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Bisherige Empirische Forschungstätigkeit

Der Gegenstgand meiner ersten, selbständig durchgeführten empirischen Untersuchung war das Spielen an Geldautomaten, eine Auftragsforschung, die mir die Gelegenheit zum Erlernen des "Handwerks" der empirischen Sozialforschung ermöglichte. Es handelte sich um eine teilnehmende Beobachtung in Gaststätten und um eine Befragung von Spielern. Die Ergebnisse der Untersuchung sind niedergelegt in einem vervielfältigten Manuskript: Das Spielen an Geldautomaten, mit René König und Fritz Sack, Köln 1965.

In meiner Dissertation habe ich die Ergebnisse einer ökologischen Untersuchung der Kinder- und Jugendkriminalität in Köln dargestellt und diskutiert. Vgl. Zur Erklärung delinquenten Verhaltens von Kindern und Jugendlichen, München 1968

Eine Sekundäranalyse der Daten von "Union Democracy" (Lipset, Trow und Coleman) ist enthalten in dem Aufsatz "On the Relation between Theory and Research in Sociology" (1969), deutsch in: Opp und Hummell 1973, Band 1.

In meiner Habilitationsschrift (Soziales Handeln, Rollen und soziale Systeme, 1970) habe ich u.a. zwei empirische Untersuchungen über alltägliches Verhalten, die ich durchführte, dargestellt. Es handelte sich um schriftliche Befragungen.

Über eine schriftliche Befragung von Richtern zur Erklärung der Strafzumessung in Strafprozessen wird in dem Buch "Ideologie und Fakten in der Rechtsprechung. Eine soziologische Untersuchung über das Urteil im Strafprozeß" (mit R. Peuckert), 1971, berichtet. Vgl. auch den Aufsatz (mit R. Peuckert) 1969 in: Angewandte Sozialforschung.

Eine Sekundäranalyse von Daten über Schwarzfahren in öffentlichen Nahverkehrsmitteln ist enthalten in meinem Aufsatz "Die Übertretung von Normen..." (1975) und wird verwendet als Illustrationsmaterial in Opp und Schmidt, Mehrvariablenanalyse (1976).

Eine empirische Untersuchung, an der ich fünf Jahre, von 1971 bis 1976, gearbeitet habe und die von der Stiftung Volkswagenwerk von 1974 bis 1976 gefördert wurde, befaßt sich mit den Wirkungen des Strafvollzugs auf die "Resozialisierung" von Häftlingen. Vgl. insbes. das Buch "Strafvollzug und Resozialisierung" (1979). Vgl. weiter folgende Aufsätze: Wirkungen verschiedener Formen des Strafvollzugs (1974); Zu den Wirkungen des Strafvollzugs...(1979).

Ergebnisse einer Sekundäranalyse von Daten über konforme und abweichende politische Partizipation enthält der folgende Aufsatz (mit K. Burow-Auffarth und U. Heinrichs): Conditions for Conventional and Unconventional Political Participation (1981).

Eine von der Stiftung Volkswagenwerk von 1981 bis 1983 geförderte Untersuchung befaßt sich mit Bedingungen für die Teilnahme an sozialen Bewegungen am Beispiel von Atomkraftgegnern. Vgl. das Buch von Opp et al., Soziale Probleme und Protestverhalten, Opladen 1984. Vgl. weiter meine Aufsätze "Economics, Sociology, and Political Protest" (1982), "Normen, Altruismus und politische Partizipation" (1984), "Soft Incentives and Collective Action" (1985), "Konventionelle und unkonventionelle politische Partizipation" (1985), "Rational Choice and Rebellious Collective Action" (mit E. N. Muller, 1986), Social Integration and Incentives for Legal and Illegal Protest (1987).

Seit 1982 arbeite ich zusammen mit H. Kreutz, E. Lange, R. Wippler und U. Wuggenigg an einem von der Deutschen Forschungsgemeinschaft geförderten Verbundprojekt "Vergleichende Überprüfung soziologischer Theorien". Das Projekt ist im Mai 1986 ausgelaufen. Das Ziel des Verbundprojektes bestand darin, an verschiedenen Datensätzen jeweils mindestens zwei sozialwissenschaftliche Theorien vergleichend zu überprüfen.

Von Januar 1985 bis August 1986 habe ich zusammen mit Edward N. Muller (University of Arizona, Tucson) an einer von der Stiftung Volkswagenwerk geförderten Sekundäranalyse von Datensätzen zur politischen Gewalt gearbeitet. Das Ziel bestand darin, Hypothesen über politischen Protest, die auf dem Modell rationalen Verhaltens basieren, an mehreren Datensätzen zu überprüfen.

Im Juli 1986 wurden von der Stiftung Volkswagenwerk Mittel für eine Zweitbefragung der Atomkraftgegner bewilligt (Förderungsdauer zwei Jahre, zur Erstbefragung siehe vorher Punkt 9).

Im Jahre 1987 habe ich eine Befragung von 52 Studenten zur Überprüfung von Hypothesen über die Entstehung von Kooperation durchgeführt. Publikation eines entsprechenden Aufsatzes erfolgte im Journal of Institutional and Theoretical Economics 1988 (Spontaneous Order and TIT FOR TAT, siehe Verzeichnis der Aufsätze vorher).

Im April 1987 bewilligte die Stiftung Volkswagenwerk Mittel für eine international vergleichende Studie über politischen Protest und konventionelle politische Partizipation (Förderungsdauer 25 Monate). Es wurden Surveys in der Bundesrepbulik, in Israel und in Peru durchgeführt. Die National Science Foundation förderte die Untersuchung in Peru.

Im März 1989 bewilligte die Stiftung Volkswagenwerk die Zweitbefragung zu dem unter 14. genannten Projekt in der Bundesrepublik und Israel (Förderungsdauer 17 Monate).

Im Juni 1990 bewilligte die Deutsche Forschungsgemeinschaft ein zweijähriges Projekt über "Die Dynamik gewaltloser Revolution" in der DDR (mit Prof. Dr. Peter Voß, Leipzig). Ziel ist die Erklärung der Proteste im Jahre 1989 in der DDR.

Im September 1992 bewilligte die Deutsche Forschungsgemeinschaft ein zweijähriges Folgeprojekt zu der vorher genannten Untersuchung, in der dieselben Personen erneut befragt wurden (wieder mit Prof. Dr. Peter Voß, Leipzig).

Im November 1994 bewilligte die Deutsche Forschungsgemeinschaft ein zweijähriges Folgeprojekt des vorher genannten Projekts, also eine dritte Welle.

Die DFG bewilligte zwei weitere Wellen des vorher genannten Projekts, die 1996 und 1998 erhoben wurden. Laufzeit beider Projekte war bzw. ist zwei Jahre.

Mitantragsteller eines von der DFG geförderten Projekts "Leben Ost" (Hauptantragsteller Michael Häder, ZUMA), 1996-1997.

Durchführung einer Umfrage - mit Prof. Dr. Elmar Brähler - über "Die Universität Leipzig aus der Sicht ihrer Angehörigen", 1996/1997.

Mitantragsteller (mit Prof. Dr. Elmar Brähler) eines Forschungsprojekts zur Evaluierung der Lehre (1997 bis 1999), finanziert vom Sächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst.

Mitarbeit bei dem Projekt "Objektive und subjektiv wahrgenommene Sanktionswahrscheinlichkeiten und ihre Auswirkungen auf das Unfallgeschehen", gefördert von der Bundesanstalt für Straßenwesen (BAST), durchgeführt vom IVT (Institut für angewandte Verkehrs- und Tourismusforschung), 1996 bis 1998.

Mitglied der "reference group" (Beratergruppe) eines Projekts der City Universitetet Stockholm über "Virtues, Vices, and Social Capital". Leiter: Emil Uddhammar (City Universität Stockholm), seit Dezember 1996. Das Projekt wurde beendet (vermutlich) 2001.

Mitglied des Forschungsprojektes MOST (Management of Social Transformations), seit 1997. Leiter: Nikolai Genov (Institut für Soziologie der bulgarischen Akademie der Wissenschaften), Förderung durch die UNESCO und die Friedrich Ebert Stiftung.

Mitglied des von der DFG geförderten Sonderforschungsbereichs "Regionenbezogene Identifikationsprozesse" (seit 1998 bis 2001), und - gemeinsam mit Kurt Mühler -- Leiter eines Projekts zu den Ursachen und Wirkungen regionaler Identifikation (1999 bis März 2005).

Schriftliche Umfrage bei 51 Studierenden der Universität Leipzig zu der Bewertung von Protestsituationen 1998. Dieses faktorielle Survey (Vignettenanalyse) wird in dem vorher genannten Aufsatz "Warum denken normale Leute ..." verwendet.

Schriftliche Umfrage bei 366 Studierenden über die Nichtraucher-Norm 1998. Dieses faktorielle Survey wird verwendet in dem genannten Aufsatz "Die Evolution sozialer Normen".

(Mit Heike Diefenbach) Schriftliche Umfrage bei 385 Studierenden zu Scheidungsnormen, Sommersemester 2001.

Selbstverständlich habe ich im Rahmen von Diplomarbeiten und Dissertationen eine Vielzahl empirischer Forschungsprojekte betreut. Darüber hinaus habe ich viele kleiner Untersuchungen ohne Förderung von Institutionen durchgeführt. Ein Beispiel ist eine Befragung von 366 Leipziger Studenten im Sommer 1998 mit dem Ziel, Hypothesen über die Akzeptierung von Nichtraucher-Normen zu überprüfen.

 
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