Universität Leipzig | Fakultät für Sozialwissenschaften und Philosophie
 
 

Dr. Peter Heuer

 

Institut für Philosophie, Universität Leipzig
Beethovenstr. 15, 04107 Leipzig

Sprechzeit: donnerstags 14-15 Uhr u.n.V. (während der Veranstaltungszeit und wenn nicht anders ausgewiesen!)
Büro: GWZ 1104
e-mail: pheueratuni-leipzig.de



Lehrangebot im SS 2012

 

Richtlinien zur Anfertigung von Modul-Hausarbeiten (aktualisiert am 10.11.2011)

 

BA-Modul Praktische Philosophie (06-03-102-1)

Kant, Metaphysik der Sitten (PP SE C)
Do 9-11, NSG 226

Seminarplan

Die „Metaphysik der Sitten“ beinhaltet Kants Rechtsphilosophie, auf die das Seminar sich besonders konzentrieren will. Wir wollen den Text genau studieren und uns mit Kants politischer Philosophie vertraut machen. Dies soll, wo nötig, unter Rückgriff auf Kants Ethik, insbesondere seine „Grundlegung zur Metaphysik der Sitten“ erfolgen. Auf diese Weise soll in eine der wichtigsten Positionen der praktischen Philosophie der Neuzeit grundlegend eingeführt werden.
Literatur: Immanuel Kant: Metaphysik der Sitten, Stuttgart: Reclam (oder eine andere Ausgabe).
Immanuel Kant: Grundlegung zur Metaphysik der Sitten, Stuttgart: Reclam (oder eine andere Ausgabe).

Übung zum Seminar „Kant, Metaphysik der Sitten“ (PP ÜB C)
Mo 13-15, NSG 426 (Tutorin: Sandra Honfi, sandra.honfiatweb.de)
Die Übung ist zur Nachdiskussion des Seminars und für das intensive gemeinsame Studium von Texten gedacht, welche zum Verständnis des Seminarthemas beitragen.

 

Platon, Der Staat (PP SE E)
Fr 11-13, NSG 226

Seminarplan

Platons „Staat“ ist einer der ältesten Texte zur Staatsphilosophie und zugleich einer der am meisten gelesenen philosophischen Texte überhaupt. Seine dialogische Form, der einladend-heitere Grundton und die vergleichsweise populäre Sprache machen ihn geeignet für den Anfänger im Studium der Philosophie. Trotzdem ist der Text keine leichte Kost. Immerhin stellt er sich der Analyse komplexer philosophischer Begriffe wie: ‚Gerechtigkeit‘, ‚Staat‘ und ‚Seele‘. Außerdem verwendet Platon viele heute nicht mehr gebräuchliche (uneigentliche) Formen des Redens und Erklärens wie Utopie, Mythos und Gleichnis. Deren besonderen Status man jeweils beachten muss, um den Text nicht misszuverstehen.
Im Seminar wollen wir ausgewählte Passagen des Dialogs lesen und uns einen Überblick über Platons staatsphilosophisches Denken verschaffen.
Literatur: Platon: Der Staat, übersetzt von Otto Apelt (!), Hamburg: Meiner Verlag (verschiedene Ausgaben).

Übung zum Seminar „Platon, Der Staat“ (PP ÜB E)
Mo 11-13, NSG 226 (Tutor: Raphael Borchers, raphaelborchersatweb.de)
Die Übung ist zur Nachdiskussion des Seminars und für das intensive gemeinsame Studium von Texten gedacht, welche zum Verständnis des Seminarthemas beitragen.

 

BA-Modul Metaphysik und Erkenntnistheorie (06-03-103-1)

Einführung in Aristoteles Metaphysik (ME SE IA)
Di 13-15, NSG 326

Aristoteles, Kategorien
Aristoteles, Kategorien - alternative Übersetzung

In kritischer Auseinandersetzung mit der Ideenlehre seines Lehrers Platon und den Positionen der Vorsokratiker entwickelt Aristoteles seine Substanzontologie. Diese grundlegend zu verstehen, ist Aufgabe des Seminars. Dazu wollen wir Auszüge aus Aristoteles’ Kategorien und aus seiner Metaphysik gemeinsam lesen und interpretieren.
Literatur: Aristoteles, Kategorien, übersetzt von Eugen Rolfes, in Werkausgabe Bd. 1., Hamburg: Felix Meiner Verlag (verschiedene Ausgaben).
Aristoteles, Metaphysik, übersetzt von Hermann Bonitz/Horst Seidel, Werkausgabe Bd. 5., Hamburg: Felix Meiner Verlag (verschiedene Ausgaben).

 

BA-Modul Geschichte der Philosophie (06-03-103-1)

Thomas von Aquin, Habituslehre (GP-LA SE II)
Mi 13-15, NSG 228

Seminarplan
Handout "... drei Fragen zum Wachstum der Gehaben"
Handout "Die Entstehungsursache der Gehaben"

‚Habitus‘ ist die lateinische Übersetzung des griechischen ‚hexis‘. Hexis ist bei Aristoteles eine besondere Weise der Kategorie Qualität. Mit Blick auf die Seele des Menschen sind Tugenden und Laster exemplarisch für sie. Thomas von Aquin greift Aristoteles’ Bestimmung auf und erarbeitet auf dieser Grundlage seine christliche Tugendethik. Habitus wird dabei zum zentralen Konzept seiner Lehre.
Im Seminar wollen wir an Hand ausgesuchter Fragen aus der Summe der Theologie Thomas Tugendethik und sein Habitus-Konzept kennenlernen.
Literatur: Thomas von Aquin: Summa theologica, Buch I–II, Questiones 49–70 (als Reader bei printy, Ritterstraße 5).

 

BA-Modul Probleme der Philosophie 2 (06-03-308-3)

Religionsphilosophie im deutschen Idealismus (pr2 SE IA)
Offen für alte Studiengänge (1,3,4) sowie Hörer aller Fakultäten
Di 15-17, NSG 223

Der Streit der Facultäten in drey Abschnitten von Immanuel Kant, Königsberg by Friedrich Nicolovius, 1798.

Obwohl der deutsche Idealismus den Ideen der Aufklärung verpflichtet ist, bleibt der Gottesgedanke zentral. Zu fragen ist allerdings, was genau Gott nun bedeutet? Ist er nur negativ bestimmtes abstraktes Absolutes bzw. Schlusstein eines formalen philosophischen Systems, ist er durch idealisierende Abstaktion entworfenes Vorbild wahren Menschentums oder ist er doch ganz traditionell Schöpfer und Urgrund des Seins?
Im Seminar wollen wir ausgewählt religionsphilosophische Texte von Kant, Schelling und Hegel lesen und diskutieren.
Literatur: Immanuel Kant: Die Religion in den Grenzen der bloßen Vernunft, Hamburg: Felix Meiner Verlag (oder eine andere Ausgabe).


Thomas von Aquin, De veritate (pr2 SE IB)
Mi 9-11, NSG 222

Seminarplan

Die Untersuchungen über die Wahrheit (Quaestiones disputate de veritate) enthalten Thomas Erkenntnislehre. Diese Grundlegend zu verstehen ist Aufgabe des Seminars. Dazu wollen wir insbesondere Frage 1 (de veritate) und Frage 11 (de magistro) lesen und interpretieren.
Die Literatur gibt es als Reader bei printy Ritterstraße 5.

 


Mai 2012

 

Universität Leipzig, Institut für Philosophie, Beethovenstraße 15, 04107 Leipzig (Postfach 920, 04009 Leipzig)