Monthly Archive for Mai, 2009

Zwischen-Leere – die Abwesenheit von Raum in der Malerei Zhu Ruojis

Stefan Kramer

Zwischen-Leere –

die Abwesenheit von Raum in der Malerei Zhu Ruojis

Nicht das Ab­bild der Außenwelt ist im Hirn gespeichert − gleichsam in Form ei­nes wie auch im­mer gearteten Bildarchivs. Die Verortung des Außen im Hirn wäre eine andere. Die Topologie des Ereignisraumes im Hirn ist der Ort der Re­präsenta­tion des Außen. Diese Re­präsentation erfolgt nach Maßgabe der in­ne­ren Disponiertheit des Hirnes. Entspre­chend ist das adäquate Konzept zur Vor­stellung der Repräsentation das der internen Repräsentation. [...] Der Ort der Vor­stellungen ist also bestimmt durch die internen Vorga­ben des Systems, die Be­wertungsfunktion ermittelt sich aus den Eigenheiten des Sy­stems und faßt sich als eine Bestimmung der Ereignistopologie des Systems. Inso­fern ist das Bild ei­ner Verortung treffend. Nur ist Ort hier nunmehr das Signum für eine komplexe Tex­tur im Raum-Zeit-Gefüge.“ (Breidbach, Olaf: „Die Innenwelt der Außenwelt − Weltkonstitution im Hirngewebe?“ In: Olaf Breidbach und Karl Clausberg (Hg.): Video ergo sum. Repräsentation nach innen und außen zwischen Kunst- und Neurowissenschaften. Hamburg 1999, S. 58).

Das hier vorgestellte Bild des Qing-zeitlichen chinesischen Malers und Dichters Zhu Ruoji (1641-ca.1707), bekannt geworden unter dem Namen Shitao, generiert seine Bedeutungsebenen nicht, wie in der europäischen Landschaftsmalerei, aus seiner Ähnlichkeit mit einer möglichen äußeren Wirklichkeit. Es generiert sie auch nicht aus einer solchen mit der inneren Gefühlswelt seines Autors. Eine solche würde sich mimetisch oder auch in widerständiger Abgrenzung gegen das Prinzip der Mimesis immer auf die Vorstellung von einem Sein und somit nicht zuletzt auch auf dessen sprachliche Konstruktionen beziehen, zu denen die Malerei ja nicht zuletzt selbst gehört. Anstelle des in China marginal gebliebenen Konzeptes einer mimetischen Reproduzierbarkeit von äußerer Wirklichkeit im Sinne der kopierenden Repräsentierbarkeit von Sein entsteht Bedeutung in diesem Bild ausschließlich in der Bewegung des unaufhörlichen Werdens. Sie entsteht in der Kommunikationsbeziehung zwischen dem durch seine Kultur genauso wie durch seine Individualität getränkten Geist und der Wahrnehmungswelt des Malers und seinem Handwerkszeug, den „Vier Schätzen der Studierstube“. Dabei handelt es sich um den Tuschstein, die Tusche, den Pinsel und das Papier

Textübersetzung:

Als wandernder Bettelmönch in unbekannte Fernen schweifen,

alle Wälder durchwandernd seine Bedeutungslosigkeit begreifen,

im fünfzigsten Lebensjahr für sich allein die Welt durchstreifen,

am gesamten Körper kränkelnd alle Eiseskälte erleben.

Unter sichtbarer Integration der Kommunikationsbeziehungen zwischen dem Maler in seiner Beziehung zur Umwelt, den „Vier Schätzen der Studierstube“ und nicht zuletzt dem in einem weiteren Bedeutungen bildenden Akt in diesen Prozess eintretenden Leser des Bildes vermischen sich die in der europäischen Malerei so deutlich voneinander getrennten Ebenen des Dispositivs und des Textes, des Innen und Außen des Bildes miteinander. Sie stellen den Maler (oder Betrachter?) in seinem Malakt, welcher immer auch derjenige des Wahrnehmens von Welt ist, zugleich als Wandernden dar, der sich in leeren, in immer wieder neuen Aktualisierungen teilweise frei gestaltbaren, dabei aber immer auch auf eine äußere Wirklichkeit verweisenden Räumen bewegt. Erst damit weist er ihnen recht eigentlich ihre Bedeutungen als sprachlich erschaffene Räume nicht einer vermeintlichen äußeren Wirklichkeit des Seins sondern vielmehr der aisthesis, des Wechselspiels von Wahrnehmung und Repräsentation, zu. Dabei vermag er sich letzten Endes aber auch immer wieder zugunsten neuer Aktualisierungen über die Grenzen dieser Kommunikationsbeziehung hinwegzusetzen und aus deren Anordnungen heraus immer neue Faltungen herauszubilden. Wie die meisten Arbeiten Shitaos gehört auch die hier vorgestellte der Gattung der Shan-Shui- oder Berge-Gewässer-Malerei an. Darin verhandelt er die Frage nach dem Raum auf doppelter Ebene. Es handelt sich um diejenige des Verbums „Abbilden“, also um diejenige des Malaktes, wie auch um diejenige des Substantivs „Abbildung“, also um die vermeintliche Repräsentation des Seins, das sich hier allerdings in Abwesenheit eines chinesischen Begriffs und Verständnisses des Seins in ein unaufhörliches Werden auflöst, aus dem sich die mikro- wie makrokosmischen Prinzipien eines, wenn man es so nennen will, „chinesischen Denkens“ zusammensetzen. Die Shan-Shui-Malerei ist gerade auf der Grundlage dieser Bezugsebenen zu einer der vier Hauptformen der chinesischen Gelehrtenmalerei geworden. Sie hat sich von der abbildenden Repräsentation in den Volkskünsten losgesagt und in ihrer Verschmelzung mit der Lyrik und Kalligraphie dem metaphorisch-assoziativen Ausdruck zugewendet. Gerade in der Verknüpfung dieser drei Gattungen visueller Kunst, in denen kalligraphisch inszenierte lyrische Texte nicht nur als Kommentar und Ergänzung zur Malerei dienen, sondern integraler Bestandteil von deren räumlichen Repräsentationsstrukturen sind, mit ihnen kommunizieren und teilweise fließend ineinander übergehen, entsteht die wesentliche und als höchst gelehrt geltende künstlerische Ausdrucksform des chinesischen Weltverständnisses wie desjenigen der einzelnen Künstler in der Auseinandersetzung mit seiner Umwelt. Die Shan-Shui-Malerei stellt darunter überhaupt die höchste Form der künstlerischen Selbst- und Weltreflexion in China seit den Umwälzungen der Song-Zeit dar, als die Abwendung von der abbildenden Repräsentation sich in der Theorie und den Konventionen der kaiserlichen Akademien durchzusetzen begann. Hinsichtlich der Malerei auf den Punkt gebracht hat dies der Song-zeitliche Gelehrte Mi Fu: „Um Ochsen und Pferde wie auch Menschen oder Dinge zu malen, genügt es, sie zu kopieren, um die Ähnlichkeit zu erfassen; bei Landschaften hingegen führt die Kopie nicht zum Erfolg, mit anderen Worten: Wenn man kopiert, geschieht es nicht!“ Und in der Tat ist, wie Shitao es uns in seinen Werken eindringlich zeigt, den Bergen und Gewässern als Gegenstand der Malerei gegenüber den Menschen, den Tieren und den Blumen der Vorzug zu geben. Anders als in der europäischen Verwendung des Begriffs „Landschaft“, der immer auch ein abgegrenztes visuell wahrnehmbares Territorium in seiner räumlichen Vorstellung bezeichnet, stellt der Begriff „Shan-Shui“, „Berge-Gewässer“, bereits eine Abstraktion von der materiell erfassbaren und territorial abgegrenzten Umwelt, des Raumcontainers, dar. Entgegen der Substanz der Menschen, Tiere und Blumen, die als abgeschlossene Form immer auch mimetisch abbildbar sind, versteht sich Shan-Shui vor allem als ein Prinzip der inneren Organisation und Ordnung des malenden und des wahrnehmenden Individuums sowie ihrer Gesellschaft und Kultur. Diese wird in ihren zentralen Elementen Berg und Wasser sowie in den diese beiden in sich vereinenden und zwischen beiden die Übergänge darstellenden Wolken sozusagen synekdochisch repräsentiert. Denn letzten Endes bestehen ja auch sie aus Wasser und weisen die Erscheinungsform von Bergen auf. Alle Elemente dieser Form von Malerei verweisen in ihrem Malakt wie in ihrer Repräsentationsweise immer zugleich auf die Gesamtheit des natur-/kulturellen und kosmologischen Systems wie auch auf die Innenwelt des Künstlers. Sie bieten der Wahrnehmung des Betrachters eine Welt aus virulent miteinander kommunizierenden, mit Bedeutung gefüllten Zeichen und Leerstellen, blinden Flecken, zur eigenen Aktualisierung an.

Shan-Shui, Berge-Gewässer bilden die Pole der äußeren Welt, welche sich in der Wahrnehmung, künstlerischen Reproduktion und schließlich in der Kunstwahrnehmung des Bildbe-trachters umkehren. In dieser Kommunikationsbeziehung gibt die Shan-Shui-Malerei ihren abbildenden Zweck auf, der ja im naturwissenschaftlich aufbrechenden Europa jener Zeit gerade erst in seine Blütezeit kam und wird stattdessen in metonymischer Form zu einer Ausdrucksform des Menschlichen und seiner Wahrnehmungswelt. Sie wird in Form der sich in der Wahrnehmung unaufhörlich aktualisierenden Gefühlslandschaft (Qingjing) zu einem Repräsentanten der mikrokosmischen Strukturen, insbesondere im Hinblick auf die makrokosmische Gesamtordnung und Anordnung der Gesellschaft respektive Welt selbst. Vor allem dadurch, dass sie damit, zunächst zur Metapher werdend, sich als solche aber immer wieder auch an die Umwelt anknüpfend, quasi die gesamte Kultur, den Kosmos wie auch den Einzelnen in ihren Beziehungen zueinander darzustellen in der Lage ist und dabei in dem Bild selbst erzählt, den Produktionsakt des Bildes in dieses Erzählen integriert und nicht zuletzt wirkungsästhetisch über das Bild hinaus verweist, erhebt sich die Shan-Shui-Malerei in ihrer kulturellen Bedeutung noch über diejenige der Menschen, Blumen und Tiere hinaus.

Folgt man in dieser Hinsicht den eingangs zitierten Thesen Olaf Breidbachs, dann finden diese sich bereits in ursprünglicher Form in der chinesischen Shan-Shui-Malerei bestätigt. So bezieht die Wahrnehmung von Raum sich hier sichtbar weniger auf eine unmittelbare materielle Beziehung zwischen Innen- und Außenwelt, als vielmehr auf eine in gleicher Weise in Raum und Zeit verortete Konstruiertheit innerhalb der Innenwelt des Subjektes oder der Gesellschaft beziehungsweise auf deren Struktur in Form einer unaufhörlichen Aktualisierung des Kommunikationsprozesses zwischen Wahrnehmung und Repräsentation. Sie formiert sich in einer ständigen Dynamik der Wechselwirkung zwischen individuellen und kollektiven Anordnungen der Produktion, Kommunikation und Reproduktion von Wissen und Bedeutung Unabhängig von ihrer semantischen Verweisstruktur zwischen Mimesis, Metapher oder Metonymie, zwischen Index, Ikon und Symbol ist sie unabdingbar das Produkt einer an konkrete kulturell-historische Vorbedingungen angeknüpften aisthesis: „Sie [die Sprache] ist die konkrete Verbindung der Repräsentation zur Reflexion. Sie ist nicht so sehr das Kommunikationsinstrument der Menschen untereinander wie der Weg, auf dem die Repräsentation notwendig mit der Reflexion kommuniziert.“ (Michel Foucault: „Die Ordnung der Dinge.“ In ders.: Die Hauptwerke. Frankfurt a.M. 2008, S. 124f.) Wenn man unter diesen Voraussetzungen hinsichtlich der gedanklich-sprachlichen Konstruktion von Raum von der Existenz eines kulturell definierten spezifisch chinesischen Denkens ausgeht, dann definiert sich dieses in den Augen des europäischen Interpreten, für den ja dieselben Wahrnehmungsbedingungen gelten wie für sein chinesisches Beobachtungsobjekt, nichtsdestoweniger in erster Linie als das große Andere seiner eigenen Kultur und ihrer dichotomen Wahrnehmungsspezifik, welche die Notwendigkeit des Anderen erst hervorgebracht hat. Dies gilt entgegen der Ansicht vieler globalisierungskritischer Interpreten auch noch unter den Anordnungsstrukturen einer von Deterritorialisierungen und der Herausbildung zahlreicher neuer virtueller und realer Räume geprägten postindustriellen Weltordnung. Diese hat, wie ihre Kritiker zu Recht anmerken, vordergründig zwar zu einer massiven Standardisierung von Produkten und Images, gleichzeitig aber auch zu einer unendlichen Fragmentierung und der Errichtung von zahlreichen bis dahin undenkbaren Anordnungen von Raum(-diskursen) geführt. Das in der Shan-Shui-Malerei Shitaos repräsentierte „chinesische Denken“ bildet in dieser Hinsicht allerdings, anders als der Diskurs „China“, keinen eigenen Raum heraus. Nichtsdestoweniger lässt es sich für den europäischen Betrachter aber, was für den (gedachten) Raum China nicht zutrifft, als ein Ort der Heterotopie begreifen. Ihm nämlich mag man sich mit den Mitteln unseres Denkens und unter den Dispositionen unseres wissenschaftlichen Schreibens anzunähern, ohne ihn, wie im Falle des mimetischen China, zu besetzen und in ihm ein neuerliches Denken der binären Differenzen festschreiben zu können. Vielmehr stellt das chinesische Denken für uns einen Ort der Immanenz, der vorbegrifflichen Wahrnehmung dar, von dem aus sich ohne den indexikalischen Querblick auf einen vermeintlich realen Raum Chinas auf die konstruierten Wirklichkeiten unseres eigenen Selbst zurückblicken lässt. Der in diesem Kontext maßgebliche Reiz dieses Denkens besteht für den europäischen Betrachter in der Erkenntnis, dass das chinesische Denken eine binäre Trennung der in der westlichen Philosophie und in den Naturwissenschaften weithin diskutierten Kategorien eines materiellen Raums in der Form etwa eines Containers genauso wenig kennt wie diejenigen des Seins und einer erfahrungsunabhängigen Substanz. Daher hat es sie auch nicht erst zu dekonstruieren, um sich einem Verständnis der unteilbaren Zeit annähern zu können, ohne dabei deren Wahrnehmbarkeit und Darstellbarkeit in der Weise unmöglich zu machen, wie es im Europa der exakten, also einer unmittelbar an die in der geteilten Zeit eingefrorenen Materie gebundenen räumlichen Abbildung der Fall ist. Und auch ein Denken der Differenz zwischen Raum und Zeit, wie es im Europa der Neuzeit unabdingbare Voraussetzung dafür ist, diese beiden Kategorien, wie etwa in Henri Bergsons Konzept der „durée“ (Henri Bergson: Materie und Gedächtnis. Eine Abhandlung über die Beziehung zwischen Körper und Geist. Hamburg 1991) wieder zusammenzuführen, hat sich in China niemals wirklich durchsetzen können.

Raum lässt sich demnach in China nicht als ein Container und nicht einmal als eine erfahrungs- und zeitunabhängige Materie denken, die aus Teilungen und aus Gegensätzen von Identität und Differenz gewonnen wird: solchen gegenüber der Zeit sowie zwischen dem einen (dem inneren) und dem anderen (dem äußeren) Raum. Vielmehr ist das Konzept von Dauer und Moment schon immer fester Bestandteil des Denkens und der Repräsentation und Wahrnehmung in China und damit – anders als bei Bergson – auch selbst keine Differenzkonstruktion. Dabei findet jeder Raum seine Wahrnehmungsanordnungen ausschließlich in der und unter den Bedingungen der Zeit, innerhalb derer sich seine Dispositionen aktualisieren. Genauso ist auch die Zeit ohne Raum und ohne eine materielle Vorstellung desselben, in dem sie sich abbilden könnte, weder denk- noch darstellbar. Diese unabdingbare Verknüpfung von Raum- und Zeitstrukturen hat entscheidenden Anteil an der kulturellen Bedeutungsbildung in China gehabt, ohne dabei eine signifikante Trennung zwischen natürlichen und kulturellen Phänomenen, zwischen dem Werden und Vergehen der Umwelt auf der einen, den Wahrnehmungen und Messungen von Zeit im menschlichen Handeln auf der anderen Seite zu implizieren. Nicht zufällig montiert sich in dieser Hinsicht auch der im modernen China in wissenschaftlichen Kontexten verwendete Begriff 宇宙 (Yuzhou) für „Universum“ nach wie vor aus den Einzelzeichen für „Raum“ und „Zeit“ . Ein auch die eigenen sprachlichen und Wahrnehmungsbedingungen reflektierender heterotoper Blick auf die spezifischen Anordnungsbedingungen des chinesischen Weltverständnisses erscheint angesichts der gegenwärtigen Globalisierungstendenzen, welche nur allzu oft zu dem Kurzschluss einer Nivellierung aller Differenzen oder aber zur Festschreibung von utopischen/dystopischen Differenzkonstruktionen führen, mehr denn je angezeigt.

Umkämpfte Grenzen: Wir und die anderen

Gefahr
Im Film Panic in the Streets aus dem Jahr 1950 wird ein osteuropäischer illegaler Einwanderer
im New Orleans jener Zeit Opfer eines skrupellosen Mordes. Ein junger Arzt im Dienst des National Health Service, der vom obduzierenden Pathologen hinzugezogen wird, erkennt sofort die von dem Mordopfer ausgehende Gefahr: der Tote trägt den Erreger der Lungenpest in sich und wäre so oder so in wenigen Tagen gestorben. Auf jeden Fall aber stellte er schon zu Lebzeiten eine äußerlich nicht erkennbare Gefährdung für seine Umwelt dar. Es beginnt eine fieberhafte Suche, um alle aufzuspüren, die mit dem Toten in den vorangegangenen Tagen in Kontakt gewesen sind, diese zu isolieren bzw. zu behandeln, und so das Ausbrechen einer Pestepidemie zu verhindern. Die Tatsache, dass der Tote unbemerkt eingereist war und aus einem fremden Land kam, verweist auf die Bedeutung staatlicher Migrationskontrolle.

Der zeitliche und örtliche Abstand sowie der fantastische Stoff lassen die Darstellung der Ereignisse in Panic in the Streets abenteuerlich erscheinen. Ganz ähnliche Topoi in aktuellen Debatten zur Migration in Deutschland wirken dagegen für viele Menschen recht plausibel: eine unkalkulierbare Bedrohung, die vom Eindringen Fremder ausgeht, die Gefahr staatlichen Kontrollverlusts durch illegale Einwanderung, eine Bedrohung für das Sozial- und Gesundheitssystem, oder die allzu selbstbewusste Verbreitung von MigrantInnen im gesellschaftlichen Raum. Den staatlichen Kräften bleibt in dieser Sichtweise nur die Reaktion, die Verteidigung der (europäischen) Gemeinschaft vor den „Fluten der armen Fremden“. In der dazu komplementären Sichtweise sind die MigrantInnen Opfer staatlicher Gewalt, der sie sich unterordnen müssen. Ein Großteil der aktuellen Debatten läuft entlang dieser Fluchtlinien: einerseits die Frage der Kontrolle und Eindämmung ungewollter Einwanderung, andererseits die Diskussionen um Integration der in Deutschland lebenden MigrantInnen und ihrer Familien. Intuitiv klar zu sein scheint dabei immer, wer „wir“ sind und wer „die Anderen“, was das „Innen“ und was das „Außen“ ausmacht.

In diesen Auseinandersetzungen bleiben die gängigen Perspektiven gefangen in einem Rahmen, der kaum etwas anderes erlaubt, als von festgeschriebenen Rollen und Identitäten, von „Staat“ und „Migration“, von „Deutschen“ und „MigrantInnen“ auszugehen. Diese epistemologische Brille lässt nur bestimmte Gruppen als MigrantInnen
und bestimmte Phänomene als Teil von Migration sichtbar werden und belegt diese mit einer spezifischen Vorstellung von „Integration“. In der veröffentlichten Meinung werden so – ob gewollt oder nicht – mit den immer gleichen Regeln der Problemerfassung und -stellung auch die Identitätszuschreibungen in kaum hinterfragbarer Weise reproduziert. Der politischen Dimension dieser Perspektive lässt sich (auch analytisch) kaum näher kommen, wenn man diese Ein- und Zuschreibungen als faktisch Geltende übernimmt.

Wer dieser Falle entkommen will, muss andere Fragen stellen. Vielleicht ist es aufschlussreicher, das Augenmerk auf die Prozesse der Grenzziehung im Kontext von Migration zu richten: Wie, wo und für wen manifestieren sich Grenzen, werden sie bedeutungsvoll und zum Gegenstand von Auseinandersetzungen? Die Frage wäre also, wie sich Staat und Migration als Felder wechselseitig konstituieren (Karakayalı 2008). Dies bezieht sich sowohl auf Regime der (nationalen) Grenzkontrollen, als auch auf gesellschaftliche Grenzziehungen zwischen „uns Deutschen“ und „den MigrantInnen“. Mit Karakayalı ließe sich formulieren, es gehe um die Untersuchung von Migrationsregimen als „ein Ensemble von Praktiken, in denen historisch-spezifische Bearbeitungsweisen der Migration zur Anwendung kommen“ (Karakayalı 2008: 16).

Im Folgenden werfen wir schlaglichtartig einen Blick auf verschiedene Felder der staatlichen und gesellschaftlichen Bearbeitung von Migration in Deutschland aus der Perspektive der Konstituierung von Grenzen. Wir werfen einige Fragen auf, von deren Bearbeitung wir uns einen alternativen, auch für die Mainstream-Debatten produktiven Blick auf das Feld „Migration“ versprechen, und nutzen dazu die Grenze „als erkenntnisleitende Kategorie“ (Eigmüller 2006: 55). Staatliche Ordnungen und die Angst vor dem nicht Erfassten Hinter dem Zwang zur Erfassung und Kontrolle von Einwanderung liegt ein modernes Ordnungsprojekt, das eng mit dem Territorial- und insbesondere mit dem Nationalstaat verbunden ist. Moderne staatliche Ordnung wird hergestellt über ein spezifisches staatliches Wissen von der Bevölkerung, mit der diese geformt und regierbar gemacht wird.

Die Logik von modernen Nationalstaaten besteht darin, die als gegeben postulierte Übereinstimmung von Nation, Staatsterritorium, staatlicher Hoheit und Gesellschaft so weit wie möglich herzustellen, indem man „fremde“Elemente assimiliert oder entfernt (vgl. Bauman 1992). Die Grenzziehung zwischen dem (staats-)territorial definierten “Inneren“,
das mit einer nationalen Gesellschaft als deckungsgleich gedacht wird, und dem (ebenfalls territorial gedachten) „Außen“ wird somit zu einem zentralen und dauerhaften Projekt staatlicher Selbstbehauptung (Bauman 2005: 94), Grenzkontrolle zur nicht immer erfolgreichen, aber hochsymbolischen Politik (Eigmüller & Schmidt 2005). In der Konsequenz werden die aus dem „Außen“ Kommenden zu Fremdkörpern, zu den „Anderen“, und dies unabhängig davon, dass diejenigen, die „dazugehören“, bei genauerem Hinsehen gar kein homogene(re)s „Wir“ bilden. Vielmehr entsteht Letzteres im Wechselspiel mit staatlichen und kulturellen Ausschlüssen der „Anderen“.

In der Entwicklungsgeschichte der EU mit der Entstehung stark kontrollierter EU-Außengrenzen und immer selektiver kontrollierten Binnengrenzen zeigen sich die Veränderungen in der Bestimmung von „Innen“ und „Außen“ sehr deutlich. Dies zum Einen in Bezug auf das EU-Innere (die bedeutendere Grenzziehung ist inzwischen die EUAußengrenze, nicht die Binnengrenzen zwischen einzelnen EU-Ländern), und zum Anderen mit Blick auf die Expansion der EU in den letzten Jahrzehnten, durch die z.B. LettInnen und EstInnen aus Sicht staatlicher und rechtlicher Logik einen extremen rechtlichen Statuswechsel von der Nicht-EU-Ausländerin zur EU-Bürgerin erfuhren.
Gleichzeitig unterliegen die entsprechenden „Grenzregime“ und die damit verbundenen Subjektivitäten (MigrantIn, Sans Papiers, EuropäerIn, InländerIn) ständigem Wandel. Hier stellen sich einerseits Fragen in Bezug darauf, wer aus Sicht staatlicher Grenzregime als „Anderer“ gilt, wer als Teil des „Wir“, und inwieweit sich dies auch in identitären
Diskursen wiederfindet. EU-BürgerInnen nehmen z.B. einen anderen Status ein als Nicht-EU-AusländerInnen.

Die Grenzverlagerung ins Subjekt

Darüber hinaus lohnt es sich unter die Lupe zu nehmen, wie und für wen sich diese staatlichen Grenzen manifestieren. Denn Grenzen verändern ihr Gesicht, je nachdem, wer auf sie trifft. Einen besonders interessanten Fall stellen hierbei Grenzkontrollen dar, die nicht an territorial bestimmten Staatsgrenzen oder am Flughafen erfolgen. Gemeint ist die Kontrolle zur Identitätsfeststellung an Bahnhöfen, in Zügen oder in der „Schleierfahndung“ in Grenzregionen. Hier haben die BeamtInnen von Zoll und Bundespolizei kaum Anhaltspunkte dafür, wen sie kontrollieren sollen, und behelfen sich häufig mit phänotypischen Kriterien, die notwendigerweise rassifizieren: Herausgegriffen werden vorrangig Menschen, die „nicht weiß sind“ – was meist meint: die nicht hellhäutig, blond- oder braunhaarig und nicht westeuropäisch gekleidet sind. Interpretiert man den Akt der Dokumentenkontrolle durch Grenzbeamte als Manifestation der nationalstaatlichen oder EU-Grenze, zeigt sich hier, dass die territorialen Grenzen quasi in den menschlichen Körper verlagert werden. Und es zeigen sich die engen Verknüpfungen zwischen nationalstaatlichen Logiken der Grenzziehung und der alltagsweltlichen Bestimmung von „Ausländern“, die nicht nur vom Pass abhängt.

Staatliche Praktiken der Grenzziehungen im Innern

Die Grenzziehungen zwischen dem „Wir“ und dem „Fremden“ sind gerade in behördlichen Praktiken überall anzutreffen; ohne Pass oder Personalausweis, ohne deutsche Staatsangehörigkeit oder Aufenthalts- und Arbeitserlaubnis ist ein offizielles (und da

Gewalt in Leipzig

Dem Auftreten von Gewalt bei Fußballspielen, Demonstrationen, an Silvester, unter Jugendlichen und auch im so genannten „Discokrieg“ wird in der friedlichen „Bürgerstadt“ Leipzig seitens der Medien und der Öffentlichkeit (vgl. Stadt Leipzig 2008) mit Entsetzen, Empörung und Unverständnis begegnet. Kritisiert werden einerseits die Stadt, sie würde zu wenig zivilgesellschaftliches Engagement (vgl. exemplarisch Buttolo 2008) aufbringen, andererseits Land und Polizei, sie würden nicht genug Einsatzkräfte zur Verfügung stellen (vgl. exemplarisch Jung 2008) oder falsche Strategien anwenden. Hierbei wird Leipzig zuerst als Gewaltraum konstruiert, und diese Konstruktion dann mit politischen Forderungen verknüpft.

In dieser Debatte ist die Polizei, zum einen Teil der Stadt (als Ortspolizeibehörde) und zum anderen Teil des Freistaates (als Polizeivollzugsdienst), der actor primus inter alii. Ihre besondere Rolle im Kontext urbaner Gewalt besteht vor allem darin, dass sie „die einzige Institution [ist], die berechtigt ist, auch Gewalt zur Durchsetzung von Recht und Gesetz anzuwenden“ (vgl. Heitmeyer/Schröttle 2006: S. 535). Ihre Aufgabe ist es, im konstruierten Gewaltraum zurechtzukommen, d.h. die im Polizeigesetz formulierten Gefahrenabwehr- und -vorsorgeaufgaben wahrzunehmen.

Der „Gewaltraum Leipzig“…

Die Konstruktion des „Gewaltraums Leipzig“ geschieht durch das diskursive Interagie- ren einer Vielzahl von Akteuren. Aus Bewohnerperspektive konstatieren laut dritter Sicherheitsumfrage der Stadt Leipzig 45% der LeipzigerInnen einen Anstieg der Kriminalität. Tatsächlich aber ist die Kriminalität gesunken. Diese Wahrnehmung findet sich ebenso bei den Behörden. Wir interviewten Mitarbeiter der Leipziger Behörden, die von einer gesunkenen „Hemmschwelle zu Gewalt“ auch gegen „Hoheitsträger“ sprachen und wachsende „Anonymisierung“ beklagten. Mancher Einsatzbericht der Polizei liest sich unnötig verschärfend, wie ein Kampfbericht aus einer brasilianischen Favela oder schon fast satirisch.2

Vergleicht man Leipzig mit anderen Städten hinsichtlich Kriminalitätsraten oder etwa Auseinandersetzungen bei Fußballspielen erscheinen die medial befeuerten „Krawalle in Leipzig“ als erstaunliche Übertreibungen. Hannover hat mit 516.343 Einwohnern deutlich mehr angezeigte Straftaten, nämlich 84.389, im Jahr 2007 zu verzeichnen gehabt als Leipzig mit 64.855 bei 506.578 Einwohnern (vgl. Polizei Sachsen 2008). Fangruppen der SG Dynamo Dresden sind genauso berühmt-berüchtigt wie die des Halleschen FC. Selbst der FC Bayern München hat Hooligangruppierungen im Fanspektrum, wie eben auch der FC Sachsen Leipzig und Lokomotive Leipzig.

„Das Leipziger Gewaltproblem“ scheint also vor allem eines: eine konstruierte Wirklichkeit. Hierbei werden erst auf der gedanklich-sprachlichen Ebene eine Vielzahl unterschiedlicher Erscheinungen in einen einheitlichen Sinnzusammenhang gebracht (vgl. Heitmeyer/Schröttle 2006: 412). Dieser Sinnzusammenhang des „Gewaltraumes Leipzig“ eröffnet Interpretationsräume für neue Presse-Schlagzeilen und fördert ein mulmiges Gefühl bei Alt- und gerade auch bei Neu-BürgerInnen – sozusagen als Zuzugsbonus.

Problematisch ist die Konstruktion “Gewaltraum Leipzig” vor allem für die Polizei, denn ihr Handeln stützt sich notwendigerweise auf ihre Wahrnehmungen und die der Bevölkerung. Darüber hinaus achtet die Bevölkerung genau darauf, was die Beamten zu tun gedenken, wenn in den regionalen Medien neue Gewaltobjekte thematisiert werden. So beschrieb auch einer unserer Interviewpartner von der Polizei das Verhältnis zu den Medien: „Es gibt dieses Phänomen nicht, wovon die Rede ist. Vor einem Jahr wollten sie uns eine Brandserie anhängen in der Stadt Leipzig. Die gab es nicht. Wir haben tatsächlich Rückgänge im Brandgeschehen gehabt.“

… und der „Souverän der Gewalt”

In Leipzig versuchen die Behörden mit dem Kriminalpräventiven Rat möglichst viele „Partner“ ins Boot zu holen, um die Sicherheit und Ordnung besser gewährleisten und Schwerpunkte ausmachen zu können. Erscheint dies zunächst als eine lohnens- und lobenswerte Aufgabe, so wird die Architektur des „Gewaltraumes Leipzig“ dadurch immer komplexer und damit unübersichtlicher. Das „Zustellen“ – also großräumige Absperrungen mit vielen beweglichen Einheiten – ist die zur Zeit bevorzugte Methode der Polizei bei Demonstrationen und Fußball- oder Silvesterkrawallen. Großräumige Absperrungen und massive Präsenz sind in mancher Situation durchaus ein probates Mittel. Ein Mittel das Leipzigs am häufigsten genannten Feind nicht sonderlich schrecken dürfte: den Grafitti-“Verbrecher”. „Illegale Graffiti im Wohngebiet“ werden von 65% der LeipzigerInnen als Beeinträchtigung von „Sicherheit und Ordnung “ angesehen – nur Hundekot wird öfter genannt (vgl. Stadt Leipzig 2008: 94). Als Lösung setzt die Leipziger Polizei auch auf flächendeckende Kameraüberwachung an öffentlichen Plät- zen, bislang ohne nennenswerten Erfolg. Konfliktlösungsfähigkeiten bei Beamten zu trainieren wäre möglicherweise eine effektivere Alternative: Viele Situationen könnten so entschärft werden und hierdurch könnte zu einer Reduktion des Gewaltempfindens in der Leipziger Bevölkerung beigetragen werden. Gerade solche Versehen sind einfach vermeidbar: „[...] der Auftrag für diesen Abend stand. Und so fuhren wir in die Eisenbahnstraße und suchten das „Nachtcafe“. Wie wir während der Einweisung erfahren hatten, war es am frühen Abend zu einer Messerstecherei gekommen. [...] Trotz Navigationssystem blieb die Suche ergebnislos. Niemand konnte uns sagen, unter welcher Hausnummer sich die gesuchte Gaststätte befand.“ (Erler 2008) Das Nachtcafé befindet sich in der Leipziger Innenstadt, die Eisenbahnstraße einige Kilometer entfernt im Leipziger Osten. Die Chemnitzer Bereitschaftspolizisten, die hier im Einsatz waren, hätten nicht nur über mögliche Auseinandersetzungen informiert werden sol- len, sondern zum Beispiel einen ortskundigen Kollegen zugeteilt bekommen sollen.

Handeln in der Konstruktion

Aus dieser Krux kommt die Polizei wohl nicht heraus: Für ihr Handeln müsste sie den öffentlichen Diskurs ausschalten kön- nen um nicht ständig auf Wahrnehmungen und mediale Empfindungen wie Hundekot- sünder und falsche Brandserien reagieren zu müssen. Da sie aber von der Bevölkerung und den Medien beobachtet werden, müssen die Behörden dem Sicherheitsbedürfnis der Bevölkerung stattgeben. Aus demokratie- theoretischer Sicht ist das natürlich begrüßenswert. Das bedeutet auch für die Polizei “immer und überall” Präsenz zeigen zu müs- sen. Die Polizei befindet sich in einem Interessenkonflikt, der nicht lösbar zu sein scheint.

Nichtsdestotrotz lässt auch ein konstruierter Gewaltraum der Polizei die Möglichkeit zu handeln. Durch breite Aufstellung und gute Informationspolitik (dabei sind Bürgerpolizisten hilfreicher als Kameras), wäre sie in der Lage adäquat zu handeln, unter- schiedliche Gewaltprobleme unterschiedlich zu behandeln und letztlich die gefühlte Bedrohung in “reale” Grenzen zurückzudrängen. Eine Gleichbehandlung von „rechter“ und „linker“ Gewalt einerseits und von Fußball- und Silvesterkrawallen als neuem „Ausbruch der Gewalt in Leipzig“ andererseits, wird vor allem zu zwei Dingen führen: Es wird ein erhöhtes Unsicherheitsempfinden gegenüber dem “Leipziger Gewaltraum” entstehen und dieser wird Ausgangspunkt für weitere Eskalationen sein.

JOHANNES KIEß UND ANNIKA ZIMMERMANN

Literatur

22. BPA (2008): 2007 Jahresrückblick von A-Z. Leipzig, 2. Bereitschaftspolizeiabteilung Leipzig.

Buttolo, Albrecht (2008): Brief an Burkhard Jung, Oberbürgermeister der Stadt Leipzig vom 12.03.2008.

Erler, Wolfgang (2008): Die sorgen schon dafür, dass wir nicht aus den Stiefeln kommen… In: Präsidium der Bereitschaftspolizei Sachsen (Hrsg.): Bepo-Journal. Informationszeitschrift der Bereitschaftspolizei Sachsen. Ausgabe 2/2008.

Jung, Burkhard (2008): Brief an Albrecht Buttolo, Innenminister des Freistaates Sachsen vom 12.03.2008.

Heitmeyer, Wilhelm/ Schröttle, Monika (Hrsg.) (2006): Gewalt. Beschreibungen, Analysen, Prävention. Bonn, Bundeszentrale für politische Bildung.

Polizei Sachsen (2008): Vergleich der Polizeilichen Kriminalstatistik 2007 Bund – Sachsen. Pressemitteilung vom 04.06.2008 http://www.polizei.sachsen.de/zentral/4116.htm (Zugriff am 30.12.2008).

Stadt Leipzig (2008): Umfrage zur Sicherheit in Leipzig 2007. Ergebnisbericht. Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen, Leipzig.

1 Im Rahmen des Forschungsseminars „Urbane Gewaltordnungen“ im Sommersemester 2008 untersuchten wir als Forschungsgruppe „Stadt und Land“ mittels qualitativer Interviews das polizeiliche Handlungsfeld „Gewalt in Leipzig“. Dabei analysierten wir die Sicht des Staates, hier also der Polizei und des Ordnungsamtes, auf das Phänomen „Gewalt in Leipzig“ und sich selbst. Der Forschungsansatz orientiert sich am Prinzip „seeing like the state“.

2 Bspw. „Alle Jahre wieder die gleiche doofe Tour…“(Vgl. 2. BPA 2008)

Herzlich Willkommen!

Freude bei Powision,

die Veranstaltungsreihe ‘Quo Vadis, Journalismus?’ die von Powision mit organisiert wurde, wurde im aktuellen deutschlandweit verschickten  info – Heft der Friedrich-Ebert-Stiftung erwähnt

 

info Heft Powision

 

 

Kleiner Tipp am Rande:

wer am 23. Mai – also nächsten Donnerstag – noch nichts vor hat, der kann von 18 – 20 Uhr im Zeitgeschichtlichen Forum eine Veranstaltung der Friedrich – Ebert – Stiftung besuchen.

Zukunft der Sozialen Demokratie. Herausforderungen für Wirtschaft, Arbeit und Gesellschaft

u.a. mit
Sigmar Gabriel, BDI Präsident Ulrich Grillo und IG Metall Vorsitzenden Detlef Wetzel

Viel Spaß.

PS.: Hier gehts zum Link:

http://www.fes.de/oas/portal/pls/portal/showvera.anmelden?Veranummer=173418

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