Hospitation im Fach Sozialmedizin WS 2011/2012
«Leben mit Behinderungen, chronischen Erkrankungen, psychosozialen Problemen»

Im Rahmen der Seminare im Fach Sozialmedizin findet eine Hospitation in einer Selbsthilfegruppe, einem Behindertenverband, einer Werkstatt für Menschen mit Behinderungen, einem Wohnheim für Menschen mit Behinderungen, einem Obdachlosenhaus oder einer Beratungsstelle statt.

Ziel der Hospitation:

  • Kennenlernen Ihrer potentiellen späteren Patienten außerhalb von Arztpraxis und Krankenhaus.
  • Auseinandersetzung mit der lebensweltlichen Dimension von Behinderung und chronischer Erkrankung.
  • Das Kennenlernen von Problemen der Patientengruppe in der medizinischen Betreuung, z.B. auch Erwartungen an die Arzt-Patienten-Beziehung,
  • Das Kennenlernen von Möglichkeiten der Rehabilitation und selbstbestimmter Gestaltung des Lebens mit Behinderung und chronischer Erkrankung.

 

Inhaltliche Aspekte der Gespräche im Rahmen der Hospitationen:

  • Charakter der Gruppe: Behindertenverband, allgemeine oder spezielle Gruppe von Behinderten, Selbsthilfegruppe, Beratungsstelle. Ziel der Gruppe, Angebote, Klientel, Möglichkeiten und Bedeutung der Selbsthilfe usw.
  • Lebenswelt behinderter und chronisch kranker Menschen (Beruf, Familie, Partnerschaft, Bildung, Freizeit)
  • Probleme bei der Inanspruchnahme medizinischer oder sozialer Leistungen, Arzt-Patient-Beziehung, ideelle, rechtliche oder bauliche Barrieren.
  • Probleme und Lösungsmöglichkeiten im alltäglichen Leben, in Partnerbeziehungen usw. Erwartungen, Hoffnungen und Wünsche, aber auch Sorgen hinsichtlich der Zukunft, selbstbestimmtes Leben.
  • Angebote der medizinischen, beruflichen und sozialen Rehabilitation.

 

In Vorbereitung auf die Hospitation sollten Sie sich mit dem Krankheitsbild bzw. der sozialen Problemlage der Gruppe unter folgenden Gesichtspunkten auseinandersetzen:

  • Epidemiologie: Inzidenz, Prävalenz, Mortalität, Letalität, Risikofaktoren.
  • Prinzipien und Wirksamkeit von Früherkennung, Nachsorge, Einflüsse von Verhaltensweisen, Kultur und psychosozialen Faktoren auf die Krankheit.
  • Erfolgversprechende Maßnahmen zur Gesundheitsbildung und Krankheitsverhütung, so bekannt.
  • Möglichkeiten der medizinischen, beruflichen und sozialen Rehabilitation.
  • Spezifika der sozialen Sicherung (Säulen der sozialen Absicherung von Lebensrisiken, Kostenträger).

 

Über die Hospitation ist ein Protokoll anzufertigen. Das Formular ist auf der Homepage des Instituts für Arbeits- und Sozialmedizin unter Lehre abrufbar (Protokoll für Hospitation)

Das Protokoll dient als Nachweis über die Teilnahme an der Lehrveranstaltung. Folgende Voraussetzungen sind zu erfüllen, um das Fach Sozialmedizin abschließen zu können:

  • Teilnahme an 2 Seminaren
  • Hospitation in einer der oben genannten Einrichtungen
  • Abgabe des Hospitationsprotokolls
  • Teilnahme am Testat im Sommersemester (im Wintersemester für Nachzügler und Springer)

Geben Sie bitte das Hospitationsprotokoll bis zum 23. April 2012 im Institut ab (Bitte Briefkasten im Eingangsbereich der 3. Etage nutzen)

Hospitationstermine

Die Hospitationstermine werden innerhalb des ersten Seminares Sozialmedizin im Längsschnitt bekannt gegeben. Sie haben dort die Möglichkeit aus verschiedenen Terminen auszuwählen.

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Prof. Dr. med. Steffi G. Riedel-Heller, MPH
Institutsdirektorin

 

Institut für Sozialmedizin, Arbeitsmedizin und Public Health
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