Die Studentischen SenatorInnen

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Updated am 25-02-2010






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14.02.2006

 Pressemitteilung der studentischen SenatorInnen zur Sitzung des Senats der  Universität Leipzig

In seiner Sitzung am 14.02.2006 hat der Senat der Universität Leipzig die Einrichtung des gebührenpflichtigen Erasmus-Mundus Master-Studienganges „Lateinamerika-Studien“ entschieden. Die studentischen SenatorInnen haben sich mit dem Einlegen eines Gruppenvetos gegen diese Einrichtung und jegliche Erhebung von Studiengebühren ausgesprochen, konnten sie aber nicht verhindern.

Grund für die Ablehnung der Studierenden war, dass für diesen Studiengang Gebühren in Höhe von bis zu 3000,- € pro Jahr fällig werden und nicht hinreichend geklärt werden konnte, warum überhaupt Gebühren für diesen Studiengang notwendig sind und wer von diesen Gebühren profitiert. Aus Sicht der Studierenden wird durch die Gebühren ein zusätzlicher Verwaltungsaufwand produziert, der wiederum durch die Gebühren finanziert werden soll. Dies erscheint jedoch weder rational noch wünschenswert.

Die Begründungen seitens des Antragsstellers für die Erhebung der Gebühren sind genauso absurd wie fehlerhaft: Da Studierende dieses Studienganges ein Stipendium der EU erhalten können, wäre es für Sie auch kein Problem, Gebühren in dieser Höhe zu bezahlen. Übersehen wurde dabei jedoch trotz des Hinweises der Studierenden, dass längst nicht jedeR Studierende ein Stipendium erhalten könne.

Teil zwei der Begründung enthält eine ähnlich abenteuerliche Argumentation: So sollen durch diesen gebührenpflichtigen Studiengang insbesondere ausländische Studierende an die Universität Leipzig gelockt werden. Wieso jedoch ausländische Studierende, die derzeit ohnehin massive Probleme haben, ihr Studium und ihren Aufenthalt in Deutschland zu finanzieren, sich ausgerechnet in einem gebührenpflichtigen Studiengang immatrikulieren sollen, bleibt im Dunkeln. Ungeklärt blieb auch die Frage, wieso ausländische Studierende überhaupt nach Leipzig kommen sollen, da der angebotene Studiengang in Europa weder einzigartig ist noch eine überdurchschnittliche Ausbildung bietet. „Gebühren in Höhe von bis zu 3000,- € wirken vor diesen Hintergründen eher abschreckend!“ so Otmane Abid, studentischer Senator nach der Abstimmung im Senat.

Für Rückfragen erreichen Sie Sylvia Ehl unter 0172/3010709.