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Die ersten Anfänge
1842 wurde der Sorbe Jan Pětr Jordan als Lektor und Doktor für slawische Sprachen und Literaturen an die Universität berufen und 1870 der Lehrstuhl für slawischen Sprachvergleich mit besonderer Berücksichtigung der wendischen Sprache gegründet. Als August Leskien 1876 als ordentlicher Professor für slawische Philologie seine Tätigkeit aufnahm, weckte die sorabistische Sprachwissenschaft sein Interesse und es fanden Vorlesungen zur ober- und niedersorbischen Grammatik statt. Der Slowene Matija Murko, Nachfolger Leskiens und ordentlicher Professor für slawische Philologie von 1917-1920, engagierte sich ebenfalls für die Sorabsitik und schlug die Gründung eines Lektorats für Sorbisch in Leipzig vor. Dies gelang ihm zunächst nicht, aber er konnte 1933 an der Karls-Universität in Prag die erste Professur für sorbische Sprache und Literatur mit Josef Páta besetzen.
Nach 1945
Reinhold Olesch, Ordinarius für slawische Philologie und Direktor des Slawischen Instituts an der Universität Leipzig, begründete 1949 das Lektorat für (ober)sorbische Sprache. Dazu wurde Michał Nawka als Dozent engagiert. So wurden anfangs in zwei Kursen 15 Studenten mit 8 Wochenstunden unterrichtet. Im gleichen Jahr entstand die sorbische Studentenorganisation „Sorabija“, die sich programmatisch von der „Wendischen Predigergesellschaft“ und „Sorabia“ grundlegend unterschied, sich aber durchaus deren Traditionen verpflichtet fühlte.
Unsere Einrichtung wurde am 06. September 1951 unter dem Namen „Sorbisches Institut“ an der Universität Leipzig gegründet. Sie bestand damals aus zwei Abteilungen: „Sprache und Literatur“ war mit dem Slawischen Institut verknüpft und die „Abteilung für sorbische Geschichte“ arbeitete mit dem Historischen Institut der Fachrichtung Geschichte zusammen. So wurden anfangs vorwiegend Lehrer, Diplom-Slawisten und Historiker ausgebildet. Im Jahre 1968 erfolgte nach der zweiten Hochschulreform der DDR die Umbenennung in „Institut für Sorabistik“. Im Zuge der ersten Hochschulreform wurde Pawoł Nowotny von 1951-1953 kommissarischer Leiter des Sorbischen Instituts. 1955 wurde Pawoł Nedo zum Direktor ernannt und mit Wirkung seiner Wahrnehmungsprofessur mit Lehrauftrag für sorbische Volkskunde zum Beginn des Studienjahres 1960/61 auch offiziell in seinem Amt als Leiter bestätigt. Dank seiner Unterstützung wurde 1981 die Studienkombination Kulturwissenschaften/Sorabistik eingeführt. Im Jahre 1964 übernahm Heinz Schuster-Šewc den Lehrstuhl und das Amt des Direktors, danach zeitweise auch der Historiker Jan Brankačk.
Nach 1989
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Kontakt
Universität Leipzig
Philologische Fakultät
Institut für Sorabistik
Beethovenstr. 15
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Tel: +49 341 9737650
Fax: +49 341 9737659
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