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REDAKTION SOZIOLOGIE
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  >> Jahrgang 31 - Heft 4 - 2002
   
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>> Uwe Barrelmeyer und Volker Kruse
Sind die methodologischen Arbeiten Max Webers für die gegenwärtige kulturwissenschaftliche Soziologie nicht anschlußfähig?
Abstract ausblenden.

Klaus Lichtblau unterstreicht in einem Aufsatz für die Zeitschrift Soziologie (2001/1) die konzeptionelle Bedeutung der späteren kulturvergleichenden und universalgeschichtlichen Arbeiten Max Webers für die gegenwärtige und zukünftige kulturwissenschaftliche Soziologie. Dagegen seien Webers frühere erkenntnistheoretische und methodologische Arbeiten als nicht anschlußfähig zu betrachten. Den mit dieser definitorischen Festlegung Lichtblaus für den Bereich der allgemeinen Soziologie beabsichtigten Diskussionsanstoß greift der vorliegende Beitrag in kritischer Absicht auf. Seine exemplarisch angelegte Analyse ergibt erstens, daß Webers frühe methodologische Arbeiten die wesentlichen wissenschaftslogischen Bausteine (historisch-konstellatives Erklären) liefern, mit deren Hilfe sich der argumentative Aufbau insbesondere von Webers religionssoziologischen Studien erst adäquat erschließen läßt. Dementsprechend ist zweitens Lichtblaus Postulat, Webers kulturvergleichende Analysen seien aus kultursoziologischer Sicht als unverändert anschlußfähig zu betrachten, ebenso auf dessen wissenschaftslogische Arbeiten auszuweiten. Dieser systematische Zusammenhang wird abschließend drittens am Forschungsfeld der neueren sozialwissenschaftlichen Kulturtheorien exemplarisch dargelegt.



   
    >> Der Stand der Dinge:
Erträge und Perspektiven soziologischer Forschung
     
>> Joseph Huber
Environmental Sociology in Search of Profile
Abstract ausblenden.

Die meisten Richtungen soziologischer Theorie hätten Voraussetzungen dafür mitgebracht, als Vorreiter der sozialwissenschaftlichen Umweltforschung aufzutreten – institutionelle Soziologie, Marxismus, Frankfurter Schule, die Ansätze von Parsons und Luhmann, nicht zu vergessen die Industriesoziologie. Tatsächlich erwiesen sie sich als Nachzügler. Zu lernen ist daraus u.a., dass Ideologiekritik selbst ideologische Hürden errichten kann, und dass die Analyse von gesellschaftlichen Strukturen und Funktionen in dem Maße gegenstandslos wird, wie sie die leibhaftigen und mit Bewusstsein ausgestatteten Menschen und Bevölkerungen aus dem Blick verliert. Stattdessen sollte auf eine neue Synthese von Handlungs- und Systemtheorie hingearbeitet werden.
Darüber hinaus konfrontiert die Umweltforschung die Soziologie einmal mehr mit ihrem alten Dilemma, ob sie nur eine unter etlichen sozialwissenschaftlichen Disziplinen darstellt, die speziell die divisionale Struktur der Gesellschaft untersucht (Klassen, Gruppen, Institutionen, Rollen, positionaler Status), oder ob sie ihren Anspruch aufrecht erhält, allgemeine Gesellschaftstheorie zu entwickeln.
Umweltsoziologie ist ihrer Eigenart nach ein allgemeinsoziologisch zu untermauerndes interdisziplinäres Unterfangen. Sie teilt fast alle ihre Forschungsthemen mit benachbarten Disziplinen, von Forschungen zum Umweltbewusstsein und -verhalten, über Umweltdiskurse, Umweltpolitik und ihre Instrumente, bis zu Aspekten der wirtschaftlichen und technologischen Entwicklung. Zugleich bedarf die Umweltsoziologie einer festen Verankerung in ihrer Mutterdisziplin. Innerhalb derselben greift sie auf eine längere Reihe von speziellen Soziologien zurück, in die sie ihre Ergebnisse rückwirkend wieder einspeist – was sich auch als Beitrag zur allgemeinen soziologischen Theorieentwicklung erweisen dürfte.



>> Helge Peters
Zur Lage der Soziologie sozialer Probleme, abweichenden Verhaltens und sozialer Kontrolle
   
    >> Streit-Forum:
Reputation in der deutschen Soziologie
     
>> Günter Burkart
Die Faszination der Popsoziologie
>> Werner Rammert
Die halbierte Reputation – eine grob fahrlässige und unfaire Rechnung!
>> Jutta Allmendinger
Eine drei-Welten-Lehre wissenschaftlicher Reputation und ihre Messung
   
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