RCDS: Erweiterter Senat soll sich mit Themen beschäftigen, welche die Universität Leipzig voran bringen

Mitte November beschloss der Erweiterte Senat (EW) die neue Grundordnung der Universität Leipzig. Darin werden Personen generell nur noch in weiblicher Form, dem so genannten „generischen Femininum“, erwähnt. So spricht man in der neuen Ordnung nicht mehr von „Studenten“, sondern von „Studentinnen“.

Der Ring christlich-demokratischer Studenten Leipzigs (RCDS) kritisiert diesen Beschluss und fordert den EW der Universität Leipzig auf, die neue Grundordnung im Hinblick auf das generische Femininum zu überarbeiten. Zudem bittet der RCDS das Wissenschaftsministerium (SMWK) und das Rektorat, diesem Beschluss nicht zu zustimmen. „Für uns ist nicht ersichtlich geworden, warum sich der EW der Universität für diese Änderung entschieden hat. Weder war seitens der Mehrzahl der Studenten und des Personals ein besonderer Leidensdruck hinsichtlich der grammatikalischen Geschlechter zu verzeichnen, noch trägt die Entscheidung zur konstruktiven Entwicklung von Lehre und Forschung an der Uni Leipzig bei. Inwiefern es sich also um wirkliche Interessenvertretung handelt, bleibt fraglich,” so der Vorsitzende des RCDS Benjamin Frank Hilbert. Zudem sei der Beitrag derartiger Wortklaubereien zur Gleichberechtigung der Geschlechter zu hinterfragen. Die ausschließliche Verwendung der weiblichen Form vertausche letztlich lediglich die eine vermeintliche Diskriminierung durch eine andere, spiegelbildlich angelegte Variante. „Dieser ganze Veränderungsprozess hat sicher Zeit geschluckt, Zeit in der man wichtigere Dinge hätte ändern können. Beispielsweise der Abbau von unnötiger Bürokratie und eine bessere Studierbarkeit der einzelnen Studienfächer.“, so Hilbert abschließend.

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