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Bild von Dr. Jenny Preunkert Dr. Jenny Preunkert
Raum 3.111
Telefon +49 (0)341 / 97-35655
Email preunkert@uni-leipzig.de
   
Sprechzeit  mittwochs von 9.30 bis 10.30 Uhr, allerdings entfällt die Sprechstunde am 2. Mai 2012!


Habilitationsprojekt: Wie viel Gesellschaft braucht der Euro?

Der Euro ist als transnationale Währung ein bisher einmaliges Projekt in der europäischen Geschichte. Noch nie zuvor haben mehrere nationale Staaten freiwillig die eigene Währung zugunsten einer transnationalen Währung aufgeben, weshalb seine Einführung auch als Meilenstein im europäischen Integrationsprozess gilt. Gleichwohl haben die aktuelle Währungskrise in einigen seiner Mitgliedsstaaten und die dabei entstehenden Folgen für die gesamte Eurozone gezeigt, dass das Projekt mit bisher nicht wahrgenommenen politischen wie wirtschaftlichen Kosten verbunden ist. Auch wurde deutlich, dass die bisherigen politischen wie wissenschaftlichen Erklärungsansätze des Euros nicht ausreichen, um diese neue Form von Währung und ihr gesellschaftlichen Implikationen und Folgen erfassen und verständlich machen zu können.

Ausgehend von der aktuellen Krise soll in dem hier vorgestellten Projekt untersucht werden, auf welchen gesellschaftlichen Voraussetzungen die europäische Währung basiert. Die politische Ordnung der Eurozone wird dabei als institutioneller Rahmen verstanden, der die Kooperationsnotwendigkeit drastisch gesteigert hat, was lange Zeit durch den wirtschaftlichen Erfolg verdeckt wurde. Des Weiteren soll analysiert werden, welche politischen wie wirtschaftlichen Folgen der Euro für die beteiligten nationalen Gesellschaften und die EU als Ganzes hat. Es wird die These vertreten, dass durch mit der Einführung des Euros eine neue Form von transnationaler Staatlichkeit und wirtschaftlicher Abhängigkeit innerhalb der Eurozone institutionalisiert wurde und dies sowohl den Handlungsspielraum der beteiligten nationalen Gesellschaften verringert wie auch Spaltungstendenzen innerhalb der EU verstärkt hat.


Dissertationsprojekt: Chancen für ein soziales Europa? Die Offene Methode der Koordinierung  als neue Regulierungsform (abgeschlossen)

Im Jahr 2000 wurde die Offene Methode der Koordination im Bereich der sozialen Eingliederung als ein sogenanntes freiwilliges und resultatsorientiertes Lernverfahren eingeführt und institutionalisiert. In der Dissertation wurde untersucht, inwieweit dieser Prozess die sozialpolitischen Debatten und Reformen in den drei konservativen Wohlfahrtsstaaten Deutschland, Frankreich und Italien in den Jahren 2000 bis 2005 unterstützen konnte. Die Grundlage meiner Analyse waren mehr als 50 Interviews, die Deutschland, Italien, Frankreich und Brüssel in im Rahmen eines durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft finanzierten Projektes an der Otto-Friedrich Universität in Bamberg durchgeführt wurden. These der Arbeit war, dass die Offene Methode der Koordinierung nur dann einen Einfluss auf die nationalen Debatten und Reformen haben kann, wenn die Instrumente des Verfahrens anschlussfähig an die bestehenden nationalen Sozialordnungen sind.


 
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