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Bodengebundene Fernerkundung |
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Bodengebundene Fernerkundung ist eine wichtige Methode, um Prozesse in der Atmosphäre von der Erdoberfläche aus zu beobachten.
In der Meteorologie werden verschiedenene Fernerkundungsmethoden verwendet, die hauptsächlich elektromagnetische Strahlung oder auch Schallwellen verwenden.
Ein anderes wesentliches Merkmal ist die Unterscheidung in aktive und passive Verfahren. Aktive Fernerkundung bedeute, dass Strahlung künstlich emittiert
wird (z.B. RADAR, LIDAR, SODAR) und ein Empfänger misst die innerhalb der Atmosphäre reflektierte oder gestreute Strahlung wurde und wieder am Boden ankommt.
Passive Fernerkundung verwendet hingegen nur natürliche Strahlung wie Sonnenlicht oder von atmosphärischen Komponenten wie Wasserdampf, Sauerstoff oder
Spurengasen emittierte Strahlung.
Unsere Gruppe beschäftigt sich hauptsächlich mit bodengebundenen passiven Messverfahren im Mikrowellenfrequenzbereich (10-100 GHz bzw. Wellenlängen zwischen 3 cm und 3 mm).
In diesem Frequenzbereich befinden sich Absorptionslinien von Wasserdampf und Sauerstoff, die es erlauben, mittels bodengebundener Mikrowellen-Radiometer
Temperaturprofile sowie den atmosphärischen Wasserdampfgehalt abzuleiten. In Kombination mit anderen Instrumenten wie Wolkenradar, Lidar oder Sodar, kann man
rein aus Messungen vom Erdboden umfassende Profilinformationen der Atmosphäre erhalten.
Letzte Aktualisierung am 10. 4. 2013 von Bernhard Pospichal