowie die Herausbildung des Staatskonfuzianismus
(konfuzianische Orthodoxie) behandelt wurden, stehen im Sommersemester
folgende Themen im Vordergrund:
1) der Neo-Daoismus als Begründung der konfuzianischen Normen durch
den Weg hinter die Kultur
2) die chinesische Volksreligion als amorphes Gebilde
3) die daoistische Religion als neuer Weg zur Erlösung
4) chinesischer Buddhismus und buddhistische Philosophie in China
5) die Herausbildung des Neo-Konfuzianismus (ab 11. Jh.) als Onto-Ethik.
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Beginnt
am 12.04.2005
06030041
Simone Weil: Die Bedürfnisse der Seele
Psarros, Nikolaos (Leipzig)
V Di 17.15-18.45 13.15-14.45
HSG HS 15 SG K-37
(2, 3) (a, b1, d)
Im Jahre 1943 hat die französische Philosophin Simone Weil eine
Schrift verfasst, die – durch ihren Tod unvollendet geblieben –
erst 1949 unter dem Titel /Die Einwurzelung/ erschienen ist. Es geht dabei
um den Entwurf einer positiven Staats- und Gesellschaftsutopie, der anarchistische,
etatistische, sozialistische und marktwirtschaftliche Elemente verbindet.
Diese Utopie wird auf der Grundlage der /Bedürfnisse der Seele/ entwickelt
– das sind phänomenologisch erschließbare Bedingungen,
die für das gute Leben in einer gut lebenden Gemeinschaft notwendig
und hinreichend sind, wobei menschliches Leben als gemeinschaftliches
Handeln verstanden wird.
Ziel der Vorlesung ist es, das System der Bedürfnisse der Seele phänomenologisch
zu rekonstruieren und in Bezug zu anderen historisch überlieferten
Systemen der Bedingungen der Conditio Humana zu setzen, wie sie z.B. im
achten Buch von Platons „Politeia" oder in Aristoteles' „Nikomachischer
Ethik" zu finden sind. Darüber hinaus sollen einige interessante
und überraschende Parallelen zum Werk von Franz Kafka aufgezeigt
werden, der in vielen seiner Kurzgeschichten unabhängig von den Weilschen
Gedanken ähnliche Themen literarisch bearbeitet.
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08012201
Grundlagen der Sportphilosophie
Schürmann, Volker
V Mo 17.15-18.45 Sportwiss.
Fakultät, Jahnalle 59, HS Nord
(2, 4) (b2, d)
Nach einer Einführung und kurzen Darstellung verschiedener Konzeption
von Sportphilosophie werden exemplarisch verschiedene Themen der (Sport-)Philosophie
vorgestellt und unterschiedliche Zugänge diskutiert. Neben der Vermittlung
grundlegender Kenntnisse ist durchgehende Problemstellung, worin je der
spezifisch (sport-)philosophische Beitrag zum Thema liegt.
Schwerpunkte:
Verhältnis von Sportwissenschaft, Philosophie und Sportphilosophie
Körperkonzeptionen
Bewegungskonzeptionen
Gesellschaftskonzeptionen
die Idee der Natur
weitere sportwissenschaftlich relevante Kategorien wie zum Beispiel Spiel,
Leistung, etc.
Wissenschaftstheorie der Sportwissenschaft
Leistungsnachweis: schriftliche Hausarbeit
Grundlagenliteratur:
CAYSA, V. (Hrsg.) (1997): Sportphilosophie. Leipzig.
COURT, J. (Hrsg.) (1996): Sport im Brennpunkt - philosophische Analysen.
Sankt Augustin.
FIKUS, M./ SCHÜRMANN, V. (Hrsg.) (2004): Die Sprache der Bewegung.
Bielefeld.
GEBAUER, G. (Hrsg.) (1993): Die Aktualität der Sportphilosophie.
Sankt Augustin.
HAAG, H. (Hrsg.), (1996): Sportphilosophie. Ein Handbuch. Schorndorf.
TAMBOER, J.W.J., (1994): Philosophie der Bewegungswissenschaften. Butzbach/
Griedel.
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06030051
Was ist Dialektik?
Stekeler-Weithofer, Pirmin
V Mo 11.00-12.30
HSG HS 22
(1), Für Studierende aller Fakultäten
In gewisser Fortsetzung der Vorlesung zur Kritischen Theorie aus dem
WS 2004/2005 geht es in der Vorlesung um Begriff der Dialektik als einer
logischen Strukturanalyse, die sowohl über formallogische und mathematische
Theoriekonstruktionen als auch über das klassische Methodenpaar der
Analyse und Synthese hinausweist. Themen sind: 1. Platonische Dialektik
als sophismuskritische Begrenzung der deduktiven Logik und tropologische
und topische Lehre der Artikulation und Argumentation. 2. Hegels Dialektik
von Wesen und Erscheinung als rationale Genese von Praxisformen und Institutionen.
3. Negative Dialektik in Nietzsches Genealogie, Heideggers Destruktion,
Foucaults Archäologie und Derridas Dekonstruktion.
Literatur:
Platon, Politeia 6.und 7. Buch.
Aristoteles, Topik.
Hegel, Wissenschaft der Logik, 2. Buch: Die Lehre vom Wesen.
Nietzsche, Genealogie der Moral.
Heidegger, Sein in Zeit. Klassiker Auslegen (Akademie-Vlg.), Hg. T. Rentsch:
, Kap 1: Die Wiedererweckung der Seinsfrage auf dem Weg einer phänomenologisch-hermeneutischen
Destruktion (J. Grondin).
Foucault, Archäologie des Wissens. (Suhrkamp)
Derrida, Die Schrift und die Differenz. (Suhrkamp)
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06030061
Beginnt am 14.04.2005
Was ist eine Maschine?
Türcke, Christoph
V Do 15.15-16.45
HSG HS 21
(1, 2, 3, 4) , Für Studierende aller Fakultäten, 14-tägl.
Lange Zeit glaubte man zu wissen, was eine Maschine ist: ein sich selbst
bewegendes Werkzeug. Inzwischen sind Maschinen derart komplex, intelligent,
sensibel geworden, dass man nicht mehr weiß, wer mit wem geht: der
Mensch mit der Maschine oder sie mit ihm? Vor allem aber stellt sich eine
anthropologische Frage: Ist der Mensch überhaupt etwas qualitativ
anderes als eine Maschine?
Diese Vorlesung bildet mit dem Hauptseminar „Die Antiquiertheit
des Menschen" eine kompakte Einheit. Beide Veranstaltungen können
auch separat besucht werden. Zum Erwerb eines Teilnahme- oder Leistungsscheins
ist allerdings der Besuch beider Veranstaltungen erforderlich. Der Erwerb
eines Scheins ist auch im Grundstudium möglich.
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Seminare im Grundstudium (ProS)
06030075
Der Begriff der Moral: Eine Einführung in die Ethik (B. Williams)
(Begleitseminar zur V: Einführung in die praktische Philosophie)
Beier, Kathi (Erfurt)
ProS Fr 13.15-14.45
SG 2-71/72
(2) (a, b2)
Was ist Moral? Was ist Ethik? Welche Fragen versuchen Moralphilosophen
zu beantworten? Welche Theorien der Ethik kann man unterscheiden? Wie
lässt sich überhaupt sinnvoll über Fragen des richtigen
Handelns und guten Lebens theoretisieren?
Bernard Williams versucht in seinem schmalen Buch von 1972 Antworten auf
diese Fragen zu geben. Seine Darstellungen erleichtern zugleich den Einstieg
in ethische Debatten, geben einen ersten Überblick über die
wichtigsten Ansätze der Moralphilosophie und regen zu eigenem Denken
an. Mit Williams’ Hilfe sollen im Seminar Grundbegriffe, Theorien
und gängige Argumente der Moralphilosophie erarbeitet werden.
Textgrundlage (zur Anschaffung empfohlen): Bernard Williams, Der Begriff
der Moral, Reclam-Vlg, Stuttgart 1978. (ca. 4 €)
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06030085
Einführung in die Philosophie Schopenhauers
Caysa, Volker
ProS Mo 11.00-12.30
SG 1-93/94
(1, 2, 3) (a, b1, b3, d, e)
Das Seminar ist zentriert auf den ersten Band des Hauptwerkes Schopenhauers
„Die Welt als Wille und Vorstellung". Entsprechend dem Selbstverständnis
Schopenhauers werden in die Interpretation desselben sowohl die Dissertation
„Über die vierfache Wurzel des Satzes vom zureichenden Grunde",
die Ergänzungen zu den vier Büchern von „Die Welt als
Wille und Vorstellung I" wie auch die „Pererga und Paralipomena"
einbezogen, um die Kontinuitäten und Differenzen in der Entwicklung
des Schopenhauerschen Systems zu zeigen.
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06030095
John Stuart Mill: Considerations on Representative Government
Dietrich, Frank
ProS Mo 15.15-16.45
SG 2-09/10
(2, 3) (b1, b3, c)
Die „Considerations on Representative Government” sind neben
„On Liberty” das zweite grundlegende Werk John Stuart Mills
zur politischen Philosophie. Der Autor beschäftigt sich hier nicht
mit dem grundsätzlichen Verhältnis von individueller Freiheit
und gesellschaftlichen Zwang; im Zentrum der Schrift steht die Analyse
konkreter politischer Institutionen. Mills besonderes Interesse gilt dabei
der Frage, von welchen sozialen und kulturellen Bedingungen der Erfolg
einer repräsentativen Demokratie, die er als beste Regierungsform
betrachtet, abhängig ist. Im Seminar sollen - unter Einbeziehung
anderer Werke Mills - die „Considerations on Representative Government”
gemeinsam gelesen und erörtert werden.
Vorkenntnisse zur politischen Philosophie John Stuart Mills werden nicht
vorausgesetzt; erwartet wird aber die Bereitschaft zur regelmäßigen
Lektüre englischsprachiger Texte.
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06030105
Platon: Gorgias
Kater, Thomas
ProS Mo 13.15-14.35 15.15-16.45
SG 2-11/12 HSG HS 22
(2, 3) (c)
Der Dialog Gorgias gehört zweifelsohne zu den wichtigsten und eindrucksvollsten
Dialogen Platons. Erstmals widmet sich Platon hier ausdrücklich der
für jede politische Philosophie zentralen Frage nach dem Verhältnis
von Macht und Gerechtigkeit. Darüber hinaus aber steht gleichermaßen
im Mittelpunkt die Frage nach dem Verhältnis von Politik und Rhetorik,
die für das politische Denken der Antike im Unterschied zu dem der
Moderne von entscheidender Bedeutung ist. Im Seminar soll der Text gemeinsam
gelesen und diskutiert werden. Dabei werden in besonderer Weise die methodischen
Probleme, die mit der Lektüre komplexer philosophischer Texte verbunden
sind, berücksichtigt.
Literatur: Von Platons Gorgias liegen verschiedene preisgünstige
Ausgaben vor. Der für das Seminar herangezogene Text soll auf jeden
Fall die Stephanus-Paginierung enthalten.
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06030115
John Locke: Zwei Abhandlungen über die Regierung
Kater, Thomas
ProS Di 09.15-10.45
SG 2-71/72
(2, 3) (c)
Die politische Philosophie der Neuzeit von Hobbes bis Fichte hat als
gemeinsames Fundament die Orientierung am Gesellschaftsvertrag. Die normativen
Grundlagen von Herrschaft, Staat und Recht werden dabei rekonstruiert
unter Rekurs auf den argumentativen Dreischritt Naturzustand, Vertragsschluss,
bürgerlicher Zustand. John Locke ist nicht nur einer der wichtigsten
Vertreter der kontraktualistischen politischen Philosophie, sondern prägt
Denken und Praxis des Liberalismus bis heute. Im Seminar soll der Text
gemeinsam gelesen und diskutiert werden. Dabei werden in besonderer Weise
die methodischen Probleme, die mit der Lektüre komplexer philosophischer
Texte verbunden sind, berücksichtigt.
Literatur: John Locke: Zwei Abhandlungen über die Regierung. Hrsg.
v. Walter Euchner. Frankfurt a. M. 41989 (stw 213). Ders.: Two Treatises
of Government. Hrsg. v. Peter Laslett. Cambridge 1970.
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06030125
Carl Schmidt: Der Begriff des Politischen
Kater, Thomas
ProS Di 17.15-18.45
SG 2-11/12
(2, 3) (c)
Carl Schmitt gehört zu den umstrittensten, zugleich aber auch einflussreichsten
politischen Denkern des 20. Jahrhunderts. Obwohl seine Schriften zur politischen
Theorie zu den problematischsten Werken des 20. Jahrhunderts zählen,
ist Schmitt doch eng in die Geschichte der Machtergreifung durch den Nationalsozialismus
verwickelt, lassen sich seine Überlegungen nicht mit dem Hinweis
auf seine Verstrickungen zu den Akten legen wie diese nicht ignoriert
werden dürfen. Daran anknüpfend soll im Seminar seine Schrift
Der Begriff des Politischen vor dem Hintergrund seiner politischen Einlassungen
mit Blick auf ihren systematischen Ertrag diskutiert werden.
Literatur: Carl Schmitt: Der Begriff des Politischen. Text von 1932 mit
einem Vorwort und drei Corollarien. Berlin 1963. Reinhard Mehring (Hrsg.):
Carl Schmitts Begriff des Politischen. Ein kooperativer Kommentar. Berlin
2002. Dirk Blasius: Carl Schmitt. Preußischer Staatsrat in Hitlers
Reich. Göttingen 2001.
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06030135
Aristoteles: Nikomachische Ethik
(Begleitseminar zur V: Einführung in die praktische Ethik)
Kater, Thomas
ProS Do 09.15-10.45
Neu: Mi 09.15-10.45
SG 2-11/12
SG 2-71/72
(2, 3) (a, b1, b2)
Nach Kants Kritik der eudaimonistischen Ethik galt Aristoteles‘
Ethik als diskreditiert. Doch sowohl im Umfeld der kommunitaristischen
Kritik am modernen Konzept einer universalistischen Moraltheorie als auch
bei den Versuchen einer Neubegründung originär tugendethischer
Konzepte bezieht man sich wieder ausdrücklich auf Aristoteles. Im
Seminar soll Aristoteles‘ Ethik so rekonstruiert werden, dass geprüft
werden kann, was sie zur Lösung gegenwärtiger moraltheoretischer
Fragen beizutragen vermag.
Literatur: Aristoteles: Die Nikomachische Ethik. Hrsg. u. übersetzt
von Olof Gigon. München, Zürich 91982. Otfried Höffe (Hrsg.):
Die Nikomachische Ethik. (Klassiker Auslegen Bd. 2) Berlin 1995. Ursula
Wolf: Aristoteles ‘Nikomachische Ethik‘. Darmstadt 2002.
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06030145
Warum moralisch Handeln?
(Begleitseminar zur V: Einführung in die praktische Ethik)
Kater, Thomas
ProS Do 13.15-14.45
SG 1-33/34
(2) (a, b2)
Ethik als Theorie der Moral fragt vorzüglich nach dem, was normativ
richtiges Handeln auszeichnet. Die Frage nach dem unbedingt verpflichtendem
Moralprinzip ist aber zu ergänzen um die Frage nach ihrem „Fundament“,
dem, wie Schopenhauer sagt, „dióti [Deshalb] der Tugend“,
als „Grund jener Verpflichtung oder Anempfehlung oder Belobung,
er mag nun in der Natur des Menschen oder in äußeren Weltverhältnissen,
oder worin sonst gesucht werden“. Im Seminar sollen jüngere
Versuche, diese Frage nach dem Fundament der Moral zu beantworten, vergleichend
diskutiert werden.
Literatur: Kurt Bayertz (Hrsg.): Warum moralisch sein? Paderborn u. a.
2002 (UTB 2300). Ein genauer Lektüreplan wird in der ersten Sitzung
vorgestellt.
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06030155
Ausgewählte Texte von Nietzsche
Kloss, Oliver (Leipzig)
ProS Di 13.15-14.45
SG2-71/72 HSG HS 8
(2) (c)
Kein Bereich in Nietzsches Werk ist so umstritten wie der des Politischen.
„Menschliches, Allzumenschliches. – Ein Buch für freie
Geister“, im Jahre 1878 Voltaire gewidmet, bezeichnet Nietzsche
als seine „Philosophie in nuce“. Er sieht sich in einer Zeit
des Überganges aus der „alten Cultur“ tradierter Herrschaft
in die „neue Cultur“, in der sich Regierungen vor den Regierten
bar des Rückgriffs auf Religion legitimieren müssen.
Im Proseminar soll es um die Analyse von Argumentationsstrategien gehen,
um die typologische und die genealogische Methode, um Nietzsches Verhältnis
zur Logik sowie zu den Naturwissenschaften seiner Zeit.
Die Texte bleiben unverstanden, wenn nicht ausgemacht ist, womit sie sich
auseinandersetzen. Daher werden Grundkenntnisse der Hauptwerke von Hobbes,
Spinoza, Rousseau, Kant, Schopenhauer und Mill für eine erfolgreiche
Teilnahme von Nutzen sein.
Textgrundlage:
Nietzsche, Friedrich: Sämtliche Werke. Kritische Studienausgabe (KSA),
München: dtv/ Berlin, New York: de Gruyter, 1967-77, Bände 2
und 3.
Literatur:
Glatzeder, Britta: Perspektiven der Wünschbarkeit. Nietzsches frühe
Metaphysikkritik. Berlin: Philo 2000, S. 19 – 64
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06030165
Searle’s Background
Kobow, Beatrice (Leipzig)
ProS Mi 13.15-14.45
SG 1-61/62
(1, 4) (c)
In diesem Seminar wird Searle's Konzeption des „background“
erarbeitet: alle nicht intentionalen, nicht repräsentationalen Fähigkeiten,
auf denen unsere kognitiven Leistungen beruhen.
Wir diskutieren Searle's Definition von Intentionalität, Netzwerkverstehen,
seine Unterscheidungen zwischen Know-how und Know-that, tiefem und lokalem
Hintergrund und den „Aufbau“ seiner „sozialen Wirklichkeit“
in direkter Abhängigkeit vom „background“. Wir vergleichen
diese Konzeption mit Ansätzen von Merleau-Ponty & Dryfus, Bourdieu,
Wittgenstein.
Wir diskutieren die Möglichkeiten, verschiedene lokale Hintergründe
kompatibel zu machen oder den tiefen Hintergrund zu erweitern. Dabei gehen
wir den politisch-ethischen und ästhetischen Konsequenzen von Searle's
„background“ nach.
Das Seminar ist offen für alle Studierenden im Grundstudium.
Literatur: John R. Searle, Intentionalität. Eine Abhandlung zur Philosophie
des Geistes, Frankfurt a. M. 1991; ders., Die Konstruktion der gesellschaftlichen
Wirklichkeit. Zur Ontologie sozialer Tatsachen, Reinbek bei Hamburg 1997.
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06030175
Hannah Arendt: Elemente und Ursprünge totaler Herrschaft
Köthke, Bettina (Leipzig)
ProS Do 11.15-12.45
SG 1-91/92
(2, 4) (b3, c)
Seminarplan
Handout 1. Sitzung
Handout 2. Sitzung
Handout 4. Sitzung
Handout 6. Sitzung
Handout 7. Sitzung Teil 1 / Teil
2
Handout 8. Sitzung
Handlout 13. Sitzung Teil 1 / Teil
2
Vor genau 50 Jahren erschien die deutsche Erstausgabe von Hannah Arendts
„The Origins of Totalitarianism“ (New York 1951). Den Nationalsozialismus
und sowjetischen Kommunismus analysierend, entwickelt Arendt hier ihre
Theorie der Bedingungen und Strukturen totalitärer Herrschaft. Nach
Arendt handelt es sich um eine gänzlich neue Staatsform, die auf
Ideologie und Terror beruht. Im Seminar sollen – in Auseinandersetzung
mit dem Werk und seiner Rezeptionsgeschichte – Arendts Positionen
zum Totalitarismus erarbeitet und ihre Aktualität diskutiert werden.
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06030595
Was ist Haltung?
Kurbacher, Frauke Annegret (Berlin)
ProS als Blocksem.26.-30.9. 2005 jeweils 9.00-16.00
GWZ 2116
Vorbesprechung: 7. April von 13.15-14.45, GWZ 2116
(2, 3) (b3,c, d)
Anhand von Texten verschiedener Philosophen wird der Versuch unternommen,
zu erhellen, was unter 'Haltung' philosophisch verstanden werden könnte.
Handelt es sich um eine innere Einstellung, eine Denkhaltung, einen bestimmten
Denkstil oder um eine Körperhaltung, und wie könnten all‘
diese Aspekte eventuell zusammengehören? Was unterscheidet eine Haltung
von so etwas wie 'Stimmung' oder von einem Urteil, einer Gesinnung oder
Weltanschauung? Was sagen Haltungen über denjenigen aus, der sie
hat? Sind Haltungen Zustände oder Prozesse?
Diesen und anderen Fragen können die Lektüre- und Diskussionsfreudigen
in diesem Seminar nachgehen. Es gelten die üblichen Bedingungen zur
Scheinvergabe.
Literatur (Auswahl):
Aristoteles: Nikomachische Ethik.
Bourdieu, Pierre: La distinction. Critique sociale du jugement. Paris
1979.
Ders.: Die feinen Unterschiede. Kritik der gesellschaftlichen Urteilskraft.
Frankfurt a. M. 1992.
Helmuth Plessner: Einheit der Sinne. Grundlinien einer Ästhesiologie
des Geistes (1923). In: Gesammelte Schriften. Bd. 3. Frankfurt a. M. 1980.
Cornelia Bohn: Habitus und Kontext. Ein kritischer Beitrag zur Sozialtheorie
Bourdieus. Opladen 1991.
Peter Nickl: Ordnung der Gefühle. Studien zum Begriff des habitus.
Hamburg 2001.
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06030185
Verallgemeinerungsprinzip
(Begleitseminar zur V: Einführung in die praktische Philosophie)
Lübbe, Weyma
ProS Di 11.15-12.45
SG 00-99
(2) (a, b2, c)
Unter dem Titel „Verallgemeinerungsprinzip“ wird der (hier
absichtlich ganz grob und vage formulierte) Grundgedanke diskutiert, dass
das moralische Handeln nicht nur auf die je eigene Person, sondern irgendwie
„auf alle“ Rücksicht nimmt. Im Seminar lernen wir verschiedene
Versuche kennen, diesen Gedanken genauer zu fassen (Kategorischer Imperativ,
Goldene Regel, „Rollentausch“, „Schleier des Nichtswissens“
u.a.). Im Vordergrund steht dabei die Einübung in genaue Textlektüre
und in das begrifflich genaue Formulieren bei eigenen mündlichen
Beiträgen zur Diskussion.
In dieser Veranstaltung können keine Leistungsscheine erworben werden.
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06030195
Begleitseminar zur V: Einführung in die Didaktik der Philosophie
und Ethik
Lueken, Geert-Lueke
ProS Do 11.15-12.45
Neu: Fr 11.15-12.35
SG 2-11/12
(1, 2, 4) (a, f)
In
diesem Begleitseminar zur Vorlesung "Einführung in die Didaktik der
Philosophie und Ethik" werden einige der in der Vorlesung angesprochenen
Themen, Thesen und Texte genauer besprochen und diskutiert. An diesem
Begleitseminar sollte nur teilnehmen, wer auch die Vorlesung hört.
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06030205
Was ist „antiautoritäre Erziehung“?
Lueken, Geert-Lueke
ProS Mi 11.15-12.45
SG 2-11/12
(2) (b3, c, f)
Antiautoritäre Erziehung, ein Erziehungskonzept aus den 60er und
70er Jahren, hat heute einen schlechten Ruf. Dabei ist kaum noch bekannt,
worin dieses Erziehungskonzept besteht und welche Ziele damit verfolgt
wurden. In diesem Seminar zu Theorie und Praxis antiautoritärer Erziehung
wollen wir herausbekommen, ob sie diesen schlechten Ruf verdient. Dazu
werden wir uns zunächst mit dem Begriff der autoritären Persönlichkeit
bzw. des autoritären Charakters befassen, wie er von Psychologen,
Soziologen und Philosophen (im Umkreis) der Frankfurter Schule entwickelt
wurde, um dann einige Texte zu Theorie und Praxis der antiautoritären
Erziehung sowie einige Kritiken zu diskutieren.
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06030215
Philosophieren mit Kindern
Lueken, Geert-Lueke
ProS Mo 11.15-12.45
SG 2-11/12
(1, 2, 4) (a, b2, f)
In diesem Seminar werden wir ausgewählte Texte zu Philosophieren
mit Kindern lesen und diskutieren. Dabei wird immer auch die Frage sein,
was Philosophieren mit Kindern eigentlich sein kann und wie es gegebenenfalls
in und außerhalb der Schule umgesetzt werden kann. Ein Schwerpunkt
neben anderen werden diesmal die Schulbücher für das Fach Ethik
in der Grundschule sein. (Für angehende GrundschullehrerInnen: Dieses
Seminar gilt insbesondere auch als Lehrveranstaltung zur Grundschuldidaktik
der Ethik/Philosophie.)
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06040027
Einführung in die klassische Logik
(Begleitseminar zur Vorlesung)
Max, Ingolf
Ü Do 13.15-14.45
GWZ 5015
Die Lehrveranstaltung bietet eine elementare Einführung in die klassische
Logik. Zentrales Problem ist die Analyse der logischen Folgebeziehung,
d.h. die Klärung der Frage, wann man gerechtfertigt sagen kann, dass
eine Aussage aus anderen (logisch) folgt. Um dieses Problem angemessen
darstellen und in einer ersten Näherung lösen zu können,
wird eine formale Sprache eingeführt. Die Teilnehmer lernen mittels
grundlegender logischer Verfahren (Wahrheitstafeln, Regeln des Natürlichen
Schließens etc.) Schlussstrukturen auf ihre Folgerichtigkeit (Gültigkeit)
zu prüfen. Ausführlich werden im Rahmen des Kurses die Beziehungen
von natürlicher und formaler Sprache, von Schlussbeispiel und Schlussstruktur
erörtert. Anwendungen und Übungen ergänzen die Darstellung.
Unterlagen und weitere Angaben zur Vorlesung und den Übungen werden
unter http://www.uni-leipzig.de/~logik/max/ekl2
zur Verfügung gestellt.
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Beginnt
am 12.04.2005
06030225
Kolloquium zur Öffentlichen Universitäts-Ringvorlesung: Deutschland
– Israel - Palästina
Meggle, Georg
Ko/ProS Di 09.15-10.45
Albertina Vortragssaal Neu:
GWZ 2.1.16 (Beethovenstr. 15, 1. Etage, Haus 2)
(2) (b2, b3, c)
In diesem Kolloquium werden die Diskussionen der jeweils letzten RIVO-Veranstaltung
– sowie der neuesten aktuellen Entwicklungen – weitergeführt
und tiefer angegangen als dies im Rahmen der RIVO selber möglich
sein dürfte. Bei einigen Kolloquiums-Sitzungen werden auch die Referenten
des Vortags dabei sein.
Das Kolloquium ist öffentlich – also ohne Zulassungsbeschränkung.
Bei regelmäßiger Teilnahme können auch Proseminarscheine
erworben werden. (Dazu Anmeldung in der ersten Sitzung erforderlich.)
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06030235
Identitäten – personale, kollektive etc.
Meggle, Georg
ProS Do 11.15-12.45
GWZ 2116
(1, 4) (c)
Das Reden von Identitäten ist derzeit absolut in. Was steckt - vor
allem: begrifflich - dahinter?
Es gibt tausenderlei Identitäten: bayerische, braune, europäische,
grüne, lesbische, linke, protestantische, sächsische, serbische
... Einige der wichtigsten Obertypen davon sind: ethnische, kulturelle,
personale, religiöse etc.
Sind, wie einige Autoren meinen, diese Identitäts-Begriffe völlig
redundant - und schlicht auf „Bayern“, „Person“,
„Kultur“ etc. reduzierbar? Oder gibt es doch einen über
diese Ausgangsbegriffe hinausgehenden Witz? Läßt sich dieser
Witz kognitiv rekonstruieren, gar präzisieren?
Einstiegstext (für die ersten zwei Sitzungen):
GEORG MEGGLE: Kollektive Identität oder Wer sind wir?
http://www.uni-leipzig.de/~philos/meggle/index.php
- Schriftenverzeichnis.online; Eintrag (2003/6)
Speziell zur Vielfalt, zur Genese und zu den Mißbräuchen des
Begriffs Kollektiver Identität:
LUTZ NIETHAMMER, Kollektive Identität, Reinbeck bei Hamburg, rororo,
2000. (Der Autor trägt in diesem Semester im Philosophischen Kolloquium
vor; siehe Kolloquiums-Programm – Plakate & website des Instituts.)
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06030245
R. M. Hare: Moralphilosophie
(Begleitseminar zur V: Einführung in die praktische Philosophie)
Meßelken, Daniel (Leipzig)
ProS Mi 11.15-12.45 - Seminarplan
etc.
SG 1-91/92
(2) (b2, b3, c)
Beim Nachdenken über moralische Fragen sehen wir uns zumeist vor
einer zweifachen Herausforderung: einerseits sind es unsere eigenen Probleme
und wir müssen selbst eine Lösung für sie finden. Andererseits
wissen wir aber auch, dass wir eine Antwort auf unsere moralischen Fragen
nicht willkürlich geben können. Es ist von großer Bedeutung,
wie unsere Antwort aussieht.
Die Auflösung der Antinomie von individueller Freiheit bei der Beantwortung
moralischer Fragen und der Forderung nach Rationalität moralischer
Argumente, die vielen moralphilosophischen Debatten zugrunde liegt, ist
das Ziel von R.M. Hares Theorie des moralischen Begründens.
Im Proseminar sollen die Grundlagen von Hares Moralphilosophie anhand
seines Buches Freiheit und Vernunft erarbeitet werden.
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06030255
Karl Marx: „Das Kapital“, die ersten Kapitel
Miemiec, Olaf (Leipzig)
ProS Mo 13.15-14.45
Neu: Do 09.15-10.45
SG 2-71/72
SG 1-99/100
(1, 2, 3, 4) (a, b2, c, d)
In dieser Veranstaltung steht eines der wichtigsten philosophischen Werke
im Mittelpunkt - "Das Kapital" von Marx. Großes Gewicht legen wir
hier auf die Werttheorie, auf den „Übergang" vom Geld zum Kapital
und auf eine Verdeutlichung der dialektischen Methode. Sicher sind Kenntnisse
der Logik wie auch der Philosophie Hegels erwünscht aber keineswegs
notwendig.
Literatur:
Karl Marx, Das Kapital (Erster Band). Besonders geeignet ist hier der
Band 23 der Marx-Engels-Werke (MEW).
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06030265 - Entfällt!
Was bedeutet es, eine Absicht
zu haben?
Schulte-Ostermann, Katinka
ProS Do 09.15-10.45
SG 1-99/100
(1, 3) (a, b1, d) (Leipzig)
Sowohl in der Ethik (Rechtsphilosophie
und Moralphilosophie), den Debatten der Handlungstheorie als auch im alltäglichen
Leben spielt der Begriff der Absicht eine große Rolle.
Jemandem eine Absicht zuzuschreiben, bedeutet in der Regel, ihn für
bestimmte Ereignisse zur Verantwortung zuziehen, bzw. mittels des Hinweises,
dass etwas ohne Absicht geschehen sei, ein Stück weit die Verantwortung
für ein bestimmtes Ereignis zurückzuweisen.
Was aber „hat“ jemand, der eine Absicht hat, was einem, der
diese Absicht nicht hat, fehlt? Was also genau ist eine Absicht, und in
welcher Beziehung steht sie zu dem Handelnden? Ist sie eine Eigenschaft
von ihm? Widerfährt sie ihm, wie einem Menschen eine Krankheit, oder
besitzt er sie, wie man Dinge besitzt, die man erworben hat, die man aber
auch wieder verlieren bzw. weitergeben kann? Und schließlich, welche
Konsequenzen hat das „Haben einer Absicht“ für den Handelnden,
was also bedeutet es für ihn selbst und was bedeutet es für
andere?
Dies sind Fragen, mit denen wir uns in dem Seminar anhand von Texten verschiedener
Philosophen, angefangen bei Aristoteles über Hume und Kant, bis hin
zu Autoren der Gegenwart beschäftigen werden.
Das Seminar wird in drei Themenblöcke gegliedert sein. Zunächst
wird anhand von drei Texten die historische Grundlage der gegenwärtigen
Diskussion um den Begriff der Absicht erarbeitet und damit zugleich in
den Begriff der praktischen Rationalität, der hier eine wesentliche
Rolle spielt, eingeführt. Im zweiten Themenblock werden dann zentrale
Texte gelesen, in denen die Verhältnisse zwischen der Absicht, dem
Handelnden und schließlich der Handlung selbst diskutiert werden.
Hier gilt es, zum einen die Unterschiede zwischen den Positionen und zum
anderen die Weiterentwicklungen der Begriffsbestimmungen herauszuarbeiten.
Der dritte Themenblock dagegen gibt einen kurzen vertieften Einblick in
einen Teilbereich innerhalb der handlungstheoretischen Diskussion, die
vertiefend auf die verschiedenen Verwendungsweisen des Begriffs der „Absicht“
eingeht.
Als begleitende Lektüre wird der Text von Gertrude Anscombe: Absicht,
der in der deutschen Übersetzung in Freiburg/München 1986 erschienen
ist, empfohlen.
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06030275
Philosophische Propädeutik
Stekeler-Weithofer, Pirmin
ProS Mo 15.15-16.45
SG 2-71/72
(1)
Die Frage, was Philosophie sei, begleitet jedes Philosophieren und ist
nicht etwa nur eine Frage von Anfängern. Daher ist philosophische
Propädeutik nicht nur Einführung in die Methoden des Philosophierens,
sondern immer auch Reflexion auf das Besondere dieser Methoden und auf
mehr oder minder offenbare Probleme im Widerstreit zwischen dem hehren
Ziel der philosophischen (Selbst)Erkenntnis und den realen Argumentationen.
Literatur:
Jay F. Rosenberg, Philosophieren. Ein Handbuch für Anfänger.
(Klostermann).
G.W.F. Hegel, Wer denkt abstrakt?
H. Tetens, Philosophisch Argumentieren. (Beck).
E. Martens, H. Schnädelbach (Hrsg.), Philosophie. Ein Grundkurs.
(rororo).
W. Kamlah / P. Lorenzen, Logische Propädeutik. (BI-Tb.)
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06030285
Adam Smith: Theorie der ethischen Gefühle (Theorien des moralischen
Sinns II)
Tegtmeyer, Henning
ProS Fr 11.15-12.45
SG 2-71/72
(2, 3) (a, b1,b2, d)
Adam Smith (1723-1790) ist vor allem als Mitbegründer der modernen
Politischen Ökonomie und als Vordenker des politischen Liberalismus
bekannt. Hierzulande weniger bekannt ist das ethische Fundament seines
Denkens in Gestalt seiner Theorie der moralischen Gefühle (1759).
Dieses Werk ist zugleich der umfangreichste und theoretisch ambitionierteste
Versuch, den philosophischen Grundgedanken des moralischen Sensualismus
auszubuchstabieren. Dieser Gedanke ist keineswegs veraltet. Im Gegenteil:
Angesichts der gegenwärtig geführten Debatte um den kognitiven
Status bestimmter Gefühle und Emotionen im Allgemeinen, um die Theorie
moralischer Gefühle als implizite moralische Urteile im Besonderen
kann Smith’ Ethik neue Aktualität für sich beanspruchen.
Sie ist dabei von vornherein als Kern einer umfassenden philosophischen
Anthropologie konzipiert, also des Versuchs, die Natur des Menschen angemessen
zu begreifen und darzustellen. Das Projekt des moralphilosophischen Sensualismus
erweist sich so überraschenderweise als vergessener neuzeitlicher
Vorläufer der modernen Tugendethik.
Im Seminar soll die Theorie der moralischen Gefühle einer gründlichen
und kritischen Lektüre unterzogen werden. Dabei muss es darum gehen,
das Erklärungsziel und die philosophische Methode dieser Theorie
genau zu bestimmen, wobei die Frage nach Smith’ Menschenbild leitend
sein wird. Der Zusammenhang zwischen moralischem Sensualismus und politischem
Liberalismus soll dabei nicht aus dem Blick verloren werden.
Teilnahmevoraussetzung ist die Bereitschaft, ein Seminarreferat zu übernehmen.
Textgrundlage: Adam Smith, Theorie der ethischen Gefühle, übers.
von Walther Eckstein, Hamburg: Meiner 2004.
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06030295
Was ist kritische Philosophie?
Wendt, Thomas
ProS Mo 009.15-10.45
SG 2-11/12
(1, 3) (a, b1)
Philosophisches Denken sei kritisches Denken, das zumindest behauptet
ein Großteil der neuzeitlichen Philosophie von sich. Ein sich so
verstehender Philosophem legt mit der Fixierung des Kritikbegriffes sein
theoretisches Selbstverständnis dar, entwickelt eine Vorstellung
von seiner Stellung in bzw. zur Welt.
Dieses Sem. setzt meiner Veranstaltungsreihe zu diesem Sachverhalt, begonnen
im SS 2003, fort und schließt sie nunmehr ab. Wir beschäftigen
uns in diesem Semester mit ausgewählten Philosophemen des 20. Und
21. Jahrhunderts. Beginnen wollen wir jedoch mit der deutschen Soziologie.
Neueinsteiger sind willkommen. Breitschaft zu umfangreicher Lektüre
und die Übernahme von Vorträgen wird erwartet.
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06030305
Erkenntnistheorie – zur Systematik und Geschichte einer philosophischen
Disziplin II
Wendt, Thomas
ProS Mi 009.15-10.45
SG 2-11/12
(1, 3) (a)
Die philosophische Erkenntnistheorie ist u.a. durch die fundamentale
Kritik, die sie durch R. Rorty erfahren hat, in Verruf geraten. Sind deshalb
aber weltanschauliche Überlegungen zum Erkennen überhaupt von
der theoretischen Tagesordnung zu streichen, welchen Geltungsanspruch
muß man ihnen, sollte es nicht an dem sein, zubilligen?
Anliegen diesen Seminars ist es, über zwei Semester eine systematische
Erkenntnistheorie zu entwickeln. Im ersten Teil der Veranstaltung wurde
u.a. um die Bestimmung des praktischen Anliegens erkenntnistheoretischer
Systeme, ihr Selbstverständnis theoretisch gerungen und ein philosophischer
Erkenntnisbegriff fixiert. Im zweiten Teil der Veranstaltung soll es uns
nun um die Entwicklung eines philosophischen Wahrheitsbegriffs und um
theoretische Antworten auf die Frage nach dem Verhältnis von Erkennen
und Handlung zu tun sein.
Teilnahmebedingung ist der erfolgreiche Abschluss (Klausur) der ersten
Teils der Veranstaltung. Neueinsteiger werden begrenzt nach Anfrage zugelassen.
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06030315
Th. Hobbes: Leviathan (Literatur-Seminar)
Wendt, Thomas
ProS Di 09.15-10.45
SG 2-11/12
(2, 3) (a, c)
Th. Hobbes (1588-1679) gilt nicht zu Unrecht als ein Klassiker des staats-
und gesellschaftstheoretischen Denkens in der Philosophie. Seine Schrift
Leviathan, erstmalig 1651 publiziert, wird von uns in dieser Veranstaltung
in weiten Teilen gelesen und kommentiert. Dabei wollen wir u.a. Aufschluß
darüber bekommen, wie die Systematik philosophischer Staatstheorien
zu gestalten ist. Der historische Stoff wird vom systematischen Standort
einer Modernetheorie aus analysiert.
Das Seminar wendet sich an Anfänger, erwartet dennoch aber die Bereitschaft
zu systematischem Denken und zur Übernahme von Seminarvorträgen.
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06030345
Philosophische Geschlechtertheorien II
Wojke, Christin (Leipzig)
ProS Do 15.15-16.45
SG 2-11/12
(1, 3, 4) (a, d)
Das Seminar setzt die Diskussion philosophischer Geschlechtertheorien
vom WS 2004/5 fort. Neben klassischen Ansätzen werde kritische Theorien
besprochen, in denen es insbesondere um den Begriff des (natürlichen/biologischen)
Geschlechtskörpers sowie des sexuellen Begehrens und den Gebrauch
der sex-gender-Unterscheidung geht. Im Mittelpunkt stehen Judith Butlers
Kritik der Heteronormativität und die Bewertung von Kritiken daran.
Rahmen dieser Bewertung liefern die Fragen: Was ist Naturalismus? Was
ist Essentialismus?
Methodisch geht es um die Klärung der Frage, was überhaupt die
philosophische Analyse zur Geschlechterforschung beitragen kann im Unterschied
zu soziologischen oder kultur- und politikwissenschaftlichen Untersuchungen
der Geschlechterdifferenz.
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06040081
Definitionslehre
Wolff, Werner (Berlin)
ProS Do 15.15-16.45
Neu: 13.15-14.45
SG 1-41/42
SG 2-71/72
Wir behandeln die Rolle des Definierens bei Begriffsanalysen und beim
Aufbau von Theorien.
Der Status von Definitionen in Theorien wird geklärt, es werden verschiedenen
Typen von Theorien behandelt.
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Seminare im Hauptstudium (HS)
06030362
Toleranz als Lernziel
Dietrich, Frank / Zellentin, Alexa (Leipzig)
HS Mo 11.15-13.45
SG 2-71/72
(2, 3) (a, b1,b3, c, f)
Das Seminar „Toleranz als Lernziel“ wendet sich in erster
Linie an Lehramtsstudenten. (Absolventen anderer Studiengänge können
aber selbstverständlich an der Veranstaltung teilnehmen und Leistungsnachweise
erwerben.) Im ersten Teil des Seminars sollen wichtige klassische wie
auch moderne Arbeiten zum Thema Toleranz gemeinsam gelesen und erörtert
werden. Gegenstand der Diskussion werden u.a. die Theorien von John Locke
und Michael Walzer sein. Ausgehend von der Auseinandersetzung mit grundlegenden
theoretischen Fragen soll im zweiten Teil der Veranstaltung die Schule
in den Blickpunkt rücken. Gefragt werden soll zum einen, welche Anforderungen
das Postulat der Toleranz an die Schule als Institution stellt. In diesem
Zusammenhang gilt es u.a. zu klären, inwieweit Lehrer eine Pflicht
zur weltanschaulichen Neutralität haben (Stichwort: Kopftuchverbot)
und inwieweit eine neutrale Gestaltung des Curriculums geboten ist. Zum
anderen soll erörtert werden, wie der für demokratische Gesellschaften
zentrale Wert der Toleranz im Unterricht vermittelt werden kann.
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06030372
Immanuel Kant: Universitätsschriften 1755-1770
Dietzsch, Steffen (Berlin)
HS Fr 13.15-14.45
SG 2-11/12
(3) (b1, 4)
Es werden die vier Schriften Kants behandelt, die er für akademische
Zwecke (Lehrerlaubnis, Promotion, Professur) der Universität Königsberg
vorzulegen und zu verteidigen hatte: also De igne (1755), Nova dilucidatio
(1755), Monadologia physica (1756), De mundi sensibilis (1770).
Dabei wird der Denkeinsatz des jungen Kant untersucht, sowie die Herausbildung
seiner dann (vernunft-)kritischen Infragestellung der traditionellen Schulmetaphysik.
Zugleich werden die administrativen Formen des (ost-)preußischen
Universitätsbetriebs in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts
vorgestellt.
Textgrundlage: Die lat.-deutsche Edition dieser vier Texte in der Weischedel-Ausgabe.
Literatur:
Steffen Dietzsch: Immanuel Kant. Eine Biographie (2003),
Manfred Kühn: Immanuel Kant. Eine Biographie (2003).
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06030382
Hutchesons praktische Philosophie
Fehige, Christoph (Leipzig)
HS als Blockseminar
am 30. 4. 05, 2.7., 23. 7., 27.7., 29. 7.05 von 09.00-13.00 GWZ 2116
25.7. 05 von 09.00-13.00 GWZ 4115
(2, 3) (a, b1)
Francis Hutchesons Schriften gehören nicht zum Kanon im engeren
Sinne und werden Ihnen möglicherweise nie wieder begegnen, weder
in Abschlussprüfungen noch im schulischen oder außerschulischen
Berufsleben. Dennoch sind sie lesenswert. Hutcheson fragt nach den Motiven
des Handelns, besonders des moralischen Handelns, und nach der Bedeutung
und der Quelle moralischer Urteile. In seinen Antworten spielen Affekte
und der „moral sense“ maßgebliche Rollen. Wir lesen
Hutchesons Essay über „passions and affections“ und die
zweite, moralphilosophische Hälfte der Inquiry; beide liegen neuerdings
in brauchbaren und erschwinglichen Ausgaben vor.
Teilnahmebedingungen: Bitte halten Sie ab der ersten Sitzung den Text
der unten genannten Ausgaben in Händen. Bitte melden Sie sich bis
zum 16.4.2005 an, und zwar per E-Mail unter der Adresse hutcheson2005leipzig@fehige.info.
Die Anmeldungen sind verbindlich, und Seminarplätze sind nicht übertragbar.
Nehmen Sie nur teil, falls Sie sich rechtzeitig angemeldet und eine Bestätigung
erhalten haben. Eine gesonderte Vorbesprechung gibt es nicht; die erste
Sitzung wird diese Funktion mit erfüllen.
Teilnahmebestätigung für: Anwesenheit, schriftliche Zusammenfassungen
von drei „sections“ von Hutchesons Texten, Textreferat. Leistungsnachweis
für: dasselbe plus Hausarbeit.
Literatur:
Francis Hutcheson, An Essay on the Nature and Conduct of the Passions
and Affections, with Illustrations on the Moral Sense (1728), Indianapolis
2002 (Liberty Fund).
Ders., An Inquiry into the Original of Our Ideas of Beauty and Virtue
(1725), Indianapolis 2004 (Liberty Fund), Seiten i–xxvii, 1–16,
83–201, 214–258.
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06030392
Immanuel Kants politische Philosophie
Kater, Thomas
HS Di 13.15-14.45
SG 1-91/92
(2, 3) (c, d)
Kants politische Philosophie, lange Zeit kaum beachtet, prägt nachdrücklich
seit Mitte der neunziger Jahre des 20. Jahrhunderts die Diskussionen der
politischen Philosophie. Historisch wird sie dabei bewertet als Höhepunkt
der klassischen politischen Philosophie, systematisch wird an sie angeknüpft
vor allem mit Blick auf die Frage nach den Bedingungen einer umfassenden
inner- wie zwischenstaatlichen Friedensstiftung. Im Seminar sollen die
verschiedenen Facetten von Kants politischer Philosophie auch mit Blick
auf ihre historische Entwicklung rekonstruiert werden.
Literatur: Ein genauer Lektüreplan wird in der ersten Sitzung vorgestellt.
Herangezogen werden auf jeden Fall: Beantwortung der Frage: Was ist Aufklärung?,
Der Streit der Fakultäten, Idee zu einer allgemeinen Geschichte in
weltbürgerlicher Absicht, Metaphysische Anfangsgründe der Rechtslehre,
Über den Gemeinspruch, Zum ewigen Frieden.
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06030402
Jürgen Habermas` Diskursethik
Kater, Thomas
HS Mi 09.15-10.45
Neu: Do 09.15-10.45
SG 2-71/72
SG 2-11/12
(2) (a, b2, c)
Jürgen Habermas’ Diskursethik ist einer der wichtigsten Versuche
der jüngeren Vergangenheit, eine Theorie der Moral zu entwickeln,
die dem Kantischen Anspruch genügen will, normative Geltungsansprüche
auf universal gültige Prinzipien zurückzuführen. Im Seminar
soll Habermas’ Ethik rekonstruiert und v. a. die Kritik an der Diskursethik
diskutiert werden, die aus dem Umfeld des Kontextualismus vorgebracht
worden ist und strukturell derjenigen ähnelt, die Hegel gegen Kant
vorgetragen hat.
Literatur: Jürgen Habermas: Moralbewußtsein und kommunikatives
Handeln. Frankfurt a. M. 1983 (stw 422). Ders.: Erläuterungen zur
Diskursethik. Frankfurt a. M. 1991 (stw 975).
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06030412
Philosophische Theorien sozialer Gerechtigkeit
Kater, Thomas
HS Mi 13.15-14.45
SG 2-11/12
(2) (b3, c)
Unter Hinweis auf die sog. Globalisierung wird der grundlegende Umbau
des Sozialstaats als unhintergehbare Notwendigkeit eingeklagt. Dem liegt
zugrunde eine Neubestimmung der politischen Verwirklichung sozialer Gerechtigkeit.
Im Zuge dieser politischen Diskussion hat sich auch die politische Philosophie
verstärkt der Frage gewidmet, was soziale Gerechtigkeit ist und wie
sie begründet werden kann. Im Seminar sollen zentrale Positionen
dieser Debatte vergleichend diskutiert werden.
Literatur: Für einen ersten Überblick: Wolfgang Kersting: Theorien
der sozialen Gerechtigkeit. Stuttgart u. a. 2000. Ein genauer Lektüreplan
wird in der ersten Sitzung vorgestellt.
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03080552
Philosophie in Japan – Kitaro Nishida: Über des Gute II
Kobayshi, Toshiaki
HS Do 13.15-14.45
SG K-37 SG 00-99
(2, 3)
Diese Veranstaltung richtet sich sowohl an die Studierenden der Japanologie
als auch an die der Philosophie. Es handelt sich um die Lektüre des
Buches Über das Gute, das der bekannteste Philosoph des modernen
Japan, Kitarô Nishida, 1911 veröffentlichte und damit zugleich
die Entstehung der sogenannten Kyôto-Schule initiierte. Da auch
Teilnehmer aus der Philosophie erwartet werden, wird die deutsche Übersetzung
als Haupttext benutzt. Im Mittelpunkt des Werkes stehen vier Hauptbegriffe:
„reine Erfahrung, Realität, das Gute und Religion“. An
ihnen lassen sich interessante Auseinandersetzungen zwischen dem buddhistischen
Denken und der westlichen Philosophie erarbeiten. Bei der Lektüre
wird als Hintergrund auch auf den Zen-Buddhismus und auf Philosophen wie
W. James wie H. Bergson Bezug genommen, um die Diskussionen möglichst
lebendig zu machen.
Literatur
Kitarô Nishida: Über das Gute, Insel-Verlag, Frankfurt a. M.
1989
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Beginnt am 13.04.2005
06030420
Kolloquium zur Praktischen Philosophie für Doktoranden und Fortgeschrittene
Lübbe, Weyma
HS Mi 09.15-10.45
GWZ 2116
(2, 4) (a, b2, b3, c), Für Studierende alle Fakultäten
Zu diesem Kolloquium sind alle Studierenden im Hauptstudium, deren Interessenschwerpunkt
im Bereich der Praktischen Philosophie liegt, willkommen. Es wird ein
Einblick in und, auf Wunsch, Beteiligungsmöglichkeit an den am Lehrstuhl
Praktische Philosophie betriebenen Forschungsprojekten geboten (Ethik
und Angewandte Ethik, Rechtsphilosophie, Politische Philosophie), und
es werden in Arbeit befindliche studentische Abschlußarbeiten diskutiert.
Darüber hinaus werden gemeinsam thematisch ergänzende Texte
gelesen. Regelmäßige Teilnahme und Beteiligung an der Diskussion
ist Voraussetzung für einen Scheinerwerb.
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06030432
Dworkin: Die Grenzen des Lebens
Lübbe, Weyma
HS Di 09.15-10.45
HSG HS 9 HS 7
(2, 4) (a, b2, b3, c)
Das Buch des englisch-amerikanischen Philosophen und Juristen Ronald
Dworkin (Orig.: Life's Dominion, 1993) ist ein Versuch, die unversöhnlich
erscheinenden Positionen speziell zur Abtreibungsfrage und zum Problem
der Sterbehilfe auf eine Weise zu schlichten, die mit den Grundsätzen
eines „liberalen" Gemeinwesens vereinbar ist. Ob das am Ende gelungen
ist oder nicht - das Buch ist jedenfalls hervorragend geeignet, diese
„ethischen" Debatten in einer ihrer Komplexität angemessenen
Weise in den Blick zu bekommen, so nämlich, dass verständlich
wird, weshalb Praktische Philosophie nicht allein als Ethik, sondern nur
zugleich als Rechts- und Politische Philosophie betrieben werden kann.
Da die deutsche Übersetzung des Buches vergriffen ist, wird ein Kopierexemplar
zur Verfügung gestellt.
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06030442
Sokratische Didaktik (mit schulpraktischen Übungen)
Lueken, Geert-Lueke
HS Mo 15.15-16.45
SG 2-11/12
(f)
Das Sokratische Gespräch hat in die Didaktik der Philosophie und
Ethik Einzug gehalten. In diesem Seminar soll dazu die einschlägige
Literatur behandelt werden. Seminarbegleitend sind schulpraktische Übungen
(SPÜ), also Hospitationen und Unterrichtsversuche an Leipziger Schulen,
vorgesehen - und zwar in kleinen Gruppen von höchstens 3 Studierenden.
Nach Möglichkeit sollen dabei Konzepte der Sokratischen Didaktik
praktisch erprobt werden. Da alle Teilnehmer auch an diesen SPÜ teilnehmen
sollen und nur eine begrenzte Zahl von Schulen mitmachen wird, muss die
Teilnehmerzahl entsprechend begrenzt werden. Genaueres dazu gibt es in
der ersten Sitzung.
Die bisher gründlichste Ausarbeitung der Sokratischen Didaktik ist:
Gisela Raupach-Strey, Sokratische Didaktik. Die didaktische Bedeutung
der Sokratischen Methode in der Tradition von Leonard Nelson und Gustav
Heckmann; Münster: Lit.- Verlag 2002.
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06030452
Fallacies
Lueken, Geert-Lueke
HS Di 11.15-12.45
SG 2-71/72
(1) (b2)
Seit Aristoteles' „Sophistischen Widerlegungen" gibt es in der
Logik und Rhetorik Listen typischer Argumentationsfehler und Überredungstricks,
und Untersuchungen dazu, was bei solchen Fehlern oder Tricks eigentlich
los ist. Dabei geht es nicht nur um formale Fehler (Fehlschlüsse),
sondern etwa auch um Fragen der Relevanz, der Plausibiltät etc. Die
Untersuchung von fallacies wirft dann ex negativo immer auch ein Licht
darauf, was wir unter einer „guten", „gelungenen", „stimmigen"
oder „plausiblen" Argumentation verstehen. In der neueren Argumentationstheorie
und Informal Logic haben sich auf diesem Gebiet John Woods und Douglas
Walton, aber auch Frans van Eemeren et al. besonders hervorgetan. Neben
deren Arbeiten zur fallacy-Theorie werden weitere ausgewählte Texte
aus der argumentationstheoretischen Diskussion um die fallacies herangezogen.
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06030462
Toulmin: Reason in Ethics
Lueken, Geert-Lueke
HS Fr 11.15-12.35
Neu: Do 11.15-12.45
SG 2-11/12
(1, 2) (b2)
Stephen Toulmins Examination about the Place of Reason in Ethics wird
im allgemeinen dem good-reasons-approach in der Metaethik zugerechnet.
Dass ein metaethischer Ansatz, der sich auf ein Konzept „guter Gründe"
stützt, eng mit der Argumentationstheorie verknüpft ist, liegt
nahe. So hat Toulmin etwa zeitgleich sein berühmtes Buch The Uses
of Argument veröffentlicht. In diesem Seminar soll Toulmins metaethisches
Buch im Zusammenhang mit seinem argumentationstheoretischen Klassiker
gelesen und diskutiert werden. Ersteres liegt nur in englischer Sprache
vor, letzteres ist auch in deutscher Übersetzung erhältlich.
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Vorbesprechung:
Di, 12. April 05, 19:00, GWZ 2116
06030472
Deutschland – Israel – Palästina: Philosophisch und
politisch relevante Grundlagenprobleme
Meggle, Georg/ Köthke, Bettina (Leipzig)
Erste Sitzung: Sa, 4. Juni 2005, 9:00 -
13:00 Uhr, GWZ 2116
(Referent: Roni Sharon, Universität Michigan)
HS als Blocksem. 22.-24.7. 2005,
09.00-16.00
GWZ 2116
(2) (b2, b3, c)
Weitere Infos wie z.B.
Themen- Literaturvorschläge
Seminarplan (pdf)
Die Ringvorlesung (s. S. 8) und das zugehörige Kolloquium (s. S.
19) sind für ein breiteres Publikum angelegt. Dieses Hauptseminar
konzentriert sich auf die philosophisch relevanten Grundlagenprobleme
der Nahost-Debatte – bzw. die nahost-politische Relevanz der philosophischen
Konzepte zu solchen Themen wie Recht-auf-Land, Menschenrechte, Grenzen
und Entgrenzung intra- wie internationale Gewalt, Holokaust und Völkermord;
Notwehr-Rechte, verschiedene Grade von Nothilfe-Pflichten.
Lektüre: Siehe aktuelle Ergänzungen im Institutsnetz. Hinweise
auf weitere einschlägige (insbes. philosophische) Literatur höchst
willkommen. Solche kann dann - wie in der Vorbesprechung festzulegen -
auch die Grundlage des eigenen Beitrages werden.
TOMIS KAPITAN (ed.), Philosophical Perspectives on the Israeli-Palestinian
Conflict, London, (1997).
HAIG KHATCHADOURIAN, The Quest for Peace between Israel and the Palestinians,
New York, 2000.
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Beginnt am 12.04.2005
06030482
Aristotelismus in der Physik –vom Hellenismus bis Galilei
Psarros, Nikolaos/ Heuer, Peter (beide Leipzig)
HS Di 11.15-12.45
GWZ 2116
(1, 3, 4) (b1, d)
Thema des Seminars ist die Rolle der Aristotelischen Naturkunde in der
Entwicklung der Physik von einer phänomenologischen „Veränderungskunde"
zur modernen mathematisierten, kausal-deterministischen Naturwissenschaft
der Körperbewegungen. Diesen Entwicklungsprozess werden wir an Hand
ausgewählter Kommentare zur Aristotelischen Physik und an Hand Aristoteles-kritischer
Texte aus verschiedenen Epochen nachzuzeichnen versuchen.
Das Seminar richtet sich auch an interessierte Studenten der Naturwissenschaften.
Zur Teilnahme sind Vorkenntnisse des naturwissenschaftlichen Werks Aristoteles'
erforderlich.
Die aktive Beteiligung in Form von Referaten oder der Übernahme der
Gestaltung einer Seminarsitzung ist für den Erwerb eines Scheins
ebenfalls unerlässlich.
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06030492
Frege: Logische Untersuchungen
Raatzsch, Richard (Leipzig)
HS als Blockseminar 25.-29. 7. 2005, 09.00-16.00
GWZ 5015
(1, 3)
In seinen „Logischen Untersuchungen“ hat Frege eine Reihe
von Fragen erörtert, die man zu den philosophischen Grundlagenfragen
der Logik rechnen könnte, die man aber ebensogut als metaphysische
Fragen betrachten kann. Im Seminar soll primär die zweite Perspektive
eingenommen werden. Wir werden die Texte einer minutiösen Betrachtung
unterziehen, und an dieser oder jener Stelle – etwa wenn es um indexikalische
Ausdrücke geht – zeitgenössische Literatur einbeziehen.
Von den Teilnehmern wird erwartet, dass sie Referate übernehmen.
Die genaue Literaturliste, abgesehen von den „Logischen Untersuchungen“,
wird nach Absprache mit den Teilnehmern erstellt.
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06030502
Seine Welt wissen: Projektseminar zur Ausstellung Geschichte der Enzyklopädistik
bis 1750
Schneider, Ulrich Johannes (Wolfenbüttel)
HS Fr 11.15-12.45
1. u. 2. Seminar in GWZ 2116
(3, 4) (b)
Eine für 2006 in der UB Leipzig geplante Ausstellung zur Geschichte
der Enzyklopädistik bis 1750 wird – vergleichend und in chronologischer
Ordnung – wichtige enzyklopädische Werke der europäischen
Tradition behandeln. Das Projektseminar dient der Ausstellungsvorbereitung
(biobibliographische Recherchen, Erstellen kleinerer Texte etc.) und findet
in den Räumen der Universitätsbibliothek Leipzig statt.
Das Seminar richtet sich an Studenten im Hauptstudium, wobei Fachkenntnisse
in Geschichte oder Germanistik sehr willkommen sind. Die ersten beiden
Sitzungen im Semester dienen als Planungssitzungen und zur Festlegung
der Formen der Mitarbeit.
Rückfragen unter schneider@hab.de
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06030512
Philosophie der Zahl
Stekeler-Weithofer, Pirmin
HS Di 11.15-12.45
SG 2-11/12
(1, 4)
Die Frage, was reine Zahlen sind, beschäftigt die Philosophie seit
Platon und Aristoteles aus abstraktionstheoretischen und logisch-topischen
Gründen. In der Moderne kommen die Programme der Algebraisierung
der linearen Geometrie (Descartes) und der Arithmetisierung der Analysis
(Weierstrass, Dedekind) hinzu, die bei Cantor und Zermelo zur 'Naiven’
bzw. 'axiomatischen’ Mengentheorie und bei Frege und Russell zum
Logizismus führen. Im Seminar geht es 1. um die philosophische Relevanz
der Frage, 2. um die ‚Positionen’ und ‚Paradoxien’
in der Grundlagendebatte der Arithmetik (und Geometrie) und 3. um den
Stand der gegenwärtigen Debatte.
Literatur:
R. Dedekind, Was sind und was sollen die Zahlen?
G. Frege, Grundlagen der Arithmetik.
M. Potter, Reason’s Nearest Kin. Philosophies of Arithmetic from
Kant to Carnap.
Ch. Thiel, Philosophie der Mathematik.
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06030522
Naturphilosophie
Stekeler-Weithofer, Pirmin
OS Di 17.15-18.45
GWZ 2116
(1)
Im Oberseminar lesen wir vorzugsweise neuere Literatur zur Philosophie
der Natur und der (Natur-)Wissenschaften.
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Beginnt am 14.04.2005
06030542
Die Antiquiertheit des Menschen
Türcke, Christoph
HS Do 17.15-18.45
SG 2-11/12 HSG HS 21
(1, 2, 3) (a, c, d), 14-tägl.
Unter dem Eindruck von Informatik, Fernsehen und Atombombe hat Günther
Anders in den 1950er Jahren ein philosophisches Szenario von Maschinenmacht
entworfen, das an Aktualität kaum eingebüßt hat.
Seminargrundlage:
Günther Anders: Die Antiquiertheit des Menschen, Band 1, München
1956
Dieses Seminar bildet mit der Vorlesung „Was ist eine Maschine?"
eine kompakte Einheit. Beide Veranstaltungen können auch separat
besucht werden. Zum Erwerb eines Teilnahme- oder Leistungsscheins ist
allerdings der Besuch beider Veranstaltungen erforderlich. Der Erwerb
eines Scheins ist auch im Grundstudium möglich.
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06030552
Philosophie und Krieg (20. Jahrhundert)
Wendt, Thomas
HS als Blockseminar 25.-29.07 2005, 09.15-16.00
SG 1-31/32
(1, 2, 3) (a, c)
Dieses Seminar, Fortsetzung einer Veranstaltung vom SS 2004 und dem WS
2004/05, die sich der Transzendentalphilosophie (dem Standpunkt der Moralität)
widmete und ihre Besucher mit den philosophischen Reflexionen Hegels (dem
Standpunkt der Sittlichkeit) zum Krieg vertraut machte, geht nunmehr dem
Problemkreis „Gewalt in der Geschichte“ im weltanschaulichen
Denken des 20. Jh. nach (etwa G. Gomperz, C. Schmitt, K, Lorenz etc.).
Da der Initiator diesen Seminars gedenkt, den durch die klassische deutsche
Philosophie erreichten Erkenntnisstand mit dem der historischen Nachläufer
zu konfrontieren und für heutige theoretische und lebensweltliche
Probleme etwa im Rahmen einer Modernetheorie nutzbar zu machen, werden
sehr gute Kenntnisse der klassischen deutschen Philosophie und die Bereitschaft
zu umfängliche Lektüre vorausgesetzt.
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06030562
Was ist Naturrecht?
Wendt, Thomas
HS Fr 09.15-10.45
SG 2-11/12
(1, 2, 3) (a, c, d, e)
Dieses Hauptseminar wendet sich dem Begriff des Naturrechts zu.
In der Veranstaltung werden wir, W. Gobsch, Th. Wendt und Sie, zunächst
Texte der Tradition und Reflexion auf sie (Aristoteles, Pufendorf, Hegel)
studieren. Dann konfrontieren wir jene mit Überlegungen der neueren
analytischen Philosophie; erstens werden Texte, die sich mit dem Begriff
des Rechts im allgemeinen (Hart u.a.) zuwenden, analysiert, zweitens verfolgen
wir theoretische Meinungen, die es auf Aristoteles zurückgreifend
unternehmen, einen Begriff der Natur des Menschen zu entwickeln, der geeignet
ist für die Begründung moralischer und rechtlicher Normen. Nicht
vergessen wird, den Besucher des Seminars mit der lebensweltlichen Relevanz
dieses theoretischen Problems vertraut zu machen.
Wir erwarten die Bereitschaft zu einer umfänglichen, auch fremdsprachigen
Lektüre und zur Übernahme von Vorträgen.
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06030355
Normatives Argumentieren
Wolff, Werner (Berlin)
ProS HS Do 13.15-14.45 15.15.-16.45
SG 2-71/72
SG 1-41/42
(2) (a, b1, b2)
Problembewußtsein über normatives Argumentieren entsteht u.
a. beim Bemühen, normative Konfliktsituationen rational zu bewältigen,
oder auch in Situationen, in denen man sich entschuldigen muß. Um
zu entscheiden, mit welchen Argumenten normative Sätze argumentativ
angegriffen oder verteidigt werden können, muß ihr Status geklärt
werden.
Wir behandeln Normen und Werturteile, unterscheiden zwischen juristischen
und moralischen normativen Sätzen und betrachten Klugheitsargmente.
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Tutorium
Beginn 11.04.2005!
Lektüre-Veranstaltung
Gilles Deleuze – Differenz und Wiederholung
Hechler, Daniel / Driesen, Christian (beide Leipzig)
Mo 13.15-14.45 GWZ 2115
Das ist eigentlich der Gegenstand von Differenz und
Wiederholung: die Natur der Postulate im Bild des Denkens. Wir
gehen davon aus, dass es ein Bild des Denkens gibt, das stark vari-iert,
das in der Geschichte stark variiert hat. Unter Bild des Denkens verstehen
wir keine Me-thode, sondern etwas Tieferes, das immer vorausgesetzt
ist, ein Koordinatensystem, ein Sys-tem von Dynamismen, Orientierungen:
eben Denken und »sich im Denken orientieren«. So oder so
befindet man sich auf der Ebene der Immanenz, auf der wir uns bestimmte
Fragen stellen, die nichts mit dem Mangel oder der Negation zu tun haben.
Sind wir hier, um Vertika-litäten aufzurichten, sich selbst aufzurichten?
Oder im Gegenteil, um sich auszustrecken, die Horizontlinie entlang
zu laufen, die Ebene immer weiter hinauszutreiben? Und die Vertikali-täten
– sollten wir durch sie etwas betrachten können, oder ist
es eine Vertikalität, die uns zum Nachdenken oder Kommunizieren
bringt? Es sei denn, jede Vertikalität wäre als Trans-zendenz
zu bekämpfen, und wir müssten uns auf die Erde legen, sie
umschlingen, ohne zu schauen, ohne Reflexion, ohne Kommunikation? Und
ist der Freund bei uns, oder sind wir ganz allein, Ich = Ich, oder sind
wir Liebende, oder noch etwas anderes, und wie groß ist das Risiko,
uns selbst zu verraten, verraten zu werden oder selber zu verraten?
Gibt es nicht eine Stunde, in der man sogar dem Freund misstrauen muss?
Welchen Sinn dem »philos« der Phi-losophie geben?
Da das Buch recht teuer ist, hat uns der Wilhelm Fink Verlag eine Reduktion
von bis zu 30% auf eine Sammelbestellung zugesichert. Betont sei zudem,
dass jede/r teilnehmen kann und dies keiner Voraussetzungen bedarf.
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06030580
Philosophisches Kolloquium
Tegtmeyer, Henning
Mi 18.30-20.00
Ritterstr. 26, Neuer Senatssaal
Für Studierende aller Fakultäten
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Hinweis zu weiteren studienrelevanten Veranstaltungen
Zu einigen Themenbereichen, die im Institut für Philosophie nicht
oder nicht regelmäßig angeboten werden können, finden
in anderen Instituten relevante Veranstaltungen statt. Wir verweisen insbesondere
auf Veranstaltungen des Ostasiatischen Instituts zur chinesischen und
japanischen philosophischen Tradition, die Indologie und auf die Sportphilosophie
in der Sportwissenschaftlichen Fakultät. Veranstaltungen zu Bereichen,
in denen sich die Philosophie mit anderen Disziplinen überschneidet
(darunter Veranstaltungen zu gemeinsamen Klassikern), finden u.a. auch
in der Juristischen Fakultät (Rechtsphilosophie), in der Theologischen
Fakultät (Ethik) sowie im Karl-Sudhoff-Institut (Medizinethik) statt,
ebenso, selbstverständlich, in den benachbarten Instituten unserer
eigenen Fakultät.
Über die Anerkennung der in solchen Veranstaltungen erworbenen Scheine
im Rahmen des Philosophie- bzw. Ethikstudiums entscheidet die Prüfungskommission
des Instituts für Philosophie. Die Antragstellung erfolgt über
das Sekretariat des Instituts (Frau Simon, Zi. 1108).
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Informationen des Prüfungsamtes
(Prüfungszeitraum und -anmeldung)
Mitarbeiterin: Karin Thom
Besucheranschrift:
Zentrales Prüfungsamt (i. G.) der philosophischen Fakultäten
Beethovenstr. 15, Haus 5, Erdgeschoss, Zimmer H5 0.03, 04107 Leipzig
Postanschrift:
Universität Leipzig
Zentrales Prüfungsamt (i. G.) der philosophischen Fakultäten
Postfach 100920
04009 Leipzig
Tel.: 0341 – 97 35637
Fax: 0341 – 97 37348
e-mail: thom@rz.uni-leipzig.de
Sprechzeiten:
Die 13.00 – 17.30 Uhr
Do 09.00 – 11.30 Uhr und 13.00 – 15.30 Uhr
Prüfungsanmeldung – Sommersemester 2005
Bakkalaureatprüfung 1. HF: bis 31.03.2005
Magisterprüfung 1. HF: bis 21.04.2005
Magisterprüfung 2. HF / NF: bis 04.05.2005
Zwischenprüfung (Magister, Bakkalaureat, Lehramt): bis 04.05.2005
Sondersprechzeiten 25.04. – 04.05.2005 :
Dieser Zeitraum gilt für die Studiengänge der Institute Kulturwissenschaften,
Logik und Wissenschaftstheorie, Philosophie. Prüfungsanmeldungen
können während der regulären Sprechzeiten auch vor dem
25.04.2005 abgegeben werden.
Montag, 25.04.2005 :9.00 – 12.00 Uhr
Dienstag, 26.04.2005 : 9.00 – 11.30 und 13.00 – 17.30 Uhr
Mittwoch, 27.04.2005 : 9.00 – 12.00 Uhr
Donnerstag, 28.04.2005: 9.00 – 11.30 und 13.00 – 15.30 Uhr
Montag, 02.05.2005 : 9.00 – 12.00 Uhr
Dienstag, 03.05.2005 : 9.00 – 11.30 und 13.00 – 17.30 Uhr
Mittwoch, 04.05.2005 : 9.00 – 12.00 Uhr
Hinweis: Um lange Wartezeiten an den letzten Tagen zu vermeiden, nutzen
Sie bitte vor allem auch die Termine an den Vormittagen der ersten Woche.
-
Vorlage aller Unterlagen im Original [Abiturzeugnis, Sprachnachweise,
Scheine, Zwischenprüfungszeugnis (wird vom Prüfungsamt des
1. Hauptfaches ausgestellt unter Vorlage der Bescheinigungen des 2.
Hauptfaches bzw. der Nebenfächer,) Studienbescheinigung (bitte
am Terminal vorher ausdrucken!) usw.]
-
Studierende, die vor dem Wintersemester 1998/99 immatrikuliert worden
sind und die Magisterprüfung nach der Magisterrahmenprüfungsordnung
der Universität Leipzig vom 26.10.1998 ablegen möchten,
müssen vor der ersten Anmeldung zur Magisterprüfung in einem
der Fächer des Studienganges einen Wechsel zur o. g. Ordnung
beantragen. Dieser Antrag auf Wechsel ist beim Prüfungsamt des
1. Hauptfach zu stellen und gilt dann für alle Fächer Ihres
Studienganges. Ein entsprechendes Formblatt erhalten Sie im Prüfungsamt
des 1. Hauptfaches.
| |
Zwischenprüfung
MA 1. / 2. HF Philos.
MA NF Philos.
BA Philosophie
LA Ethik/Philos
|
Abschlussprüfung
MA 2. HF Philos.
MA NF Philos.
BA Philosophie
|
| Antragstellung im Prüfungsamt mit Sammelschein |
25.04. – 04.05.2005 |
25.04. – 04.05.2005 bis 31.03.2005 (nur
BA) |
| Formelle Vergabe des Themas der wissen-
schaftlichen Arbeit (nur BA)
|
|
07.04.2005 |
| Abgabe der wissenschaftlichen Arbeit (nur BA) |
|
bis 07.06.2005 |
| Zulassung (Aushang im Prüfungsamt) |
bis 13.06.2005 |
bis 13.06.2005
bis 06.04.2005 (nur
BA) |
| Rahmenthemen- und Terminabsprachen |
bis 17.06.2005 |
bis 17.06.2005 |
| Nachreichen von Zulassungsvoraussetzungen |
bis 26.07.2005 |
bis 26.07.2005 |
| Klausurtermine für schriftliche Prüfungen |
28.07.2005
04.08.2005 |
28.07.2005
04.08.2005
01.08.2005 (nur BA)
04.08.2005 |
| Prüfungstermine für mündliche Prüfungen
(lt. Absprache mit den Prüfern)
|
bis 30.09.2005 |
bis 30.09.2005 |
| Abholung der Bescheinigungen / Zeugnisse |
bis 10.11.2005 |
bis 10.11.2005 |
| |
|
|
Magisterprüfung – 1. Hauptfach Philosophie
im Sommersemester 2005 (Magisterarbeit) und Wintersemester 2005/06
(Prüfungsklausur und mündliche Prüfung) |
| Antragstellung im Prüfungsamt mit Sammelschein
und Antrag auf Themenstellung der Magisterarbeit
|
bis 21.04.2005 |
| Zulassung (Aushang im Prüfungsamt) |
bis 27.05.2005 |
| Formelle Vergabe des Themas der Magisterarbeit |
31.05.; 02.06.2005 |
| Abgabe der Magisterarbeit |
bis 02.12.2005 |
| Klausurtermin für die schriftliche Prüfung |
Februar 2006 |
| Prüfungszeitraum für mündliche
Prüfungen
(lt. Absprache mit den Prüfern)
|
bis 31.03.2006 |
| |
|
Liebe Studentinnen und Studenten!
Das Zentrale Prüfungsamt der philosophischen Fakultäten i.
G. möchte über einige wichtige Dinge die Organisation von Studium
und Prüfungen betreffend informieren:
1. Das Sächsische Hochschulgesetz vom 11.06.1999 (Sächs. HG)
gilt für alle Studierenden in Sachsen unabhängig vom Zeitpunkt
der Immatrikulation.
2. Zwischenprüfung: Das Sächs. HG schreibt vor, dass „spätestens
bis zum Beginn des fünften Semesters“ die Zwischenprüfung
(bei Diplom das Vordiplom) abzulegen ist. Wer dieser Forderung nicht nachkommt,
muss im 5. Semester an einer Studienberatung teilnehmen [§ 23 (3)].
Dort sollten Sie sich mit dem Studienberater über den Zeitplan bis
zur Zwischenprüfung verständigen. Dies ist nötig, da Sie
zum Ende des 8. Fachsemesters exmatrikuliert werden können, wenn
die Zwischenprüfung bis zu diesem Zeitpunkt nicht bestanden wurde
[§ 17 (3) 1. i.V. m. § 15 (1) 9.]. Wiederholungsprüfungen
sind demzufolge nicht mehr möglich, wenn Sie die Zwischenprüfung
im 8. Fachsemester ablegen.
3. Abschlussprüfung: Das sächsische Hochschulgesetz regelt
im Paragraphen 23, Absatz 4, Satz 2ff. das Verfahren bei der Überschreitung
der Regelstudienzeit. Danach gelten alle Abschlussprüfungen, die
nicht innerhalb von vier Semestern nach Ablauf der Regelstudienzeit abgelegt
wurden, als erstmalig nicht bestanden. Bemessungsgrundlage ist das höchste
Fachsemester Ihres Studienganges, nicht des einzelnen Faches. Da dieses
Nichtbestehen eine gesetzliche Fiktion darstellt, werden Sie darüber
nicht schriftlich informiert. Erstmalig nicht bestandene Prüfungen
können innerhalb eines Jahres wiederholt werden. Bei Überschreitung
der Wiederholungsfrist erlischt der Prüfungsanspruch. Bevor dann
die Exmatrikulation erfolgt, wird Ihnen schriftlich durch den Prüfungsausschuss
die Möglichkeit einer Anhörung eingeräumt. Widerspruchsverfahren
sind nur noch gegen den Bescheid des Studentensekretariates über
die Exmatrikulation zugelassen. Sollte bei Ihnen eine Überschreitung
der Regelstudienzeit von vier oder mehr Semestern vorliegen, so setzen
Sie sich bitte mit dem Prüfungsamt oder dem Prüfungsausschuss
in Verbindung, um die Möglichkeiten eines erfolgreichen Studienabschlusses
zu prüfen.
4. Für Zwischen- und Abschlussprüfungen gilt, dass die erste
Wiederholungsprüfung innerhalb eines Jahres nach Abschluss des ersten
Prüfungsversuches abzulegen ist. Nach Ablauf dieser Frist gilt sie
als endgültig nicht bestanden. Eine zweite Wiederholungsprüfung
kann nur in begründeten Ausnahmefällen und nur zum nächstmöglichen
Prüfungstermin durchgeführt werden [§ 23 (3) + (4)].
5. Auf Antrag wirken Zeiten des Mutterschutzes und des Erziehungsurlaubes
[§ 16 (4)] sowie Arbeit in studentischen Gremien [§ 20 (5)]
regelstudienzeitverlängernd.
6. Prüfungsrücktritte sind schriftlich über das Prüfungsamt
zu beantragen und zu begründen, die Entscheidung obliegt dem Prüfungsausschuss,
der nach Wertung der Gründe den Rücktrittsantrag auch ablehnen
kann.
7. Die Wiederholung von Leistungsnachweisen ist in den Ordnungen geregelt.
Wiederholung bedeutet, dass ein neuer Versuch unternommen wird; eine Nachbesserung
nicht bestandener Leistungsnachweise ist nicht zulässig.
gez. Dr. M. Schwarzmüller
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Der Fachschaftsrat informiert
Stundenplanerstellungshilfe (nicht nur) für Erstsemester:
Vom 29.3.-1.4. 2005, täglich 11-15 Uhr
Zusätzlich wird es in dieser Woche eine Einführungsveranstaltung
ins Studium geben!
Attraktivitäten
Demokratisch legitimierte Vertretung der studentischen Interessen in
der Universität hinsichtlich
Organisation des Studiums
(Hilfe bei Stundenplanerstellung, bei Fragen zu Lehrveranstaltungen,
Verbreitung von
Informationsmaterial ...)
Hochschulpolitischer Fragen
(Fortführung der Aktivitäten der letzten Jahre – Auseinandersetzung
mit strittigen Themen wie Stellenkürzungen, Studiengebühren,
BaMa-Studiengänge)
Eigeninitiativen
(Unterstützung von Veranstaltungsorganisation, Projektplanung und
der philosophiestudentischen Zeitung EiGENSiNN)
Kontinuitäten (Aushänge und Ansagen beachten):
Stammtisch Beyerhaus (Härtelstr.) Montags 20.00 Uhr
Sprechstunde mit Kaffeetrinken Beethovenstr. 15 / R.1114 s. Aushang.
Fachschaftsratssitzung (Teilnahme erwünscht) Beethovenstr. 15 /
R.1114 s. Aushang.
Adresse Fachschaftsrat Philosophie/Ethik/Logik/Wissenschaftstheorie
Beethovenstr. 15 / Raum 1114 04107 Leipzig
Telefon 0341 / 97 35 831
E-Mail : philog@stura.uni-leipzig.de, philog@web.de
Homepage : http://www.stura.uni-leipzig.de/~philog
oder http://www.philog.tk
Stellwand : Seminargebäude bei Raum 2-33/34
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