» Besuch des Walden-Preisträgers 2011 - Prof. Dr. Welton in Leipzig am 30. 05. 2011 «
Am Montag den 30.05.2011 wird der Walden-Preisträger Herr Prof. Dr. Welton an der Fakultät für Chemie und Mineralogie der Universität Leipzig zu Besuch sein.
Beginn der Veranstaltung ist 15 Uhr im großen Hörsaal im Neubau Chemie (Johannisalle 29, rechter Hand des Haupteingangs) .
Programm |
Montag 30.05.2011
Veranstaltungsort ist der Große Hörsaal im Neubau der Chemie (Universität Leipzig)
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Begrüßung Anschließend musikalische Unterhaltung |
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»Paul Walden und seine Promotion an der Universität Leipzig « -> Abstract als pdf herunterladen |
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| Laudatio | |||
Vortrag des Preisträgers: Prof. Dr. Tom Welton »Ionic Liquids: Solvents for Synthesis« -> Abstract als pdf herunterladen |
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| Musikalische Unterhaltung | |||
| Die Veranstaltung endet um ca. 17 Uhr mit einem Sektempfang vor dem Hörsaal. | |||
Gäste sind herzlich willkommen.
Anreise |
Mit der Bahn:
Steigen Sie an der Haltestelle Johannisalle aus (Kurzstrecke). Auf der linken gegenüberliegenden Seite sehen Sie das Chemische Institut.
Um zum Hotel am Bayrischen Platz zu gelangen steigen Sie an der Haltestelle Bayrischer Platz aus (Kurzstrecke) und gehen in Fahrtrichtung der Tram über die Kreuzung. Auf der linken gegenüberliegenden Seite sehen sie das Hotel am Bayrischen Platz.
Um weiter zum chemischen Institut zu kommen nehmen sie entweder wieder die
» Zu den Leipziger Verkehrsbetrieben.
Mit dem Auto:
Das chemische Institut befindet sich in der Johannisallee 29 in 04103 Leipzig. Zum parken nutzen Sie bitte entweder den Parkplatz des Hotels oder die Linnéstraße. Der Zugang zum Institutsgelände ist auch von dort möglich. Sollten Sie kein Navigationsgerät zur Verfügung haben können Sie dem Link unter der Karte folgen, dort sind alle wichtigen Punkte für Sie markiert.
A: Augustusplatz (Radisson Blu Hotel)
B: Institut für Chemie
C: Bayrischer Platz (Hotel am Bayrischen Platz)
Um die Route zum Hotel bzw. zum Chemischen Institut zu berechnen bitte hier klicken
Frontansicht des Instituts für Chemie (Neubau)
Größere Kartenansicht
Unterkunft |
Die Buchung einer passenden Unterkunft ist jedem selbst überlassen. Wir empfehlen das Hotel am Bayrischen Platz zu wählen, da es in unmittelbarer Nähe zum Institut liegt. Alles weitere entnehmen Sie bitte der Webseite des Hotels.
www.hotel-bayrischer-platz.de
+++ Pressemeldung +++ |
Prof. Dr. Thomas Welton vom Imperial College in London erhält am Montag, den 30.05.2011 im Rahmen einer Festveranstaltung an der Fakultät für Chemie und Mineralogie der Universität Leipzig den „Paul Walden Lecture Award“. Der zum zweiten Mal vergebene „Paul Walden Lecture Award“ wird von den Mitgliedern des DFG- Schwerpunktprogramms „Ionic Liquids“ (SPP 1191, www.dfg-spp1191.de) in Anerkennung besonders herausragender Leistungen auf dem Gebiet der Erforschung von „ionischen Flüssigkeiten“ verliehen. Ionische Flüssigkeiten sind Salze mit sehr geringem Schmelzpunkt, die als neuartige Lösungsmittel, Trennmedien, Elektrolyte oder Betriebsmittel diskutiert werden und für die Grundlagenforschung in den Bereichen Chemie, Chemieingenieurwesen und Physik von großem Interesse sind. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) unterstützt seit 2006 die Erforschung ionischer Flüssigkeiten im Rahmen ihres Schwerpunktprogramms „Ionic liquids“ über einen Zeitraum von 6 Jahren mit insgesamt rund 10 Millionen Euro.
Herr Prof. Welton (http://www3.imperial.ac.uk/people/t.welton) hat sich in den letzten Jahren insbesondere mit den Eigenschaften ionischer Flüssigkeiten im Hinblick auf deren Einsatz als neuartige Lösungsmittel als Beitrag zu einer grünen und nachhaltigen Chemie beschäftigt. Mit seinen Arbeiten hat er entscheidende Beiträge zum Verständnis des Einflusses dieser neuartigen Flüssigkeiten auf chemische Reaktionen geleistet und darüber hinaus viele Erkenntnisse erzielt, die für die zukünftige Verwendung von ionischen Flüssigkeiten in chemischen Prozessen von großer Bedeutung sind. Sein 1999 erschienener Artikel „Room Temperature Ionic Liquids: Solvents for Synthesis and Catalysis“ (Chem. Rev. 99 (8), 2071-2083, 1999) wurde seitdem über 5000 mal zitiert.
Leipzig, welches als Geburtsstätte der Physikalischen Chemie gilt (1890 wurde Ernst Otto Beckmann in Leipzig zum ersten Professor für Physikalische Chemie berufen), hat sich in den letzten Jahren zu einem wichtigen Zentrum zur Erforschung dieser vielfältig einsetzbaren Substanzen in Deutschland entwickelt. An der Universität Leipzig werden momentan drei Arbeitsgruppen vom Schwerpunktprogramm der DFG gefördert. Dies sind die Gruppe von Frau Prof. Barbara Kirchner aus der Theoretischen Chemie, die sich mit Beiträgen zum Verständnis der flüssigen und gasförmigen Phase ionischer Flüssigkeiten aus quantenchemischen Rechnungen einen Namen gemacht hat, die Gruppe von Herrn Prof. Friedrich Kremer, die ionische Flüssigkeiten mit Methoden der Optischen und Dielektrischen Spektroskopie untersucht, und die Gruppe von Frau Priv. Doz. Annegret Stark, die auf dem Gebiet der Technischen Chemie arbeitet und wichtige Beiträge zur Herstellung und Charakterisierung von ionischen Flüssigkeiten geleistet hat.
Der Namensgeber des Preises, Prof. Paul Walden, lebte von 1863-1957. Er lehrte und forschte als Physikochemiker, Anorganiker und Organiker in Leipzig, Riga, Rostock und Tübingen. In Leipzig wurde ihm 1891 zum erfolgreichen Abschluss seiner Promotion von Wilhelm Ostwald die Doktorwürde verliehen. Nach Paul Walden ist die „Walden’sche Regel“ und die „Walden-Umkehr“ benannt. Seine Arbeiten zur elektrischen Leitfähigkeit und Viskosität von Salzlösungen und zur Solvolyse legten den Grundstein für die moderne Erforschung ionischer Flüssigkeiten. (Literatur: (a) Lothar Beyer: „Vom Doktoranden zum bedeutenden Chemiker“, Passage-Verlag; (b) Lothar Beyer, Joachim Reinhold, Horst Wilde: „Chemie an der Universität Leipzig“, Passage-Verlag)
Der „Paul Walden Lecture Award“ stellt eine Vorlesungsreise durch Deutschland dar, auf der der Preisträger seine neuesten Forschungsergebnisse mit den Fachkollegen in Deutschland diskutiert. Prof. Welton, der diesjährige Preisträger, wird neben der Universität Leipzig auch die Universitäten in Bremen und Freiburg besuchen.
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